Liebes Tagebuch am Fünften (August)

Obwohl das Kind wirklich lang beim Kv war, liegen die Fünften diesen Sommer so günstig, dass es keine kindfreie Beantwortung von Frau Brüllens allmonatliche Frage gibt.

Um Mitternacht sind wir gerade mal 15 Minuten in der Wohnung. Der midi-monsieur hat das Lego-Set von Familie Rabe gefunden und MUSS es umgehend aufbauen. Ich bin total k.o. und mache mich schon mal bettfertig. Dann ist auch das Lego verbaut und das Kind macht sich bettfertig. Nach so langer Zeit darf er natürlich mit in mein Bett und Mamawärme tanken.

Wir schlafen tief und fest und gut und werden nicht zu früh, aber auch nicht zu spät wach. Danach dauert es etwas (zu) lange, bis wir uns fertig machen. Ich habe kaum was im Haus, außerdem ist Samstag und da will gemarktfrühstückt werden. Etwas hangry gehen wir los. Nach Waffel und Kaffee bzw. Kindercappucino auf Markt 1 gehen wir zu Fuß Richtung Markt 2. Wir hatten einen Grillbeschluss gefällt und ich möchte Grie Soß dazu.

Auf dem Markt gibt’s erstmal ne Vanillemilch fürs Kind und wir führen „mal eben“ ein dringendes Gespräch. Möglicherweise hat der midi-monsieur meinen Pragmatismus geerbt, denn obwohl das Gespräch nicht lange dauert, ist alles Entscheidende gesagt und geklärt. Das hat Potential.

Mit Grie Soß, Äpfeln, Pflaumen und Mirabellen verlassen wir Markt 2. Unterwegs kläre ich eine Spielverabredung fürs Kind, dann halten wir wieder auf Markt 1 und kaufen noch Grillgut. Im dm brauchen wir auch noch Kram.

Kurzer Stopp zu Hause, dann bringe ich das Kind zu seinem Kumpel.

Zurück zu Hause schreibe ich eine Einkaufsliste. Als ich losgehen will, wird es erst schwarz und dann schüttet es aus Eimern. Nagut, dann lege ich halt kurz die Füße hoch.

Der Schauer dauert nicht lang. Ich drehe meine Einkaufsrunde, kläre ein paar vermeintliche Komplikationen und versacken beim Postschreiben auf dem Sofa (statt Grie Soß zu machen).

Die Freundin, die zum Grillen kommt, vermeldet, dass sie später kommt. Da habe ich noch genug Zeit, um die Grie Soß vorzubereiten. Während ich mich über die Qualität der Kräuter ärgere (vielleicht lag’s ja am Wetter, denn eigentlich war’s Päck’cher vom besten Dealer der Stadt), kommt der midi-monsieur nach Hause. Ich unterbreche den Grie-Soß-Zinnober für Matratzen-Zinnober – sprich, das Kind und ich buggsieren endlich die neue Matratze auf sein Hochbett.

Dann mache ich die Grie Soß fertig. Die Freundin kommt. Der Grill wird angeheizt. Es dauert etwas, bis alles fertig ist. Der midi-monsieur spielt mit seiner Wasserpistole, die Freundin und ich quatschen.

Als wir endlich essen, merke ich erstmal, wieviel Hunger ich hatte.

Nachdem sich der midi-monsieur am Rippchen fast den Wackelzahn ausgebissen hat, operiert er ihn kurzerhand vor dem Spiegel aus.

Nach dem Essen machen wir eine kurze Spritztour mit dem Firmenwagen der Freundin: ein E-Auto. Ein vollwertiges, kein Hybrid. Und ja, das macht Spaß. Dann gehen wir noch schnell ein Eis essen.

Das Kind ist ziemlich müde – was er natürlich nicht zugeben kann. Aber bei ihm stimmt „nach müde kommt doof“ so dermaßen, dass ich diesen Zustand immer versuche zu vermeiden. Wieder zu Hause und nachdem wir die Freundin in den wohlverdienten Urlaub verabschiedet haben, kippt die Stimmung auch. Dass er daraufhin den Kv demonstrativ vermisst, kann ich zwar verstandsmäßig verstehen, aber innerlich bin ich trotzdem sehr genervt.

