Kuh vom Eis

Puuuh, das war jetzt ein ganz schönes Mammutprojekt. Seit zwei Wochen stand die Mammutkuh auf dem Eis und bewegte sich nicht weg.

Dass ich daran nicht so lockerflockig vor mich hinschreibe, war mir zwar klar, aber dass ich da so ewig lang dransitze, hätte ich nicht gedacht.

Nun gut. Es ist erstmal fertig und beim Kunden.

Jetzt kann ich hoffentlich wieder besser schlafen.

Entspannung

Es ist interessant: Während ich von Sonntags bis Donnerstags am Abend, wenn das Kind im Bett ist, oft nochmal den Laptop aufmache und arbeite*. Teilweise bis spät, sodass mir das Aufstehen am nächsten Tag schwerfällt. So kann ich das nur in Ausnahmefällen am Freitag- oder Samstagabend machen. Obwohl es da ja, viel sinniger wäre (mal von der grundlegenden Sinnhaftigkeit des Nachtsarbeitens abgesehen), da ich ja für gewöhlich am darauffolgenden Tag ausschlafen kann.

Aber irgendwann muss ich dann doch auch mal ausspannen und nicht an irgendwelche Texte zu irgendwelchen schlimmen Krankheiten denken. Und das geht sehr gut mit dem RB … zum Beispiel, wenn wir es uns wie heute mit Eis und Whisky ins Bett gemütlich machen und Peaky Blinders** gucken.

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* Der RB „zum Glück“ auch oft, sodass er viel Verständnis für selbst und ständig hat.

** Sehr zu empfehlen. Ohne den RB wäre ich nicht drauf gekommen.

Produktiv

Weil die Projekte sich gerade mal wieder knubbeln und meine Konzentration ab einer bestimmten Temperatur (irgendwas > 30 °C) und Luftzusammensetzung (trocken, stickig, gefühlt < 18% O2) einfach deutlich abnimmt, beschloss ich heute die Gunst der kühleren Nächte und damit der noch angenehmen Temperaturen auf dem Balkon am frühen Morgen zu nutzen und stellte den Wecker auf 6h30 (jaja, ich weiß andere Mensche stehen um diese Uhrzeit turnusmäßig auf).

Und so war es auch. Ich konnte mich konzentrieren, Dinge planen und organisieren und hatte dabei sogar etwas …

… Gänsehaut

Dann musste ich den midi-monsieur zum Rugby-Camp bringen und als ich wiederkam, verabschiedete sich auch der RB. auf dem Balkon war es mittlerweile zu heiß, also verlegte ich mein Office vom Balkon aufs Bett.

Kurz unterbrach ich meine Aktivitäten, um das Kind wieder einzusammeln, was erstaunlich schnell ging.

Ich machte dies, das und jenes fertig, bis um 17h30 nichts mehr ging und ich einschlief. (Notiz an mich: Unbedingt die Fenster beim Arbeiten offen lassen, egal wie viel heiße Luft reinkommt. Aber besser heiße, als gar keine Luft.) Nach gut zwei Stunden war ich wieder halbwegs fit und nachdem der midi-monsieur im Bett war, schaffte ich auch noch was weg.

So an die Temperaturen angepasst abreiten zu können, ist schon Luxus, aber anders wäre ich auch deutlich produktiver.

Hitzefrei

Es ist heiß. Ich will gar nicht jammern. Es ist, wie es ist. Und auf eine gewisse Art mag ich es auch.

Als ich den midi-monsieur morgens mit dem Rad zum Rugby-Camp brachte, ging es sogar noch. Auch das Frühstück auf dem Balkon war noch okay, obwohl die Sonne ja morgens auf den Balkon knallt.

Als der RB nach der Schur losfuhr, entschied ich aber, dass ich besser im verdunkelten Schlafzimmer auf dem Bett arbeiten sollte.

Nachdem ich kurz unterbrechen musste, um den midi-monsieur – wieder mit dem Rad – vom Rugby-Camp abzuholen, arbeitete ich weiter auf dem Bett. Telkolierte und ward auf einmal sehr müde. Die Hitze und der daraus resultierende wenige Schlaf forderten ihren Tribut und ich schlief ein.

Es war ja eh klar, dass ich später, nach Essen und Kind im Bett, nochmal mit dem Rechner auf dem kühlen Balkon weiterarbeiten würde.

Ich mag es, dass ich mir ob meiner Selbstständigkeit und des HomeOffice einfach mal hitzefrei geben kann. Lieber arbeite ich in solchen Zeiten nachts ein paar Stunden bei klarem Verstand als tagsüber in einem unklimatisierten Büro total unproduktiv Buchstaben aneinanderzureihen.

So Alltag

Als ich aufwachte, fühlte ich mich, als hätte ich gestern einen Marathon bestritten. Nicht, dass ich wirklich wüsste, wie sich das anfühlt, denn Joggen ist ja aus gaaaanz vielen Gründen* NICHT mein Sport. Aber gelaufen sind wir ja gestern doch viel. Gute 8,5 Kilometer. In der Sonne. Und ich mit Hoodie an**. Dazu kam, dass das Wochenende einfach voll war.

