Denkstückchen

Die letzten Tage waren erfreulich produktiv. Vor allem beruflich. Ich bin ohne offene Projekte ins Wochenende gestartet.

Sollte sich nicht in den nächsten zwei Monaten jemand ein Partner finden, der mit in diese Wohnung ziehen möchte, werde ich das Thema Umzug noch weiter forcieren (erste Schritte bin ich diese Woche schon gegangen). So schön die Wohnung ist, sie ist einfach zu groß und zu teuer. (Wobei ich echt fürchte, dass die Mietersparnis beim derzeitigen Wohnungsmarkt in Frankfurt nahezu marginal ist.).

Was wirklich fies ist, ist eine sehr dick entzündete Haarwurzel in der Achsel. In meinem Fall links. Und ich dachte zuerst, dass mein neuer BH seinen Bügel freigeben würde. Zum Glück dann doch nicht.

Das Auge (auch links) ist noch nicht wieder ganz gut. Aber es wird besser. Heute war der erste Tag, an dem ich wieder Wimperntusche benutzt habe.

Nächste Woche darf ich beruflich nach Zürich fahren. Sogar über Nacht. Der midi-monsieur schläft dann bei seinem besten Kumpel.

Für die vorletzte Novemberwoche muss ich mir noch was einfallen lassen. Ich habe definitiv zwei berufliche Termine (1x Berlin, 1x Köln) und vielleicht noch einen dritten.

Nächste Woche kommen die Ausgaben von Brigitte und Für Sie raus, die die Keks-Specials enthalten. Die entsprechende freundin erst in der Woche darauf. Traditionen wollen gepflegt werden.

Man kann es nicht oft genug sagen: Reden hilft. Zumindest mir. Wenn mich was rappelig macht, kann ich das zwar eine Weile mit mir ausdiskutieren, aber irgendwann muss ich die betroffene(n) Person(en) involvieren.

Meine Selbstwahrnehmung – also die meiner äußeren Erscheinung – ist eine Bitch. (Vielleicht blogge ich darüber nochmal ausführlicher.)

Das Projekt „B. lernt Türkisch“ ist angelaufen. Noch etwas holprig. Ich muss noch in den Flow kommen und die richtige Herangehensweise.

Entspannt

Das war ein sehr entspannter Sonntag. Er hätte sogar noch entspannter sein können, wenn ich besser geschlafen hätte.

Aber das hinderte nicht daran,

… mich mit einer Twitterin zum Frühstück zu treffen (das war sehr schön),
… ihr ein bisschen die Stadt zu zeigen,
… meine Mutter zum Geburtstag anzurufen (und mich freuen, dass wohl mein kleiner Bruder samt Familie hingefahren waren),
… wieder zu Hause die Füße hochzulegen und
… mit der liebsten Freundin zu beschließen, dass wir beide am Nachmittag keine sportlichen Leistungen mehr vollbringen müssten, sondern
… uns in der Sonne zu treffen – auf Apfelschorle und Kuchen,
… zu Hause nur das Nötigste zu tun,
… eine Nachricht zu verschicken,
… ein Buch auf den Kindle zu laden,
… mich über eine Nachricht zu freuen,
… das wieder zurückgekommene Kind in den Arm zu nehmen.

Allerdings stellte ich gerade etwas unentspannt fest, dass ich – obwohl ich den ganzen Tag das Gefühl hatte, dass ich noch was wichtiges machen müsste, mir aber partout nicht einfiel was – völlig vergessen hatte, dass ich noch einen Text schreiben muss.

Nachhängen

Seit Montag hängt mir ein Gedanke nach, der durch einen gestern Abend (korrekterweise heute morgen früh) geguckten Film verstärkt wurde.

Einer meiner beruflichen Schwerpunkte sind onkologische Themen, also Krebstherapien. Ich muss mich in dem Zusammenhang mit den Leitlinien zu der jeweiligen Krebsart und Studien zu dem jeweiligen Medikament beschäftigen.

Allein das macht sehr demütig und dankbar für die eigene Gesundheit.

Doch – sicherlich auch durch die abstrakte und rein wissenschaftliche Dauerpräsenz dieser Thematik, die immer wieder von realen Fällen gepusht wird – frage ich mich regelmäßig: „Was wäre, wenn ich die Diagnose Krebs bekäme?“ Wie würde ich reagieren. Wie würde ich Therapien gegenüberstehen. Weiß ich zu viel?

