Liebes Tagebuch am Fünften (Januar 2018)

Auch 2018 gibt es Monatsfünfte und auch 2018 fragt Frau Brüllen – zumindest bislang: WMDEDGT?

0h00 Als der Fünfte beginnt, bin ich noch wach. Eigentlich bin ich müde, aber gleichzeitig etwas aufgepusht. Daher sondiere ich zur Entspannung die diesjährige Konzert-Situation in Frankfurt und im erweitertem Umfeld. Die Ausbeute ist mau.

1h45 Rechner aus. Fernseher auch. Ab ins Bett.

3h00 Ich schlafe immer noch nicht. Das kann ja heiter werden später, wenn ich früh aufstehen willmuss, weil ich arbeiten muss.

8h15 Wecker 1 klingelt. Ich werde sogar wach, beschließe aber, noch ein bisschen die Kuscheligkeit des Betts zu genießen und lese das Internet leer.

8h35 Wecker 2 klingelt. Aber ich bin ja schon wach.

8h45 Raus aus den Federn. Tee kochen. Und – was ja nicht immer so ist – ich muss umgehend frühstücken.

09h15 Ich sitze am Rechner. Die relevanten Dokumente sind schon geöffnet. Aber ich lasse mich noch ein bisschen vom Internet ablenken und fasse einen Galette-de-Rois-Beschluss.
Dann aber wird für Projekt 1 gelesen und nachgedacht und mit mir selbst gebrainstormt.

11h00 Projekt 1 erstmal fertig. Kurze Pause, damit ich zwischen den Indikationen nicht ins Schleudern komme.

12h30 Ich habe Hunger und Lust auf Sushi… aber:

Alles nicht so einfach.

12h45 Anti-Dusch-Beschluss gefasst. Ich habe zu großen Hunger. Also Fisch und Spinat aus dem TK.
Stelle fest, dass mich der Radiosender „Broilers“ vom großen Fluss nervt. Erstmal was anderes probieren.

13h10 Essen fertig. Der BAP-Sender ist etwas besser.

13h45 Übersprungshandlungen kann ich ja: Weil mich diese Playlists und Radiosender vom großen Fluss nicht wirklich ansprechen, ich aber seit heute Morgen ein paar meiner alten „Mixtapes“ im Kopf habe, erstelle ich erstmal Playlists.
Weil ich was in meiner Hausbar nachgucke, stoße ich auf eine Flasche Martini Bianco.

Verschenken wäre mir allerdings immer noch die liebste Option.

16h25 Ich habe Projekt 2 bearbeitet. Aber auch noch weitere Playlists erstellt (Meine Playlists finden sind nun rechts unter „Was für die Ohren“. Da kommen mit der Zeit vielleicht noch ein paar dazu.). Projekt 3 wird später in Ruhe bearbeitet. Da muss ich in den Flow kommen. Vielleicht gehe ich doch mal duschen. Aber erstmal räume ich die Hausbar auf.

17h35 Bevor ich raus gehe, muss ich duschen. Sporteln wäre aber vor dem Duschen sinnvoll. Also Matte raus und Bandage ans Knie. Meine rechte Hüfte ist total zu. Und ich weiß nicht warum. Vielleicht wird es besser, sobald ich die neuen Einlagen habe. Vielleicht hat die Masseurin nächsten Freitag eine Idee. Vielleicht müsste ich auch einfach mal wieder Yoga machen und ordentliche Hüftöffner-Übungen machen.

18h50 Runtergekühlt. Jetzt aber endlich unter die Dusche. (Dafür, dass ich seit 08h45 auf bin, zieht sich das Thema mal wieder unendlich.)

19h45 Geduscht, geföhnt und angezogen bin ich nun bereit Sushi und die zwei Punkte (Blätterteig, Kokosmilch) auf der Einkaufsliste zu jagen.

20h30 Mit allem, was ich wollte, wieder zurück. Jetzt „This is us“ und Sushi. Yeah! \o/

22h20 Die Rückenschmerzen werden unerträglich. Ich fürchte kurz, dass ich meine Massage-/ Faszienrolle in der Wohnung verloren habe, finde sie dann doch. Nach 5 Minuten Rückenrollen geht es dem Rücken etwas besser.

22h40 Ich recherchiere für einen Blogartikel. Dazu komme ich ja (leider) nicht so oft, weil ich keine Zeit habe. Das werde ich wohl für den Rest des Abends tun. Daher ist hier Ende.

