Langsam

Es wird langsam – so mit der Vorbereitung für den diesjährigen Adventskaffee. 12 von 13 Kekssorten sind fertig. Glögg steht schon bereit (wobei ich wohl noch Nachschub brauche), das, was noch fehlt, ist übersichtlich. Abgesehen von der Wohnung. Hier fehlt noch (mehr) Ordnung, Umräumen und Deko! Aber auch da wird es langsam.

Die Julenissen haben schon ihr Haus bezogen …

… und die Schneegeister beobachten das Treiben.

Hausfrauengedächtnistag

Die ganze Woche über nervte mich das Chaos und der Putznotstand in der Wohnung. Aber die Seuche ließ mich nicht. Sie ließ mich ja gar nichts.

Gestern ließ sie mich auf Dienstreise. Und frei nach dem Motto „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ ließ sie mich heute im Haushalt wirbeln. Es ist gesaugt, geputzt, geräumt, geordnet in ca. 60 % der Wohnung und das fühlt sich gar nicht so schlecht an und war auch dringend nötig.

Das Räumen hat zudem den Vorteil, dass ich nun auch endlich adventlich dekorieren kann.

Morgen oder so.

Fix und fertig

Mit viel Glück habe ich heute Nacht 3 Stunden geschlafen. Dazu noch die Seuche. Das waren keine guten Voraussetzungen, um 3 Stunden mit dem Zug nach Leipzig zu gondeln, 4 Stunden vor Ort zu sein und 3 Stunden zurückzufahren.

Und weil ich auf der Hinfahrt nicht schlafen konnte, passierte, was passieren musste, als im Saal das Licht für die Vorträge gedimmt wurde: Ich hatte größte Mühe, mich wach zu halten. Aber dank Fotografieren und Mitschreiben schaffte ich es, halbwegs konzentriert der Veranstaltung zu folgen.

Zurück döste ich ein wenig, damit ich ansatzweise wach bin, um einen halbwegs guten Eindruck bei meinem Abholservice zu machen und auch, um das Kind an der richtigen Stelle einzusammeln.

Jetzt liege ich müde, aber entspannt auf dem Sofa und möchte den Abend noch nicht loslassen.

In die Pflicht genommen

Es steht die Frage im Raum, ob wir früher etwas hätten sagen sollen. Ich meine, ich habe ja schon was gesagt. Hier und da. Aber wenn ich die einzige Stimme bin, ist das nicht sonderlich weiterführend.

Ändert aber nichts daran, dass ich nicht trotzdem den Mund aufmache. Und manchmal braucht es halt auch Ereignisse, dass sich Menschen, die nunmal zu Bequemlichkeit neigen, aus ihrer vermeintlichen Komfortzone* herausbewegen.

Nun ist so ein Ereignis eingetreten. Und klar könnten wir abwarten, was uns als Lösung angeboten wird und wenn sie nicht völlig dramatisch ist, einfach annehmen und hoffen, dass es schon irgendwie läuft.

Doch das kann ich nicht, will ich nicht. Und wollen zum Glück auch viele andere nicht. Und so werden nun Menschen in die Pflicht genommen, die es bislang nicht gewohnt waren. Wir erwarten eine gute Lösung und nicht die einfachste. Wir machen Druck über Wege, die uns zustehen, die aber nicht komfortabel sind.

Und sicherlich machen wir uns auf den ersten Blick nicht beliebt, aber wir katapultieren uns damit auf Augenhöhe. Und allein das ist es wert.

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* Komfortabel war es irgendwie für die Wenigsten, aber wer legt sich schon gerne mit Systemen an.

Beichte

Auf Twitter habe ich es schon verkündet. Ich wage es hier auch mal – auch auf die Gefahr, Leserinnen zu verlieren:

Ich mag keine Pralinen.

Ich mag das Mundgefühl in den meisten Fällen nicht. Und die Masse an Geschmäckern. Meistens sind sie mir auch schlicht zu süß. Und mit Alkohl geht gar nicht. Ich mag auch keine Macarons bzw. Luxemburgerli.

Was ich mag: Nougat oder Marzipan mit – vorzugsweise – Zartbitterschokolade drum. Da muss dann aber auch nichts weiter bei sein. Daher bin ich auch mit einer guten Nougat- oder Marzipanschokolade viel glücklicher zu machen als mit Pralinen.

Liebes Tagebuch am Fünften (Dezember)

Nun ist es bald rum, das Jahr 2017. Die Jahresrückblicke scharren schon mit den Hufen, aber bis es soweit ist, fragt heute Frau Brüllen – wie an jedem Fünften: WMDEDGT?

Der Fünfte ist schon ein paar Stunden alt, als ich endlich einschlafe. Der Grund: Ich habe Halsschmerzen und die hindern mich daran, entspannt einzuschlafen. Irgendwann übermannfraut mich der Schlaf dann doch.

