À la fin

Die ungeplante Strasbourg-Septologie geht hiermit zu Ende. (Ich weiß ja nicht, wie es Euch geht, aber ich fand es ja etwas grenzwärtig viel. Aber was ins Internet will, muss raus.) Ein paar Tipps, Informationen, Erfahrungen und ein paar allerletzte Fots gibt es nun noch:

Anreise: Wenn irgendwie möglich, empfehle ich die Anreise mit der Bahn. Außer man hat vor, das Umland noch zu erkunden (Wanderungen oder so). Aber IN Strasbourg selbst braucht man kein Auto. Es stört eher. Denn Parkplätze sind rar. Außerdem gibt es viele Einbahnstraßen, sodass Verfahren vorprogrammiert ist.

Unterkunft: Wir waren in einem Hotel. Logis-Hotels sind in Frankreich weit verbreitet und haben für gewöhnlich einen guten Standard. Alternativ kann man auch bei Gite de France oder Chambre d’hotes gucken. Das sind die französischen Pendants zum englischen B’n’B. Bei AirBnB habe ich diesemal gar nicht geguckt.
Unser Hotel lag wirklich sehr zentral und – wie man es so schön nennt – verkehrsgünstig. Unser Zimmer ging nach vorne raus, sodass ich doch Ohrenstöpsel zum Schlafen brauchte. Nach hinten sollten die Zimmer aber schön ruhig sein.

Unterwegs: Strasbourg ist jetzt nicht soooo riesig. Man kann vieles problemlos erlaufen. Für alles andere gibt es ein wirklich gut ausgebautes ÖPNV mit sehr moderaten Preisen. Praktisch: Es gibt ein 24-Stunden-Ticket. Es gibt auch die Möglichkeit, sich so ein Stadt-Leihrad zu besorgen. Da kann ich aber nicht viel zu sagen. Und in der Innenstadt selbst würde ich auch nicht Fahrrad fahren.

Sightseeing: Wir haben so ziemlich alles gesehen, was ich sehen wollte. Zumindest fürs erste Mal Strasbourg. Wir haben uns viel treiben lassen. Das geht ganz gut. Das funktioniert auch mit Kind gut. Und überhaupt fand der midi-monsieur die Stadt toll. Besonders toll fand er die Orangerie. Aber auch sonst gefiel ihm die Stadt. Beim nächsten Mal geht es auf jeden Fall ins Vaisseau. Und ich würde auch gerne in das eine oder andere Museum.
Eine Bootsfahrt auf der Ill um die Innenstadt, durch Petite France bis zu den EU-Gebäuden kann ich auf jeden Fall empfehlen.

Essen: Wie für überall in Frankreich gilt: Man muss sich schon sehr blöd anstellen, um schlecht zu essen. Wobei die tendenziell deftige(re) elsässische Küche bei Hitze etwas speziell ist. Aber Flammkuchen geht zur Not immer. Wir waren in: La Stub, L’Épicerie, Au Petit Bois Verte, La Crêpe Gourmande, Au Vieux Strasbourg, Le Roi et son Fou, Café Bâle. Davon empfehle ich die markierten besonders. Die anderen sind ok, wobei ich nicht nochmal ins Café Bâle gehen würde und Crêpes isst man auch besser in der Bretagne.
Ach ja, in Frankreich gibt es an vielen Stellen Trinkwasserspender. Wenn man eine Flasche oder Becher dabeihat, wird man beim Flanieren durch die Stadt nicht verdursten.

Sprache und Stimmung: Strasbourg gehört zu Frankreich und so ist Französisch natürlich die Amtssprache. Aber es sprechen auch viele Deutsch (und Englisch). Ich würde noch nicht einmal sagen, dass sie widerwillig Deutsch sprechen, aber so ganz happy scheint der Straßburger über die Touristenströme nicht zu sein. Es war manchmal etwas hamburgerisch stieselig. Da fühlte ich mich in Paris willkommener.

So, aber nun noch ein paar allerletzte Eindrücke.

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* Strasbourger Hauptbahnhof

Ein Gedanke zu „À la fin

  1. Also ich habe die Bilderflut und die lebendige Schilderung genossen, vielen Dank!
    Wir wohnen bei Karlsruhe, haben es also nicht so weit nach Straßburg und sind öfters dort.
    Mein Tipp für die Anreise mit dem Auto:
    Das Park-and-Ride-Parkhaus „La Rotonde“ https://www.parkme.com/de/lot/132902/p-r-rotonde-strasbourg-france ist von der Autobahn aus schnell erreicht und liegt direkt an einer Tramstation.
    Der Preis für’s Tagesparkticket zu 4,60€ ist unschlagbar – weil es gleichzeitig als Tram-Fahrkarte hin und zurück für alle Insassen des Autos gilt. Ohne Umsteigen ist man in 10 Min. beim Place de l’Homme de Fer = Fnac, Apple Shop, … und in wenigen Schritten dann bei der Kathedrale. In der Stadt braucht man das Auto wirklich nicht.
    Danke auch für die Restauranttipps, werden wir ausprobieren. Wir haben gern im Bistro der Metzgerei Kirn http://www.kirn-traiteur.fr gegessen, finden aber, dass die Qualität nachgelassen hat.
    Liebe Grüße Anne

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