Liebes Tagebuch am Fünften (Dezember)

Nun ist es bald rum, das Jahr 2017. Die Jahresrückblicke scharren schon mit den Hufen, aber bis es soweit ist, fragt heute Frau Brüllen – wie an jedem Fünften: WMDEDGT?

Der Fünfte ist schon ein paar Stunden alt, als ich endlich einschlafe. Der Grund: Ich habe Halsschmerzen und die hindern mich daran, entspannt einzuschlafen. Irgendwann übermannfraut mich der Schlaf dann doch.

8h00 Der Wecker klingelt. Das Kind muss diese Woche jeden Tag erst um 8h45 an der Schule sein, denn er hat Waldwoche.
Mir geht es überhaupt nicht gut, aber ich muss dafür sorgen, dass der midi-monsieur pünktlich aus dem Haus kommt. Er ist schon wach und ich finde ihn spielend in seinem Zimmer. Er soll sich bitte vorher anziehen. Ich wabere in die Küche und richte seine Brotdose. Er kommt soweit, wie es geht angezogen dazu und frühstückt. Dann schlüpft er in die Schneehose, die Skijacke, Stiefel, Handschuh, Mütze und Schal.

8h35 Er stapft los und ich mache mir einen Kanne Ingwertee, bereite mir einen Teller mit Apfel und Orange und gehe wieder ins Bett. Ich lese noch ein bisschen das Internet leer und erheische mir Mitleid:

Nachdem mir etwas warm wird, schlafe ich endlich wieder ein. Das ist dringend nötig.

13h30 (etwa) Ich werde wach und mir ist warm. Immerhin. Und Hunger habe ich auch. Ich gehe also in die Küche und mache ein Brot. Damit gehe ich wieder ins Bett. Ich gucke eine Folge „Die Anstalt“ auf dem Tablet des Kindes.

15h10 Ein Aktivitätsschub überkommt mich und ich stehe auf. Da ist immer noch eine Hälfte von dem Teig, den ich gestern angefangen haben zu verbacken. Dem widme ich mich jetzt. Es werden nochmal 3 Bleche. Puh. Ich merke, dass ich nicht fit bin, denn im Stehen kann ich nicht arbeiten, ohne dass mit schwummrig wird. Zwischendrin (16h50) beordere ich das Kind nach Hause.

17h10 Der midi-monsieur kommt. Er lernt etwas für die Deutscharbeit nächste Woche. Ich backe noch weiter. Ein weiterer Teig aus der Kühlung will verarbeitet werden.

18h00 Das Kind guckt etwas Fernsehen und darf danach Wii spielen

18h50 Nachdem die zweite Kekssorte aus dem Ofen ist, gehe ich endlich mal duschen. Das tut ganz gut.

19h30 Weil ich diverse Nikoläuse verbacken oder verkocht habe, muss ich nochmal los, einen Nikolaus für den Stiefel zu kaufen. Zum Glück habe ich Geschenke schon vor einiger Zeit besorgt. Und Oma hatte ja auch noch was mitgebracht. Aber ohne Schokohohlkörperfigur* ist Nikolaus nun mal nicht Nikolaus.

20h15 Weil ich im Supermarkt noch eine Klassenmutter treffe, komme ich etwas spät nach Hause. Der midi-monsieur spielt noch Wii.
Ich backe schnell Brötchen auf, mache mir Suppe warm und wir essen spät Abendbrot.

21h05 Der midi-monsieur macht sich bettfertig. Ich kuschel ihn noch einmal. Dann schneide ich die Kekse zu und dose sie ein. Nun sind 9 Kekssorten fertig. 2 Teige sind noch im Kühlschrank und 2 Sorten sind noch gar nicht vorbereitet. Ich überlege, ob ich eine dieser Sorten, nämlich die Bethmännchen noch mache. Stelle dann aber fest, dass ich nur ungeschälte gemahlene Mandeln habe. Da ich für die Bethmännchen ja eh Mandeln schälen muss, überlege ich, ob ich einfach mehr schäle und dann selbst mahle. Aber dann fällt mir ein, dass ich erstmal tagebuchbloggen „muss“.

22h55 Eintrag fertig. Mir geht es – so auf dem Sofa – erstaunlich gut. Jetzt noch schnell die Nikolaussachen für den midi-monsieur bereit machen und dann versuche ich mich weiter gesund zu schlafen.