8h00 Der Wecker klingelt. Das Kind muss diese Woche jeden Tag erst um 8h45 an der Schule sein, denn er hat Waldwoche.
Mir geht es überhaupt nicht gut, aber ich muss dafür sorgen, dass der midi-monsieur pünktlich aus dem Haus kommt. Er ist schon wach und ich finde ihn spielend in seinem Zimmer. Er soll sich bitte vorher anziehen. Ich wabere in die Küche und richte seine Brotdose. Er kommt soweit, wie es geht angezogen dazu und frühstückt. Dann schlüpft er in die Schneehose, die Skijacke, Stiefel, Handschuh, Mütze und Schal.

8h35 Er stapft los und ich mache mir einen Kanne Ingwertee, bereite mir einen Teller mit Apfel und Orange und gehe wieder ins Bett. Ich lese noch ein bisschen das Internet leer und erheische mir Mitleid:

Nachdem mir etwas warm wird, schlafe ich endlich wieder ein. Das ist dringend nötig.

13h30 (etwa) Ich werde wach und mir ist warm. Immerhin. Und Hunger habe ich auch. Ich gehe also in die Küche und mache ein Brot. Damit gehe ich wieder ins Bett. Ich gucke eine Folge „Die Anstalt“ auf dem Tablet des Kindes.

15h10 Ein Aktivitätsschub überkommt mich und ich stehe auf. Da ist immer noch eine Hälfte von dem Teig, den ich gestern angefangen haben zu verbacken. Dem widme ich mich jetzt. Es werden nochmal 3 Bleche. Puh. Ich merke, dass ich nicht fit bin, denn im Stehen kann ich nicht arbeiten, ohne dass mit schwummrig wird. Zwischendrin (16h50) beordere ich das Kind nach Hause.

17h10 Der midi-monsieur kommt. Er lernt etwas für die Deutscharbeit nächste Woche. Ich backe noch weiter. Ein weiterer Teig aus der Kühlung will verarbeitet werden.

18h00 Das Kind guckt etwas Fernsehen und darf danach Wii spielen

18h50 Nachdem die zweite Kekssorte aus dem Ofen ist, gehe ich endlich mal duschen. Das tut ganz gut.

19h30 Weil ich diverse Nikoläuse verbacken oder verkocht habe, muss ich nochmal los, einen Nikolaus für den Stiefel zu kaufen. Zum Glück habe ich Geschenke schon vor einiger Zeit besorgt. Und Oma hatte ja auch noch was mitgebracht. Aber ohne Schokohohlkörperfigur* ist Nikolaus nun mal nicht Nikolaus.

20h15 Weil ich im Supermarkt noch eine Klassenmutter treffe, komme ich etwas spät nach Hause. Der midi-monsieur spielt noch Wii.
Ich backe schnell Brötchen auf, mache mir Suppe warm und wir essen spät Abendbrot.

21h05 Der midi-monsieur macht sich bettfertig. Ich kuschel ihn noch einmal. Dann schneide ich die Kekse zu und dose sie ein. Nun sind 9 Kekssorten fertig. 2 Teige sind noch im Kühlschrank und 2 Sorten sind noch gar nicht vorbereitet. Ich überlege, ob ich eine dieser Sorten, nämlich die Bethmännchen noch mache. Stelle dann aber fest, dass ich nur ungeschälte gemahlene Mandeln habe. Da ich für die Bethmännchen ja eh Mandeln schälen muss, überlege ich, ob ich einfach mehr schäle und dann selbst mahle. Aber dann fällt mir ein, dass ich erstmal tagebuchbloggen „muss“.

22h55 Eintrag fertig. Mir geht es – so auf dem Sofa – erstaunlich gut. Jetzt noch schnell die Nikolaussachen für den midi-monsieur bereit machen und dann versuche ich mich weiter gesund zu schlafen.

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* Es ist kein Nikolaus, sondern ein Weihnachtsmann.

Krank

Gestern Abend mit Kratzen im Hals ins Bett. Dann versehentlich bei offenem Fenster geschlafen. Aufgewacht mit Hals- und Kopfschmerzen.

Den Plan gehabt, mich morgens nochmal ins Bett zu legen mit Tee und Wärmflasche. Dann mich aber mit meiner Co-Elternbeirätin besprochen, mit dem Schulamt telefoniert, E-Mails geschrieben, mit dem SEB-Vorsitzendem telefoniert, Termine koordiniert.

Zuletzt auf dem Sofa etwas geruht, bis der midi-monsieur kam. Weiter gecoucht, irgendwann etwas Energie gehabt und einen halben Keksteig verarbeitet und Essen gemacht. Gegessen und danach so zusammengebrochen, dass ich noch nicht mal, das Kind ins Bett bringen konnte.

Aktueller Stand: Halsschmerzen, matschig, halb wach.