Yummy

Seit einiger Zeit schon spukt mir ein Salat mit rohem Brokkoli durch den Kopf. Gestern sprang passenderweise ein frischer (meist nehme ich ja TK) in den Einkaufswagen.

Das war drin (für 1 Person):

1 kleiner Brokkoli
1/3 rote Paprika
5 Cherrytomaten
1 Handvoll Mandelhobel

Und so einfach gehts:

1. Brokkoliröschen vom Strunk schneiden; beides klein schneiden
2. Paprika in kleine „Würfel“ schneiden
3. Tomaten dritteln oder halbieren
4. Alles mit Salz, Pfeffer, etwas Salz und weißem Balsamico (je nach Geschmack 3-5 EL*) mischen
5. Mandelhobel in heißer, trockener Pfanne anrösten; noch warm auf den Salat geben; mischen
6. Olivenöl** (ca. 2-3 EL*) zugeben; alles mischen

Bon Appetit!

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* Ich mach das aus der Lamäng und messe nicht.
** Ich hatte Basilikum-Olivenöl. Passte sehr gut.

Es war die Nachtigall …

… ähm … nein, es war die Lerche. Um genau zu sein, waren (sind) es fünf Lerchen. Und um ganz genau zu sein fünf Leipziger Lerchen.

Die Leipziger Lerche ist eine Gebäckspezialität aus Leipzig, dessen Name an die früher in Leipzig als kulinarische Delikatesse insbesondere zu Festtagen verzehrten Singvögel erinnert. Erfunden wurde das Gebäck nach dem offiziellen Verbot des Vogelfangs im Stadtgebiet 1876. Findige Bäcker kreierten aus Mürbeteig, Mandel, Nüssen und Erdbeerkonfitüre einen kulinarischen Ersatz. Die vereinfachte Form ahmt die Form der Vögel nach. Das Kreuz auf dem Gebäck sind die Bänder, die damals zum Zubinden der gefüllten Tiere verwendet wurden.

Weil ich ja einen kleinen Hau habe, habe ich, als ich für einen Arbeitstermin in Leipzig war, bei vier verschiedenen Bäckern fünf Lerchen gekauft und alle fünf getestet (börps, nun ist mir schlecht).

Von 1 Uhr bis 11 Uhr: Lerchen von Erntebrot, Lukas, Wiener Feinbäcker, Kleinert (Pistazie), Kleinert (traditionell)

Von der Bäckerei Kleinert habe ich eine Pistazien- und eine traditionelle Lerche mitgenommen. Die waren beide ganz gut und hatten beide Kirschkonfitüre am Boden. Die Pistazien-Lerche schmeckte allerdings nich sehr pistazig und war ziemlich mächtig. Sie hatte – wie auch die traditionelle – viel Füllung. Die traditionelle war etwas trocken und die Füllung schmeckte nicht so marzipanig.

Die Lerche von Erntebrot war so gar nix. Ich weiß auch nicht, ob die sich wirklich Lerche nennen dürfen sollten. Zum einen war das Kreuz nicht gut erkennbar. Dann fehlte jedwede Marmelade ganz. Und eigentlich bestand sie nur aus Teig – also keine marzipanige Füllung.

Auch die Bäckereikette „Wiener Feinbäckerei“ bietet in Leipzig Lerchen an. Optisch mit am hübschesten. Allerdings war sie sehr teigig und (dadurch) ziemlich trocken. Die Marmelade (Erdbeere) war ein feiner Strich in der Füllung.

Die für mich beste Lerche habe ich bei Lukas erstanden. Sie hat sehr viel Füllung, die sehr marzipanig ist. Als Frucht-Einlage dient eine Amarena-Kirsche am Boden. Auch wenn sie mir fast ein bisschen zu marzipanig war, war sie geschmacklich am rundesten.

10 – 3 – 7

Oder auch Oktober 2016, März und Juli 2017 – innerhalb eines dreiviertel Jahres dreimal zu einem Konzert der gleichen Band ist vielleicht etwas verrückt, aber sie – New Model Army – waren sind es wert.

Und zur eigenen Belohnung für meine Mühen (haha), gab es heute ein Fan-Shirt.

Technik-Sumpf

Nachdem ich heute 6 Stunden im Zug saß, um 4 Stunden in Leipzig zu sein, war ich am Abend beim Heimkommen so k.o., dass ich nur noch ein Lahmacun essen und dabei eins-zwei Folgen der 5. Staffel House of Cards gucken wollte. Aus Gründen läuft Sky nicht direkt auf meinem smarten Fernseher und so wollte ich meinen Laptop per HDMI-Kabel mit dem TV-Gerät verbinden. Was aber nicht ging und mich schier verrückt machte. Ich fing an Treiber zu installieren, besann mich auf meinen alten Rechner, der sich mit dem Fernseher problemlos verband, macht House of Cards an, installierte weiter diverse Treiberupdates für den nun nicht mehr ganz so neuen Rechner. Guckte parallel House of Cards. Dann packte ich das beim Nachhausekommen schnell noch eingesammelte Paket aus. Tadaaaa: Das neue smarte Phone ist da. Und weil ich sowas schlecht liegen lassen kann, musste ich es auspacken. Dann fand ich den USB-Connector in der Packung. Ja, mit so kleinem technischen Schickschnack kann man mich ködern. Das musste getestet werden. Und so richtete ich auch noch schnell das neue Phone ein – ich Monk habe die Apps ja (fast) wieder genauso angeordnet, wie schon auf dem bisherigen Handy.

