Vereinbarungsfalle in der Komfortzone

Diese Woche hatte es in sich: Das Arbeitspensum war extrem hoch. Sämtliche Projekte hatten sich in diese Woche kumuliert. Und natürlich alles schreibintensive Projekte. Wenn schon, denn schon.

Wäre ich allein, hätte ich vermutlich gearbeitet, gearbeitet, gegessen, gearbeitet gearbeitet, geschlafen und damit einen ziemlich speziellen Tagesrhythmus entwickelt.

Aber da gibt es den midi-monsieur, der morgens früh raus muss, der an zwei Tagen nicht in den Hort geht, der Termine und Hobbies hat, der diese Woche ziemlich angeschlagen war und so an zwei Tagen (die eigentlich Horttage sind) zu Hause blieb wegen Seuche.

Das machte die Woche nicht einfacher. So gar nicht. Und Vereinbarkeit war nicht wirklich möglich. Der midi-monsieur musste sich viel selbst beschäftigen. Er beschwerte sich auch, dass ich so viel arbeite.

Darüber dachte ich nach. Ja, es war viel. Aber nicht wirklich mehr als bei einer Vollzeitanstellung. Nur etwas anders, weil ich nicht linear 9to5 arbeite(n kann), weil Schreiben halt Zeit und Muße braucht und ich bei einem Themenwechsel auch immer mal Pause machen muss.

Dass es dem Kind so viel vorkam, lag sicherlich zum einen daran, dass ich zu Hause arbeite und zum anderen dass er auch mehr zu Hause war (als sonst schon).

Aber eigentlich sind wir in einer ganz komfortabelen Situation. Für mich, weil ich keine Arbeitswege und so Zeitverluste habe und auch weil ich dadurch keine begrenzten Zeitfenster* habe. Aber auch für das Kind, denn wäre ich irgendwo festangestellt tätig, müsste er deutlich häufiger in den Hort und manche Hobbies wären nur schlecht zu organisieren.

Und trotzdem kann ich sein Gefühl verstehen. Aber ich sehe kaum Möglichkeiten, wie ich in solchen Situationen nicht in eine Vereinbarkeitsfalle tappe.

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* Also definierte Arbeitszeiten, innerhalb derer ich kreativ sein muss. (Hat natürlich auch den Nachteil, dass ich „ständig“ gedanklich bei der Arbeit bin. Aber ich rechne ja nach Stunden ab.)

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