Liebes Tagebuch am Fünften (Oktober)

Herrje, schon Oktober. So langsam sollte ich mal zum Adventskaffee einladen. In 12 Tagen sind es nur noch 2 Monate. Aber erstmal beantworte ich Frau Brüllen ihre allmonatliche Frage: WMDEDGT?

Trotz Seuche komme ich später ins Bett als geplant. Als ich dann drinliege, kann ich nicht schlafen, weil immer noch der Hals kratzt und so das Atmen schwer fällt. Aber gut, irgendwann schlafe ich dann doch ein. Es ist vor dem Wecker – ich glaube so 6h30 -, als der midi-monsieur mit Sack und Pack zu mir kommt. Ich bin fertig von der Seuche, sodass ich das nur so halb mitbekomme und wir beide nochmal tief einschlafen. Sehr tief. Zu tief. Denn um 7h40 schrecke ich auf und sehe, dass es zu spät ist, um das Kind noch pünktlich zur Schule zu schicken. Also stehen wir langsam auf, er macht sich fertig, frühstückt, ich schreibe eine Entschuldigung für die erste Stunde und dann geht er los.

Ich könnte ins Bett gehen, also so vom Krankheitsgefühl her, aber ich habe um 11h00 eine Telefonkonferenz und muss mich darauf noch vorbereiten und auch einen Text überarbeiten. Davor mache ich mir einen Ingwertee. Das tut gut. Ich bin ganz froh, dass der Hals nicht mehr kratzt, dafür aber die Nase läuft. Zum Tee gibt es noch eine ASS, denn der Kopf ist halt schon etwas dicht.

Ich arbeite, schreibe, telefoniere, schreibe, telefoniere. Unterhalte mich über die diesjährigen Nobelpreisträger und über Türkisch. (Vielleicht lerne ich das.) Und weil ich gerade beim Thema bin, suche ich nach Musik von der einzigen türkischen Band, die ich kenne. Dann ist es auch schon 12h00 und ich muss schnell Zutaten fürs Mittagessen besorgen. Wie fast jeden Donnerstag kommt nicht nur der midi-monsieur, sondern auch sein Kumpel zum Essen.

Ich koche, die Jungs kommen, dann können wir auch schon essen. Beim Essen stellen wir fest, dass der midi-monsieur heute nicht seinen alldonnerstäglichen Termin hat und so haben die Jungs mehr Zeit zum Spielen. Ich arbeite derweil weiter. Ich muss mir überlegen, wie ich einen Wirkmechanismus visualisiere – sowohl im Bewegt- als auch im 2D-Bild.

Dann müssen die Jungs auch schon los zum Aikido-Training. Und kurz darauf kommt SaBine. Wir quatschen und quatschen und es ist sehr nett. Der midi-monsieur kommt, sagt guten Tag und verzieht sich dann in sein Zimmer. Wir quatschen weiter und dann ist es schon spät und SaBine muss noch in den Süden zurückfahren.

Ich fange an, die Klamotten für des Kindes Aufenthalt beim Kv zusammenzusuchen. Es ist ja nur eine Woche und so reicht tatsächlich mein kleines Boardcase als Koffer.

Der midi-monsieur bekommt Hunger. Ich habe keinen und so sitze ich nur bei ihm, während er isst. Wir unterhalten uns endlich über die gestern geschriebene Sachkunde-Arbeit. Er ist ganz zuversichtlich.

Dann macht er sich bettfertig. Ich lese noch ein Kapitel Jim Knopf vor. Wir sprechen kurz darüber, dass die Vorfreue auf Frankreich sehr begrenzt ist und ich erinnere ihn daran, dass er mich via Skype immer erreichen kann.

Er schläft ein. Ich hadere, ob ich noch den einen Text schreiben kann/ will, der bis morgen fertig sein muss.

Naja, erstmal diesen Post schreiben 😉

Liebes Tagebuch am Fünften (September)

Das Jahr rast. Es passiert so viel. Schön, dass es Konstanten wie den Fünften gibt, an dem Frau Brüllen im Blogdorf fragt: WMDEDGT?

