Hattu Möhrchen?!

Möhren habe ich eigentlich immer im Haus. So wie TK-Erbsen. Denn damit kann man eine Menge machen und das ein oder andere Gericht pimpen. Zur Not kann man sie auch roh knabbern.

Letztens wollte ich zu den Nudeln nicht schon wieder eine Tomaten- oder/und Sahnesoße. Pesto bzw. Zutaten dazu hatte ich nicht im Haus. So pur nur mit Öl oder Gemüse ist nur bedingt mein Ding und für den midi-monsieur eher nix. Nudeln wollen in irgendwas baden.

Also zauberte ich was aus den folgenden Zutaten:

4 mittelgroße Möhren (geschält)
500 ml heißes Wasser

Möhren raspeln und ins heiße Wasser geben. Zusammen mit je einer Prise Natron, Salz und Zucker aufkochen und dann köcheln, bis die Möhren weich sind (dauert dank raspeln und Natron nicht lang). Dann vom Herd nehmen, etwas (neutrales) Öl zugeben und pürieren. Mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Ich hatte noch einen Schafskäserest, den ich noch reingebröckelt habe. Und damit der midi-monsieur die Soße nicht infrage stellt, gab es noch ein paar kleine Fleischklößchen dazu.

Lecker war’s. Sehr.

Back on track

Es ist immer noch total krass, wie schlecht es mir letzte und vorletzte Woche ging. Und so langsam bin ich mir ziemlich sicher, dass es an dem wackelnden Implantat lag. Ja, sicher, urlaubsreif bin und bleibe ich. Aber diese Energielosigkeit, diese Unkonzentriertheit, dieses Gefühl, sich unter der Decke verkriechen zu wollen und nichts, aber gar nichts machen zu wollen und können. Sooo ätzend.

Um so froher war ich heute, dass ich es geschafft habe früh, also wirklich früh, nämlich um 6h00 aufzustehen und die Stunde, bevor der midi-monsieur aufstehen muss, zu nutzen, um eine Präsentation fertigzustellen. Daran habe ich noch kurz weitergearbeitet, nachdem das Kind aus dem Haus war, konnte sie aber wie geplant vor 9h00 rausschicken. Danach war ich zwar kurz müde, aber ein Tee konnte es retten. Und so konnte ich fröhlich vor mich hin arbeiten. Und parallel auch noch mal eben Grundlegendes für den Kindergeburtstag geklärt und gebucht.

Dienstags (und donnertags) hat der midi-monsieur aus Gründen keinen Hort mehr, sodass er um 11h50 nach Hause kam. Weil es ja endlich warm war, verlagerten wir uns auf den Balkon. Er machte Hausaufgaben, ich arbeitete weiter, wir aßen ein bisschen. Dann musste er los. Ich arbeitete weiter, machte mich fertig, zog mich um: ENDLICH wieder Rock, Tanktop und Sandalen! Und dann holte ich das Kind ab. Wir gingen noch Schuhe für ihn kaufen, kauften Erdbeeren und Spargel, tranken ein (also jeder eins) Vanilleeis-haltiges Getränk, besorgten ersten Kram für die Geburtstagsparty und gingen dann wieder nach Hause.

Der midi-monsieur machte noch einen Rest Hausaufgaben, ich arbeitete noch ein bisschen. Dann fasste ich einen Grillbeschluss und ging noch schnell dafür einkaufen. Wir aßen auf dem Balkon. Das war sosososo schön. Ich las auf dem Balkon vor (akutell Momo). Problemlos machte sich das Kind danach bettfertig und kroch in mein Bett. Ich verkroch mich aufs Sofa, aber nicht um zu schlafen, sondern um noch ein bisschen zu arbeiten.

Doch, so fühlt sich das alles schon viel besser an. Viel besser. Und ich freue mich auf ein langes Himmelfahrtswochenende (Mi bis Mo frei), auf Pfingsten (Fr bis Di frei) in Straßburg, aufs Fronleichnamswochenende, da kommen meine Eltern wegen des Geburtstags vom midi-monsieur und ich habe heute FlicFlac-Karten bestellt. Und ich freue mich auch mittlerweile auf den Kindergeburtstag. Der machte mir doch zwischenzeitlich Sorgen, weil ich keine Energie und Ideen für die Planung hatte. Aber nun steht das Programm und ich habe wohl nicht viel zu tun. Nur die Einladungskarten basteln (und zu gegebener Zeit Proviant vorbereiten).

Muttertag

Dass heute Muttertag ist/ war, war mir ziemlich egal. Ich muss den Tag nicht per Hashtag zweckentfremden, ich muss mich nicht darüber echauffieren, dass es ihn überhaupt gibt und welches Mutterbild er vermittelt und ich denke auch nicht darüber nach, was es für meine Beziehung zum Kind bedeutet, wenn er mir nichts, nichts Selbstgemachtes oder irgendwas Sauteures schenkt.

Deswegen …

… bin ich heute gerne (für einen Sonntag) früh aufgestanden und bin auch ohne zu murren um 9h00 ins Auto gestiegen.

… habe ich mich zwischen Aufstehen und Losfahren sehr über das Muttertagsgeschenk gefreut, das der midi-monsieur in der Schule vorbereitet hat.

… habe ich auch gerne fünf Stunden in Heidelberg am Rugby-Pitch verbracht und vier Spiele der Mannschaft vom Kind angeschaut.

… war die Rückfahrt mit zwei übermüdetetdrehten Kindern auf der Rückbank nicht mehr oder weniger anstrengend als an anderen Tagen.

… gab es heute trotzdem nur eine Kugel Eis.

… war ich trotzdem total müde, als wir zu Hause waren, und musste mich erstmal hinlegen.

