Paris-Tipps

Die vier Tage in Paris waren wirklich rundum gelungen. Vielleicht lag es ja an den nachfolgenden Tipps:

Die richtige Reisebegleitung: Wir fünf Mädels ergänzen uns ganz gut. Es gibt eigentlich keine Befindlichkeiten. Schwieriger wäre es wohl geworden, wenn wir zu sechst gefahren wären.

Anreise: Wenn irgendwie möglich, empfehle ich den Zug. Auto ist wirklich ätzend zu fahren im Paris und es dauert auch länger. Und von Frankfurt aus ist es auch mit dem Flieger nicht schneller.

Rechtzeitig buchen: Wir haben den Zug so früh wie möglich gebucht und konnten so 1. Klasse reisen. Auch bei der SNCF gucken. Manchmal hat man auch bei l’tur Glück (aber eher kurzfristig).

Sehenswürdigkeiten planen: Wer in den Louvre oder ein anderes Museum, die Katakomben, eine Show oder auf den Eiffelturm etc. will, sollte das fest einplanen und vorab Tickets kaufen. Das kann man bequem online machen. Spontan geht so gut wie gar nichts. Man wartet in ewig langen Schlangen.

Paris von oben: Der Klassiker ist der Tour Eiffel, der ist auch am teuersten. Obwohl ich 17 Euro bis zur Spitze auch noch ok finde. Alternativ kann man auf den Tour Montparnasse. Das kostet 15 Euro und hat den Vorteil, dass man unverstellt auf den Eiffeltum gucken kann. Kostenlosen Blick über die Stadt hat man natürlich von der Sacré-Cœur aus oder wohl auch von dem ein oder anderen Kaufhaus (allerdings sind die nicht so hoch).

Nicht zu viel vornehmen: Wir hatten für jeden Tag einen fest geplanten vorbezahlten Event. Das ließ genug Zeit, entspannt in den Tag zu starten, sich treiben lassen und trotzdem viel zu sehen.

Metro meiden: Es ist ja nicht nur so, dass man unterirdisch nicht viel sieht, sondern auch, dass die Metro eigentlich immer voll und warm ist. Gerade jetzt im Sommer war es nahezu unerträglich. Dazu kommt noch ewige Latscherei, wenn man irgendwo umsteigen muss.

Metroticket: Wenn man doch den ÖPNV nutzen möchte, empfiehlt es sich eine Tageskarte zu nehmen. Und zwar eine reguläre. Die kostet 7,30 Euro (bei uns noch 7 Euro) und gilt für die Zonen 1 und 2 (am Automaten unter Mobilis zu finden). Die Paris-Visite-Karte lohnt sich meiner Meinung nach nicht unbedingt, höchstens, wenn man nach La Défense fahren möchte und am gleichen Tag noch auf den Tour Montparnasse rauf will.

Unterkunft: Vernünftige Hotels in Paris kosten Geld. Außerdem ist Hotel unpersönlich und Frühstück gibt es nur bis zu einer bestimmten Uhrzeit. Und nachdem wir letztes Jahr in Kopenhagen schon so gute Erfahrungen gemacht haben, haben wir wieder über Air B’n’B gebucht.

Fortbewegung: Paris ist nicht so groß, wie man meint. Daher kann man je nach Ausgangspunkt viel mit zu Fuß erreichen oder das Fahrrad nutzen. Es sind auch weniger die Wege denn die vielen Eindrücke, die einen erschlagen.

Essen: Ich sage es ja schon immer: Man muss sich schon blöd angestellt haben, wenn man in Frankreich schlecht isst. So viel teurer als in einem qualitativ gutem deutschen Restaurant ist es nicht. Vor allem wenn man daran denkt, immer „une carafe d’eau“ mitzubestellen.

Apps: Ich hatte mir vier Apps aufs Handy geladen für den Trip. 1. SNCF – nur praktisch, wenn auch ein Ticket über die SNCF gebucht wurde. 2. Next Stop Paris – wirklich praktische ratp- also ÖPNV-App zum Verbindungsuchen  3. Univélo Paris – praktische App, die alle Vélib‘-Stationen anzeigt und wie viele Räder da noch sind. 4. Ulmon Paris – Offline-Karte; muss vorher runtergeladen werden; praktisch, wenn das Auslandsdatenvolumen zu gering ist.

Reisezeit: Paris kann immer besucht werden. Ich war ja mittlerweile zu diversen Jahreszeiten da. Im Herbst/ Winter bieten sich natürlich mehr Museumsbesuche an, als draußen rumzulaufen. Außer es ist so ein milder Winter wie der letzte. Je wärmer es wird, desto mehr Touristen laufen durch die Stadt. Im Juli und August haben die Franzosen Sommerferien, da reguliert sich die Personendichte dann wieder. Und natürlich kann es heiß werden im Paris.

