Kryptik deluxe

Meine Tweeps sind schon etwas nöckelig irritiert, weil sich in den vergangen 24 Stunden kryptische Tweets meinerseits häuften (naja, 2 von 24 ohne Replies und unzitierten Retweets). Und davor gab es vielleicht auch mal ein oder zwei verstreute. Wobei sich diese (ältern) voraussichtlich für die meisten aufgeklärt haben könnten.

Zu den aktuellen kann ich nur sagen: Es brennt mir unter den Nägeln, mehr dazu zu schreiben. Aber so extrovertiert ich bin, SOOO extrovertiert bin ich dann doch nicht. Zumindest nicht zum jetzigen Zeitpunkt. Vielleicht sehe ich das in einer Woche anders und auch entspannter. Vielleicht ergibt sich daraus auch nochmal ein ganz anderes Thema.

Noch muss ich sehr darüber lachen, was mir gerade so passiert. Dieses komische Leben, das irgendwie immer wieder neue Überraschungen bereit hält. Ich mag das. Ich mag mein Leben. (Es bleibt mir ja auch nicht viel übrig, ich habe nur dieses. Aber ich mag’s halt auch.)

Und für noch ein wenig mehr Kryptik: Es ist überaus praktisch, wenn anatomische Unwägbarkeiten durch – deutlich besser als gedacht – trainierte Muskeln ausgeglichen werden können. Sonst wäre mein Sonntag wohl anders verlaufen.

Freude schenken

Es ist ja (naja, eigentlich nicht wirklich) erstaunlich, wie sehr einem diese Menschen aus dem Internet ans Herz wachsen können. Man freut sich mit, man weint mit, man trauert mit, versucht – zumindest virtuell – in den Arm zu nehmen, fiebert mit und fühlt sich ganz einfach verbunden. Denn im Normalfall steckt hinter jedem den meisten SocialMedia-Accounts ein echter Mensch. Und wenn dieser authentisch postet und twittert, dann ist es letztlich egal, ob man sich „nur“ virtuell kennt. (Und meist trifft man sich ja dann doch mal real.)

Und so war mein Tag heute ein bisschen davon überstrahlt, dass der Freundinnenkreis „Paketdrama“ es geschafft hat, der lieben Frau Rabe, die ja nicht mehr nur virtuell ist, ein Lächeln und einen kleinen Verschnaufer im PhD-Arbeitssuch-und-überhaupt-Stress zu verschaffen.

❤💛💚💙💜

Zirkadiane Laune

Heute morgen dachte ich: „Joah, nicht ganz optimal der Tag, aber irgendwie bekomme ich den schon rum.“ DANN schlief ich – völlig ungeplant – ein, weil ich tatsächlich im Bett arbeitete, weil es mir außerhalb der Bettdecke zu kalt war. Die Heizung funktioniert nämlich mal wieder nicht. Als ich von diesem erweiterten Powernapp erwachte, fühlte ich mich wie erschlagen. Und mir war schlecht. So fies kodderig schlecht. Und da musste ich leider denken: „Boah, der Tag kann vermutlich weg.“ Auch wenn ich weiterdachte und mir bewusst wurde, dass heute Abend ja Elternabend ist. Ich arbeitete ein wenig mehr schlecht als recht und kam nicht in den Quark. Da war es auch schon Zeit, dass der midi-monsieur nach Hause kam. Und direkt wieder ging, um uns Brötchen zu holen für einen Mittagssnack (meine erste Mahlzeit des Tages). Wir aßen zusammen, er machte Hausaufgaben, ich kümmerte mich um die Wäsche. Dabei war mir weiterhin kodderig und der Kreislauf machte auch, was er wollte. Dann war es auch schon Zeit für das Kind zu seinem einen Termin zu gehen und ich dachte, dass mich vielleicht etwas Sport auf Trapp bringen würde und absolvierte meine Einheit. Dann telefonierte ich mit der einen Kollegin und der midi-monsieur kam wieder. Er machte noch einen Rest Hausaufgaben und ich ging duschen. Das warme Wasser tat gut, aber kodderig war mir weiterhin. Kurz drauf musste der midi-monsieur zum Aikido-Training und ich ging mit dem Gedanken „Och, so schönes Wetter und etwas frische Luft können nicht schaden“ raus. Ich machte Besorgungen und als ich wieder zu Hause war, war zumindest mein Kreislauf wieder etwas mehr in Spur. Dennoch hätte ich mich gerne wieder ins Bett gelegt. Aber ich musste etwas aufräumen, da ja später die Babysitterin kam. Kaum war ich fertig, klingelte sie auch schon. Ich suchte meine sieben Sachen für den Elternabend zusammen und musste dann auch schon los.

Und während ich noch eine Stunde vor dem Elternabend dachte, ich würde auf jeden Fall, ganz bestimmt einschlafen währenddessen, wurde ich immer wacher. Der Elternabend war ok. Ich wurde wieder zur Elternbeirätin gewählt. Als ich wieder zu Hause war, war mir nicht mehr kodderig und fühlte mich eigentlich auch wieder normal. Ich schnackte noch kurz mit der Babysitterin, trat fast in einen eher ungebetenen Gast, die mir auf der Schwelle zu meinem Schlafzimmer auflauerte, widmete mich dem Freundinnenkreis:Paketdrama, buchte Karten für ein Date mit Jette, freute mich über die restlichen Nudeln und lies den Abend im Internet mit Lakritzschokolade und Toffifee ausklingen.

Jetzt könnte ich eigentlich wieder Bäume ausreißen. Aber besser wäre es wohl, wenn ich ins Bett gehe, denn morgen früh treffe ich die Wortschnittchen.

Kann ab

Orrr, dieses blöde Knie. Das rechte. Das linke ist ja halbwegs brav. Aber das rechte zickt. Und es zickt viel. Es gibt ziemlich viele Bewegungen, die es angeblich nicht mag.

Und ich muss ehrlich sagen, es nervt mich. Es nervt mich, weil ich Schmerzen nach dem Wandern, zum Teil auch nach dem Radfahren habe. Es schmerzt, wenn ich zu oft und/ oder zu lange mit Absätzen > 5cm rumlaufe. Und es zickt rum, wenn ich mein seit ein paar Wochen laufendes tägliches Sportprogramm absolviert habe.

Und das blöde Knie zickt nicht nur kurz unter der Belastung, sondern halt noch eine Weile danach. Aber ich habe keine Lust und würde vermutlich auch durchdrehen, mich von dem Knie – haha – in die Knie zwingen zu lassen. Ich muss mich bewegen. Ohne Bewegung werde ich unleidlich. Und ohne Bewegung wird auch das Knie unleidlich. Also noch unleidlicher als mit Bewegung.

Vielleicht frage ich beim nächsten Termin den Orthopäden. Wobei ich eigentlich nicht wissen will, dass das Knie halt eine Arthrose hat. (Und dass dagegen nicht so viel hilft, außer (schonende) Bewegung und evtl. Hyaluronsäure. Und dass es auch mal auf eine OP hinauslaufen kann.)

Lernen?

Ob ich es nochmal lerne, Wichtiges nicht aufzuschieben, sondern so schnell wie möglich zu erledigen?

Wobei es ja auch nicht auf alles Wichtige zutrifft. Manche Dinge erledige ich ja durchaus gerne und auch umgehend.

Ein Muster ist möglicherweise zu erkennen. Nun halt die Frage, ob ich es noch lernen.