Der Tag ist irgendwie komisch. Was daran liegt, dass ich gestern Abend gegen 21h40 auf dem Sofa einschlafe und erst um

0h45 wach werde. Und irgendwie auch nur wach werde, weil ich träumte, dass der Großvater väterlicherseits meines Ex bei mir zu Hause gestorben ist und ich daraufhin das erste Mal seit 10,5 Jahren bei meinen Ex-Schwiegereltern anrufen musste, um die trauige Botschaft kund zu tun. Sehr komisch.
Nachdem ich mich sortiert habe, blogge ich schnell, putze die Zähne, gucke nach dem midi-monsieur und gehe in mein Bett. Aber der Schlaf will – wie zu erwarten – nicht wirklich kommen. Ich lese und lese und lese.

3h00 (also etwa) muss es sein, denn die Heizungs- bzw. Warmwasseranlage unter mir hat gerade wieder gebrummt, als wohnt ein Bär dadrin, als ich den Kindle beiseite lege und mich tatsächlich einschlafe.

4h36 werde ich wieder wach, weil der midi-monsieur auf dem Flur tappst (eigentlich werde ich davon nur noch selten wach, heute ist halt wieder einer dieser Nächte). Ich hoffe noch, dass er nur auf Klo muss und dann wieder in sein Bett geht, aber er öffnet meine Zimmertür. Ob er mit mir kuscheln dürfte. Ich bin nicht sonderlich kuschelig, aber er darf mit in mein Bett, wenn er sich nicht ankuschel möchte. Wenig Schlaf und Körperkontakt gehen gar nicht (bei mir).

7h15 Ich werde tatsächlich vom Wecker wach. Das Kind ist schon aufgestanden. Jetzt erst sehe ich, dass er von 2,5 Stunden tatsächlich seine Decke mitgebracht hatte. Ich versuche wacher zu werden und rauszufinden, wo sich der midi-monsieur in der Wohnung aufhält. Wir klären, dass er schon dabei sei, sich anzuziehen.

7h35 Ich mache die Frühstücksbox für das Kind fertig, da steht er neben mir und wir stellen fest, dass die neue 146er Hose irgendwie viel zu weit ist. Etwas zu lang war ja zu erwarten, aber die anderen 140er Hosen sitzen obenrum halt etwas eng. Nunja, müssen wir halt das Lochgummi bis zum Anschlag rausziehen.

7h50 Der midi-monsieur hat beim Frühstück getrödelt und kommt nun etwas später, aber immer noch zeitig, los. Ich bin von der zerstückelten Nacht so fertig, dass ich mich nochmal hinlegen muss. Heute muss ich viel lesen und dafür muss ich wach sein (und nicht von Tee oder Kaffee aufgepuscht).

8h55 Sabaton weckt mich. Aber ich döse nochmal weg. Richtig schlafen geht aber nicht, weil im Hof Rasenmäher, Laubbläser, Fräse, Flex und Wasweißichnoch konzertieren.

9h55 Nun aber wirklich aufstehen. Ich mache mir einen Tee, frühstücke einen Madeleine (ich habe das bislang beste Madeleines-Rezept am Sonntag hier gefunden), drucke Briefingunterlagen aus, drehe parallel eine Twitterrunde.

10h50 ENDLICH (seit Freitag versuche ich es immer wieder) erreiche ich eine wichtige Ansprechpartnerin bzgl. midi-monsieur. Ja, wir haben heute um 12h00 einen Termin zusammen (gut zu wissen, dass der AB bei ihr besprechbar ist, da war ich mir gestern auch nicht so sicher, als ich einfach drauflos gesprochen haben).

11h30 Nun muss ich mich aber flott fertig machen.

11h47 Ich verlasse mit einer Retoure unterm Arm das Haus. Ich klebe noch eine Nachricht für den midi-monsieur an die Klingel, da ich mir nicht sicher bin, ob ich pünktlich zurück bin. Unterwegs gebe ich das Paket ab und bin dann pünktlich um

12h00 bei meinem Termin. Der ist gut und hilfreich. Ja, ich weiß eigentlich, dass ich auf mein Bauchgefühl hören kann und sollte, aber sich infrage zu stellen, ist ja auch nicht schädlich.