Er macht sich bettfertig. Wir lesen noch etwas zusammen. Dann lasse ich ihn mit dem Buch allein und mache den Fernseher an.

Da sitze ich auch immer noch vor. Gleich werde ich noch kurz die Wäsche aufhängen. Eigentlich wollte ich noch einen Text zuende schreiben, aber es ist mir doch zu spät.

Liebes Tagebuch am Fünften (Juli)

Ein bisschen lustig und interssant hätte ich es ja schon gefunden, wenn ich The Queen Mother of Tagebuchblogging nicht am 1. sondern heute, am 5. Juli besucht hätte. So gibt es halt nur meine Sicht darauf, was ich heute eigentlich den ganzen Tag gemacht habe:

1h00 Für meine Verhältnisse bin ich früh im Bett. Und obwohl ich noch lesen will, schlafe ich ziemlich schnell ein.

8h07 Ich werde wach und wundere mich, warum das Licht am Bett (noch? wieder?) an ist.

8h42 Das Kind spukt rum und ist rappelig. Er kuschelt sich kurz an, beschließt dann aber, sich fertig machen zu wollen. Dafür dass der Hort so doof ist, hat er es ziemlich eilig heute hinzukommen.
Nein, ich müsse noch nicht aufstehen. Er macht sich selbst fertig. Waschen, anziehen, was essen.

9h02 Der midi-monsieur sagt mit Tschüss. In langer Jeans und langärmligen Oberteil. Ja, so warm würde es heute nicht. (Außerdem hat er es ja eilig und keine Zeit, sich nochmal umzuziehen.)

9h11 Ich stehe auf. Ziehe meine Runden durch die Wohnung. Ich bräuchte mal eine Fee, die aufräumt. Und Wäsche waschen muss ich auch dringen. Immerhin fährt das Kind am Samstag zum Papa (also ich bringe ihn nach Paris). Da braucht er schon ein paar Klamotten.

9h18 Anruf auf dem Handy. Ein Auftrag „droht“. Ich darf mir aber noch überlegen, ob ich ihn annehmen will/ kann.

9h40 Hunger treibt mich in die Küche. Unterwegs mache ich schon mal den Rechner an. (Und denke witerhin übers Aufräumen und Wäschewaschen nach.)

9h48 Anruf aus „meiner“ Agentur. Wir ärgern uns zusammen über die Doof- und Unverschämtheit eines bestimmten Fachverlags.

9h52 Ich sitze mit Brot vorm Rechner und verschicke einen Text. Dann lande erstmal bei Twitter. Der Besuch von Frau Rabe wird mit Inhalten gefüllt 😀

10h55 Spülmaschine ausräumen, Spülmaschine einräumen. Tabula rasa quasi im Wortsinn machen und mal den Esstisch aufräumen. Dabei auch endlich mal die Geburtstagsdeko wegräumen.
Im Gäste- bzw. meinem Zimmer will ich mich eigentlich um die Wäsche kümmern, bleibe dann aber am Kindle hängen und lese ein Kapitel.

12h15 E-Mail an Kunden verschickt. Ich habe Hunger. Aber erstmal kümmere ich mich wirklich um die Wäsche.

12h27 Anruf für noch einen Auftrag. Wobei es eigentlich nur die Fortsetzung von einem anderen Auftrag ist.

14h20 Ich habe gegessen, das Bad aufgeräumt, das Schlafzimmer weiter zugerümpelt. Und mein Zugticket von Bochum nach Frankfurt gebucht. Denn ich werde zum PetShopBoys-Konzert gehen. Hihihi.

14h40 Nachdem mich die Frische Brise drauf gebracht hat, habe ich auf meinem Handy die App von momox und re:buy installiert und scanne nun die DVD-Sammlung. Teilweise sind die Preisunterschiede enorm. Teilweise gibt es nur ein paar wenige Cents. Ich könnte auch gucken, ob ich die DVDs über Am*zon verticke, aber da ist der Aufwand ungleich höher: DVDs einzeln verwalten, verpacken und verschicken. Ich glaube nicht, dass sich das lohnt. Und ich will ja nicht Gold damit verdienen, sondern die Schublade leer machen.

