E25

Heute kam ich mir ja ein bisschen vor wie eine Mystery-Tasterin. Nur mit dem Unterschied, dass der Tasting-Maître* ja wusste, dass ich da war und ich – zumindest bis zur Pause** – die anderen eigentlichen Tasting-Kundinnen „bespitzeln“ konnte.

Interessant war es, den eigenen Freund auch mal bei diesem Teil*** seiner Arbeit zu erleben. Ich habe mich bemüht, ihn nicht die ganze Zeit über anzuhimmeln. Und ich kann sagen: Das macht der schon ziemlich gut.**** 🙂

Und weil ich da so reingeschmuggelt beisaß, musste ich mich ja irgendwie erkenntlich zeigen. Pah, nicht was ihr denkt. Da war es sehr praktisch, dass die Spülmaschine wiederholt „E25“ anzeigte. So was fuchst mich ja und so kroch ich mit youtu.be auf dem Handy in die Maschine, schöpfte Wasser raus, friemelte Plastikteile ab, drehte an Rädchen, fummelte alles wieder an Ort und Stelle und – tadaa – das Maschinchen schnurrte wieder.

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* der RB

** Wenn eine den Chef und Tasting-Maître küsst, gehört sie anscheinend irgendwie dazu+.
+ zum Laden

*** Wir arbeiten ja hin und wieder vis-à-vis an Apfelbuch und Laptop und beim Verkauf habe ich ihn ja auch schon beobachten können.

**** Wer Bock auf ein interessantes, kurzweiliges und lustiges Tasting zu Gin, Whisky oder auch Rum hat, kann ja mal hier gucken.

***** So nennt mich der RB gelegentlich. Keine Ahnung, warum

Tagewerk

Ein Teil des heutigen Tagewerks

Diverse Pflanzen eingepflanzt

  • Gurken
  • Rosmarin
  • 2x Lavendel
  • 2x Thymian
  • Schokominze
  • Lorbeer
  • Himbeere
  • Tomate

und einige umgetopft

  • Hibiskus
  • Apfel
  • Einblatt
  • Elefantenfuss
  • Ficus

Nicht im Bild: die geputzte und aufgeräumte Wohnung (abgesehen vom Rumpelzimmer).

Sehr produktiver Tag!

DSGVO

Alkohol, auch in Rosé-Form hilft auch nicht …

Herrje, herrje, herrje. Ja, Datenschutz ist wichtig. Datenschutz ist gut. Hat alles seine Berechtigung und ich wundere mich auch oft, wie ich in welchen Newsletter wohl reingeraten bin. Aber mal gaaaaanz erhlich, liebe EU, mein kleines privates, völlig werbefreies Blog möchte nur Geschichten erzählen und keiner Leserin etwas verkaufen oder gar irgendein Schindluder mit ihren Daten betreiben. Wegen mir dürften sich alle Leserinnen „Lieschen Müller“ nennen, wenn sie kommentieren wollen. Was mir nicht passt, schmeiße ich ja eh raus oder schalte es gar nicht erst frei. Da interessiert mich letztlich gar nicht, wer da in Echt hinter steckt.

Aber gut, nun isses, wie es ist und ich arme kleine private Bloggerin *jammer schluchz heul* muss irgendwie mit diesem riesigen Ungetüm fertig werden. Seit Tagen sammel ich schon Links, die mir vielleicht weiterhelfen können. Joah, können sie – ZUM.TEIL. Zum größten Teil sind sie mir zu technisch und ich steige schon bei Begriffen wie „Opt-out“ aus. Dennoch habe ich eine erste Quintessenz nach dem Lesen einiger Links (Liste unten):

  1. Ich hoffe sehr, dass WordPress.com (.org ist ja was anderes!) bis zum 24.5.2018 eine probate, Dummie-gerechte (am liebsten One-Klick-) Lösung anbieten wird. Immerhin zahle ich ja auch Geld für mein Vergnügen hier. (Es gibt ja schon PlugIns. Aber halt für .org bzw. im BusinessTarif.)
  2. Dieses Blog muss an folgenden Stellen DSGVO-fit gemacht werden:
    – Impressum
    – Datenschutz
    – Kommentare (ggf. abschalten)
    – IP-Adressenspeicherung
    – SocialMedia- (Share-)Buttons bzw. Like-Button
    – Gravatar-Verknüpfung
    – Instagram-Widget
    – ggf. YouTube-Embeded-Videos

Einiges kann ich wohl selbst relativ einfach beheben, anders bedarf einer vernünftigen programmiertechnischen Lösung seitens WordPress. Ich hoffe da wirklich.

