Kleiner Kram

Das Wetter ist bestens – bestens für BalkonOffice. Und promt geht es mir noch besser.

Durch die Verlagerung des Lebens auf den Balkon darf allerdings gerade niemand die Küche betreten.

Der neue Laptop scheint eine Macke am Nummernblock zu haben. Wenn er an ist, schreibt der Rechner total unmotiviert viele, also unendlich viele, Bindestriche bzw. mit Blick auf den Nummernblock Minusse. Jetzt muss ich überlegen, ob ich deswegen den neuen Laptop einschicken möchte.

Ich habe 100 Liter EPS-Perlen in den Flomsch gefüllt. Jetzt sitzt man nicht mehr auf dem Boden.

Das Kind hatte heute Barfuß-Rugby-Training.

Eine Job-Anfrage bekommen (die ich nicht annehmen kann), bei der ich das Gefühl hatte, das die Anfragende keinen Schimmer zum einen vom Thema und zum anderen von HealthCare-PR allgemein.

Im Job läuft es wieder runder. Die Schreibblockade ist weg.

Kein Handy mit zum Rugby-Training genommen. So vier Stunden offline ist ja auch mal ganz gut. Da spricht man auch mit anderen Eltern. 😀

Ich musswill mal wieder Radfahren. Eigentlich wollte ich das morgen früh machen. Aber eigentlich habe ich mir gesagt, dass ich erst, also heute abend, den einen Text fertigstellen „muss“, bevor ich fahren darf. Aber vielleicht kann ich ja besser schreiben, wenn ich fahre.

Habe endlich ein paar Dinge in den Keller gebracht und andere Dinge im Keller fotografiert.

Back on track

Es ist immer noch total krass, wie schlecht es mir letzte und vorletzte Woche ging. Und so langsam bin ich mir ziemlich sicher, dass es an dem wackelnden Implantat lag. Ja, sicher, urlaubsreif bin und bleibe ich. Aber diese Energielosigkeit, diese Unkonzentriertheit, dieses Gefühl, sich unter der Decke verkriechen zu wollen und nichts, aber gar nichts machen zu wollen und können. Sooo ätzend.

Um so froher war ich heute, dass ich es geschafft habe früh, also wirklich früh, nämlich um 6h00 aufzustehen und die Stunde, bevor der midi-monsieur aufstehen muss, zu nutzen, um eine Präsentation fertigzustellen. Daran habe ich noch kurz weitergearbeitet, nachdem das Kind aus dem Haus war, konnte sie aber wie geplant vor 9h00 rausschicken. Danach war ich zwar kurz müde, aber ein Tee konnte es retten. Und so konnte ich fröhlich vor mich hin arbeiten. Und parallel auch noch mal eben Grundlegendes für den Kindergeburtstag geklärt und gebucht.

Dienstags (und donnertags) hat der midi-monsieur aus Gründen keinen Hort mehr, sodass er um 11h50 nach Hause kam. Weil es ja endlich warm war, verlagerten wir uns auf den Balkon. Er machte Hausaufgaben, ich arbeitete weiter, wir aßen ein bisschen. Dann musste er los. Ich arbeitete weiter, machte mich fertig, zog mich um: ENDLICH wieder Rock, Tanktop und Sandalen! Und dann holte ich das Kind ab. Wir gingen noch Schuhe für ihn kaufen, kauften Erdbeeren und Spargel, tranken ein (also jeder eins) Vanilleeis-haltiges Getränk, besorgten ersten Kram für die Geburtstagsparty und gingen dann wieder nach Hause.

Der midi-monsieur machte noch einen Rest Hausaufgaben, ich arbeitete noch ein bisschen. Dann fasste ich einen Grillbeschluss und ging noch schnell dafür einkaufen. Wir aßen auf dem Balkon. Das war sosososo schön. Ich las auf dem Balkon vor (akutell Momo). Problemlos machte sich das Kind danach bettfertig und kroch in mein Bett. Ich verkroch mich aufs Sofa, aber nicht um zu schlafen, sondern um noch ein bisschen zu arbeiten.

Doch, so fühlt sich das alles schon viel besser an. Viel besser. Und ich freue mich auf ein langes Himmelfahrtswochenende (Mi bis Mo frei), auf Pfingsten (Fr bis Di frei) in Straßburg, aufs Fronleichnamswochenende, da kommen meine Eltern wegen des Geburtstags vom midi-monsieur und ich habe heute FlicFlac-Karten bestellt. Und ich freue mich auch mittlerweile auf den Kindergeburtstag. Der machte mir doch zwischenzeitlich Sorgen, weil ich keine Energie und Ideen für die Planung hatte. Aber nun steht das Programm und ich habe wohl nicht viel zu tun. Nur die Einladungskarten basteln (und zu gegebener Zeit Proviant vorbereiten).