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* Es ist kein Nikolaus, sondern ein Weihnachtsmann.

Liebes Tagebuch am Fünften (November)

2h30 Weil ich auf dem Sofa abhing und dann an einer Sendung hängenblieb, nachdem ich zuvor „Paula“ streamte, komme ich mal wieder viel zu spät ins Bett. Schlafe aber zum Glück recht zügig ein.

8h50 Ich werde wach und denke, dass ich ja langsam wacher werden könnte, um dann mal zeitig(er) aufzustehen.

10h30 Ich bin wohl wieder eingeschlafen. Und wie so oft, wenn ich morgens nochmal einschlafe, träume ich recht intensiv. Zumindest ist der Traum sehr präsent, als ich wach werde. Und irgendwie war er auch schön. Da spielte wohl viel (Un-)Bewusstes rein. Die Lösung aus dem Traum fände ich zumindest nicht schlecht.
Ich stehe auf, finde das Kind Nils Holgerson guckend auf dem Sofa. Ich kümmere mich ums Frühstück.
Nach dem Frühstück kümmere ich mich ein bisschen um den Haushalt und das Kind ist in seinem Zimmer beschäftigt.

13h00 Der midi-monsieur ist in einer Stunde bei einem Kumpel verabredet. Ich mahne ihn, dass er rechtzeitig angezogen sein müsse. Ich übersprungshandele mein eigenes Anziehen mit Schminkpinselwaschen.

13h45 Wir sind beide angezogen und gehen los. Es ist auch gerade trocken. Ich gebe das Kind ab und gehe an der eigenen Wohnung vorbei, um mir eine andere Wohnung anzugucken. Dann gehen wir zu dritt, um meine Wohnung anzugucken.

14h45 Ich rufe meine Mutter an und wir telefonieren 1,5 Stunden (eigentlich wollte ich ja arbeiten). Aber es ist gut und wichtig und nimmt mir ein paar meiner Sorgen. Phew.

16h15 Telefonat beendet. Eigentlich könnte ich direkt eins mit dem Kv führen. Aber ich habe keinen Bock. Es geht um Weihnachten und ich bin einfach nur genervt. Soll er sich doch alleine kümmern.

16h50 Zeit für eine kleine Sporteinheit, bevor das Kind wiederkommt und die internette Übernachtungsgästin hier sein wird.

17h40 Das Kind ist wieder da. Das Kind will mit mir kuscheln, was wir auch tun. Dann darf er etwas Tablet spielen. Ich fange an, meine Keksrezeptsammlung zu sichten.

18h25 Die internette Übernachtungsgästin klingelt. Wir kommen direkt ins Quatschen.

19h30 Ich mache schnell was zu essen. Der midi-monsieur ist schön ziemlich k.o., sodass er sich direkt und ohne Murren den Schlafanzug anzieht.

20h00 Das neue Vorlesebuch ist ab heute „Die Brüder Löwenherz“. Ich lese das erste Kapitel vor und dann ist das Kind auch schon im Bett verschwunden.

20h30 Wir reden weiter, trinken Tee, reden noch mehr. Ich finde es toll, dass 16 Jahre Altersunterschied keine Rolle spielen. Wir können selbst über Politik sprechen und ich freue mich über die interessanten – zum Teil auch erschreckenden – Einblicke.

23h50 Ich gähne schon wieder und läute damit mein Zubettgehen ein. Zähne putzen und dann schnell diesen Post veröffentlichen.

Mehr Tagebuch-Einträge gibt es wie immer bei Frau Brüllen.

Liebes Tagebuch am Fünften (Oktober)

Herrje, schon Oktober. So langsam sollte ich mal zum Adventskaffee einladen. In 12 Tagen sind es nur noch 2 Monate. Aber erstmal beantworte ich Frau Brüllen ihre allmonatliche Frage: WMDEDGT?

Trotz Seuche komme ich später ins Bett als geplant. Als ich dann drinliege, kann ich nicht schlafen, weil immer noch der Hals kratzt und so das Atmen schwer fällt. Aber gut, irgendwann schlafe ich dann doch ein. Es ist vor dem Wecker – ich glaube so 6h30 -, als der midi-monsieur mit Sack und Pack zu mir kommt. Ich bin fertig von der Seuche, sodass ich das nur so halb mitbekomme und wir beide nochmal tief einschlafen. Sehr tief. Zu tief. Denn um 7h40 schrecke ich auf und sehe, dass es zu spät ist, um das Kind noch pünktlich zur Schule zu schicken. Also stehen wir langsam auf, er macht sich fertig, frühstückt, ich schreibe eine Entschuldigung für die erste Stunde und dann geht er los.

