Unnötiger Verkehr

Eine kann ja vom Frankfurter ÖPNV halten, was sie will, aber sooo schlecht ist er ja nicht. Prinzipiell ist vieles gut erreichbar und letztlich ist Frankfurt auch nicht so groß, als dass eine nicht auch viel Rad fahren kann. Das lernt auch schon der midi-monsieur. Und er findet es auch gut, dass wir nicht zu viel Auto fahren. Viele Wege, die wir innerhalb Frankfurts zurücklegen, würden mit dem Auto auch länger dauern (und sei es nur, weil eine drölf Millionen Stunden nach einem Parkplatz sucht). So zum Beispiel der Weg zum Rugby-Club. Da müssen wir aufgrund der Straßenführung und Einbahnstraßen einige unnötige Meter zurücklegen, ganz zu schweigen vom ewigen Stau auf dem Alleenring. Mit dem Rad daran vorbeizufahren, ist da schon deutlich angenehmer.

Derzeit hat der midi-monsieur Rugby-Camp. Das ist eine feine Sache und macht den Kids auch großen Spaß. Aufgrund der Hitze und weil die Pitches völlig ungeschützt in der Sonne liegen fiel die Entscheidung, dass das Rugby-Camp ins Freibad verlegt wird. Freibäder gibt es in Frankfurt aber nur in den „Außenbezirken“*. Was prinzipiell egal wäre, denn die Kids treffen sich mit den Trainern am Club und gehen dann zusammen zum Freibad. Am ersten Tag sind sie auch zusammen zurückgegangen. Doch es zeigte sich, dass der Weg – zumindest hin und zurück – etwas zu weit** ist. Warum sie dann nicht einfach mit der Bahn zurückfahren können, verstehe ich nicht. Stattdessen wurde ausgemacht, dass am zweiten Tag die Kinder nicht am Club, sondern direkt am Freibad abgeholt werden sollen***.

Also fuhr ich den midi-monsieur morgens mit dem Auto vom RB zum Club, denn sonst hätte nachmittags sein Rad da gestanden und ich wäre mit dem Rad entweder zum Club und dann mit der U-Bahn oder zum Freibad und dann mit Kind und Rad in der Bahn zum Club. Also morgens ohne Rad zum Club und ich dann mit der Bahn zum Freibad, das glücklicherweise zwei Eingänge hat und der eine von der Bahn aus relativ gut zu erreichen ist.

Doch dieser Eingang ist für die Autofahrer nicht gut zu erreichen bzw. da gibt es nicht genügend Parkkplätze und so bekamen wir für den dritten Freibadtag die Ansage, die Kids am anderen Eingang abzuholen.

Danke für Nichts. Aber es verwundert auch leider nicht, denn obwohl der Club sehr zentral liegt, werden wirklich viele Kinder mit dem Auto**** zum Training gefahren.

—————————–
* Das zentralste ist vermutlich noch das Brentano-Bad und dass sich das Panorama-Bad auch Freibad nennen darf ist auch ein putzige Euphemismus.

** einfache Strecke: 4,5 Kilometer

*** Top-Idee der autofahrenden Muttis

**** Die Edelkarrendichte auf dem Vereinsparkplatz ist schon krass.

Scot

Als der RB heute nach Hause kam, überreichte er mir eine zugeknotete Stofftasche (aus seinem Laden). Sie fühlte sich leicht an. Und weich. Und knuffig. Ein Kuscheltier also. Ich war einen Moment lang irritiert. Dann griff ich in die Tasche: eindeutig ein Plüschtier. Ich bekam etwas Definierteres zu fassen und noch bevor ich das Kuscheltier aus seinem Transportbeutel zog, war klar: ein Puffin. Der beste Mann überhaupt hatte mir einen Puffin (als Kuscheltier) besorgt.

Ich war ein bisschen (sehr) aus dem Häuschen und konnte fast nicht mehr weiter das Abendessen zubereiten, da ich ja nun den Puffin kuscheln musste. Das hat er, der RB, nun davon: Er ist etwas abgemeldet.

Aber vielleicht hat er ja Glück. Denn der midi-monsieur hat sich auch schon in den Puffin verliebt und fragte ganz uneigennützig, ob der Puffin wirklich bei uns im Bett nächtigen solle, oder ob er ihn zu sich nehmen solle. Dann, als ich mich nicht ganz willig zeigte, wollte er aushandeln, dass Mister Puffin alternierend bei ihm und bei uns schlafen solltekönnte. Hmja, mal sehen. Auch wurde versucht, dem RB einen weiteren Puffin abzuschwatzen. Ich glaube fast, dass das das effektivste Unterfangen war, um an einen Puffin zu kommen.