Und für alle, die auch lesen wollen, hier „meine“ Links ((fast) unsortiert und ohne Wertung):

Wer noch weitere gute Links hat oder sonst einen hilfreichen Tipp: Immer her damit!

Ordnung

So sehr in einigen Bereichen dieser Wohnung immer – also nicht nur aktuell wegen der Umstrukturierung – Chaos herrscht, so pingelig kann ich beim Beamtendreikampf* sein. Ich habe einen Satz Ordner**, von denen ich weiß, dass ich sie – nachdem der midi-monsieur gesichert ist – im Fall von BrandFlutGodzilla schnappen muss und da ist dann ALLES Wichtige*** drin – abgesehen von Fotos und Arbeit, dafür muss ich dann auch auf jeden Fall den Laptop retten. Ich habe die Unterlagen auch fein säuberlich mit Trennblättern und so Zeug getrennt und gekennzeichnet. In diesen Ordnern weiß ich genau, wo was zu finden ist.****

Und weil ich tief in meinem Inneren ja sehr ordentlich bin, wusste ich natürlich, dass im Keller zwei Umzugskisten stehen, in denen Ordner sind. Alle Ordner, die ich während meines Biochemiestudiums geführt und angelegt habe. Was ich nicht wusste, war, dass

  • es 15 Ordner waren und
  • ich sie noch penibler geordnet hatte als meine persönlichen Ordner.

Nun begleiten mich diese Ordner seit mindestens 13,5 Jahren; die meisten halt schon fast 19 Jahre. Ich habe seit Ende des Studiums nicht mehr reingeschaut. Aber trennen konnte ich mich auch nicht von ihnen.

Bis heute.

Heute ging ich in den Keller und öffnete die Kisten. Mit etwas Angst, denn ganz trocken ist der Keller nicht. Doch den Unterlagen ging es gut. Und schon hatte ich etwas Skrupel. Denn es wäre deutlich einfacher gewesen, wenn die Unterlagen feucht, schimmelig oder anderweitig angegriffen gewesen wären.

Ich fasste mir ein Herz und öffnete – ohne auf den Rücken zu gucken – die Ordner und entnahm den Inhalt. Denn zum einen sollen die Ordner zukünftig andere Dinge bewahren und zum anderen wollte ich die Trennblätter zur Wiederverwendung zurückgewinnen. So viel Ordnung muss sein.

Und auch wenn ich wirklich alle***** Unterlagen wegschmiss, war mir schon ein bisschen weh ums Herz. Zumal nicht nur Ordner, sondern auch Fachbücher****** zutage kamen.

Insgesamt habe ich vier Umzugskartons geleert, 12 Ordner und diverse Trennblätter und -streifen zurückgewonnen. Die können nun auch wieder verwendet werden.

Jetzt ist es im Keller – der eh schon sehr aufgeräumt war – noch ordentlicher.

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* Lochen, falten, abheften

**Mittlerweile sind es drei Ordner

*** Versicherung, Steuer, Konto, Verträge

**** Das weiß ich in meinem geordneten Chaos auch. Ein Handgriff und ich habe, was ich suchebrauche.

***** Naja, fast. Meine Lernhilfen konnte ich auch nicht wegschmeißen.

****** Falls irgendwer Bedarf hat, gucke sie bitte hier, hier, da und dort.

„Hier wird keine Bombe entschärft“

Eigentlich war ich ja wach, nachdem ich den midi-monsieur zur Schule geschickt hatte. Und eigentlich wollte ich mich nur nochmal kurz an den RB kuscheln. Tja, und zack war ich wieder eingeschlafen. Dann klingelte der Wecker vom RB und mein Handy blinkte*. Ich guckte nach, wer bzw. was da nach mir begehrte und sah zwei verpasste Anrufe: Die Nummer konnte ich zuordnen und bevor ich zurückrief, guckte ich in meine e-Mails. Und siehe da, die Anruferin hatte auch schon gemailt: Aufgrund der Bombenentschärfung in Berlin sei meine Anreise am Freitag in die Hauptstadt gefährdet, ob ich auch um 6h20 (statt 10h45) fliegen könne. Tja, und zack hatte ich Rückenschmerzen aus der Hölle. Aber nicht wie üblich im Lendenwirbelbereich, sondern im Bereich der oberen Brustwirbelsäule. Jippie, neues Feature. Nicht. DAS.TAT.SEHR.WEH. Ich konnte noch nicht einmal die Nase schneuzen, geschweige denn mich wirklich bewegen. Der RB musste mir erstmal eine Wärmflasche machen.