Ich könnte ins Bett gehen, also so vom Krankheitsgefühl her, aber ich habe um 11h00 eine Telefonkonferenz und muss mich darauf noch vorbereiten und auch einen Text überarbeiten. Davor mache ich mir einen Ingwertee. Das tut gut. Ich bin ganz froh, dass der Hals nicht mehr kratzt, dafür aber die Nase läuft. Zum Tee gibt es noch eine ASS, denn der Kopf ist halt schon etwas dicht.

Ich arbeite, schreibe, telefoniere, schreibe, telefoniere. Unterhalte mich über die diesjährigen Nobelpreisträger und über Türkisch. (Vielleicht lerne ich das.) Und weil ich gerade beim Thema bin, suche ich nach Musik von der einzigen türkischen Band, die ich kenne. Dann ist es auch schon 12h00 und ich muss schnell Zutaten fürs Mittagessen besorgen. Wie fast jeden Donnerstag kommt nicht nur der midi-monsieur, sondern auch sein Kumpel zum Essen.

Ich koche, die Jungs kommen, dann können wir auch schon essen. Beim Essen stellen wir fest, dass der midi-monsieur heute nicht seinen alldonnerstäglichen Termin hat und so haben die Jungs mehr Zeit zum Spielen. Ich arbeite derweil weiter. Ich muss mir überlegen, wie ich einen Wirkmechanismus visualisiere – sowohl im Bewegt- als auch im 2D-Bild.

Dann müssen die Jungs auch schon los zum Aikido-Training. Und kurz darauf kommt SaBine. Wir quatschen und quatschen und es ist sehr nett. Der midi-monsieur kommt, sagt guten Tag und verzieht sich dann in sein Zimmer. Wir quatschen weiter und dann ist es schon spät und SaBine muss noch in den Süden zurückfahren.

Ich fange an, die Klamotten für des Kindes Aufenthalt beim Kv zusammenzusuchen. Es ist ja nur eine Woche und so reicht tatsächlich mein kleines Boardcase als Koffer.

Der midi-monsieur bekommt Hunger. Ich habe keinen und so sitze ich nur bei ihm, während er isst. Wir unterhalten uns endlich über die gestern geschriebene Sachkunde-Arbeit. Er ist ganz zuversichtlich.

Dann macht er sich bettfertig. Ich lese noch ein Kapitel Jim Knopf vor. Wir sprechen kurz darüber, dass die Vorfreue auf Frankreich sehr begrenzt ist und ich erinnere ihn daran, dass er mich via Skype immer erreichen kann.

Er schläft ein. Ich hadere, ob ich noch den einen Text schreiben kann/ will, der bis morgen fertig sein muss.

Naja, erstmal diesen Post schreiben 😉

Liebes Tagebuch am Fünften (September)

Das Jahr rast. Es passiert so viel. Schön, dass es Konstanten wie den Fünften gibt, an dem Frau Brüllen im Blogdorf fragt: WMDEDGT?

Der Tag ist irgendwie komisch. Was daran liegt, dass ich gestern Abend gegen 21h40 auf dem Sofa einschlafe und erst um

0h45 wach werde. Und irgendwie auch nur wach werde, weil ich träumte, dass der Großvater väterlicherseits meines Ex bei mir zu Hause gestorben ist und ich daraufhin das erste Mal seit 10,5 Jahren bei meinen Ex-Schwiegereltern anrufen musste, um die trauige Botschaft kund zu tun. Sehr komisch.
Nachdem ich mich sortiert habe, blogge ich schnell, putze die Zähne, gucke nach dem midi-monsieur und gehe in mein Bett. Aber der Schlaf will – wie zu erwarten – nicht wirklich kommen. Ich lese und lese und lese.

3h00 (also etwa) muss es sein, denn die Heizungs- bzw. Warmwasseranlage unter mir hat gerade wieder gebrummt, als wohnt ein Bär dadrin, als ich den Kindle beiseite lege und mich tatsächlich einschlafe.

