Da tut sich nichts

Zumindest beim Vergärungsversuch hat sich über Nacht noch nicht so viel getan. Eventuell muss er noch modifiziert werden. Aber wir lassen ihn erstmal noch eine weitere Nacht stehen.

Ansonsten ging es heute um Farben um weitesten Sinne: Wir testeten verschiedene Flüssigkeiten* darauf, ob sie sich als Geheimtinte eignen. (Genaue Auswertung erst morgen, wenn alles getrocknet ist.)

Und dann „malten“ wir Muster mit Zucker und Tinte, …

… Milch, Lebensmittelfarbe und Spüli:

Das machte großen Spaß und ich hörte viele Aahs und Oohs und „das sieht aber cool aus“.

Die Chromatographie auf den Filterblättern hat nicht so toll funktioniert, aber das Grundprinzip konnte gezeigt werden.

Morgen ist die Projektwoche dann schon** zu Ende. Wenn alles gut klappt, machen wir dann noch was mit Feuer.

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* Milch, Apfelsaft, Zitronensaft, Zuckerwasser

** ein bisschen auch „zum Glück“ – noch länger würde ich den Lärmpegel nicht durchhalten.

H-zwei-O und C-O-zwei

Die Übernachtversuche haben gut geklappt: Die Gummibärchen* taten im Wasser. H2O, was sie sollten: Sie lösten sich auf oder wurden größer.

Und auch die Äpfel oxidierten – je nach Vitamin-C-Gehalt – mehr oder weniger stark.

Doch, den Kids macht es großen Spaß zu gucken, was so passieren kann. Und sie denken auch mit, beobachten genau und machen sich so ihre – manchmal etwas speziellen – Gedanken.

Eifrig waren sie auch dabei, als sie – in zugeteilten Kleingruppen – CO2 erzeugen sollten, um Luftballons aufzupusten.

Die Backpulvergruppen hatten natürlich schnellere Effekte und auch etwas mehr Wumms, als sie die Säure auf ihr Pulver kippten. „Überschäumende“ Freude 😉

Dann war die Zeit auch schon um. Wir konnten nur noch einen Vergärungsversuch ansetzen, der mindestens bis morgen, vermutlich aber bis Freitag laufen wird.

Am Abend spülte ich dann unser „Laborgeschirr“:

Mit 23 Kindern fällt so einiges an.**

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* Wir hatten Gummibärchen mit und ohne Gelantine

** Auch wenn das Einmal-Pinnchen sind, spüle ich die, weil ich nicht drölf Millionen davon verschwenden will. Und da war ja nichts Schlimmes drin

Das wird schon

Ich weiß, dass es hier manchmal ganz anders klingt: Aber ich habe einen großen Respekt vor Lehrerinnen – insbesondere Grundschullehrerinnen. Also davor, dass sie den Job ergriffen haben. Und es soll ja auch tatsächlich welche geben, die das mit Herzblut, Leidenschaft und aus einer Art Berufung heraus machen. Wurde mir erzählt. Ich hätte ganz einfach nicht die Geduld dafür. Wobei ich es total spannend und faszinierend finde, zu sehen, wie Kinder Wissen verarbeiten, wie sie Informationen aufsaugen, wie sie Spaß an Lernen haben, wenn – ja, wenn – es entsprechend vermittelt wird. Wenn Wissen erlebt und direkt begriffen werden kann. Und das gilt meiner Meinung nach insbesondere für Naturwissenschaften.

Aus diesem Grund fand ich es toll, dass der midi-monsieur damals einen Experimente-Geburtstag wollte. Aus diesem Grund habe ich eine Idee und aus dem gleichen Grund wage ich mich diese Woche in die Höhle der Löwen biete ich an der Schule vom Kind ein Projekt im Rahmen der Projektwoche an. Der vielversprechende Titel „Alles ist Chemie“ hat zu 185 Anmeldungen geführt, von denen mir 25 Kinder zugeteiltlost wurden. Die Kinder aus der Klasse vom Kind waren alle außen vor. Die bekommen einen extra Projekttag mit mir.

Die zwei Wochen vor Pfingsten waren so stressig und voll, dass ich nicht wirklich die Ruhe hatte (außerdem hatte ich eine Stimme im Ohr, die die ganze Zeit sagte: „Das wird schon.“), meine doch nicht gerade geringe Buchauswahl zum Thema durchzugehen und mir zu überlegen, welche Experimente ich mit den Kids machen könnte.

Es gibt viel tolle Literatur zum Thema.