Mister Puffin brachte den midi-monsieur ins Bett. Da meinte das Kind, dass der Puffin einen richtigen Namen bräuchte.

Ich dachte darüber nach, befragte das Internet nach schottischen Vornamen (den schönsten schottischen Namen hat ja schon der midi-monsieur. Ich liebäugelte kurz mit Lachlan, aber dann wurde es doch „Scot“.

Scot sagt „hi“.

Hitzefrei

Es ist heiß. Ich will gar nicht jammern. Es ist, wie es ist. Und auf eine gewisse Art mag ich es auch.

Als ich den midi-monsieur morgens mit dem Rad zum Rugby-Camp brachte, ging es sogar noch. Auch das Frühstück auf dem Balkon war noch okay, obwohl die Sonne ja morgens auf den Balkon knallt.

Als der RB nach der Schur losfuhr, entschied ich aber, dass ich besser im verdunkelten Schlafzimmer auf dem Bett arbeiten sollte.

Nachdem ich kurz unterbrechen musste, um den midi-monsieur – wieder mit dem Rad – vom Rugby-Camp abzuholen, arbeitete ich weiter auf dem Bett. Telkolierte und ward auf einmal sehr müde. Die Hitze und der daraus resultierende wenige Schlaf forderten ihren Tribut und ich schlief ein.

Es war ja eh klar, dass ich später, nach Essen und Kind im Bett, nochmal mit dem Rechner auf dem kühlen Balkon weiterarbeiten würde.

Ich mag es, dass ich mir ob meiner Selbstständigkeit und des HomeOffice einfach mal hitzefrei geben kann. Lieber arbeite ich in solchen Zeiten nachts ein paar Stunden bei klarem Verstand als tagsüber in einem unklimatisierten Büro total unproduktiv Buchstaben aneinanderzureihen.

Glück im Unglück

Derzeit sind in unserer Wohnung die Rollläden so viel wie möglich unten. Ich finde es ein bisschen schade, das gute Wetter „auszusprerren“, aber nur so bleibt die Temperatur erträglich. Und zum Glück haben wir Rollläden.

Letztens ist schon der RB am nur halbhoch gezogenen Rollladen der einen Balkontür hängengeblieben und hat sich ordentlich den Kopf gestoßen. Da dachte ich noch so bei mir und vielleicht habe ich auch laut gedacht: „Rollläden ausreichend hochziehen hilft.“

Ziemlich sicher habe ich das laut gedacht, denn dann folgt ja die Rechnung direkt und doppelt. Heute trudelte sie ein:

Ich wollte den Tisch auf dem Balkon decken und war schon mit den Tellern in der Hand unter dem einen Balkontürrollladen durchgetaucht (anstatt den Rollladen erstmal ganz hochzuziehen). Um weitere Sachen zu holen, drehte ich mich schwungvoll um und wollte wieder rein, doch da wurde ich jäh abgebremst: von dieser fiesen Rollladenkante, die sich genau auf Augenhöhe befand.

Es machte einen ordentlichen Rumms, ich wurde etwas zurückgeworfen und hielt mir augenblicklich die Nase vor Schmerzen.

Ich tauchte „fackfackfack“ fluchend unter dem natürlich immer noch nur halbhohen Rollladen durch, eilte in die Küche, bemerkte, dass ich blutete, suchte ein Tuch und wies den RB an, mir was Kühlendes zu reichen.

Das Taschentuch und das Coolpack auf die Nase drückend ging ich ins Bad: Ein ordentlicher Cut war auf dem Nasenrücken zu sehen.

Zum Glück blutete ich nicht AUS der Nase. Und während ich noch überlegte, ob der Cut genäht oder wenigstens geklebt werden sollte, war klar, dass die Nase nicht gebrochen war. Großes Glück!

Ich kühlte erstmal und sah, dass die Blutung recht schnell stoppte. Nein, da muss nichts genäht werden.

Ohne Brille frühstückte ich mit dem RB, denn etwas flau und schwummerig war mir schon.

Dann suchte ich meine Brille und sah, …

… dass die Brille ganz schön was angefangen hatte.