Paris-Programm 3

Gestern war ein langer Tag, daher schlafen wir – jede nach ihrem Gusto – aus. Als ich wach werde, sind die ersten Beiden schon unterwegs und jagen uns Frühstück. Also das, was sie Frühstück nennen. Es fehlen Baguette, Croissants, Konfitüre und vor allen Dingen Milch. Denn da es keinen Tee in der Wohnung gibt, muss ich Kaffee trinken und den nehme ich doch lieber mit Milch zu mir. Aber gut. Während wir auf – wie sich dann herausstellt – Bagles, Käse und Muffins warten, schneide ich die Reimporte auf.

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Diese schöne Melone war eine französische, die ich allerdings in Deutschland gekauft hatte, und, damit sie nicht schlecht wird, dann mitgenommen hatte.

Wir planen beim Frühstück, was wir uns anschauen wollen. Wir möchten uns das Centre Pompidou ansehen. Und ich möchte auf jeden Fall auf die Promenade Plantée. Ich schlage vor, dass wir es mit dem Rad versuchen. Zum Glück sind alle dafür. Und zu unserem noch größerem Glück haben wir eine Vélib‘-Station direkt vor der Tür. Wenn man es erstmal raus hat, geht das Buchen des Tageszugangs und das Rad-Entleihen ganz einfach. Und auch sonst ist Paris ausgesprochen fahrradfreundlich.

Ich bemühe meine Else, damit sie uns den Weg zum Centre Pompidou weist. Nach den ersten paar Metern zeigt sich, dass ihre Anweisungen aus dem Rucksack nur schwer zu verstehen sind und ich packe mein Handy in den BH. (Was sich für alle folgenden Touren sehr bewähren wird.) Direkt am Museum ist eine Vélib‘-Station, sodass wir unsere Räder bequem loswerden können und dann zu Fuß weitergehen.

Doch nicht nur das Gebäude selbst ist interessant. Auch das ganze Drumherum ist sehenswert.

Da es nicht weit ist, gehen wir zu Fuß zum Hôtel de Ville.

IMG_7407_baUnd von da aus ist es ja auch nur ein Katzensprung zur Notre-Dame. Da ich sie bereits im Januar gesehen habe und auch drin war, will ich nicht mit. Ich schlendere zur nächsten Radstation und fahre bis zur Paroisse Saint-Paul Saint-Louis und bummel von da durch die kleinen Gassen zur Bastille.

Nachdem ich einmal um den Platz rum bin, sind auch die anderen Damen da. Wir haben Hunger und brauchen einen Moment, bis wir uns für ein nettes Bistrot entschieden haben. Nicht mehr unterzuckert geht es zur Promenade Plantée.

Dann ist es auch schon Zeit gemütlich den Heimweg anzutreten, damit wir uns vor unserem gebuchten Abendprogramm noch frisch machen und umziehen können.

Mit firsch gefüllten Wasserflaschen und Jäckchen für später schwingen wir uns gegen 18h30 wieder auf die Räder.

Nach der Sicherheitskontrolle (Plastikwassserflaschen erlaubt; Messer, Glasflaschen und so nicht) sehen wir laaaange Schlangen, die auf an den vier Füßen des Tour Eiffel auf Einlass bzw. Hochfahrt/ -gang begehren. Dank der vorgebuchten Tickets können wir im Hon-Status an der Schlange vorbei direkt zum Aufzug zur zweiten Platform.

Wir drehen eine Runde auf der Platform.

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Das kommt davon, wenn man das Teleobjektiv doch nicht mitschleppt. Naja, immerhin ist Sacré-Cœur zu erkennen.

Dann lassen wir die höhenängstliche Freundin auf dieser Etage und fahren rauf auf die oberste Platform.

Wieder auf der zweiten Ebene hat sich die dortgebliebene Freundin mit der Höhe bestens arrangiert und wir können noch bleiben, um den Sonnenuntergang und die langsam erleuchtende Stadt zu beobachten.

Und wenn die Lichter der Stadt angehen, gehen sie auch am Eifelturm an. Für uns mit extra Glitzer und Blingbling.

Zurück ging es zunächst zu Fuß. Dann mit dem Rad. Dann hielten wir doch noch für einen kleinen späten Snack. Und dann – unfreiwillig – zu Fuß nach Hause, weil es an keiner Station ausreichend Fahrräder gab.

Und als wir dann endlich zu Hause waren, hatten wir knapp 30 km mit Rad/ zu Fuß zurückgelegt.