Und so wurde es Pfingstsamstag – also vor drei Tagen -, bis ich endlich mal plante. Nunja, gut, dass unser Supermarkt bis Mitternacht geöffnet ist.

Gestern Abend dann packte ich eine große Tasche mit diversem Kram und die Stimme im Ohr sagte immer noch: „Das wird schon.“

Ja, es wurde: Wir lernten uns erstmal kennen, sprachen über Erwartungen an das Projekt – Ich will lernen, wie man eine Bombe baut. Ich möchte die Schule explodieren lassen. – und ich machte eine Labor- bzw. Sicherheitsanweisung.

25 Kinder im Schach zu halten, ist nicht ganz so einfach.* Die Namen von zweidrei Pappenheimern kannte ich direkt nach einer halben Stunden, bei einigen anderen weiß ich sie vermutlich am Ende der Woche noch nicht. Aber im Großen und Ganzen waren die Kids begeistert bei den ersten beiden Versuchen – Gummibärchen in Wasser, Apfel-Vitamin-C – dabei.

Morgen dann werden wir uns angucken, was aus dem heutigen Versuche** geworden ist.

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* Ich werde aber die ganze Woche über unterstützt.

** Werden beide über Nacht oder zumindest einen längeren Zeitraum angesetzt.

Versuch und …

Das Kind hat ja eine Antibiose gewonnen. Das ist nicht wirklich erstrebenswert, aber manchmal eben notwendig.

Blöd ist allerdings, wenn das Kind eine Stunde nach der zweiten Antibiotikumsdosis kotzt. Da fragt sich eine dann schon: Verträgt er das Zeug nicht? Ist es wirklich das AB?

Allerdings war er nach dem Kotzen erstaunlich gut drauf. Er fühlte sich besser als am Tag zuvor, turnte frühlich rum, hatte kein Fieber und auch sonst keine Anzeichen auf Unverträglichkeit.

Ich rief beim KiÄBD an. Naja, ich versuchte es. Denn telefonisch sind die nicht erreichbar. Das bedeutet, dass wir nur um abzuklären, ob das Medikament wirklich gewechselt werden muss, dahin fahren müssten. Einmal quer durch die Stadt und sich vermutlich in eine elend lange Schlange* von feiertagskranken Kindern einzureihen.

Ich beschloss, den midi-monsieur zu beobachten. Er wirkte fit, fühlte sich deutlich besser. Ich überlegte: Entweder

  • lassen wir die abendliche Dosis aus und gehen am nächsten Tag zum Kinderarzt**

oder

  • wir versuchen es noch einmal und er nimmt die abendliche Dosis. Wenn es ihm nicht bekommen sollte, können wir immer noch auf „entweder“ zurückkehren.

Wir bekamen Gäste, hatten einen schönen Nachmittag und Abend. Der midi-monsieur war immer noch fit, musste auch nach Kuchen und Grillen nicht spucken.

Tja, ich wäre wohl nicht ich, wenn ich es nicht doch noch einmal versuchen würde. Der Verlauf des restlichen Abends und der Nacht zeigten – glücklicherweise -, dass das kein Irrtum war.

(Ja, ich weiß: Hätte auch anders laufen können. Und vielleicht war es auch etwas viel Versuch – so von außen betrachtet. Aber ich bleibe dabei: Ich kenne mein Kind.)

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* Die stand da nämlich gestern, als wir gegen 13h10 den KiÄBD mit Diagnose und Rezept verließen. Glücklicherweise waren wir nach dem Frühstück direkt hingefahren und so deutlich vor 12h00 da gewesen.

** Dann hätte der RB mit dem Kind gehen müssen, denn ich biete ja ein Projekt bei der Projektwoche an der Schule des Kindes an.

Aut idem

Die alten Lateinerinnen unter uns wissen: Aut idem heißt „oder das Gleiche“. Und wer schon mal ein deutsches Medikamentenrezept (das rosane) genauer angeguckt hat, der sind bestimmt schon mal die drei Kästchen am linken Rand des Verordnungsfeldes aufgefallen. Da steht nämlich auch „aut idem“ drin. In den meisten Fällen sind diese Kästchen nicht duchgekreuzt. Ja, DURCH- nicht ANgekreuzt.* Sind die Felder nämlich offen, bedeutet das für die Apothekerin, dass das verordnete Mittel durch ein Gleiches – also mit gleichem Wirkstoff, in gleicher Dosierung und Packungsgröße – abgegeben werden kann. Heißt also, da steht vielleicht „ASS Firma XYZ, 500 mg, N1″** darf sie euch auch „ASS Firma ABC, 500 mg, N1“ abgeben. Von welcher Firma das Medikament ist, hängt zum einen davon ab, was die Apotheke gerade vorrätig hat, aber auch von den Rabattverträgen eurer Gesetzlichen Krankenversicherung.***

Aut idem bedeutet jedoch nicht, dass die Apothekerin nach gut Dünken einfach irgendwas rausgeben darf, was eventuell so ähnlich wirkt. Denn im Normalfall hat sich der Arzt bei der Verordnung dann doch ein paar Gedanken gemacht+.