Aber da für den RB und mich in dieser Woche „nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub“ gilt, denn am Samstag fahren wir zusammen gen Frankreich***, müssen wir arbeiten. Meine To-Do-Liste ist elend lang und wie das immer so ist mit langen To-Do-Listen, sie ist hydraesk: Kaum hat eine eine Aufgabe erledigt, ploppen drei neue uneingeplante auf.

Dadurch wird meine Zeit noch knapper als eh schon, aber den Termin bei meiner Friseurin will ich nicht absagen.

Noch etwas kürzer und – auch dadurch – deutlich blonder.

Aber das Gute an den kurzen Haaren ohne Farbe: Meine Friseurin ist binnen 45 Minuten fertig****.

Den Rest des Tages und Teile der Nacht arbeiten der RB und ich. Muss(te) dann auch mal sein.

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* Grund 1-100: Laufen ist doof; Grund 101: Laufen ist nicht gut für meine Knie; Grund 102: Laufen ist nicht gut für meine Brüste. Grund 103-200: Laufen ist doof.

** Ich habe mir bei der Demo – trotz eincremen und vorgebräunt sein – einen veritablen Sonnenbrand am Dekolletee und den Schultern gefangen.

*** Zuerst für eine Nacht ins Saarland

**** und deutlich günstiger ist es auch

Liebes Tagebuch am Fünften (Juli 2018)

Heute antworte ich nur ganz kurz auf Frau Brüllens Frage: WMDEDGT?

Recht zeitig aufgestanden, E-Mails gecheckt, gefrühstückt, Wäsche aufgehangen und über einen Text nachgedacht, andere Texte bearbeitet, noch mehr Wäsche aufgehangen, einen Text geschrieben, Wäsche vom Balkon geholt, Balkonmöbel, Herrn Weber und den Strandkorb abgedeckt, mich fertig gemacht, nach OF gefahren, gegessen, getrunken und geholfen, spät mit dem RB nach Hause gefahren, Koffer gepackt, schnell geschlafen.

MiB*

* Mittwochs-Bilder:

BalkonOffice – die Plantagenbesitzerin beobachtet mich.

Während das Spiel KORGER läuft, kaufe ich entspannt auf dem Markt ein und trinke gemütlich einen Kaffee.

Aha, ob das Haus in der Nachbarschaft wohl gestrichen werden soll?! Ich fänd ja blau gut.

Nach dem Essen und vor der Aufräumeskalation: Kaffee und Eis im Strandkorb mit dem RB

Vorhang auf

(Naja, einen Vorhang gab es nicht.)

An der Schule vom Kind gibt es nicht sooo viele* Arbeitsgemeinschaften. Die paar, die es gibt, sind recht begehrt. Besonders beliebt ist die Theater-AG. Der Lehrer, der die anbietet, ist auch recht beliebt. Allerdings dürfen an der Theater-AG nur die Dritt- und Viertklässlerinnen teilnehmen – so wegen Aufmerksamkeit, Konzentration und Textlernen (nein, das muss ich nicht diskutieren).

Der midi-monsieur kündigte schon Ende Klasse 2 an, dass er in Klasse 3 an der Theater-AG teilnehmen wolle. Gut, wenn er das will, darf er das machen. Und weil die Theater-AG so überlaufen ist, wurde gelost und so konnte er erst im zweiten Halbjahr mitmachen. In diesem kurzen, total vollgepackten und eng getackteten Halbjahr. Aber gut, so war es halt.

Schnell stellte sich heraus, dass er nicht damit gerechnet hatte, Text lernen zu müssen. Und dann bekam er auch noch drei Rollen. Tjanun…

Ein paar Mal wollte er hinschmeißen und fluchte wild. Insbesondere in der letzten Woche war es arg, als die Klassenlehrerin ankündigte, in dieser letzten Schulwoche vielleicht mit der Klasse ins Freibad zu gehen**. Denn in dieser letzten Schulwoche waren die Aufführungen der Theater-AG angesetzt. Von Montag bis Donnerstag jeden Tag Aufführungen. Montag, Dienstag, Mittwoch und heute fanden vormittags Aufführungen für die anderen Klassen statt. Wodurch die Theater-Kinder so gut wie keinen Unterricht hatten und dementsprechend auch nicht – zumindest die Kinder „unserer“ Klasse – den Aufsatz schreiben mussten. Auf einmal war all der Ärger übers Textlernen und die vielen Termine vergessen. Heute am späten Nachmittag gab es die – für den midi-monsieur – wichtigste Vorstellung – die für die Eltern***.

Ich hatte mittags noch einen Termin in Köln. Aber dank Sprinterstrecke kann eine von 13h00 bis 14h00 eine Veranstaltung in Köln besuchen und trotzdem rechtzeitig um 17h00**** im Theater sitzen.

Ich mag ja minimalistische Bühnenbilder.