16h20 Ich hatte noch überlegt, ob ich im Hort anrufen muss, damit das Kind bis zum Ende bleiben kann. Denn eigentlich – also während der Schulzeit – wird das Kind mittwochs um 16h00 vom Hort losgeschickt. Als es Sturm klingelt, hat sich die Frage erübrigt. Sie haben ihn geschickt. Naja, auch nicht schlimm. (Mein Arbeitspensum für heute hält sich sehr in Grenzen, merkt man, oder?!)

16h41 Die Unterlagen zu dem fortgesetzen Auftrag kommen an.

16h55 Weil der midi-monsieur so interessiert am ausmisten ist und er ja auch sein Zimmer aufräumen soll, verdonnere ich ihn direkt mal, sein Bücherregal auszumisten. Er darf selbst entscheiden, was raus muss. Interessanterweise wählt er sehr ähnlich wie ich es getan hätte.

17h45 Während das Kind sich fürs Aikido-Training fertig macht, gehe ich mit ihm noch schnell seine CDs durch. Auch da dürfen ein paar Platz machen.
Nun haben wir einen guten Medien-Haufen, der raus muss. (Ihr könnt ja mal stöbern, alles andere kommt zu momox/re:buy oder wird an der Straße ausgesetzt.)

18h45 Ich springe schnell unter die Dusche, dann in den Rock und das Top und gehe flotten Schrittes los, um das Kind vom Aikido abzuholen.

19h30 Die ersten DVDs und Bücher sind weg. Ich freue mich, dass ich immer Kartons horte, so kann ich die gewünschten Sachen schnell verschicken.

19h40 Das Kind dattel daddelt auf dem Tablet und ich mache Nudeln. Zum Glück habe ich noch eingefrorene Bolgnese-Soße.

20h15 Wir essen.

20h55 Absprache mit der befreundeten Familie: Der Sohn ist der beste Kumpel vom midi-monsieur und schläft morgen bei uns. Wir wollen vorher noch zusammen bei uns grillen.

21h00 Die Tabletzeit vom midi-monsieur ist nun vorbei. Ab ist Bett. Aber vorher muss er noch vorlesen.

Ich werde mich gleich noch um die Wäsche kümmern und ein bisschen putzen (bei den Temperaturen kann ich das nicht am hellichten Tag). Und dann werde ich wohl auf dem Sofa versumpfen oder so.

Liebes Tagebuch am Fünften (Juni)

Ist tatsächlich schon Juni?! Will Frau Brüllen wirklich schon zum 6. Mal in diesem Jahr wissen, was ich eigentlich so mache?!

Nun gut. So soll es sein. Vom Tagebuchbloggen hält mich auch kein Kurztrip ab:

Wir sind ziemlich früh im Bett, wir waren ja auch ziemlich früh essen. Der midi-monsieur schnurchelt schon lange, als mir um

1h00 einfällt, dass ich doch noch anfangen könnte zu packen. Denn heute geht es ja wieder nach Hause. Dauert aber nicht lang. Der Rest kann eh erst später eingepackt werden.

8h30 Wir werden wach, brauchen aber einen Moment, bis wir aufstehen. Dann dusche ich, das Kind zieht sich an. Ich packe den Koffer fertig.

9h45 kein. Erfreulicherweise können wir den Koffer sowie Rucksack und Roller vom midi-monsieur noch da lassen. Wir gehen los, uns eine Frühstückslocation zu suchen.

Nicht weit entfernt finden wir das Café wieder, das am Freitag schon so nett aussah. Nunja, wir bekamen ein Frühstück, aber mehr auch nicht.