Ohne wäre die Nase wohl durch gewesen und glücklicherweise ist ja eh schon ein neues Mittelteil (und linker Bügel) bestellt.

So ganz wohl war mir aber nicht. Ich nahm ein Ibu und legte mich hin, nachdem ich mit dem RB geklärt hatte, dass er den midi-monsieur abholen würde. Große Glück, dass ich dafür nicht funktionieren musste.

Nach etwas Schlaf sah alles am Abend nicht mehr ganz so wild aus.

Cut ist zu, Schwellung geht bestimmt auch zurück

Bretonische Diät

Der RB nannte unser Restaurant-Woche in der Bretagne ja liebevoll seine bretonische Diät. Und zwar Diät im altgriechischen Sinne.

Ich sagte ihm, dass er seine bretonische Diät ja mit den mitgebrachten Lebensmitteln erstmal noch weiterführen könne. Aber wenn die aufgebraucht seien, wäre halt Schluss … mit Essen. Wir müssen das noch abschließend ausdiskutieren.

Heute war es zumindest sehr bretonisch mit einer hessischen Interpretation,

Dazu gab es Salat, den selbst der midi-monsieur begeistert aß

Tomaten, Aprikosen, Frühlingszwiebel, Gésiers*** und Buchweizen.

————————————
* nächster Step: Crêpes/ Galettes auf dieser Kombi selbst zubereiten.

**Apfelwein hätte auch gepasst, aber den verträgt der RB nicht. Cidre hingegen schon. Und nein, Cidre und Apfelwein sind nicht das Gleiche. Cidre ist ein Apfelschaumwein und damit ist schon alles gesagt.

*** Gésiers sind die Kaumägen von Geflügeln – in diesem Fall Enten-Gésiers.

Trinken

Seit der RB hier eingezogen ist, stehen hier deutlich mehr Flaschen rum. Viele verschiedene Flaschen mit unterschiedlichen Alkoholika gefüllt. Gefühlt* habe ich in den vergangenen knapp sechs Monaten mehr Alkohol getrunken als in den vergangenen sechs Jahren.

Das beschäftigt mich**. Ich tue mich schwer damit, total unbefangen mit Alkohol umzugehen. Es ist und bleibt eine Droge. Eine legale Droge, aber halt eine Droge. Eine Droge, die viel kaputt machen kann.

Ich würde meinen eigenen Alkoholkonsum als grundlegend moderat bis wenig bezeichnen. Ich habe in meiner Jugend keine Alkoholeskapaden gehabt und auch danach nicht. Ich weiß ziemlich genau, was und wie viel ich vertrage. Ich habe schon immer lieber hochwertigen Wein und Schnaps oder gute Biere bevorzugt denn irgendwelchen billigen Fusel. Lieber weniger, aber dann gut. Und vor allem ohne Reue am nächsten Tag. Außerdem geht es mir nie um den Rausch. Ich mag das Gefühl des Betrunkenseins nicht.

Klar war ich auch schon mal betrunken, aber dann wirklich einkalkuliert, quasi „geplant“. Ich versuche aber auch immer zu „planen“, am nächsten Tag wieder fit zu sein. Denn, auch wenn ich in solchen Situationen eher bin, wenn das Kind nicht bei mir ist, so obsiegt für gewöhnlich mein Verantwortungsbewusstsein, dass ich ja nicht wegen Kater ausfallen darfkannsollte. Und das habe ich mittleweile auch ganz gut raus. Mir helfen:

  • Nicht zu viele verschiedene Sachen durcheinander trinken
  • Getränke nacheinander mit aufsteigendem Alkoholgehalt genießen
  • Keine wilden Mixgetränke
  • Magnesium vor dem Alkohltrinken oder spätestens vor dem Zubettgehen.
  • ASS vor dem Schlafen

uuuuund:

Wasser trinken. Viel Wasser trinken. Zu jedem Glas alkoholischem Getränk mindestens ein Glas Wasser.

Und letzeres ist auch ein Grund, warum ich so ungern in Bars gehe zum Trinken oder warum ich beim Essen in Restaurants oft was Nichtalkoholisches bestelle. Zumindest in Deutschland. Denn es ist hier ja einfach nicht möglich, ohne nenneswerte Diskussion ein Glas Leitungswasser zu bekommen. Das sieht die deutsche Gastronomie nicht vor. Stattdessen soll ich für unverschämt viel Geld zu meinem eh schon recht teuren Drink oder Essen auch noch Mineralwasser bestellen. Das ist in Frankreich ja bekanntlich anders***

Da hat es mir dann auch nichts ausgemacht, zum Essen eine Flasche Cidre mit dem RB zu teilen.

