Es war die Nachtigall …

… ähm … nein, es war die Lerche. Um genau zu sein, waren (sind) es fünf Lerchen. Und um ganz genau zu sein fünf Leipziger Lerchen.

Die Leipziger Lerche ist eine Gebäckspezialität aus Leipzig, dessen Name an die früher in Leipzig als kulinarische Delikatesse insbesondere zu Festtagen verzehrten Singvögel erinnert. Erfunden wurde das Gebäck nach dem offiziellen Verbot des Vogelfangs im Stadtgebiet 1876. Findige Bäcker kreierten aus Mürbeteig, Mandel, Nüssen und Erdbeerkonfitüre einen kulinarischen Ersatz. Die vereinfachte Form ahmt die Form der Vögel nach. Das Kreuz auf dem Gebäck sind die Bänder, die damals zum Zubinden der gefüllten Tiere verwendet wurden.

Weil ich ja einen kleinen Hau habe, habe ich, als ich für einen Arbeitstermin in Leipzig war, bei vier verschiedenen Bäckern fünf Lerchen gekauft und alle fünf getestet (börps, nun ist mir schlecht).

Von 1 Uhr bis 11 Uhr: Lerchen von Erntebrot, Lukas, Wiener Feinbäcker, Kleinert (Pistazie), Kleinert (traditionell)

Von der Bäckerei Kleinert habe ich eine Pistazien- und eine traditionelle Lerche mitgenommen. Die waren beide ganz gut und hatten beide Kirschkonfitüre am Boden. Die Pistazien-Lerche schmeckte allerdings nich sehr pistazig und war ziemlich mächtig. Sie hatte – wie auch die traditionelle – viel Füllung. Die traditionelle war etwas trocken und die Füllung schmeckte nicht so marzipanig.

Die Lerche von Erntebrot war so gar nix. Ich weiß auch nicht, ob die sich wirklich Lerche nennen dürfen sollten. Zum einen war das Kreuz nicht gut erkennbar. Dann fehlte jedwede Marmelade ganz. Und eigentlich bestand sie nur aus Teig – also keine marzipanige Füllung.

Auch die Bäckereikette „Wiener Feinbäckerei“ bietet in Leipzig Lerchen an. Optisch mit am hübschesten. Allerdings war sie sehr teigig und (dadurch) ziemlich trocken. Die Marmelade (Erdbeere) war ein feiner Strich in der Füllung.

Die für mich beste Lerche habe ich bei Lukas erstanden. Sie hat sehr viel Füllung, die sehr marzipanig ist. Als Frucht-Einlage dient eine Amarena-Kirsche am Boden. Auch wenn sie mir fast ein bisschen zu marzipanig war, war sie geschmacklich am rundesten.

Technik-Sumpf

Nachdem ich heute 6 Stunden im Zug saß, um 4 Stunden in Leipzig zu sein, war ich am Abend beim Heimkommen so k.o., dass ich nur noch ein Lahmacun essen und dabei eins-zwei Folgen der 5. Staffel House of Cards gucken wollte. Aus Gründen läuft Sky nicht direkt auf meinem smarten Fernseher und so wollte ich meinen Laptop per HDMI-Kabel mit dem TV-Gerät verbinden. Was aber nicht ging und mich schier verrückt machte. Ich fing an Treiber zu installieren, besann mich auf meinen alten Rechner, der sich mit dem Fernseher problemlos verband, macht House of Cards an, installierte weiter diverse Treiberupdates für den nun nicht mehr ganz so neuen Rechner. Guckte parallel House of Cards. Dann packte ich das beim Nachhausekommen schnell noch eingesammelte Paket aus. Tadaaaa: Das neue smarte Phone ist da. Und weil ich sowas schlecht liegen lassen kann, musste ich es auspacken. Dann fand ich den USB-Connector in der Packung. Ja, mit so kleinem technischen Schickschnack kann man mich ködern. Das musste getestet werden. Und so richtete ich auch noch schnell das neue Phone ein – ich Monk habe die Apps ja (fast) wieder genauso angeordnet, wie schon auf dem bisherigen Handy.

Ob der Laptop nach den vielen Updates nun endlich wieder via USB-Kabel mit dem Handy und via HDMI mit dem Fernseher kommunizieren kann und ob ich mit dem neuen Telefon auch telefonieren kann (Sim-Karte muss noch eingesetzt werden), teste ich dann aber doch erst morgen.

Entwurf

Ich habe ganz viele Post-Entwürfe im entsprechenden Blog-Ordner. Nicht alle davon werde ich zu Ende schreiben oder veröffentlichen. Aber einen Teil möchte ich schon noch präsentieren.

Nur nicht heute. Heute ist mir warm und ich arbeite noch.

Guckt Euch doch bitte solange die Fotos von gestern an, 😉

Timing

Heute hatte ich mal wieder einen Kundentermin, zu dem ich nur eine einzige wirklich sinnige ÖPNV-Verbindung hatte. Das bedeutete, dass ich spätestens um 9h10 in der U-Bahn sitzen musste. Ich überlegte also schon gestern, wie ich denn den Morgen zeitlich strukturien müssen, damit ich schon die 9h05-U-Bahn erwische es gut ausgeht.