12h52 Auf dem Weg nach Hause besorge ich zwei Laugenstangen für einen schnellen Mittagssnack mit dem Kind, der um 14h00 einen Termin hat.

12h57 Der midi-monsieur hat meine Nachricht gelesen, sich entsprechend verhalten und ruft mich nun auf dem Handy an, um mir mitzuteilen, dass er in der Wohnung ist. Doch, doch, so ein selbstständiges Kind mit Schlüssel ist schon sehr praktisch.

13h00 Ich bin zu Hause. Wir essen zusammen, besprechen, wie es in der Schule war. Ich vernehme die (für mich) frohe Botschaft, dass die Klassenlehrerin krank ist und somit der Elternabend am Donnerstag ausfällt.

Ich kläre direkt mit der Babysitterin, ob sie Donnerstag auch früher kann. Dann informiere ich die Klasse, dass der Elternabend ausfällt.

13h52 Das Kind ist spät dran für seinen Termin und muss jetzt schnell los. Auch hier: Schön, dass er alleine mit dem Roller durchs Viertel düst. So kann ich endlich mal die Unterlagen zu Ende lesen, die ich am Morgen gedruckt habe.

14h40 Ich versuche die Kollegin zu erreichen, mit der ich die Unterlagen besprechen möchte. Temporär nicht erreichbar. Dann gucke ich mir halt noch andere Unterlagen an.

15h00 Das Kind ist wieder da. Er muss noch Hausaufgaben machen. Er hampelt und trödelt. Ich sitze ihm gegenüber und lese meine Unterlagen. Irgendwann reicht es mir und ich setze ihm ein zeitliches Limit. Er diskutiert, dass das zu wenig sei. Ich rechne ihm die Aufgaben in einem Drittel der Zeit durch. Dann setzt er sich endlich auch dran.
Ich lese weiter. Irgendwann ruft die eine Kollegin an (nein, nicht die, die ich sprechen wollte) wegen Projekten, mit denen ich eigentlich nichts zu tun habe (und zumindest in Teilen nichts zu tun haben will). Ich lese weiter. Daddel im Internet.

17h00 Feierabend. Zumindest bis auf Weiteres. So als Selbstständige habe ich ja nur bedingt Feierabend.

17h05 DIE Kollegin ruft an. Wir reden über diverse Projekte, auch über das neue. Ich mag ja neue Projekte und Themen.

18h00 Nun gehe ich endlich einkaufen. In meiner Twitter-Timeline stand Chili con Carne und das wird es heute abend auch bei uns geben.

18h30 Zurück mit Zutaten für Chili. Während ich koche, verkündet das Kind, er wolle mal allein kochen. Das werde ich dann mal möglich machen.

19h00 Wir essen. Ich habe echt Hunger. Stelle fest, dass man Nacho-artige Chips von der Tortilla brechen kann, wenn die Tortilla zu lang im Ofen bleibt. Das ist durchaus lecker.

19h56 Ich mache versehentlich kika aus, während logo noch läuft. Das führt zu Tränen beim Kind. Hui, da ist jemand wohl müde.

20h00 Das Kind geht Zähne putzen, dann in sein Zimmer, um zum Runterkommen zu spielen und aufzuräumen.

20h30 Bettzeit für den midi-monsieur. Ich kuschel ihn IN seinem Bett. Er genießt das. Er ist halt doch erst acht Jahre alt.

21h00 Ich durfte aufstehen und lege mich direkt aufs Sofa. Mir ist etwas schlecht/ kotzig, aber ich würde trotzdem gleich gerne noch eine kleine Sporteinheit einlegen.

Ansonsten muss ich heute unbedingt früher ins Bett.

Liebes Tagebuch am Fünften (August)

Obwohl das Kind wirklich lang beim Kv war, liegen die Fünften diesen Sommer so günstig, dass es keine kindfreie Beantwortung von Frau Brüllens allmonatliche Frage gibt.