Oder eine Mutter, in dem Fall ich, hat sich Gedanken gemacht, dass ihr Kind so krank ist, dass es einen wirklich – und vor allen Dingen schnell – wirkenden Wirkstoff benötigt. Dadrunter zählen für mich bakterielle Infektionen, die am besten und effektivsten mit Antibiotikum behandelt werden. Und nein, nein, nein, zu einem etablierten, getesteten und zugelassenen Antibotikum gibt es kein Hausmittel-aut-idem. Nein, einfach nein.

Und deswegen habe ich heute – schweren Herzens – den Besuch bei meinen Eltern abgesagt, damit wir mit dem Kind zum kinderärztlichen Bereitschaftsdienst (KiÄBD) fahren können. Denn – ob eine es glaubt oder nicht – ich kenne mein Kind: Ich weiß, wann er wie krank ist. Ich weiß, wann er simuliert. Ich weiß, wann ich mit ihm zum Arzt muss. Auch – oder gerade deswegen – wenn ich mir durchaus zutraue, ihn bis zu einem gewissen Grad mit Hausmitteln oder freiverkäuflichen Medikamenten zu behandeln.**** Und der midi-monsieur war in den letzten Jahren wirklich wenig beim Arzt – eigentlich nur zu U-, Impf- und Kontrollterminen*****.

Aber wenn mein Kind total schlapp von der Klassenfahrt wiederkommt und über Halsschmerzen klagt, die in den folgenden Tagen nicht besser, sondern unerträglicher werden und nur mit Schmerzmittel für ihn erträglich sind, dann ist ein Besuch beim Arzt indiziert. Und wenn das halt am Wochenende ist, dann müssen wir halt einmal quer durch die Stadt zum KiÄBD. Und – tadaaa – mein morgens geäußerter Verdacht wurde bestätigt:

Noch ist es „nur“ eine Angina. Mit Ausschlag wäre es Scharlach.

Ja, dafür „versaue“ ich mir gerne meinen Pfingstsonntag, denn mit Hausmitteln, Pflege und Zuspruch wären wir nicht weit gekommen. Da müssen „härtere“ Geschütze aufgefahren werden:

Nein, ich freue mich nicht, dass mein Kind ein Antibiotikum braucht, aber ich freue mich, dass er eines bekommt, weil er es braucht. Und ich freue mich auch, dass ich leider recht hatte, denn das, liebe Eltern da draußen, gilt für uns alle: Wir kennen unsere eigenen Kinder am besten.******

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*Ist das Feld nämlich in irgendeiner Weise markiert, darf die Apothekerin nur das verschriebene Medikament ausgeben.+
+ Bei berechtigten Bedenken darf die Apothekerin übrigens auch einem offenen aut-idem-Feld „widersprechen“. Aber das auszuführen, führe etwas zu weit.

** Eigentlich blödes Beispiel: ASS wird normalerweise nur noch in 100er- oder 200er-Dosierungen verordnent, nämlich zur Thromoboseprophylaxe.

*** Bei näherem Interesse einfach mal googeln.

**** Und der midi-monsieur wird auch nicht wegen jedem Wehwehchen gleich betüddelt und mit irgendwas Unwirksamen vollgestopft. Manchmal hilft auch einfach zu sagen: „Wer krank ist, braucht Bettruhe und Schlaf. TabletTVSwitch gibt es erstmal nicht.“ und oh, Wunder, es ist alles nicht mehr so schlimm.

***** Kontrolle beim HNO. Ach ja und zweimal wegen Läusen vor 2 Jahren.

****** Und wer sich unsicher ist, gehe bitte lieber einmal zu viel, als zu wenig zum Arzt. Denn die Spätfolgen mancher Infektionen kann kein Laie abschätzen!

Was meint er nur?!