Sicherlich hängt viel von der Krebsart ab. Von einigen Entitäten habe ich nur rudimentäre Ahnung. In anderen bin ich dafür halt sehr tief drin. Und ich stelle mir vor, ich „müsste“ dem Arzt, der mir bei einer solchen ein mir bekanntes Medikament erklären will, sagen: „Ich kenne alle (relevanten) Studien dazu.“ Und würde ich, wenn ich wüsste, wie gut oder halt auch nicht so gut die Therapie (oder irgendwelche Alternativen) meine Prognose verbessert, die Behandlung ablehnen? Oder würde ich hoffen (wollen), dass ich zu den wenigen gehören, bei denen das Medikament bestens anschlägt?

Schwerer Gedanke. Und auch abstrakt – zum Glück. Aber trotzdem will ich ihn nicht wegwischen. Soll er mir ruhig etwas nachhängen.

Liebes Tagebuch am Fünften (Oktober)

Herrje, schon Oktober. So langsam sollte ich mal zum Adventskaffee einladen. In 12 Tagen sind es nur noch 2 Monate. Aber erstmal beantworte ich Frau Brüllen ihre allmonatliche Frage: WMDEDGT?

Trotz Seuche komme ich später ins Bett als geplant. Als ich dann drinliege, kann ich nicht schlafen, weil immer noch der Hals kratzt und so das Atmen schwer fällt. Aber gut, irgendwann schlafe ich dann doch ein. Es ist vor dem Wecker – ich glaube so 6h30 -, als der midi-monsieur mit Sack und Pack zu mir kommt. Ich bin fertig von der Seuche, sodass ich das nur so halb mitbekomme und wir beide nochmal tief einschlafen. Sehr tief. Zu tief. Denn um 7h40 schrecke ich auf und sehe, dass es zu spät ist, um das Kind noch pünktlich zur Schule zu schicken. Also stehen wir langsam auf, er macht sich fertig, frühstückt, ich schreibe eine Entschuldigung für die erste Stunde und dann geht er los.

Ich könnte ins Bett gehen, also so vom Krankheitsgefühl her, aber ich habe um 11h00 eine Telefonkonferenz und muss mich darauf noch vorbereiten und auch einen Text überarbeiten. Davor mache ich mir einen Ingwertee. Das tut gut. Ich bin ganz froh, dass der Hals nicht mehr kratzt, dafür aber die Nase läuft. Zum Tee gibt es noch eine ASS, denn der Kopf ist halt schon etwas dicht.

Ich arbeite, schreibe, telefoniere, schreibe, telefoniere. Unterhalte mich über die diesjährigen Nobelpreisträger und über Türkisch. (Vielleicht lerne ich das.) Und weil ich gerade beim Thema bin, suche ich nach Musik von der einzigen türkischen Band, die ich kenne. Dann ist es auch schon 12h00 und ich muss schnell Zutaten fürs Mittagessen besorgen. Wie fast jeden Donnerstag kommt nicht nur der midi-monsieur, sondern auch sein Kumpel zum Essen.

Ich koche, die Jungs kommen, dann können wir auch schon essen. Beim Essen stellen wir fest, dass der midi-monsieur heute nicht seinen alldonnerstäglichen Termin hat und so haben die Jungs mehr Zeit zum Spielen. Ich arbeite derweil weiter. Ich muss mir überlegen, wie ich einen Wirkmechanismus visualisiere – sowohl im Bewegt- als auch im 2D-Bild.

Dann müssen die Jungs auch schon los zum Aikido-Training. Und kurz darauf kommt SaBine. Wir quatschen und quatschen und es ist sehr nett. Der midi-monsieur kommt, sagt guten Tag und verzieht sich dann in sein Zimmer. Wir quatschen weiter und dann ist es schon spät und SaBine muss noch in den Süden zurückfahren.

Ich fange an, die Klamotten für des Kindes Aufenthalt beim Kv zusammenzusuchen. Es ist ja nur eine Woche und so reicht tatsächlich mein kleines Boardcase als Koffer.

Der midi-monsieur bekommt Hunger. Ich habe keinen und so sitze ich nur bei ihm, während er isst. Wir unterhalten uns endlich über die gestern geschriebene Sachkunde-Arbeit. Er ist ganz zuversichtlich.

Dann macht er sich bettfertig. Ich lese noch ein Kapitel Jim Knopf vor. Wir sprechen kurz darüber, dass die Vorfreue auf Frankreich sehr begrenzt ist und ich erinnere ihn daran, dass er mich via Skype immer erreichen kann.

Er schläft ein. Ich hadere, ob ich noch den einen Text schreiben kann/ will, der bis morgen fertig sein muss.