Um Mitternacht sind wir gerade mal 15 Minuten in der Wohnung. Der midi-monsieur hat das Lego-Set von Familie Rabe gefunden und MUSS es umgehend aufbauen. Ich bin total k.o. und mache mich schon mal bettfertig. Dann ist auch das Lego verbaut und das Kind macht sich bettfertig. Nach so langer Zeit darf er natürlich mit in mein Bett und Mamawärme tanken.

Wir schlafen tief und fest und gut und werden nicht zu früh, aber auch nicht zu spät wach. Danach dauert es etwas (zu) lange, bis wir uns fertig machen. Ich habe kaum was im Haus, außerdem ist Samstag und da will gemarktfrühstückt werden. Etwas hangry gehen wir los. Nach Waffel und Kaffee bzw. Kindercappucino auf Markt 1 gehen wir zu Fuß Richtung Markt 2. Wir hatten einen Grillbeschluss gefällt und ich möchte Grie Soß dazu.

Auf dem Markt gibt’s erstmal ne Vanillemilch fürs Kind und wir führen „mal eben“ ein dringendes Gespräch. Möglicherweise hat der midi-monsieur meinen Pragmatismus geerbt, denn obwohl das Gespräch nicht lange dauert, ist alles Entscheidende gesagt und geklärt. Das hat Potential.

Mit Grie Soß, Äpfeln, Pflaumen und Mirabellen verlassen wir Markt 2. Unterwegs kläre ich eine Spielverabredung fürs Kind, dann halten wir wieder auf Markt 1 und kaufen noch Grillgut. Im dm brauchen wir auch noch Kram.

Kurzer Stopp zu Hause, dann bringe ich das Kind zu seinem Kumpel.

Zurück zu Hause schreibe ich eine Einkaufsliste. Als ich losgehen will, wird es erst schwarz und dann schüttet es aus Eimern. Nagut, dann lege ich halt kurz die Füße hoch.

Der Schauer dauert nicht lang. Ich drehe meine Einkaufsrunde, kläre ein paar vermeintliche Komplikationen und versacken beim Postschreiben auf dem Sofa (statt Grie Soß zu machen).

Die Freundin, die zum Grillen kommt, vermeldet, dass sie später kommt. Da habe ich noch genug Zeit, um die Grie Soß vorzubereiten. Während ich mich über die Qualität der Kräuter ärgere (vielleicht lag’s ja am Wetter, denn eigentlich war’s Päck’cher vom besten Dealer der Stadt), kommt der midi-monsieur nach Hause. Ich unterbreche den Grie-Soß-Zinnober für Matratzen-Zinnober – sprich, das Kind und ich buggsieren endlich die neue Matratze auf sein Hochbett.

Dann mache ich die Grie Soß fertig. Die Freundin kommt. Der Grill wird angeheizt. Es dauert etwas, bis alles fertig ist. Der midi-monsieur spielt mit seiner Wasserpistole, die Freundin und ich quatschen.

Als wir endlich essen, merke ich erstmal, wieviel Hunger ich hatte.

Nachdem sich der midi-monsieur am Rippchen fast den Wackelzahn ausgebissen hat, operiert er ihn kurzerhand vor dem Spiegel aus.

Nach dem Essen machen wir eine kurze Spritztour mit dem Firmenwagen der Freundin: ein E-Auto. Ein vollwertiges, kein Hybrid. Und ja, das macht Spaß. Dann gehen wir noch schnell ein Eis essen.

Das Kind ist ziemlich müde – was er natürlich nicht zugeben kann. Aber bei ihm stimmt „nach müde kommt doof“ so dermaßen, dass ich diesen Zustand immer versuche zu vermeiden. Wieder zu Hause und nachdem wir die Freundin in den wohlverdienten Urlaub verabschiedet haben, kippt die Stimmung auch. Dass er daraufhin den Kv demonstrativ vermisst, kann ich zwar verstandsmäßig verstehen, aber innerlich bin ich trotzdem sehr genervt.