In Deutschland ist das leider (so gut wie) undenkbar****. Und das, wo in Deutschland Leitungswasser eines der am besten untersuchtesten Lebensmittel überhaupt ist*****. Mineralwasser wird übrigens nicht so streng kontrolliert.

Ich trinke auch gerne Leitungswasser. Meistens lieber als Mineralwasser und ich versuche auch immer eine Flasche Wasser****** mit mir zu nehmen, wenn ich das Haus für länger verlasse. Und daher freue ich mich, dass es Refill gibt.

Refill-Stationen in Frankfurt*******

Ich finde zwar die Anzahl der Frankfurter Refill-Stationen noch etwas dürftig, aber es ist ein Anfang.

Dazu gibt es noch die städtischen Brunnen. Die alle wohl ans Trinkwasser angeschlossen sind, aber bei den historischen Brunnen wird der Verzehr nicht empfohlen, da die Zuleitungen zum Teil halt alt sind.

In diesem Sinne: Prost!

———————————–
* vermutlich sogar real

** als generell schon länger

*** Da steckt zwar ein Dekret hinter, aber es funktioniert

**** Ich feiere ja jedes Café, in dem ich zu meinem Kaffee ein Glas Leitungswasser bekomme(n kann).

***** Ich weiß, wovon ich rede: Ich habe als Studentin fürs Bielefelder Gesundheitsamt Wasserproben zur Trinkwasseranalyse an verschiedenen Stellen entnommen.

****** Ich habe auch kein Problem im Supermarkt auf dem Weg bei Bedarf eine Flasche zu kaufen, aber mit Blick auf Plastikmüll, sollte eine trotz Rücknahme und Recycling ja doch irgendwie darauf achten.

******* Und die Geomarken stimmen nicht und sind zudem nicht vollständig.

Selbstversorgend

Ich bewundere ja immer Menschen, die mit Hingabe einen Garten – insbesondere Nutzgarten pflegen. Fasziniert schiele ich zu Frau Mutti oder verfolge auch den Schrebergarten von Familie Buddenbohm. „Ach, so ein Garten wär schon was Feines“, denke ich mir und träume von Tomaten, diversen Gemüsen, Beeren aller Art und lecker duftenden Kräutern.

Aber ich muss ehrlich sein: Das ist nicht meins. Ich mag es hier und da mal in der Erde zu wühlen, Sachen zu pflanzen und umzutopfen, ich freue mich, wenn dinge blühen und Früchte treiben. Doch das darf für mich keine Deuerbeschäftigung sein. So ein Garten will und sollte gepflegt werden. Eine muss sich Gedanken machen, wann sie was und wo hinpflanzt, wann was geerntet werden will, welchen Dünger oder auch nicht, wie bekämpfe ich Schädlinge und gießen, immer wieder gießen noch viele andere Aspekte und schon ist meine Lust auf einen eigenen Garten passé.

Mir reicht mein Balkon. Da bekomme ich einmal im Frühjahr einen Rappel, räume den Balkon auf, mache Blumenkästen leer, rupfe UnBeikräuter raus, fahre in den Baumarkt und besorge Kräuter, Erde, ein paar Samen und versuche mein Glück.

Dieses Jahr zum Beispiel mit Gurken

Salamanka- und Mini-Gurken

Für einen kleinen Snack reicht es.

Taboulé

Ja, diese Woche bleibe ich bei Essensposts.

Gestern gab es ja nicht nur einen Aperitif, sondern auch einen Hauptgang (und eine Käseplatte und dann noch Eis) und der bestand aus Schurfunturf* mit Taboulé. Vor vielen Jahren machte ich das erste Mal Taboulé mit einer Gewürzmischung, die wir aus Südfrankreich mitgebracht hatten (und die ich seitdem nie wieder gesehen habe). Der Trick dabei ist, dass der Couscous kalt angesetzt wird.