Als es wieder halbwegs ging, suchte ich nach näheren Informationen zur Problematik Bombenentschärfung und Flug nach Berlin. Wirklich hilfreiche Informationen fand ich nicht. Also rief ich bei Lufthansa an, denn DIE sollten es ja eigentlich wissen. Eigentlich… Nach dem Telefonat ärgerte ich mich, dass ich es nicht aufgezeichnet habe, denn das war … ähm … speziell. Aber vielleicht bin ich auch einfach etwas zu kritisch, dass ich es … ähm … speziell finde, wenn der Mitarbeiter im CallCenter NICHT weiß, dass am Freitag in Berlin eine Bombe entschärft werden soll. Zudem wollte er mir mehr als einmal erzählen, dass ich ja eigentlich um 8h45 flöge, aber auf 10h55 umgebucht worden sein.** Das war also nur semi-hifreich.*** Also rief ich beim Flughafen Tegel selbst an und fragte dort nach. Das war deutlich hilfreicher.**** Nein, der Flughafenbetrieb sei nicht ernsthaft in Gefahr. Es könne sein, dass der Flieger eine Extrarunde drehen müsse. Damit könnte ich leben.

Dann rief ich die morgentliche Anruferin zurück und beruhigte sie mit meinen Infos und wir beschlossen zusammen, dass ein früher Flug keinen Sinn***** mache und vor allem unnötig sein.

Dann war es auch schon 23 Stunden vor Abflug und ich konnte einchecken.

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* Ich habe ja sämtliche Töne und Benachrichtigungen am Handy ausgemacht, aber verpasste Anrufe, SMS und WhatsApp-Nachríchten dürfen sich mit Blinken bemerkbar machen.

** Nein. Einfach nur nein.

*** gar nicht

**** Was natürlich wegen *** keine Kunst war.

***** Dann wäre ich vor 8h00 in Berlin, könnte aber nicht ins Hotel und muss zudem bis 18h00 fit sein. Der Tag wäre sehr anstrengend und tendenziell nach hinten raus unproduktiv.

Baustelle

So langsam fällt mir wieder ein, warum ich in früheren Zeiten – also deutlich vor Kind – Umräumaktionen immer in einer wortwörtlichen Nacht- und Nebelaktion durchgezogen habe: Was mir so am Abend einfiel, war dann am nächsten Morgen fertig. Gut, ich war auch fertig, aber die Zimmer sahen so aus, wie ich es mir nur ein paar Stunden vorher überlegt hatte. Dabei ging es nicht darum, ein Regal umzusortieren, sondern ganze Zimmer umzustellen oder zu tauschen. Und ich hatte damals noch deutlich mehr Bücher*.

Die jetzige Umräumaktion gärt nun schon 4 Wochen. Mit der Entscheidung war klar, dass hier früher oder später Zimmer geleert und neu gefüllt werden müssen. Seit zwei Wochen weiß ich, welche Möbel hier voraussichtlich noch einziehen könnensollenmüssen. Und hätte ich nicht Fuß gehabt, hätte ich die Woche nach Ostern bereits gerne angefangen umzuräumen. Auch damit der midi-monsieur einfach sein Zimmer hat und von den Umstrukturierungen nicht direkt tangiert wird.

Aber es ging erst vor vier Tagen los. Und auch erstmal nur mit den Betten. Was zur Folge hat, dass der midi-monsieur für seine Anzieh- und Spielsachen ins Mufuzi muss, der RB und ich unsere Klamotten aus dem Kinderzimmer holen und das alles, was noch keinen neuen Platz hat im Mufuzi abgestellt wird. Die Wohnung ist eine gefühlte Komplettbaustelle.