Er macht sich bettfertig. Wir lesen noch etwas zusammen. Dann lasse ich ihn mit dem Buch allein und mache den Fernseher an.

Da sitze ich auch immer noch vor. Gleich werde ich noch kurz die Wäsche aufhängen. Eigentlich wollte ich noch einen Text zuende schreiben, aber es ist mir doch zu spät.

Liebes Tagebuch am Fünften (Juli)

Ein bisschen lustig und interssant hätte ich es ja schon gefunden, wenn ich The Queen Mother of Tagebuchblogging nicht am 1. sondern heute, am 5. Juli besucht hätte. So gibt es halt nur meine Sicht darauf, was ich heute eigentlich den ganzen Tag gemacht habe:

1h00 Für meine Verhältnisse bin ich früh im Bett. Und obwohl ich noch lesen will, schlafe ich ziemlich schnell ein.

8h07 Ich werde wach und wundere mich, warum das Licht am Bett (noch? wieder?) an ist.

8h42 Das Kind spukt rum und ist rappelig. Er kuschelt sich kurz an, beschließt dann aber, sich fertig machen zu wollen. Dafür dass der Hort so doof ist, hat er es ziemlich eilig heute hinzukommen.
Nein, ich müsse noch nicht aufstehen. Er macht sich selbst fertig. Waschen, anziehen, was essen.

9h02 Der midi-monsieur sagt mit Tschüss. In langer Jeans und langärmligen Oberteil. Ja, so warm würde es heute nicht. (Außerdem hat er es ja eilig und keine Zeit, sich nochmal umzuziehen.)

9h11 Ich stehe auf. Ziehe meine Runden durch die Wohnung. Ich bräuchte mal eine Fee, die aufräumt. Und Wäsche waschen muss ich auch dringen. Immerhin fährt das Kind am Samstag zum Papa (also ich bringe ihn nach Paris). Da braucht er schon ein paar Klamotten.

9h18 Anruf auf dem Handy. Ein Auftrag „droht“. Ich darf mir aber noch überlegen, ob ich ihn annehmen will/ kann.

9h40 Hunger treibt mich in die Küche. Unterwegs mache ich schon mal den Rechner an. (Und denke witerhin übers Aufräumen und Wäschewaschen nach.)

9h48 Anruf aus „meiner“ Agentur. Wir ärgern uns zusammen über die Doof- und Unverschämtheit eines bestimmten Fachverlags.

9h52 Ich sitze mit Brot vorm Rechner und verschicke einen Text. Dann lande erstmal bei Twitter. Der Besuch von Frau Rabe wird mit Inhalten gefüllt 😀

10h55 Spülmaschine ausräumen, Spülmaschine einräumen. Tabula rasa quasi im Wortsinn machen und mal den Esstisch aufräumen. Dabei auch endlich mal die Geburtstagsdeko wegräumen.
Im Gäste- bzw. meinem Zimmer will ich mich eigentlich um die Wäsche kümmern, bleibe dann aber am Kindle hängen und lese ein Kapitel.

12h15 E-Mail an Kunden verschickt. Ich habe Hunger. Aber erstmal kümmere ich mich wirklich um die Wäsche.

12h27 Anruf für noch einen Auftrag. Wobei es eigentlich nur die Fortsetzung von einem anderen Auftrag ist.

14h20 Ich habe gegessen, das Bad aufgeräumt, das Schlafzimmer weiter zugerümpelt. Und mein Zugticket von Bochum nach Frankfurt gebucht. Denn ich werde zum PetShopBoys-Konzert gehen. Hihihi.

14h40 Nachdem mich die Frische Brise drauf gebracht hat, habe ich auf meinem Handy die App von momox und re:buy installiert und scanne nun die DVD-Sammlung. Teilweise sind die Preisunterschiede enorm. Teilweise gibt es nur ein paar wenige Cents. Ich könnte auch gucken, ob ich die DVDs über Am*zon verticke, aber da ist der Aufwand ungleich höher: DVDs einzeln verwalten, verpacken und verschicken. Ich glaube nicht, dass sich das lohnt. Und ich will ja nicht Gold damit verdienen, sondern die Schublade leer machen.