Naja, erstmal diesen Post schreiben 😉

Gedankenfetzen

Liegende Tulpe – Hummeln im Hintern – Diese Bockigkeit nervt – Na, danke für die Unsicherheit – geheime Mission – Freundschaft – Huups, wie ist das denn gemeint? – Nein, Du kannst nicht nein sagen – unproduktiv – Kann ich Sonntag Rad fahren? – Status: unklar – Der Herbst kommt – zwei Personen – Vorfreude

Es war die Nachtigall …

… ähm … nein, es war die Lerche. Um genau zu sein, waren (sind) es fünf Lerchen. Und um ganz genau zu sein fünf Leipziger Lerchen.

Die Leipziger Lerche ist eine Gebäckspezialität aus Leipzig, dessen Name an die früher in Leipzig als kulinarische Delikatesse insbesondere zu Festtagen verzehrten Singvögel erinnert. Erfunden wurde das Gebäck nach dem offiziellen Verbot des Vogelfangs im Stadtgebiet 1876. Findige Bäcker kreierten aus Mürbeteig, Mandel, Nüssen und Erdbeerkonfitüre einen kulinarischen Ersatz. Die vereinfachte Form ahmt die Form der Vögel nach. Das Kreuz auf dem Gebäck sind die Bänder, die damals zum Zubinden der gefüllten Tiere verwendet wurden.

Weil ich ja einen kleinen Hau habe, habe ich, als ich für einen Arbeitstermin in Leipzig war, bei vier verschiedenen Bäckern fünf Lerchen gekauft und alle fünf getestet (börps, nun ist mir schlecht).

Von 1 Uhr bis 11 Uhr: Lerchen von Erntebrot, Lukas, Wiener Feinbäcker, Kleinert (Pistazie), Kleinert (traditionell)

Von der Bäckerei Kleinert habe ich eine Pistazien- und eine traditionelle Lerche mitgenommen. Die waren beide ganz gut und hatten beide Kirschkonfitüre am Boden. Die Pistazien-Lerche schmeckte allerdings nich sehr pistazig und war ziemlich mächtig. Sie hatte – wie auch die traditionelle – viel Füllung. Die traditionelle war etwas trocken und die Füllung schmeckte nicht so marzipanig.

Die Lerche von Erntebrot war so gar nix. Ich weiß auch nicht, ob die sich wirklich Lerche nennen dürfen sollten. Zum einen war das Kreuz nicht gut erkennbar. Dann fehlte jedwede Marmelade ganz. Und eigentlich bestand sie nur aus Teig – also keine marzipanige Füllung.

Auch die Bäckereikette „Wiener Feinbäckerei“ bietet in Leipzig Lerchen an. Optisch mit am hübschesten. Allerdings war sie sehr teigig und (dadurch) ziemlich trocken. Die Marmelade (Erdbeere) war ein feiner Strich in der Füllung.

Die für mich beste Lerche habe ich bei Lukas erstanden. Sie hat sehr viel Füllung, die sehr marzipanig ist. Als Frucht-Einlage dient eine Amarena-Kirsche am Boden. Auch wenn sie mir fast ein bisschen zu marzipanig war, war sie geschmacklich am rundesten.

Technik-Sumpf

Nachdem ich heute 6 Stunden im Zug saß, um 4 Stunden in Leipzig zu sein, war ich am Abend beim Heimkommen so k.o., dass ich nur noch ein Lahmacun essen und dabei eins-zwei Folgen der 5. Staffel House of Cards gucken wollte. Aus Gründen läuft Sky nicht direkt auf meinem smarten Fernseher und so wollte ich meinen Laptop per HDMI-Kabel mit dem TV-Gerät verbinden. Was aber nicht ging und mich schier verrückt machte. Ich fing an Treiber zu installieren, besann mich auf meinen alten Rechner, der sich mit dem Fernseher problemlos verband, macht House of Cards an, installierte weiter diverse Treiberupdates für den nun nicht mehr ganz so neuen Rechner. Guckte parallel House of Cards. Dann packte ich das beim Nachhausekommen schnell noch eingesammelte Paket aus. Tadaaaa: Das neue smarte Phone ist da. Und weil ich sowas schlecht liegen lassen kann, musste ich es auspacken. Dann fand ich den USB-Connector in der Packung. Ja, mit so kleinem technischen Schickschnack kann man mich ködern. Das musste getestet werden. Und so richtete ich auch noch schnell das neue Phone ein – ich Monk habe die Apps ja (fast) wieder genauso angeordnet, wie schon auf dem bisherigen Handy.

Ob der Laptop nach den vielen Updates nun endlich wieder via USB-Kabel mit dem Handy und via HDMI mit dem Fernseher kommunizieren kann und ob ich mit dem neuen Telefon auch telefonieren kann (Sim-Karte muss noch eingesetzt werden), teste ich dann aber doch erst morgen.