DAS.NERVT.MICH!

Und weil mich das nervt, nerven mich auch ganz schnell andere Dinge. Dann kann ich mich in ein fehlendes Danke reinsteigern, mich sehr darüber aufregen, dass ich mir wiederholt den Kopf am Kran vom Kind gestoßen habe oder dem „normalen“ Haushaltschaos böse Blicke zuwerfen, weil es sich nicht selbst aufräumt.

Etwas weniger genervt war ich heute, als ich im Kinderzimmer Dinge von der Wand schraubte, Dübel und Schrauben entfernte, Löcher zuspachtelte …

Von Papa habe ich gelernt, Spachtelmasse in Molle mit Spachtel anzurühren.**

und den Kran ummontierte und der midi-monsieur ein paar Spielsachen schon mal in sein „neues“ Zimmer brachte.

Aber ich will, dass dieses Chaos aufhört. Dass Dinge wieder ihren Platz haben. Dass das Gerümpel nur noch im Mufuzi stattfinden wird. Dass alle Möbel da sind, wo sie hingehören. Dass klar ist, was eventuell noch fehlt. UND.ZWAR.JETZT!

Diese Interimszustände sind einfach nichts für mich. (Hoffentlich ist das bald vorbei.)

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* Ehrlicherweise habe ich einen Teil der Bücher immer noch – im Keller in Kartons.

** Ich mag ja auch Fertigspachtel aus der Tube – vor allem, weil man den so gut tief IN die Bohrlöcher applizieren kann. Aber den hatte ich nicht da und los wollte ich dafür auch nicht und das Pulver war noch da.

Update

Der Fuß ist wieder funktionstüchtig. Meine Hausärztin hat ihn besprochen* und nun tut er nicht mehr weh. Hätte ich das mal vorher gewusst.

Von Car2Go habe ich keine Daten zum Abschleppvorgang bekommen, das ist äußerst ärgerlich. Denn das Geld ist natürlich bereits abgebucht und hat ein entsprechendes Loch hinterlassen. Letztlich ist es nur Geld. Das jetzt fehlt, aber auf Dauer vermutlich zu verknusen ist. Nun gut, verbuche ich es unter … Lehrgeld und Erfahrung.

Die dunkle Tulpe fällt – wie leider zu erwarten war – relativ stark aus.

14 Tage nach Tönung. Es ist schon deutlich heller.

Aber eine neue Tulpe ist unterwegs. Mal sehen, wann ich zum Pinseln komme. Beim nächsten Friseurbesuch – also jenseits vom Ponyschneiden – darf die Friseurin auch den Haarschnitt nochmal deutlicher ausarbeiten. Und auch wenn es die Haarfarbengeschichte beschleunigen und zum derzeitigen Haarschnitt vom RB passen würde, es wird bestimmt kein Feather bzw. Chelsea Cut. Aber der Bob darf ruhig etwas steiler zum Hinterkopf verlaufen und im Nacken anrasiert fände ich auch mal wieder ganz cool.

Wenn ich so drüber nachdenke, habe ich in diesem Jahr noch nicht einmal – seit dem Glütza zu Silvester – die Nägel lackiert. Und irgendwie ist mir auch gar nicht so danach. Die Füße müssendürfen aber bald mal wieder.

Allem Anschein nach habe ich mal wieder Heuschnupfen. Das ist ja jedes Jahr ein bisschen Börenspiel, ob oder nicht und wenn ja wie schlimm. Vermutlich ist es wieder die Birke. Nunja. Die letzten Jahre waren es auch nur die Frühblüher. Hoffe ich mal das Beste und nehme so lange Antihistaminikum.

Ich nutz(t)e ja die Clue-App, um meinen Zyklus aufzuzeichnen und zu beobachten. Dann ließ ich mir die Spirale setze und hoffte, dass es da bald nichts mehr aufzuzeichnen gebe – zumindest keine Blutungen mehr. Eine kann damit aber viel mehr als nur die profane Blutung aufzeichnen. Außerdem hatte ich ja noch bis zum letzten Zyklus eine minimale Blutung. Diesen Monat, quasi jetzt bzw. vorgestern oder so, ist der erste wohl ohne. Da kann ich also nichts vermerken. Allerdings konnte ich vermerken, dass und wann mir die Hormonspirale gelegt wurde. Daher guckte ich heute auch etwas irritiert auf den Handy-Bildschirm, als Clue mir mitteilte, dass mein Zyklus dieses Mal wohl recht lang sei. Tjanun.