… gab es zum Abendessen nichts Besonderes leckere Reste von gestern, Brot und Tomatensalat.

… war es schön, dass ich vom midi-monsieur noch ein weiteres Muttertagsgeschenk (ein Gedicht in Schönschrift abgeschrieben) bekam.

… habe ich das Kind noch für seinen morgigen Sachkundetest abgefragt.

… war die Abendroutine wie immer – Zähneputzen, Vorlesen, Kuscheln, ab ins Bett.

Und mal abgesehen davon, dass ich das Kind ja nicht einfach an den Kv abgeben kann, um saufend und marodierend durch die Wälder zu ziehen, finde ich es auch schön, explizit den Muttertag mit meinem Kind zu verbringen. Denn ohne ihn wäre ich gar nicht Mutter.

Kräfte

Es ist erstaunlich, was so Kräfte zehrt. Vielleicht ist es Einbildung, aber seit das Implantat weg ist, geht es mir besser. Und ich habe wieder Kräfte. Klar muss ich damit haushalten, denn urlaubsreif bin ich immer noch, aber ich fühle mich nicht mehr so blockiert.

Erstaunlich ist auch, was noch so Kräfte freisetzt: Eine Freundin wird heute Nacht kommen und das sorgte tatsächlich dafür, dass ich im Wohnzimmer, in der Küche (zu 80%, aber immerhin gewischt), im Bad und im Gästezimmer endlich mal wieder klar Schiff gemacht habe. Eine Leistung, die ich mir Anfang der Woche schon gar nicht mehr zugetraut habe.

Möge es bitte so bleiben, bis ich endlich frei machen kann.

Aber vielleicht starte ich doch mal eine Petition, dass alle Alleinerziehenden einmal pro Monat ein Tag Putzdienst bezahlt bekommen.

Hundsärsch

Nein, ich rante jetzt nicht über die festen Hinterlassenschaften von Hunde, die leider in der letzten Zeit vermehrt auf den Gehwegen im Viertel umschifft werden müssen.

Wer hätte gedacht bzw. hat gewusst, dass sich hinter diesem etwas speziellen Saarländischen Ausdruck ein Rosengewächs verbirgt?!

In anderen Regionen heißt die Pflanze bzw. heißen die Früchte auch: Asperl/Aschperln, Blitzerl, Dörrlitzen/Dürrlitzen, Dürgen, Espelbaum, Esperling, Hespelein, Nispel, Nespoli, Steinapfel.Oder halt Mispeln.

Als Wahl-Frankfurterin kenn und liebe ich Mispelchen: Calvados (oder ein Apfelbrand) mit einer Dosen-Mispel. Sehr süffig und sehr lecker. Die Mispeln sind dafür in Zuckerwasser konserviert und sind daher vor allen Dingen eins: süß.

Letztens stolperte ich im Obstbereich des Supermarkts über frische Mispeln. Die hatte ich bislang weder gesehen*, noch gegessen. Also mussten sie mit.

Ich finde sie ganz lecker. Leicht säuerlich.

Das Gute an frischen Mispeln ist ja: Sie haben Kerne …… denn aus Kernen können neue Pflanzen entstehen bzw. gezogen werden.

Und weil ich es schade fände, die Samen zu entsorgen, ich aber keine 10 Mispelbäume ziehen möchte, werfe ich hiermit ein paar Kerne in den „Raum“.

Wer sich also an der Mispelzucht versuchen möchte, hinterlasse bitte einen Kommentar.

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* Einen jungen Baum habe ich schon mal gesehen, da Mispel der Lieblingsbaum meiner Mutter ist. Zu irgendeinem Geburtstag bekam sie einen kleinen geschenkt. Der aus irgendwelchen Gründen in den Garten vom Haus meines großen Bruders gepflanzt wurde. Und dort wohl mitverkauft wurde.

Entsinglet

Nun ist es wohl vorbei, das Singleleben. Also das temporäre Singleleben. Heute noch kommt der midi-monsieur wieder. Der Kv wird auch ein paar Tage bei uns bleiben.

Das war wieder eine schöne kindfreie Zeit. Was Frau so alles ohne Kind schafft:

  • viel schlafen
  • Sushi-Essen und Lieblingsbier trinken
  • nach Heidelberg gefahren
  • angespargelt
  • 4 Radtouren
  • Kino
  • einmal wandern
  • Schnitzel-OF
  • Den Vorhang im Kinderzimmer aufgehangen
  • Kirschblüten sehen
  • zweimal sehr lecker bekocht werden
  • eine Kröte gekillt
  • Theater

Zum Abschluss habe ich heute zwei Hefezöpfe und zwei kleine Rüeblikuchen gebacken sowie einen Rhabarbertortenkuchen gemacht. Und dann musste ich mein Singledasein noch ordnungsgemäß mit Pizza vom Pizza(liefer)dienst beenden.

Quakquak

Vor mir lauert eine Kröte. Seit über einem Jahr sehe ich sie mal mehr mal weniger gut. Aber bis vor gut einer Woche konnte ich sie gut ignorieren. Was nicht gut war, aber halt gut ging. Seit gut einer Woche sitzt sie vor mir und quakt seeehr laut. Allerdings brauche ich, um diese Kröte zu killen (und ja ich muss sie killen und nicht schlucken), Ruhe und Muße. Die habe ich seit Wochen nicht, denn im Job ist viel zu viel los und auch sonst war viel zu tun. Klar hätte ich auf die Radtour verzichten können, aber ohne ein bisschen Freizeitspaß werde ich unleidlich und auch unkonzentriert.

Bis Donnerstag muss die Kröte tot sein, sonst droht größerer Ärger.