11h00 Wir gehen Richtung Münster. Da müssen wir ja noch rauf. Und die astronomische Uhr haben wir auch noch nicht gesehen. Wir reihen uns brav in die Einlassschlange ein und folgen dem Menschenstrom durch die Kirche. Ich mag ja Sakralbauten, aber in dieser Kathedrale ist keine Atmosphäre.

Vor DER Uhr ist totales Gedränge. Nunja, und viel Platz ist auch nicht. Wir beschließen nach ein paar Minuten, genug gesehen zu haben und dass wir auch nicht auf die 12 Apostel warten wollen. Also gehen wir den Menschenmassen hinterher nach draußen. Da dann Toilette, Storch und rauf auf die Plattform.

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Sowohl beim Auf- als auch beim Abgang dürfen wir auf Pferdeär… äh … hintern gucken.

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Blick von halboben.

Als wir wieder unten sind, haben wir immer noch viel Zeit bis zu unserem Zug zurück. Museum bietet sich mit Kind nicht an. Also lassen wir uns treiben. Kaufen ein Eis, genießen es am Gutenberg-Platz, kaufen einen Gugelhupf als Andenken, bummelen weiter, bekamen Hunger und suchen eine vom Internet via Twitter empfohlene Essenslocation und lassen es uns da schmecken.

Dann haben wir immer noch Zeit und ich denke, dass wir nochmal nach Petite France wandern können. Bei dem besseren Wetter kann ich nochmal versuchen, ein paar schönere Fotos zu machen. Außerdem ist da ein Spielplatz.

Irgendwann ist dann soviel Zeit rum, dass es sich lohne, zurück zum Hotel zu gehen. Wir holen den Koffer umd beschließen, zu Fuß bzw. per Roller zum Bahnhof zu kommen.

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Ein Ufo als Bahnhof.

Auch am Bahnhof haben wir noch Zeit. Also nutzen wir das kostenlose Wifi auf unseren Endgeräten.

17h13 Der Zug fährt pünktlich ab. Ich bespaße das Internet mit total spannenden Fakten über mich. Der midi-monsieur darf am Tablet datteln … äh… daddeln.

19h45 Wir sind wieder zu Hause. Und direkt hat uns der Alltag wieder. Der midi-monsieur muss noch Hausaufgaben machen und ist davon total gestresst*. Aber mein Angebot, ihm eine Entschuldigung für die Hausaufgaben zu schreiben, will er nicht annehmen. Also schreibt er Klassentagebuch**, macht Deutsch- und Mathe***hausaufgaben.

Ich mache währenddessen etwas Abendbrot: Tomaten-Melone-Avocado-Ziegenkäse-Salat mit Quesadillas.

21h30 Fertig mit Essen und Schulkram. Nun muss das Kind schnell ins Bett. Wir kuscheln noch kurz und dann schläft er ziemlich schnell ein.

Ich atme durch, esse ein Eis, schreibe diesen Post.

Gleich dann auch Bett für mich.

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* Und ich bin total genervt, warum es über ein langes Wochenende wie Pfingsten Hausaufgaben gibt.

** Immer der Reihe nach bekommt ein Kind das Klassentagebuch zusammen mit dem Klassenmaskottchen übers Wochenende. Und dann sollen sie schreiben, was sie gemacht haben und ein Bild malen.

*** Am Freitag vor Pfingsten haben sie eine Mathearbeit geschrieben und bekommen trotzdem Hausaufgaben auf. Ich glaub echt, es hackt.

Liebes Tagebuch am 5ten (April)

Mich ficht Frau Brüllens neue Regel für WMDEDGT? ja nicht so an. Ich war ja meistens eine der Letzten, die sich eingetragen hat. So auch heute, wie ich gerade beim URL-Kopieren sah.

0h10 Ich habe mit Else Routen für einen Radausflug am Wochenende geplant.

3h27 Text endlich fertig gestellt. Jetzt warten nur noch sechs Texte auf mich. (Und Texte sind mind. 2 Din A4 Seiten, Arial 10/11pt lang. Alles andere zählt schon nicht mehr.)

3h58 Im Bett mit Wärmflasche.