Der Zimmertausch nimmt weiter Formen an. Erstes Ziel ist es, das Zimmer vom midi-monsieur vollständig einzurichten. Dazu habe ich heute das Bücherregal geleert und alles im Zimmer stehende Bewegliche (Stühle, Kartons, Kisten) rausgeräumt. Zudem habe ich noch die Vorhänge der beiden Balkonzimmer getauscht (vorher einmal schnell gewaschen).

Den Abend verbrachten der midi-monsieur und ich mal wieder im Smørgås. Dieses Mal war die Runde um vier Tweeps bzw. Instagramer erweitert. Nächste Aktion: Bring a Gin.

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* Ich habe ihn ihr am Montag, als ich zur Check-Up-Besprechung da war, gezeigt. Und sie meinte halt: Kann halt dauern.

Ladiesday

Heute morgen, der RB und ich saßen bei Kaffee und Tee, klingelte um 10h04 mein Handy. Naja, es klingelte nicht. Es klingelt ja eigentlich nie. Und wenn es nicht vor mir gelegen hätte und der RB nicht den eingehenden Anruf gesehen hätte, hätte ich verpasst, dass die eine Beste anrief. Aber es sollte wohl sein, dass ich kurz etwas irritiert war, dass sie um diese Uhrzeit anruft. Denn oft ist sie sehr beschäftigt und lässt sich bei der Arbeit nicht vom Handy ablenken. Ich bewundere diese Disziplin ehrlich. Aber sie war nicht bei der Arbeit, sondern mit dem Rad in der Nähe unterwegs und fragte nach meinem „workflow“ und ob dieser erlaube, dass sie vorbeikäme. Ja, er gestattete ein zweites Frühstück. Kurz drauf stand sie mit Brötchen vor der Tür. Der RB musste los und wir hatten endlich (nicht wegen des abwesenden RB, sondern weil wir uns schon lange nicht mehr gesehen hatten) mal wieder Zeit, in Ruhe zu quatschen. Das klang bei ihr alles nicht ganz so rosig. Hmhm. Dann gingen wir zur Apotheke*, …

Alte und neue Verpackung der Vitamin-D-Kapsel.**

… quatschten weiter und zum Schluss brachte ich sie zum HNO vom midi-monsieur, bei dem sie glücklicherweise ganz kurzfristig – zwischen Brötchen und Kaffee – noch einen Termin bekommen hatte.
Das war ein schöner Vormittag.

Für den Abend hatte sich schon gestern die liebe Jette angekündigt. Während der midi-monsieur beim Rugby-Training war, fuhr ich schnell nach Hause und kaufte ein. Nach dem Training radelten wir schnell nach Hause. Das Kind ging duschen und ich machte eine Bärlauchbutter, heizte Herrn Weber ein, packte eine Brot in Ofen. Dann klingelte auch schon Jette, wir quatschten und aßen, Herr Weber grillte, das Kind redete (und redetet und redete) und wir, also wir Frauen, tranken Ebbelwoi eins. Als wir aufgegessen hatten und es etwas frisch war, gingen wir rein. Das Kind spielte in seinem neuen Zimmer und wir quatschten weiter bei Ebbelwoi Nummer zwei. Das Kind unterbrach sein Spiel auf meine Anweisung kurz zum Zähneputzen, spielte dann aber weiter, bis er um 21h20 im Wohnzimmer stand und „vorlesen“ einforderte. Mamas verstehen Mamapflichten und so ließ ich Jette kurz allein. Dann quatschten wir weiter, bis sie aufbrechen musste.
Nach einem schönen Vormittag auch ein schöner Abend.***

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* Ja, so ist das wohl in unserem Alter… da geht man zusammen zur Apotheke, weil jede Verodnungen hat, die eingelöst werden müssen.

** Auch wenn Blister mehr Müll bedeuten, finde ich sie gerade für dieses Präparat deutlich besser.

*** Der Nachmittag war auch sehr schön, aber da habe ich keine Frau gesehen. Das fiel eher in die Kategorie „Selbst ist die Frau“, womit ich aber noch wen glücklich gemacht habe.