4h36 werde ich wieder wach, weil der midi-monsieur auf dem Flur tappst (eigentlich werde ich davon nur noch selten wach, heute ist halt wieder einer dieser Nächte). Ich hoffe noch, dass er nur auf Klo muss und dann wieder in sein Bett geht, aber er öffnet meine Zimmertür. Ob er mit mir kuscheln dürfte. Ich bin nicht sonderlich kuschelig, aber er darf mit in mein Bett, wenn er sich nicht ankuschel möchte. Wenig Schlaf und Körperkontakt gehen gar nicht (bei mir).

7h15 Ich werde tatsächlich vom Wecker wach. Das Kind ist schon aufgestanden. Jetzt erst sehe ich, dass er von 2,5 Stunden tatsächlich seine Decke mitgebracht hatte. Ich versuche wacher zu werden und rauszufinden, wo sich der midi-monsieur in der Wohnung aufhält. Wir klären, dass er schon dabei sei, sich anzuziehen.

7h35 Ich mache die Frühstücksbox für das Kind fertig, da steht er neben mir und wir stellen fest, dass die neue 146er Hose irgendwie viel zu weit ist. Etwas zu lang war ja zu erwarten, aber die anderen 140er Hosen sitzen obenrum halt etwas eng. Nunja, müssen wir halt das Lochgummi bis zum Anschlag rausziehen.

7h50 Der midi-monsieur hat beim Frühstück getrödelt und kommt nun etwas später, aber immer noch zeitig, los. Ich bin von der zerstückelten Nacht so fertig, dass ich mich nochmal hinlegen muss. Heute muss ich viel lesen und dafür muss ich wach sein (und nicht von Tee oder Kaffee aufgepuscht).

8h55 Sabaton weckt mich. Aber ich döse nochmal weg. Richtig schlafen geht aber nicht, weil im Hof Rasenmäher, Laubbläser, Fräse, Flex und Wasweißichnoch konzertieren.

9h55 Nun aber wirklich aufstehen. Ich mache mir einen Tee, frühstücke einen Madeleine (ich habe das bislang beste Madeleines-Rezept am Sonntag hier gefunden), drucke Briefingunterlagen aus, drehe parallel eine Twitterrunde.

10h50 ENDLICH (seit Freitag versuche ich es immer wieder) erreiche ich eine wichtige Ansprechpartnerin bzgl. midi-monsieur. Ja, wir haben heute um 12h00 einen Termin zusammen (gut zu wissen, dass der AB bei ihr besprechbar ist, da war ich mir gestern auch nicht so sicher, als ich einfach drauflos gesprochen haben).

11h30 Nun muss ich mich aber flott fertig machen.

11h47 Ich verlasse mit einer Retoure unterm Arm das Haus. Ich klebe noch eine Nachricht für den midi-monsieur an die Klingel, da ich mir nicht sicher bin, ob ich pünktlich zurück bin. Unterwegs gebe ich das Paket ab und bin dann pünktlich um

12h00 bei meinem Termin. Der ist gut und hilfreich. Ja, ich weiß eigentlich, dass ich auf mein Bauchgefühl hören kann und sollte, aber sich infrage zu stellen, ist ja auch nicht schädlich.

12h52 Auf dem Weg nach Hause besorge ich zwei Laugenstangen für einen schnellen Mittagssnack mit dem Kind, der um 14h00 einen Termin hat.

12h57 Der midi-monsieur hat meine Nachricht gelesen, sich entsprechend verhalten und ruft mich nun auf dem Handy an, um mir mitzuteilen, dass er in der Wohnung ist. Doch, doch, so ein selbstständiges Kind mit Schlüssel ist schon sehr praktisch.

13h00 Ich bin zu Hause. Wir essen zusammen, besprechen, wie es in der Schule war. Ich vernehme die (für mich) frohe Botschaft, dass die Klassenlehrerin krank ist und somit der Elternabend am Donnerstag ausfällt.

Ich kläre direkt mit der Babysitterin, ob sie Donnerstag auch früher kann. Dann informiere ich die Klasse, dass der Elternabend ausfällt.

13h52 Das Kind ist spät dran für seinen Termin und muss jetzt schnell los. Auch hier: Schön, dass er alleine mit dem Roller durchs Viertel düst. So kann ich endlich mal die Unterlagen zu Ende lesen, die ich am Morgen gedruckt habe.