10h15 Der Wecker klingelt

10h30 Ich stehe auf. Wasser für Tee anmachen, Teekanne vorbereiten. Außentemperatur auf BalkonOffice-Tauglichkeit prüfen. (War zu frisch.)

10h45 Kleine Runde durchs Internet mit Tee und Mini-Brötchen.

11h15 Stunden für gestern und vorgestern eingetragen und damit schon 80% meines Wochensolls erfüllt…

11h35 Meine kommende Nichterreichbarkeit kommuniziert.

11h45 Endlich Start des einen Projekts

13h10 Dramatisch dringende Anfrage meiner Dienste erhalten. Verlockend. Aber ich kann frühestens nächste Woche.

13h30 Projekt fertig und verschickt. Suche Unterlagen zum nächsten Projekt.

14h00 Kann am nächsten Projekt nicht arbeiten, da mir nicht klar ist, was ich machen soll. Drucke erstmal Bäume für ein anderes Projekt tot.

14h15 Telefonat wegen des nicht klaren Projekts. Ich mag es nicht. Ich mag alles daran nicht. Aber gut. Augen zu und durch.

14h40 Kurze Projektbesprechung mit der einen Kollegin. Sie sind ja schon ein bisschen in Panik ob meiner telefonischen Nichterreichbarkeit bis Ostern.

15h35 Das unliebsame Projekt bearbeitet und abgegeben. Jetzt mache ich mich fertig und gehe auf den Markt.

15h55 Abflug.

16h50 Erfolgreiche Runde gedreht: Dichtungsringe, Spargel und Bärlauch, spätes Markt-Mittagessen (Waffel und Worscht), Supermarkt. Jetzt lesenlesenlesen.

17h40 Irgendwie bin ich im Internet hängen geblieben und am Fernseher. Und an privaten To-Dos.

18h10 Balkon regensicher gemacht.

18h15 Nochmal raus: Endlich den letzten Strick-Pussyhat verschickt, ein Retouren-Paket endlich aufgegeben, Chips gekauft, die Hort-Vertragsveränderung eingeworfen.

18h45 Wieder zu Hause. Mal kurz aufs Sofa legen.

19h45 Tatsächlich eingeschlafen. Jetzt aber flott fertig machen.

20h05 Ankunft am Kino. Die Feundin wartet schon.

22h15 Moonlight gesehen. Toller Film.

22h30 Zu Hause fallen mir die Dichtungsringe ein. Direkt mal tauschen. Hmhm, möglicherweise ist der Schlauch kaputt. Was sehr ärgerlich wäre.

22h55 Dieser Beitrag geht online und ich muss noch arbeiten.

Liebes Tagebuch am Fünften (März)

Diese Sonntags-Fünften sind immer etwas anders. Aber irgendwas habe ich ja doch gemacht so den ganzen Tag, sodass ich Frau Brüllen ihre Frage „WMDEDGT?“ beantworten kann.

  • Halbmittellang geschlafen.
  • Gefrühstückt.
  • Kinoplätze reserviert.
  • Wäsche gewaschen.
  • Geduscht.
  • Das Nähmaschinchen rausgekramt, um zwei Jeans vom midi-monsieur zu reparieren.wp-1488747304317.jpg
  • Fertig gemacht.
  • Losgelaufen, um zum Kino zu fahren. Handy mit der Reservierungs-e-Mail vergessen. Zurückgelaufen (nur 230 Meter).
  • Den Kinder-Kumpel mit seiner Mutter an der Bahnhaltestelle getroffen. Zusammen in die Stadt gefahren.
  • Im Mini-Kinosaal (61 Plätze) „Mein Leben als Zucchini“ gesehen.
  • Zu Hause direkt Abendbrot gemacht.wp-1488747304555.jpg
  • Während dessen zwei meiner Jeans repariert.
  • Gegessen. Der midi-monsieur hat’s verweigert.
  • Mit dem midi-monsieur gespielt.
  • Auf einmal total k.o. gewesen. Hingelegt. Eingeschlafen.
  • Dem midi-monsieur vorgelesen.
  • Mich um die Wäsche gekümmert.
  • „Toni Erdmann“ angemacht.
  • Total leckeren Kuchen gegessen.
  • Noch mehr Wäsche gemacht.
  • Job-Termin für morgen vorbereitet.