Nachdem der midi-monsieur aus dem Haus war, legte ich mir schon mal meine Klamotten zurecht (das ging gestern abend nicht, da der midi-monsieur in meinem Zimmer schläft, ich schlafe dafür ja im Gästezimmer und irgendwie wird dieser Zimmertausch immer dringlicher, aber ich schweife ab) und packte meine Handtasche. Um 8h00 stand ich unter der Dusche, machte mich fertig. Um 8h46 verließ ich (eine Minute später als geplant) das Haus, stellte auf dem Weg zum Bäcker (Kaffee und Brötchen für die S-Bahnfahrt) fest, dass ich das Deo vergessen hatte (aaah, hei, Business-Termin und kein Deo geht nicht). Ich guckte auf die Uhr (8h53) und überlegte, ob Deo oder Kaffee wichtiger sei, oder ob ich beides hinbekommen könnte. Ich ließ es darauf ankommen, denn ich war mir nicht sicher, ob der Drogeriemarkt schon auf hätte. Wenn nicht hätte ich weder Kaffee noch Deo gehabt. Also schnell zum Bäcker gehuscht, dann weiter zum Drogeriemarkt (bei dem zum Glück der andere Eingang der U-Bahn-Station ist), der schon offen war und zum Glück noch nicht so viele Leute drin waren; Deo gekauft und dann ab zur U-Bahn – 9h04 an der Station treffe ich eine Freundin, wir nehmen zusammen die 9h05-U-Bahn. Dass dann auch noch die S-Bahn pünktlich war, lag dann nicht mehr in meiner Macht, war aber höchst erfreulich. Und so kam ich mit ausreichend Puffer bei meinem Termin an.

Zurück ging es später als geplant. Der midi-monsieur war mittlerweile (weil Dienstag) zu Hause angekommen, was er mir mit einem Anruf um 11h52 auf dem Handy signalisierte (Handy war lautlos in der Handtasche). Erst um 12h47 konnte ich zurückrufen; da war ich gerade auf dem Weg in den Darmstädter Bahnhof. Ich musste noch bis 13h05 auf die S-Bahn warten und besprach mit dem Kind, dass er um 14h00 einen Termin habe und wenn ich nicht rechtzeitig da sei, müsste er alleine losgehen (ich hätte ihn dann telefonisch losgeschickt). Da aber auch diese S-Bahn pünktlich war, konnte ich um 13h41 in die U-Bahn umsteigen und war so um 13h50 zu Hause. Wir sagten kurz hallo und dann schnappte er sich schon seinen Roller und brauste zu seinem Termin.

Ich mag das ja, wenn alles so minutiös ineinander greift.

Bewegungslos

Heute hätte das Kind zu den Bundesjugendspielen antreten sollen. Zum ersten Mal. Mir sind die BJS ja egal. Nicht ganz egal ist mir und v.a. dem midi-monsieur, dass die Mädchen weniger leisten müssen als die Jungs. Das ist ziemlicher Blödsinn. Aber es ist nicht an mir, das zu ändern.

War ja – zumindest in diesem Jahr – auch egal, denn der midi-monsieur ist nicht angetreten. Denn er ist so verrotzt und hustig gewesen, dass ich es nicht sinnstiftend gesundheitsfördernd fand, wenn er sich körperlich verausgaben müsse. Also habe ich ihn morgens um 7h30 entschuldigt.

Und vermutlich hätte ich gut daran getan, direkt aufzustehen, aber da wir ja keinen Aufstehstress hatten, kuschelten wir nochmal zusammen und powernappten. Da muss es dann passiert sein: Ich muss mich verlegen oder Zug bekommen haben. Ich wachte um 8h45 auf und hatte Höllenschmerzen in der rechten Schulter und war sehr bewegungsunfähig. Die aufgebundene Wärmflasche halft zum Glück.

Den Rest des Vormittags bewegten wir uns trotzdem wenig: Ich musste arbeiten und der midi-monsieur durfte das Tablet leer spielen. Mittags verlagerten wir uns auf den Balkon.

Am Nachmittag sind wir aber doch noch vor die Tür gekommen und bewegten uns durchs Viertel.

Das Kind ist noch etwas verseucht, aber bessert sich, und meine Schulter zieht auch nur noch ein bisschen.

Kräfte

Es ist erstaunlich, was so Kräfte zehrt. Vielleicht ist es Einbildung, aber seit das Implantat weg ist, geht es mir besser. Und ich habe wieder Kräfte. Klar muss ich damit haushalten, denn urlaubsreif bin ich immer noch, aber ich fühle mich nicht mehr so blockiert.

Erstaunlich ist auch, was noch so Kräfte freisetzt: Eine Freundin wird heute Nacht kommen und das sorgte tatsächlich dafür, dass ich im Wohnzimmer, in der Küche (zu 80%, aber immerhin gewischt), im Bad und im Gästezimmer endlich mal wieder klar Schiff gemacht habe. Eine Leistung, die ich mir Anfang der Woche schon gar nicht mehr zugetraut habe.

Möge es bitte so bleiben, bis ich endlich frei machen kann.

Aber vielleicht starte ich doch mal eine Petition, dass alle Alleinerziehenden einmal pro Monat ein Tag Putzdienst bezahlt bekommen.