Ich weiß gar nicht, was der RB hat: Nur weil ich drei verschiedene Backwaren zubereite, übersprungshandele ich doch nicht gleich meine Nervosität wegen der ersten Begegnung zwischen meinen Eltern und dem RB. Pfffff…

Ich meine, irgendwas müssen wir ja mitnehmen. Und es hätte ja sein können, dass das eine oder andere davon nichts wird. ^^

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* Rezept hier

** nach diesem Rezept

*** Hierzu gibt es auch ein Rezept.

Wieder da

Hurra, das Kind ist wieder da. 5 Tage Klassenfahrt hat er mehr oder weniger heil üüberstanden. Zumindest musste er nicht vorzeitig abgeholt werden und das ist ja durch positiv zu werten. Er hatte Spaß und seine neue Klassenlehrerin noch ein bisschen lieber gewonnen.

Anfangs sah es so aus, als sei er nur von der Aufregung geschafft und legte sich nach einem halben Brötchen zum zweiten Frühstück erstmal hin. Doch im Laufe des Tages manifestierten sich Heiserkeit, Rotz und Halsschmerzen. Und so gab es eine Ibu als Betthupferl. Halsschmerzen sind fies und müssen gelindert werden.

Hoffen wir, dass es besser wird.

Am Rad drehen

Vor bald 20 Jahren kaufte ich mir mein erstes Mountainbike: ein blaues Kona mit Federgabel. Wir hatten viel Spaß miteinander. Und hätten vielleicht immer noch Spaß zusammen, wenn es mir nicht geklaut worden wäre. Das war vor ca. 13 Jahren. Da war es frisch gepimpt: Einige Parts (Lenkergriffe sowie Brems- und Schaltzüge) waren rot und es sah toll aus. Nunja, weg ist weg.

Seit 13 Jahren besitze ich nun – nicht als Ersatz für das geklaute Rad – mein schwares Pferd: ein Specialized Epic. Das hat mich bereits über die Alpen getragen und auch sonst durch die Gegend. Eine lange Zeit – Schwangerschaft und ersten Jahre vom midi-monsieur – stand es ziemlich ungenutzt rum und wurde dann auch erstmal nur zum Ziehen des Anhängers genutzt. Ans Mountainbiken dachte ich nicht mehr. Auch nicht, als die Zeit mit dem Fahrradanhänger vorbei war. Ich nutzte das Rad noch zum Fahren in der Stadt. Aber es ging ihm nicht gut. Ich hatte es leidlich gepflegt und damit zu fahren machte kaum mehr Spaß. Das änderte sich auch nicht, als es vor 4 Jahren notgedrungen eine neue Federgabel brauchte.

Vor 2 Jahren gönnte ich dem schwarzen Pferd eine Generalinspektion mit neuer Schaltung und Kurbeln und auf einmal machte es wieder Spaß, mit dem Rad zu fahren. Ich fing wieder an, durch Gelände zu gurken und mache das seitdem so regelmäßig wie möglich.

Und so hat das Rad in in den vergangenen 13 Jahren einiges gesehen und mitgemacht, aber was es bis vor zwei Tagen nie war: ein Politikum und ein Indiz*.

Auch wenn ich mittlerweile, weil ich noch eine weiteres Fahrrad habe**, mit dem Mountainbike weniger in der Stadt unterwegs bin, fahre ich mit dem Mountainbike gerne in die östliche Nachbarstadt***, da die Strecke am Main ausreichend uneben ist, dass der Einsatz eines gefederten Fahrrads gerechtfertigt ist.

Und entgegen landläufiger Meinungen fahre ich nicht dahin, um zu arbeiten. Nein, ich fahre dahin, weil der RB da arbeitet und ich ihn dann wahlweise beim Arbeiten stören oder unterstützen kann, weil ich ihn von der Arbeit abhole, weil ich ihn kurz küssen möchte … weil ich es kann und will, aber nicht weil ich (dahin) muss.

Bisweilen kann es dabei vorkommen, dass mein Rad – eher sehr selten**** – mal in Offenbach stehen bleiben muss. Auch dafür gibt es viele Weils, zum Beispiel weil es regnet oder weil wir uns mit einem anderen Verkehrsmittel weiter fortbewegen oder weil ich schwer verletzt nicht mehr Rad fahren kann*****. Und weil ich das Rad so ungern draußen anschließe******, finde ich es toll, dass es im Laden vom RB******* untergestellt werden kann.

Das kann eine finden, wie sie will, aber das ist alles kein Grund, am Rad zu drehen.

Gelegentlich steht mein Rad sogar in der Bahn.

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* für Hirngespinste, die aus vielerlei Gründen nie wahr werden

** Ganz eigentlich gehört es ja dem midi-monsieur. Ich habe aber Nutzungsrechte, solange das Kind noch nicht groß genug für das Rad ist.