Ob der Laptop nach den vielen Updates nun endlich wieder via USB-Kabel mit dem Handy und via HDMI mit dem Fernseher kommunizieren kann und ob ich mit dem neuen Telefon auch telefonieren kann (Sim-Karte muss noch eingesetzt werden), teste ich dann aber doch erst morgen.

Schlechter Witz

Ich habe es nicht so mit Witzen. Früher konnte ich mal ganz viele (schlechte) Blondinenwitze. Mittlerweile muss ich präpubertäre Witze ertragen, die der midi-monsieur aus Schule und hort mitbringt. Leider hat er das Witzerzähltalent meiner Mutter geerbt, was die Witze nicht wirklich erträglicher macht.

Der einzige (schlechten, aber nicht Blondinen-) Witz, den ich noch kenne, geht so:

Mann: „Hätte ich gewusst, dass Du noch Jungfrau bist, hätte ich mir mehr Zeit gelassen.“
Frau: „Hätte ich gewusst, dass Du Dir Zeit lässt, hätte ich die Strumpfhose ausgezogen.“

Ja, der ist flach und schlecht und überhaupt. Aber trotzdem musste ich heute daran denken, als ich einen Drink serviert bekam und die Bedienung auf meinen etwas irritierten Blick ins Glas sagte: „Hätte ich gewusst, dass Du den Gimlet in einer Schale haben willst, hätte ich es entsprechend weitergegeben.“

Tja, hätte ich gewusst, dass der Gimlet bei Euch* mit einem Riesen-Eiswürfel und ohne Limettenzeste** serviert wird, hätte ich nen GinTonic bestellt.

An den Gimlet aus der Luna Bar kommt eh nichts ran. Und auch wenn er geschmacklich ok war mit dem Gin Mare: SO sieht ein Gimlet einfach nicht aus.

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* Sugar
** Das Glas fand ich befremdlich aber nicht ausschlaggebend für meinen Unmut.

Die Achtziger sind zurück

Ich bin ein Kind der 1980er. Ich mag die Musik. Größtenteils. Ich mag aber auch andere Musik. Aber die 80er haben schon einen besonderen Platz in meinem Herzen. Man wird halt gemeinsam alt. Aber die Künstler sind meist noch etwas älter als ich und so kann ich mich noch blutjung fühlen. Dave Gahan ist dieses Jahr 55, Justin Sullivan 61 und Neil Tennant ist gerade 63 Jahre alt geworden. Hey, die könnten zum Teil meine Väter sein. Aber mal ganz ehrlich: Sie haben es (noch) drauf und stehen hinsichtlich Energie, Bühnenpräsenz und Stimme den jungen Hüpfern Künstlern in nichts nach.

Ich hatte es Barbara ja ein bisschen geneidet (trotz aller Neidfreiheit meinerseits), dass sie (und ihr auf Konzerten total durchdrehender Mann (ich hab ihn schon dabei erlebt)) das Konzert in Mainz erlebt hat. Ich habe lange gehadert, ob ich auch mitgehen soll. Aber irgendwie passte mir der Termin nicht so ganz. Außerdem hatte ich ja erst die Woche zuvor viel Geld für den Babysitter fürs Depeche-Mode-Konzert ausgegeben.

Doch es ließ mich nicht los. Barbara schwärmte und die Fotos waren einfach toll. *seufz* Also guckte ich, ob sie nicht zufällig, während der midi-monsieur in Frankreich weilt, irgendwo für mich in der Nähe erreichbar nochmal auftreten. Und tadaaaa, das nenne ich mal einen Wink des Schicksals: Sie traten heute in Bochum auf, wo ich doch am Wochenende eh nach Krefeld gefahren bin, um mit der lieben Tante Emma ihren Geburtstag nachzufeiern. Da war ich ja quasi schon im Pott Ruhrgebiet (jaja, ich duck mich schon. Krefeld ist sowenig Ruhrgebiet wie Bielefeld.)

Kurz haderte ich noch, ob sich der Aufwand wirklich lohnt. Immerhin bin ich so 3,5 Tage nicht zu Hause. Die Fahrt nach Bochum und von Bochum nach Hause kostet auch was und in Bochum muss ich ja auch übernachten (Hotel, weil AirB’n’B nicht passendes hatte).*

ABER: Nein! Es hat sich sooooo gelohnt. Es war wie eine Zeitreise in eine Großraumdisco der späten 80er / frühen 90er. Ich vermute, dass Neil Tennant und Chris Lowe ALLE noch verfügbaren Lightshow-Laser von damals aufgekauft und gehortet haben. Die Musik tat natürlich ihr Übriges.**

Haaaaaaach. Das war toll. (Und Freitag geht’s schon wieder auf ein Konzert.)

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* Kostentechnisch womöglich teuerer als mit Babysitter. Aber gut.

** Die ging direkt in die Füße zumindest bei ALLEN außer meinem direkten Stehnachbarn. Ich musste mehr als einmal an mich halten, ihn nicht zu fragen, ob er einen Stock verschluckt hätte.