16h20 Ich hatte noch überlegt, ob ich im Hort anrufen muss, damit das Kind bis zum Ende bleiben kann. Denn eigentlich – also während der Schulzeit – wird das Kind mittwochs um 16h00 vom Hort losgeschickt. Als es Sturm klingelt, hat sich die Frage erübrigt. Sie haben ihn geschickt. Naja, auch nicht schlimm. (Mein Arbeitspensum für heute hält sich sehr in Grenzen, merkt man, oder?!)

16h41 Die Unterlagen zu dem fortgesetzen Auftrag kommen an.

16h55 Weil der midi-monsieur so interessiert am ausmisten ist und er ja auch sein Zimmer aufräumen soll, verdonnere ich ihn direkt mal, sein Bücherregal auszumisten. Er darf selbst entscheiden, was raus muss. Interessanterweise wählt er sehr ähnlich wie ich es getan hätte.

17h45 Während das Kind sich fürs Aikido-Training fertig macht, gehe ich mit ihm noch schnell seine CDs durch. Auch da dürfen ein paar Platz machen.
Nun haben wir einen guten Medien-Haufen, der raus muss. (Ihr könnt ja mal stöbern, alles andere kommt zu momox/re:buy oder wird an der Straße ausgesetzt.)

18h45 Ich springe schnell unter die Dusche, dann in den Rock und das Top und gehe flotten Schrittes los, um das Kind vom Aikido abzuholen.

19h30 Die ersten DVDs und Bücher sind weg. Ich freue mich, dass ich immer Kartons horte, so kann ich die gewünschten Sachen schnell verschicken.

19h40 Das Kind dattel daddelt auf dem Tablet und ich mache Nudeln. Zum Glück habe ich noch eingefrorene Bolgnese-Soße.

20h15 Wir essen.

20h55 Absprache mit der befreundeten Familie: Der Sohn ist der beste Kumpel vom midi-monsieur und schläft morgen bei uns. Wir wollen vorher noch zusammen bei uns grillen.

21h00 Die Tabletzeit vom midi-monsieur ist nun vorbei. Ab ist Bett. Aber vorher muss er noch vorlesen.

Ich werde mich gleich noch um die Wäsche kümmern und ein bisschen putzen (bei den Temperaturen kann ich das nicht am hellichten Tag). Und dann werde ich wohl auf dem Sofa versumpfen oder so.

Liebes Tagebuch am Fünften (Juni)

Ist tatsächlich schon Juni?! Will Frau Brüllen wirklich schon zum 6. Mal in diesem Jahr wissen, was ich eigentlich so mache?!

Nun gut. So soll es sein. Vom Tagebuchbloggen hält mich auch kein Kurztrip ab:

Wir sind ziemlich früh im Bett, wir waren ja auch ziemlich früh essen. Der midi-monsieur schnurchelt schon lange, als mir um

1h00 einfällt, dass ich doch noch anfangen könnte zu packen. Denn heute geht es ja wieder nach Hause. Dauert aber nicht lang. Der Rest kann eh erst später eingepackt werden.

8h30 Wir werden wach, brauchen aber einen Moment, bis wir aufstehen. Dann dusche ich, das Kind zieht sich an. Ich packe den Koffer fertig.

9h45 kein. Erfreulicherweise können wir den Koffer sowie Rucksack und Roller vom midi-monsieur noch da lassen. Wir gehen los, uns eine Frühstückslocation zu suchen.

Nicht weit entfernt finden wir das Café wieder, das am Freitag schon so nett aussah. Nunja, wir bekamen ein Frühstück, aber mehr auch nicht.

11h00 Wir gehen Richtung Münster. Da müssen wir ja noch rauf. Und die astronomische Uhr haben wir auch noch nicht gesehen. Wir reihen uns brav in die Einlassschlange ein und folgen dem Menschenstrom durch die Kirche. Ich mag ja Sakralbauten, aber in dieser Kathedrale ist keine Atmosphäre.