*** Offenbach

**** bisher zwei Mal

***** Zum Glück nicht der Fall

****** zumindest über Nacht

******* seinem (!), nicht unseren

 

E25

Heute kam ich mir ja ein bisschen vor wie eine Mystery-Tasterin. Nur mit dem Unterschied, dass der Tasting-Maître* ja wusste, dass ich da war und ich – zumindest bis zur Pause** – die anderen eigentlichen Tasting-Kundinnen „bespitzeln“ konnte.

Interessant war es, den eigenen Freund auch mal bei diesem Teil*** seiner Arbeit zu erleben. Ich habe mich bemüht, ihn nicht die ganze Zeit über anzuhimmeln. Und ich kann sagen: Das macht der schon ziemlich gut.**** 🙂

Und weil ich da so reingeschmuggelt beisaß, musste ich mich ja irgendwie erkenntlich zeigen. Pah, nicht was ihr denkt. Da war es sehr praktisch, dass die Spülmaschine wiederholt „E25“ anzeigte. So was fuchst mich ja und so kroch ich mit youtu.be auf dem Handy in die Maschine, schöpfte Wasser raus, friemelte Plastikteile ab, drehte an Rädchen, fummelte alles wieder an Ort und Stelle und – tadaa – das Maschinchen schnurrte wieder.

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* der RB

** Wenn eine den Chef und Tasting-Maître küsst, gehört sie anscheinend irgendwie dazu+.
+ zum Laden

*** Wir arbeiten ja hin und wieder vis-à-vis an Apfelbuch und Laptop und beim Verkauf habe ich ihn ja auch schon beobachten können.

**** Wer Bock auf ein interessantes, kurzweiliges und lustiges Tasting zu Gin, Whisky oder auch Rum hat, kann ja mal hier gucken.

***** So nennt mich der RB gelegentlich. Keine Ahnung, warum

Feud und Leid

Freud und Leid liegen bekanntlich nah beieinander. Auch kulinarisch. Nur 500 Meter* liegen zwischen dem Bornheimer Dorfstadl und dem Sonamu. In dem einen waren wir am Montag essen, im anderen heute. Ich war in beiden auch schon mal ohne den RB essen und hatte beide in guter Erinnerung.

Aber die Montagslokalität hat deutlich in der Qualität abgebaut. Ich will gar nicht auf den lieblosen Beilagensalat, der nach Salatkrönung schmeckte, eingehen und auch nicht darüber nölen, wie schlecht das Wiener Schnitzel (ja, echtes, nicht Wiener Art) war. Und dass es zwei kleine Schnitzel waren, ist dabei noch der kleinste Kritikpunkt.
Das Essen war da mal wirklich lecker. Jetzt leider nur noch okay. Es macht den Eindruck, als verkomme das Ganze zu einer Kneipe, wo sich zum Skatkloppen beim Bier getroffen wird. Da war es auch schon fast egal, dass wir nicht mit Karte zahlen konnten (was früher ging).
Sorry, but not sorry, den Laden kann ich leider nicht mehr empfehlen.**

Dafür hat uns dann der heutige Restaurantbesuch entschädigt: Koreanisch isst eine ja eh nicht so oft. Da muss eine sich erstmal bewusst werden, dass das zwar irgendwie asiatisch ist, aber dann doch ganz anders als Sushi, Thailändisch oder berühmten sieben bis acht köstlichen Kostbarkeiten***. Entsprechend lang brauchten der RB und ich, um uns auf der eigentlich nicht sehr großen Karte für Vorspeisen und Hauptgerichte zu entscheiden. Aber gelohnt hat es sich.

Leider habe ich mir nicht gemerkt, wie all die leckeren Sachen heißen. Aber weil eben lecker, besonders und nett (der Service) war, gibt es eine klare Empfehlung**** fürs Sonamu*****.

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* Zumindest, wenn ein es in Relation dazu setzt, dass die ganze Berger Straße 2,3 Kilometer lang ist.

** Es ist schon sehr aussagekräftig, dass wir keine Fotos vom Essen gemacht haben.

*** Hier wollte ich eigentlich auf Rüdiger Hoffmann’s 8 Kostbarkeiten verlinken. Aber manche Dinge sind in der Erinnerung lustiger als dann wirklich.

**** Ein klitzekleines bisschen unschön war, dass die Hauptgerichte nicht zeitgleich serviert wurden.

***** Reservierungen unbedingt erforderlich