Zutaten
400g Couscous
300ml kaltes Wasser
2 Zitronen
Olivenöl
1 Paprika (Farbe nach Belieben)
1 Gurke
2 Tomaten
1,5 Handvoll Rosinen
1,5 Handvoll Oliven (schwarz**)
glatte Petersilie (Blätter gehackt, eine gute Handvoll)
Pfefferminze (Blätter gehackt von zwei Stängeln)
2 Frühlingszwiebeln
Salz, Pfeffer, gem. Kumin, gem. Koriander, Kurkuma, Zimt (wenig), Paprikapulver scharf (nicht zu viel)

Zubereitung
Couscous in eine ausreichend große Schüssel geben und mit dem Wasser und dem Saft einer (!!!) Zitrone vermischen und abgedeckt in den Kühlschrank stellen (gerne über Nacht, aber 4-5 Stunden reichen auch)

Gurken und Tomaten entkernen und kleinschneiden; Paprika ebenso klein schneiden; Oliven (ggf. entkernen***) und Rosinen grob kleinhacken; Petersilie und Pfefferminze auch kleinhacken

Couscous auflockern und großzügig mit den Gewürzen würzen (aufpassen bei Zimt); dann Gemüse, Oliven, Rosinen, Kräuter zugeben

Saft der zweiten Zitrone mit einem zweiten Schwung der Gewürze anrühren (vorher das halbfertige Taboulé mal probieren) und zum Taboulé geben, vermischen und dann noch Olivenöl (vermutlich so 5-6 EL; ich hab’s halt aus der Lamäng drübergegossen) dazugeben und im Kühlschrank nochmal ziehen lassen.

Vor dem Servieren die Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden und darauf verteilen.

Et voilà:

—————————————
* Surf&Turf – in unserem Fall: Merguez, Saibling und Garnelen (und für das Kind statt Merguez ein Hühnerbein)

** hier auch mit grünen, weil der RB angeblich schwarze nicht so mag

*** geht super mit einem Kirschentkerner, wie mir bei Olive 10 von 15 einfiel

Butter bei die Fische

Gebratener oder gebackener Fisch wird oft mit einem Stückchen Butter serviert, das erst kurz vor dem Essen auf den heißen Fisch gegeben wird, damit es nicht zerläuft. Sobald Butter bei die Fische ist, kann gegessen werden, man kommt endlich zur Sache. Fehlt diese, ist dieses Gericht nur eine „halbe Sache“.

So wird es zumindest im Wiktionary und bei Geolino erklärt.

Aber ich habe heute keine Butter bei die Fische gemacht, sondern Fisch bei die Butter – für Beurre sardiné zum Aperitif mit Kir Breton:

Zutaten
125-150g Butter
glatte Petersilie (nur die Blätter, so eine gute Handvoll)
1 Dose Sardinen in Öl (ca 100g Sardine)
Pfeffer, Salz, Muskatnuss

Zubereitung
Butter, Petersilie, Salz, Pfeffer und Mußkatnuss (nicht zu sparsam würzen) in einen Zerkleinerer geben (es geht auch: Petersilie fein hacken und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss unter weiche Butter mischen); die Butter sollte schon recht doll grün gesprenkelt sein.

Sardinen abtropfen lassen und mit Gabel zerdrücken (bitte keine Wissenschaft aus potentiellen Gräten machen, die sind so fein, dass sie mitgegessen werden können), dann alles mit der Butter mischen und nach Möglichkeit durchziehen lassen.

Bon Appétit (Foto: RB)

Hier ist’s auch lecker

Nach dem vielen leckeren Essen in der Bretagne setzen wir den Genuss hier fort. Morgen erwarten wir Gäste. Da bietet es sich an, meine bisher beste Eiskreation zu machen.

Zutaten
2 Eier
145g Zucker
1 Be Mascarpone (250g)
1 Be Schlagsahne (200g)
300g TK-Himbeeren
5-7 EL gemahlener Mohn

Zubereitung
Ca. halben Becher Sahne mit 5 EL Mohn erhitzen (nicht kochen),

währenddessen Eier mit Zucker aufschlagen,

Sahne-Mohn vom Herd nehmen und angetaute Himbeeren zugeben.

Unter die Eier-Zucker-Masse nach und nach Mascapone unterrühren. Wenn Mascapone vermischt, Sahnerest einrühren.

Sahne-Mohn-Himbeer-Mischung unter die Eier-Zucker-Sahne-Mischung heben, ggf. noch 1-2 EL Mohn unterrühren und dann in die Eismaschine geben.

Rühren lassen, kühlen lassen und…