Liebes Tagebuch am Fünften (Februar)

Wieder Fünfter, wieder fragt Frau Brüllen: WMDEDGT?

Da heute Sonntag ist und man ja auch eh immer wieder mal Neues probieren soll, gibt es das heuteige Tagebuchbloggen nicht in der üblichen Form.

Der Tag fängt um Mitternacht (haha) an und ich bin noch wach. Ich bin müde und doch nicht müde und irgendwie auch immer noch im Strickwahn. Auftrags-Pussyhat Nr. 6 hatte ich ein paar Stunden zuvor angefangen und das monotone Glatt-rechts-Stricken läuft so schön nebenher. Also suche ich auf Netflix nach ein bisschen Unterhaltung. Nach zwei Folgen „The good Wife“ (ich sah damals (2010) die deutsche Erstausstrahlung) und einem halben Pussyhat gehe ich dann auch ins Bett, in dem schon der midi-monsieur vor sich hin schnurchelt.

Um 8h00 ist das Kind wach, aber ich noch nicht. Er geht spielen und macht dann irgendwann seine Hausaufgaben. Als die fertig sind, darf er kika gucken. Ich stehe irgendwann – verhältnismäßig spät – auf. Zum FrühSpätstück gibt es Pancakes, frischgepressten O-Saft und – nur fürs Kind – Bananenmilch.

Ich kläre, dass wir uns mit einem Kumpel vom Kind und dessen Eltern treffen. Die Kinder zum Spielen und die Erwachsenen zum Besprechen, was gerade so alles unrund bis schief läuft in Schule und Hort.

Der midi-monsieur spielt in seinem Zimmer und ich stricke. Da kommt die Nachricht, dass das Treffen ausfallen muss. Der midi-monsieur ist enttäuscht; hatte er sich doch auf Spielen mit dem Kumpel gefreut.

Das Wetter ist mild und trocken, also werde ich das Kind lüften müssen. Ich rufe die Mutter vom anderen Kind-Kumpel an, ob dieser mit auf den Spielplatz möchte. Ja, er möchte. Win-win-win-Situation für alle Beteiligten.

Der midi-monsieur macht die letzten Hausaufgaben, zieht sich an und ich gehe duschen.

Dann ist der Kumpel auch schon da und wir gehen zum Spielplatz. Die Kids spielen und ich – wer ahnt es?! – stricke.

Als wir gehen wollen, treffen wir noch einen Hort-Kumpel und dessen Mutter. Das passt gut, denn so kann mir die Mutter mal ihre Telefonnummer geben, damit die beiden Jungs sich mal verabreden können.

Zu Hause spielen die Kinder noch etwas. Ich stricke derweil den 6. Pussyhat fertig.

Der Kind-Kumpel wird abgeholt. Der midi-monsieur macht noch Deutsch-Übungen (keine Hausaufgaben!).

Ich mache alles für Burger fertig. Wir essen. Nomnomnom.

Jetzt werde ich noch kurz Harry Potter 8 anfangen vorzulesen. Dann geht das Kind ins Bett. Ich werde vielleicht noch Lindenstraße und/ oder Tatort nachgucken oder halt noch ne Folge „The good wife“. Stricken kann ich nicht wirklich, weil ich kaum mehr Wolle habe. Aber den 7. Pussyhat kann ich noch anschlagen.

Liebes Tagebuch am Fünften (Januar)

Das neue Jahr hat kaum angefangen, da fragt Frau Brüllen auch gleich: WMDEDGT? Hat so ein Fünfter halt an sich, dass der schnell am Monatsanfang kommt.

0h50 Anstatt – wie es schlau wäre – ins Bett zu gehen, suche ich den der Mediathek eines ÖRR nach der Fortsetzung eines Krimis. Gefunden. Also „muss“ ich den auch gucken.