14h40 Ich versuche die Kollegin zu erreichen, mit der ich die Unterlagen besprechen möchte. Temporär nicht erreichbar. Dann gucke ich mir halt noch andere Unterlagen an.

15h00 Das Kind ist wieder da. Er muss noch Hausaufgaben machen. Er hampelt und trödelt. Ich sitze ihm gegenüber und lese meine Unterlagen. Irgendwann reicht es mir und ich setze ihm ein zeitliches Limit. Er diskutiert, dass das zu wenig sei. Ich rechne ihm die Aufgaben in einem Drittel der Zeit durch. Dann setzt er sich endlich auch dran.
Ich lese weiter. Irgendwann ruft die eine Kollegin an (nein, nicht die, die ich sprechen wollte) wegen Projekten, mit denen ich eigentlich nichts zu tun habe (und zumindest in Teilen nichts zu tun haben will). Ich lese weiter. Daddel im Internet.

17h00 Feierabend. Zumindest bis auf Weiteres. So als Selbstständige habe ich ja nur bedingt Feierabend.

17h05 DIE Kollegin ruft an. Wir reden über diverse Projekte, auch über das neue. Ich mag ja neue Projekte und Themen.

18h00 Nun gehe ich endlich einkaufen. In meiner Twitter-Timeline stand Chili con Carne und das wird es heute abend auch bei uns geben.

18h30 Zurück mit Zutaten für Chili. Während ich koche, verkündet das Kind, er wolle mal allein kochen. Das werde ich dann mal möglich machen.

19h00 Wir essen. Ich habe echt Hunger. Stelle fest, dass man Nacho-artige Chips von der Tortilla brechen kann, wenn die Tortilla zu lang im Ofen bleibt. Das ist durchaus lecker.

19h56 Ich mache versehentlich kika aus, während logo noch läuft. Das führt zu Tränen beim Kind. Hui, da ist jemand wohl müde.

20h00 Das Kind geht Zähne putzen, dann in sein Zimmer, um zum Runterkommen zu spielen und aufzuräumen.

20h30 Bettzeit für den midi-monsieur. Ich kuschel ihn IN seinem Bett. Er genießt das. Er ist halt doch erst acht Jahre alt.

21h00 Ich durfte aufstehen und lege mich direkt aufs Sofa. Mir ist etwas schlecht/ kotzig, aber ich würde trotzdem gleich gerne noch eine kleine Sporteinheit einlegen.

Ansonsten muss ich heute unbedingt früher ins Bett.

Liebes Tagebuch am Fünften (August)

Obwohl das Kind wirklich lang beim Kv war, liegen die Fünften diesen Sommer so günstig, dass es keine kindfreie Beantwortung von Frau Brüllens allmonatliche Frage gibt.

Um Mitternacht sind wir gerade mal 15 Minuten in der Wohnung. Der midi-monsieur hat das Lego-Set von Familie Rabe gefunden und MUSS es umgehend aufbauen. Ich bin total k.o. und mache mich schon mal bettfertig. Dann ist auch das Lego verbaut und das Kind macht sich bettfertig. Nach so langer Zeit darf er natürlich mit in mein Bett und Mamawärme tanken.

Wir schlafen tief und fest und gut und werden nicht zu früh, aber auch nicht zu spät wach. Danach dauert es etwas (zu) lange, bis wir uns fertig machen. Ich habe kaum was im Haus, außerdem ist Samstag und da will gemarktfrühstückt werden. Etwas hangry gehen wir los. Nach Waffel und Kaffee bzw. Kindercappucino auf Markt 1 gehen wir zu Fuß Richtung Markt 2. Wir hatten einen Grillbeschluss gefällt und ich möchte Grie Soß dazu.

Auf dem Markt gibt’s erstmal ne Vanillemilch fürs Kind und wir führen „mal eben“ ein dringendes Gespräch. Möglicherweise hat der midi-monsieur meinen Pragmatismus geerbt, denn obwohl das Gespräch nicht lange dauert, ist alles Entscheidende gesagt und geklärt. Das hat Potential.

Mit Grie Soß, Äpfeln, Pflaumen und Mirabellen verlassen wir Markt 2. Unterwegs kläre ich eine Spielverabredung fürs Kind, dann halten wir wieder auf Markt 1 und kaufen noch Grillgut. Im dm brauchen wir auch noch Kram.

Kurzer Stopp zu Hause, dann bringe ich das Kind zu seinem Kumpel.