Vor DER Uhr ist totales Gedränge. Nunja, und viel Platz ist auch nicht. Wir beschließen nach ein paar Minuten, genug gesehen zu haben und dass wir auch nicht auf die 12 Apostel warten wollen. Also gehen wir den Menschenmassen hinterher nach draußen. Da dann Toilette, Storch und rauf auf die Plattform.

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Sowohl beim Auf- als auch beim Abgang dürfen wir auf Pferdeär… äh … hintern gucken.

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Blick von halboben.

Als wir wieder unten sind, haben wir immer noch viel Zeit bis zu unserem Zug zurück. Museum bietet sich mit Kind nicht an. Also lassen wir uns treiben. Kaufen ein Eis, genießen es am Gutenberg-Platz, kaufen einen Gugelhupf als Andenken, bummelen weiter, bekamen Hunger und suchen eine vom Internet via Twitter empfohlene Essenslocation und lassen es uns da schmecken.

Dann haben wir immer noch Zeit und ich denke, dass wir nochmal nach Petite France wandern können. Bei dem besseren Wetter kann ich nochmal versuchen, ein paar schönere Fotos zu machen. Außerdem ist da ein Spielplatz.

Irgendwann ist dann soviel Zeit rum, dass es sich lohne, zurück zum Hotel zu gehen. Wir holen den Koffer umd beschließen, zu Fuß bzw. per Roller zum Bahnhof zu kommen.

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Ein Ufo als Bahnhof.

Auch am Bahnhof haben wir noch Zeit. Also nutzen wir das kostenlose Wifi auf unseren Endgeräten.

17h13 Der Zug fährt pünktlich ab. Ich bespaße das Internet mit total spannenden Fakten über mich. Der midi-monsieur darf am Tablet datteln … äh… daddeln.

19h45 Wir sind wieder zu Hause. Und direkt hat uns der Alltag wieder. Der midi-monsieur muss noch Hausaufgaben machen und ist davon total gestresst*. Aber mein Angebot, ihm eine Entschuldigung für die Hausaufgaben zu schreiben, will er nicht annehmen. Also schreibt er Klassentagebuch**, macht Deutsch- und Mathe***hausaufgaben.

Ich mache währenddessen etwas Abendbrot: Tomaten-Melone-Avocado-Ziegenkäse-Salat mit Quesadillas.

21h30 Fertig mit Essen und Schulkram. Nun muss das Kind schnell ins Bett. Wir kuscheln noch kurz und dann schläft er ziemlich schnell ein.

Ich atme durch, esse ein Eis, schreibe diesen Post.

Gleich dann auch Bett für mich.

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* Und ich bin total genervt, warum es über ein langes Wochenende wie Pfingsten Hausaufgaben gibt.

** Immer der Reihe nach bekommt ein Kind das Klassentagebuch zusammen mit dem Klassenmaskottchen übers Wochenende. Und dann sollen sie schreiben, was sie gemacht haben und ein Bild malen.

*** Am Freitag vor Pfingsten haben sie eine Mathearbeit geschrieben und bekommen trotzdem Hausaufgaben auf. Ich glaub echt, es hackt.

Liebes Tagebuch am 5ten (April)

Mich ficht Frau Brüllens neue Regel für WMDEDGT? ja nicht so an. Ich war ja meistens eine der Letzten, die sich eingetragen hat. So auch heute, wie ich gerade beim URL-Kopieren sah.

0h10 Ich habe mit Else Routen für einen Radausflug am Wochenende geplant.

3h27 Text endlich fertig gestellt. Jetzt warten nur noch sechs Texte auf mich. (Und Texte sind mind. 2 Din A4 Seiten, Arial 10/11pt lang. Alles andere zählt schon nicht mehr.)

3h58 Im Bett mit Wärmflasche.

10h15 Der Wecker klingelt

10h30 Ich stehe auf. Wasser für Tee anmachen, Teekanne vorbereiten. Außentemperatur auf BalkonOffice-Tauglichkeit prüfen. (War zu frisch.)