Aufgeführt wurde „Die wilden Schwäne“ von Hans Christian Andersen. Und das Kind war König, …

… Erzähler und …

… Bischof.

Aber nicht nur der midi-monsieur hatte mehr als eine Rolle. Die Kids haben das toll gemacht. Dass der midi-monsieur angeblich etwas textschwach war, war gar nicht zu merken. Zumindest hat er sich Hänger nicht anmerken lassen. Und es war toll ihn zu sehen: Er stand fest und selbstbewusst auf der Bühne. Wenn er Lampenfieber hatte, hat eine das nicht gemerkt. Er hat laut gesprochen und tatsächlich auch geschauspielt.

Das Stück selbst war auch gut. Andersen-Märchen sind ja immer etwas speziell, aber halt auch sehr schön. Außerdem sind Andersen-Märchen nicht so bekannt und daher auch nicht so ausgenudelt.

Mal sehen, ob er in Klasse 4 doch noch mal in die AG will.

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* Es gibt verschiedene Gründe dafür. Ein zentraler ist leider, dass es den Lehrkräften zu viel Arbeit ist. AGs bedeuten zusätzliche Arbeit, weniger Freizeit und erfordern Engagement.

** nur bei entsprechendem Wetter

***Der midi-monsieur war sehr enttäuscht, dass der RB nicht dabei sein konnte.

**** Ich war schon um 16h40 am Theater.

Hetzhetz

Irgendwie gibt es wohl ein ungeschriebenes Gesetz, das besagt, dass der Tag vor Fahrten, für die ich packen muss, pickepackevoll ist.

Der midi-monsieur hat erst zur Zweiten, aber der RB und ich sind trotz des späteren Tagesstart noch zu k.o. und schlafen nochmal. Dann wird es mit Frühstück und „noch schnell“ eine e-Mail bearbeiten fast etwas knapp: Ich muss um 13h30 in der Landeshauptstadt sein. Mit dem Auto vom RB stehe ich erstmal im Stadtstau. Ja, die Sache mit dem Reißverschlussverfahren ist nicht so einfach… auf der Fahrt werde ich dann auch angerufen, ob ich nicht eher da sein kann. Vor 13h00 ist aber nicht möglich.

Kaum da werde ich geschminkt und dann gibt’s neue Business-Bilder von mir.

Die Spachtelmasse aka Make-Up (bzw. Foundation – ich weiß noch nicht mal, wie das richtig heißt) fühlt sich nicht gut auf der Haut an. Dabei ist es gutes, leichtes Zeug. Aber ich mag das Gefühl nicht.

Zwei Foto-Durchläufe brauchen wir, dann ist ein Foto dabei, mit dem ich leben kann. Ich bin bei sowas recht uneitel. Außerdem habe ich keine Zeit: Ich muss die E-Mail vom Morgen noch zu Ende bearbeiten und habe noch einen Telko-Termin.

Davor noch eine kurze Mittagspause. Die Kolleginnen freuen sich über den mitgebrachten Kuchen.

Die Telko ist zäh und ich bin sooooo froh, dass wir deswegen nicht nach Berlin mussten.

So muss ich mich nur kurz nach 17h00 in den normalen Wahnsinn Feierabendverkehr zwischen Wiesbaden und Frankfurt begeben. 18h30 bin ich dank Stau erst zu Hause. Ich tröste mich, dass ich mit dem ÖPNV nicht vor 19h00 zu Hause gewesen wäre.

Der midi-monsieur ist seit eine Stunde zu Hause. Dank Schlüssel und Tablet ist das mittlerweile kein Problem mehr.

Ich mache eine Pack- und eine Einkaufsliste, gehe einkaufen, koche Essen, das Kind ist mit Lego beschäftigt, ich suche Sachen zusammen. Dann essen wir. Ich besorge noch zwei fehlende Dinge, während der midi-monsieur sich nicht vom Lego lösen kann.

Ich bin weiter mit der Packliste beschäftigt, um 22h00 geht das Kind ins Bett, ich hänge 3 Ladungen Wäsche auf, während ich diverse Unterlagen fürs Wochenende ausdrucke, kommt der RB nach Hause. Ich verpflichte ihn zu einem GinTonic.

Und dann bin ich auch reif fürs Bett. Der Koffer wird morgen gepackt.

Nachtwerk

Bis 6h50 morgens Text geschrieben.

Tipptipptipp

Um 6h59 an den Kunden verschickt. Dann erstmal nicht schlafen können. Zum Glück doch noch eingeschlafen. 11h00 recht fit wach geworden. Text korrigiert. Kind allein ins Schwimmbad geschickt. Noch einen Text verfasst. Kind auf den Spielplatz verabschiedet. Einkaufen gewesen. Gegrillt. Kurz hingelegt, aber nicht geschlafen. Das Kind nutzte die Gunst der Stunde und bekuschelte mich und den RB. Kind ins Bett gebracht und dann in die nächste Nachtschicht übergeleitet: Wein und Käse und dabei Flug und Unterkunft nach Berlin bzw. in Potsdam gebucht.