2h20 Nun aber ins Bett. Zumindest Zähneputzen. Irgendwie bin ich knallwach. War ja zu befürchten. Ach Schlaf, ach Schlaf, warum sind wir denn so ein komisches Team zur Zeit.

3h00 Liege im Bett. Wach. Na, dann lese ich halt was.

3h20 Sehr komische Geräusche sind aus dem Hausflur vor meiner Tür zu hören. Komisch ist auch, dass kein Licht im Hausflur brennt. Orr, sowas mag ich ja nicht. Erstmal weiterlesen zum Runterkommen.

6h11 Ich bin immer noch nicht eingeschlafen, aber immerhin müde. Ich versuch das nochmal mit dem Schlaf.

9h25 Wecker klingelt. Nein, das geht noch nicht mit dem Aufstehen. Ich gönne mir nochmal zwei Stunden. (Gut, dass das geht. Ab Montag muss hier wieder Zug rein.)

11h20 Wecker, die zweite. Ich werde wach und mahne mich, mich nicht wieder einzurollen. Zum Glück klingelt auch das Telefon. Die Arbeit ruft an. Ich muss aber erstmal meine Stimme wiederfinden und den Rechner anmachen.

12h10 Erste Mail an den Kunden ist raus. Tee oder was zu essen hatte ich noch nicht. Die eine Kollegin ruft zum dritten Mal wegen eines Mini-Angebots an (damit sind die Stunden ja auch schon so gut wie aufgebraucht, bevor überhaupt schon wer gearbeitet hat).

12h20 Terminklärung mit der anderen Kollegin.

13h00 Kleine Internetrunde und Beginn dieses Posts.

13h10 Terminklärung mit Kunde.

13h40 Endlich was gegessen und Tee steht auch neben mir. Die neuen Scharniere für die Kühlschrank sind endlich da (und ich hätte jetzt gerne einen 2. Erwachsenen im Haushalt, der die anbaut. Weil ich schlicht und einfach keinen Bock dazu habe.) und eine Klamottenbestellung ist auch angekommen. Das gute an den beiden Paketen ist, dass ich jetzt gleich rausgehen kann.

14h25 Klamotten probiert. Ja, es ist bescheuert, aber ich freue mich schon, dass ich die größere Größe nicht brauche. Aber bei den Sachen, die passen, muss ich nochmal in mich gehen, ob ich die will und ob die so sitzen, wie sie sollen und ob ich es gut finde, wie sie sitzen.

14h30 Kleiner Kundenauftrag ist bestätigt. Also gleich nochmal ran, denn morgen hole ich ja das Kind ab.

15h50 Endlich auch mal geduscht. Jetzt gehe ich mal in dieses „Draußen“. Frische Luft und so.

18h00 Wieder zu Hause. Das war ein schöner, aber auch sehr eindrücklicher Spaziergang durch Frankfurt. Weil ich am Mainufer langlaufen wollte, bin ich zur EZB runter. Interessant, wie viele Stolpersteine unterwegs waren. An der EZB „stolperte“ ich dann über das Deportationsmahnmal. Also ich stolperte gewissermaßen hinein. Es ist ein Betonweg, in den Erinnerungen zur Deportation eingraviert sind. An jeder einzelnen bin ich stehen geblieben, um sie zu lesen, um innezuhalten. Puhhh, das war doch sehr bedrückend.photogrid_1483639034554.jpgAber schön war der Spaziergang trotzdem.img_20170105_204114_129.jpg img_20170105_204529_317.jpg18h30 Essen gemacht. Füße hochlegen. Fernsehn gucken. Mit Mutti whatsappen.

20h05 Spülmaschine ausräumen, Küche aufräumen. Aus dem Weihnachtsstrauß die Amaryllis retten. Müll rausbringen.

21h30 Hier weitertippen. Gleich muss ich nochmal was arbeiten, damit die Kollegin sich morgen darum weiter kümmern kann.

23h55 Gerade noch so heute die e-Mail an die Kollegin rausgeschickt. Jetzt schnell Zähneputzen. In fünf Stunden klingelt der Wecker. Da ich ja um kurz vor 7h00 im Zug sitzen muss.