Bettenroulette

Gerade war ich dabei das derzeitige Spielzimmer* vom midi-monsieur aufzuräumen und wuselte so durch die Wohnung, als der RB nach Hause kam. „Duhuuu“, begrüßte ich ihn, „ich habe da so eine ‚verwegene‘ Idee.“

Tjanun, wer mich kennt, weiß, dass so angekündigte Ideen immer etwas ausarten können, mit Arbeit und/ oder Anstrengung verbunden sind.

Heute kam mir also beim Aufräumen die Idee, dass wir doch eigentlich, wenn das Zimmer dann schon aufgeräumt ist, damit anfangen können, die Zimmer so zu tauschen, wie wir es besprochen hatten: Der midi-monsieur zieht ins Schlafzimmer, das Gästezimmer wird Schlafzimmer und das Kinderzimmer wird zum Arbeits-Gäste-Rumpel**-Zimmer. Und ich befand, dass es ein guter Tag dafür sei. Zumindest schon mal die Betten – was ja letztlich der größte Aufwand ist, denn der midi-monsieur hat ja ein Hochbett.

Der RB erkannte die Unabwendbarkeit meiner Idee war einverstanden und so räumten wir das Kinderzimmer so um, dass wir das Gästebett schon mal dorthin bringen konnten. Zu zweit mussten wir den Bettrahmen auch nicht auseinanderbauen, sondern bekamen ihn komplett durch den engen Flur. Dann das ehemalige Gästezimmer entleeren und wischen. Dann brachten wir unsere Matratze, das Lattenrost in dieses Zimmer. Und auch den großen Bettrahmen konnten wir – erfreulicherweise – im Ganzen durch den Flur bugsieren. Viel passt in das Zimmer nicht, aber ein Schlafzimmer braucht ja auch eigentlich nur ein Bett.

Aargh, mein Monk dreht wegen der kaputten Symmetrie hohl.***

Dann wurde im neuen Kinderzimmer Platz und sauber gemacht. Das Hochbett wurde an seinem alten Standort beschriftet und zerlegt, …

25 Balken mussten hinterher wieder an ihren richtigen Platz.

… um dann – nachdem der midi-monsieur auch zu Hause war – an neuer Position mit vereinten Kräften wieder aufgebaut zu werden. Das ging erfreulich gut und schnell. Nur der midi-monsieur stand zweidreimal etwas sehr unpraktisch rum.

Nach knapp 5 Stunden – und das ist echt schnell, denn allein das Hochbett ab- und aufbauen dauerte mindestens 2,5 Stunden – war es dann vollbracht. Mal sehen, wie uns die neuen Bettenstandorte bekommen.

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* Eigentlich auch sein Schlafzimmer, aber da es zu Straße geht, schläft er lieber im Gästezimmer sofern keine Gäste da sind.

** So viel Ehrlichkeit muss sein. Da stehen wir beide zu.

*** Das Gästebett ist schmaler und darauf war die Bilderleiste ausgerichtet. Mal sehen, wie wir das ändern.

Anspruch

Mit den Jahren hat eine ja so Ideen bzw. Vorstellungen, wie etwas laufen soll(te). Eine weiß – im besten Fall – auch, ob die Ideen und Vorstellungen, kurz Ansprüche, realistisch sind.

Problematisch wird es, wenn bei Umsetzung dieser Ansprüche äußere, nicht immer unabhängige Faktoren reinspielen, die die eigentlich realistischen Ansprüche konterkarieren – derweil der Fuß, der mich immer wieder zu Pausen zwingt und mich nicht in meinem Tempo arbeiten lässt.

Wenn dann noch der Umstand dazu kommt, dass eine ja theoretisch Hilfe haben könnte, diese aber praktisch von ihrem Glück – aus Gründen – nichts weiß, dann hat eine zwar nicht immer ihre Gesichtszüge unter Kontrolle, aber muss auch innerlich in die Tüte atmen und sich sagen:

Meine Ansprüche sind meine Ansprüche sind meine Ansprüche.

Und natürlich gilt: Reden hilft. Aber alles zu seiner Zeit. Denn das ist auch mein Anspruch: Ich kann und darf keinem anderen meine Ansprüche aufdrücken.