Zurück zu Hause schreibe ich eine Einkaufsliste. Als ich losgehen will, wird es erst schwarz und dann schüttet es aus Eimern. Nagut, dann lege ich halt kurz die Füße hoch.

Der Schauer dauert nicht lang. Ich drehe meine Einkaufsrunde, kläre ein paar vermeintliche Komplikationen und versacken beim Postschreiben auf dem Sofa (statt Grie Soß zu machen).

Die Freundin, die zum Grillen kommt, vermeldet, dass sie später kommt. Da habe ich noch genug Zeit, um die Grie Soß vorzubereiten. Während ich mich über die Qualität der Kräuter ärgere (vielleicht lag’s ja am Wetter, denn eigentlich war’s Päck’cher vom besten Dealer der Stadt), kommt der midi-monsieur nach Hause. Ich unterbreche den Grie-Soß-Zinnober für Matratzen-Zinnober – sprich, das Kind und ich buggsieren endlich die neue Matratze auf sein Hochbett.

Dann mache ich die Grie Soß fertig. Die Freundin kommt. Der Grill wird angeheizt. Es dauert etwas, bis alles fertig ist. Der midi-monsieur spielt mit seiner Wasserpistole, die Freundin und ich quatschen.

Als wir endlich essen, merke ich erstmal, wieviel Hunger ich hatte.

Nachdem sich der midi-monsieur am Rippchen fast den Wackelzahn ausgebissen hat, operiert er ihn kurzerhand vor dem Spiegel aus.

Nach dem Essen machen wir eine kurze Spritztour mit dem Firmenwagen der Freundin: ein E-Auto. Ein vollwertiges, kein Hybrid. Und ja, das macht Spaß. Dann gehen wir noch schnell ein Eis essen.

Das Kind ist ziemlich müde – was er natürlich nicht zugeben kann. Aber bei ihm stimmt „nach müde kommt doof“ so dermaßen, dass ich diesen Zustand immer versuche zu vermeiden. Wieder zu Hause und nachdem wir die Freundin in den wohlverdienten Urlaub verabschiedet haben, kippt die Stimmung auch. Dass er daraufhin den Kv demonstrativ vermisst, kann ich zwar verstandsmäßig verstehen, aber innerlich bin ich trotzdem sehr genervt.

Er macht sich bettfertig. Wir lesen noch etwas zusammen. Dann lasse ich ihn mit dem Buch allein und mache den Fernseher an.

Da sitze ich auch immer noch vor. Gleich werde ich noch kurz die Wäsche aufhängen. Eigentlich wollte ich noch einen Text zuende schreiben, aber es ist mir doch zu spät.

Liebes Tagebuch am Fünften (Juli)

Ein bisschen lustig und interssant hätte ich es ja schon gefunden, wenn ich The Queen Mother of Tagebuchblogging nicht am 1. sondern heute, am 5. Juli besucht hätte. So gibt es halt nur meine Sicht darauf, was ich heute eigentlich den ganzen Tag gemacht habe:

1h00 Für meine Verhältnisse bin ich früh im Bett. Und obwohl ich noch lesen will, schlafe ich ziemlich schnell ein.

8h07 Ich werde wach und wundere mich, warum das Licht am Bett (noch? wieder?) an ist.

8h42 Das Kind spukt rum und ist rappelig. Er kuschelt sich kurz an, beschließt dann aber, sich fertig machen zu wollen. Dafür dass der Hort so doof ist, hat er es ziemlich eilig heute hinzukommen.
Nein, ich müsse noch nicht aufstehen. Er macht sich selbst fertig. Waschen, anziehen, was essen.

9h02 Der midi-monsieur sagt mit Tschüss. In langer Jeans und langärmligen Oberteil. Ja, so warm würde es heute nicht. (Außerdem hat er es ja eilig und keine Zeit, sich nochmal umzuziehen.)

9h11 Ich stehe auf. Ziehe meine Runden durch die Wohnung. Ich bräuchte mal eine Fee, die aufräumt. Und Wäsche waschen muss ich auch dringen. Immerhin fährt das Kind am Samstag zum Papa (also ich bringe ihn nach Paris). Da braucht er schon ein paar Klamotten.

9h18 Anruf auf dem Handy. Ein Auftrag „droht“. Ich darf mir aber noch überlegen, ob ich ihn annehmen will/ kann.