10h45 Kleine Runde durchs Internet mit Tee und Mini-Brötchen.

11h15 Stunden für gestern und vorgestern eingetragen und damit schon 80% meines Wochensolls erfüllt…

11h35 Meine kommende Nichterreichbarkeit kommuniziert.

11h45 Endlich Start des einen Projekts

13h10 Dramatisch dringende Anfrage meiner Dienste erhalten. Verlockend. Aber ich kann frühestens nächste Woche.

13h30 Projekt fertig und verschickt. Suche Unterlagen zum nächsten Projekt.

14h00 Kann am nächsten Projekt nicht arbeiten, da mir nicht klar ist, was ich machen soll. Drucke erstmal Bäume für ein anderes Projekt tot.

14h15 Telefonat wegen des nicht klaren Projekts. Ich mag es nicht. Ich mag alles daran nicht. Aber gut. Augen zu und durch.

14h40 Kurze Projektbesprechung mit der einen Kollegin. Sie sind ja schon ein bisschen in Panik ob meiner telefonischen Nichterreichbarkeit bis Ostern.

15h35 Das unliebsame Projekt bearbeitet und abgegeben. Jetzt mache ich mich fertig und gehe auf den Markt.

15h55 Abflug.

16h50 Erfolgreiche Runde gedreht: Dichtungsringe, Spargel und Bärlauch, spätes Markt-Mittagessen (Waffel und Worscht), Supermarkt. Jetzt lesenlesenlesen.

17h40 Irgendwie bin ich im Internet hängen geblieben und am Fernseher. Und an privaten To-Dos.

18h10 Balkon regensicher gemacht.

18h15 Nochmal raus: Endlich den letzten Strick-Pussyhat verschickt, ein Retouren-Paket endlich aufgegeben, Chips gekauft, die Hort-Vertragsveränderung eingeworfen.

18h45 Wieder zu Hause. Mal kurz aufs Sofa legen.

19h45 Tatsächlich eingeschlafen. Jetzt aber flott fertig machen.

20h05 Ankunft am Kino. Die Feundin wartet schon.

22h15 Moonlight gesehen. Toller Film.

22h30 Zu Hause fallen mir die Dichtungsringe ein. Direkt mal tauschen. Hmhm, möglicherweise ist der Schlauch kaputt. Was sehr ärgerlich wäre.

22h55 Dieser Beitrag geht online und ich muss noch arbeiten.

Liebes Tagebuch am Fünften (März)

Diese Sonntags-Fünften sind immer etwas anders. Aber irgendwas habe ich ja doch gemacht so den ganzen Tag, sodass ich Frau Brüllen ihre Frage „WMDEDGT?“ beantworten kann.

  • Halbmittellang geschlafen.
  • Gefrühstückt.
  • Kinoplätze reserviert.
  • Wäsche gewaschen.
  • Geduscht.
  • Das Nähmaschinchen rausgekramt, um zwei Jeans vom midi-monsieur zu reparieren.wp-1488747304317.jpg
  • Fertig gemacht.
  • Losgelaufen, um zum Kino zu fahren. Handy mit der Reservierungs-e-Mail vergessen. Zurückgelaufen (nur 230 Meter).
  • Den Kinder-Kumpel mit seiner Mutter an der Bahnhaltestelle getroffen. Zusammen in die Stadt gefahren.
  • Im Mini-Kinosaal (61 Plätze) „Mein Leben als Zucchini“ gesehen.
  • Zu Hause direkt Abendbrot gemacht.wp-1488747304555.jpg
  • Während dessen zwei meiner Jeans repariert.
  • Gegessen. Der midi-monsieur hat’s verweigert.
  • Mit dem midi-monsieur gespielt.
  • Auf einmal total k.o. gewesen. Hingelegt. Eingeschlafen.
  • Dem midi-monsieur vorgelesen.
  • Mich um die Wäsche gekümmert.
  • „Toni Erdmann“ angemacht.
  • Total leckeren Kuchen gegessen.
  • Noch mehr Wäsche gemacht.
  • Job-Termin für morgen vorbereitet.