Muttertag

Dass heute Muttertag ist/ war, war mir ziemlich egal. Ich muss den Tag nicht per Hashtag zweckentfremden, ich muss mich nicht darüber echauffieren, dass es ihn überhaupt gibt und welches Mutterbild er vermittelt und ich denke auch nicht darüber nach, was es für meine Beziehung zum Kind bedeutet, wenn er mir nichts, nichts Selbstgemachtes oder irgendwas Sauteures schenkt.

Deswegen …

… bin ich heute gerne (für einen Sonntag) früh aufgestanden und bin auch ohne zu murren um 9h00 ins Auto gestiegen.

… habe ich mich zwischen Aufstehen und Losfahren sehr über das Muttertagsgeschenk gefreut, das der midi-monsieur in der Schule vorbereitet hat.

… habe ich auch gerne fünf Stunden in Heidelberg am Rugby-Pitch verbracht und vier Spiele der Mannschaft vom Kind angeschaut.

… war die Rückfahrt mit zwei übermüdetetdrehten Kindern auf der Rückbank nicht mehr oder weniger anstrengend als an anderen Tagen.

… gab es heute trotzdem nur eine Kugel Eis.

… war ich trotzdem total müde, als wir zu Hause waren, und musste mich erstmal hinlegen.

… gab es zum Abendessen nichts Besonderes leckere Reste von gestern, Brot und Tomatensalat.

… war es schön, dass ich vom midi-monsieur noch ein weiteres Muttertagsgeschenk (ein Gedicht in Schönschrift abgeschrieben) bekam.

… habe ich das Kind noch für seinen morgigen Sachkundetest abgefragt.

… war die Abendroutine wie immer – Zähneputzen, Vorlesen, Kuscheln, ab ins Bett.

Und mal abgesehen davon, dass ich das Kind ja nicht einfach an den Kv abgeben kann, um saufend und marodierend durch die Wälder zu ziehen, finde ich es auch schön, explizit den Muttertag mit meinem Kind zu verbringen. Denn ohne ihn wäre ich gar nicht Mutter.

Was wäre, wenn

… wir auf einmal nicht mehr sechsunzwanzig, sonern nur noch fünfunzwanzig Buchstaben nutzen würen?! Wie gut könnten wir uns ann noch verstehen?

Un as passiert, enn noch ein Buchstabe eniger genutzt üre?

Ie gut oer ie schlecht unser Verstännis äre, zeigte heute aben einrucksvoll er Ortakrobat Markus Jeroch im Tigerpalast.

Darüber hinaus sahen wir die Ruslan Fomenko, Selyna Bogino, Gyrenchenko-Brothers, Domitil, Alyona, Menno&Emily, Marie-Ève Dicaire, Marko Karvo.

Und es war faszinierend, spannend, beeindruckend, sehenswert.

Kräfte

Es ist erstaunlich, was so Kräfte zehrt. Vielleicht ist es Einbildung, aber seit das Implantat weg ist, geht es mir besser. Und ich habe wieder Kräfte. Klar muss ich damit haushalten, denn urlaubsreif bin ich immer noch, aber ich fühle mich nicht mehr so blockiert.

Erstaunlich ist auch, was noch so Kräfte freisetzt: Eine Freundin wird heute Nacht kommen und das sorgte tatsächlich dafür, dass ich im Wohnzimmer, in der Küche (zu 80%, aber immerhin gewischt), im Bad und im Gästezimmer endlich mal wieder klar Schiff gemacht habe. Eine Leistung, die ich mir Anfang der Woche schon gar nicht mehr zugetraut habe.

Möge es bitte so bleiben, bis ich endlich frei machen kann.

Aber vielleicht starte ich doch mal eine Petition, dass alle Alleinerziehenden einmal pro Monat ein Tag Putzdienst bezahlt bekommen.

Zweite Wahl

„Der wievielte Versuch war das?“, fragte mich mein Zahnarzt.
„Der zweite“, antwortete ich. „Und ich glaube in diesem Fall nicht daran, dass aller guten Dinge drei sind.“
„Nein, wohl eher nicht“, stimmte mir der Zahnarzt zu. Dann holte er zum zweiten Mal ein Implantat aus 3’6er-Position.

Danach zählte er mir auf, dass die nun seit anderthalb Jahren bestehende Zahnlücke über zwei Zähne
a) gar nicht geschlossen,
b) mit eine Brücke versorgt oder
c) durch eine Prothese geschlossen
werden kann.

a) kommt natürlich nicht infrage. Denn neben optischen Gründen, brauchen die oberen Zähne Gegenspieler, sonst rutschen sie nach unten.

Also muss ich mich jetzt zwischen b) und c) als zweite Wahl entscheiden. Derzeit tendiere ich zu c). Auch wenn mein Zahnarzt das ganz schrecklich findet. Allerdings stimmt er mir zu, dass b) auch alles andere als optimal ist – aufgrund der Lage und dessen, dass ein komplett gesunder Zahn in Mitleidenschaft gezogen werden müsste.

Vier Wochen darf ich jetzt darüber nachdenken.