9h40 Hunger treibt mich in die Küche. Unterwegs mache ich schon mal den Rechner an. (Und denke witerhin übers Aufräumen und Wäschewaschen nach.)

9h48 Anruf aus „meiner“ Agentur. Wir ärgern uns zusammen über die Doof- und Unverschämtheit eines bestimmten Fachverlags.

9h52 Ich sitze mit Brot vorm Rechner und verschicke einen Text. Dann lande erstmal bei Twitter. Der Besuch von Frau Rabe wird mit Inhalten gefüllt 😀

10h55 Spülmaschine ausräumen, Spülmaschine einräumen. Tabula rasa quasi im Wortsinn machen und mal den Esstisch aufräumen. Dabei auch endlich mal die Geburtstagsdeko wegräumen.
Im Gäste- bzw. meinem Zimmer will ich mich eigentlich um die Wäsche kümmern, bleibe dann aber am Kindle hängen und lese ein Kapitel.

12h15 E-Mail an Kunden verschickt. Ich habe Hunger. Aber erstmal kümmere ich mich wirklich um die Wäsche.

12h27 Anruf für noch einen Auftrag. Wobei es eigentlich nur die Fortsetzung von einem anderen Auftrag ist.

14h20 Ich habe gegessen, das Bad aufgeräumt, das Schlafzimmer weiter zugerümpelt. Und mein Zugticket von Bochum nach Frankfurt gebucht. Denn ich werde zum PetShopBoys-Konzert gehen. Hihihi.

14h40 Nachdem mich die Frische Brise drauf gebracht hat, habe ich auf meinem Handy die App von momox und re:buy installiert und scanne nun die DVD-Sammlung. Teilweise sind die Preisunterschiede enorm. Teilweise gibt es nur ein paar wenige Cents. Ich könnte auch gucken, ob ich die DVDs über Am*zon verticke, aber da ist der Aufwand ungleich höher: DVDs einzeln verwalten, verpacken und verschicken. Ich glaube nicht, dass sich das lohnt. Und ich will ja nicht Gold damit verdienen, sondern die Schublade leer machen.

16h20 Ich hatte noch überlegt, ob ich im Hort anrufen muss, damit das Kind bis zum Ende bleiben kann. Denn eigentlich – also während der Schulzeit – wird das Kind mittwochs um 16h00 vom Hort losgeschickt. Als es Sturm klingelt, hat sich die Frage erübrigt. Sie haben ihn geschickt. Naja, auch nicht schlimm. (Mein Arbeitspensum für heute hält sich sehr in Grenzen, merkt man, oder?!)

16h41 Die Unterlagen zu dem fortgesetzen Auftrag kommen an.

16h55 Weil der midi-monsieur so interessiert am ausmisten ist und er ja auch sein Zimmer aufräumen soll, verdonnere ich ihn direkt mal, sein Bücherregal auszumisten. Er darf selbst entscheiden, was raus muss. Interessanterweise wählt er sehr ähnlich wie ich es getan hätte.

17h45 Während das Kind sich fürs Aikido-Training fertig macht, gehe ich mit ihm noch schnell seine CDs durch. Auch da dürfen ein paar Platz machen.
Nun haben wir einen guten Medien-Haufen, der raus muss. (Ihr könnt ja mal stöbern, alles andere kommt zu momox/re:buy oder wird an der Straße ausgesetzt.)

18h45 Ich springe schnell unter die Dusche, dann in den Rock und das Top und gehe flotten Schrittes los, um das Kind vom Aikido abzuholen.

19h30 Die ersten DVDs und Bücher sind weg. Ich freue mich, dass ich immer Kartons horte, so kann ich die gewünschten Sachen schnell verschicken.

19h40 Das Kind dattel daddelt auf dem Tablet und ich mache Nudeln. Zum Glück habe ich noch eingefrorene Bolgnese-Soße.

20h15 Wir essen.

20h55 Absprache mit der befreundeten Familie: Der Sohn ist der beste Kumpel vom midi-monsieur und schläft morgen bei uns. Wir wollen vorher noch zusammen bei uns grillen.

21h00 Die Tabletzeit vom midi-monsieur ist nun vorbei. Ab ist Bett. Aber vorher muss er noch vorlesen.

Ich werde mich gleich noch um die Wäsche kümmern und ein bisschen putzen (bei den Temperaturen kann ich das nicht am hellichten Tag). Und dann werde ich wohl auf dem Sofa versumpfen oder so.