WGE

Seit ein paar Tagen stehen hier schon die Zutaten für eine neue Eiskreation. Ich mag ja Eis mit Nussgeschmack. Mein absoluter Favorit: Pistazieneis. Für mich auch der Indikator schlechthin, ob eine Eisdiele gut ist oder nicht. Irgendwann wage ich mich auch mal an Pistazieneis.

Heute wurde es aber erstmal Walnuss-Granatapfel-Eis:

Zutaten
2 Eier
135g Rohrucker (geht vermutlich auch mit Kristallzucker)
1 Be Mascarpone (250g)
1 Be Schlagsahne (200g)
130g Walnusskerne (mit der Hand zerkleinert)
2 EL Ahornsirup
2 EL heißes Wasser
60 cl Granatapfelsirup

Zubereitung
Eier mit 100 g Zucker aufschlagen (erst ein Ei, dann das zweite zufügen, dadurch wird es fluffiger),

währenddessen einen Teil (2-3 EL) des restlichen Zuckers in eine heiße Pfanne geben, wenn’s anfängt zu karamelsieren, Walnüsse zugeben und Rest vom restlichen Zucker drübergben. Unter Rühren karamelisieren, Ahornsirup draufgeben, rühren, Wasser draufgeben, rühren, aus der Pfanne und abkühlen lassen,

parallel kann eine – wenn sie eine Küchenmaschine benutzt – unter die Eier-Zucker-Masse nach und nach die Mascapone unterrühren, dann die Sahne einrühren, wenn alles vermischt: Masse kaltstellen (mind. 1 Stunde).

Eismasse in Eismaschine geben, wenn es anfängt zu frieren ca. 40 cl Granatapfelsirup zugeben, weiterrühren bis gefroren.

In TK-Behälter Eismasse mit karamelisierten Walnüssen vermengen und den restlichen Granatapfelsirup unterziehen (muss nicht komplett vermischt sein).

Kühlen.

Genießen.

12von12

Mit dem Bloggen hakt es derzeit etwas – Hitze, viel zu tun, RL und so -, da nutze ich gerne 12von12, um das Blog zu füllen.

Mehr 12von12 wie immer bei Draußen nur Kännchen.

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* hat leider nur bedingt geholfen

** Rumpenheimer Fähre

*** Main

**** Accra Circle in Offenbach, Ghanaisches Restaurant

Scot

Als der RB heute nach Hause kam, überreichte er mir eine zugeknotete Stofftasche (aus seinem Laden). Sie fühlte sich leicht an. Und weich. Und knuffig. Ein Kuscheltier also. Ich war einen Moment lang irritiert. Dann griff ich in die Tasche: eindeutig ein Plüschtier. Ich bekam etwas Definierteres zu fassen und noch bevor ich das Kuscheltier aus seinem Transportbeutel zog, war klar: ein Puffin. Der beste Mann überhaupt hatte mir einen Puffin (als Kuscheltier) besorgt.

Ich war ein bisschen (sehr) aus dem Häuschen und konnte fast nicht mehr weiter das Abendessen zubereiten, da ich ja nun den Puffin kuscheln musste. Das hat er, der RB, nun davon: Er ist etwas abgemeldet.

Aber vielleicht hat er ja Glück. Denn der midi-monsieur hat sich auch schon in den Puffin verliebt und fragte ganz uneigennützig, ob der Puffin wirklich bei uns im Bett nächtigen solle, oder ob er ihn zu sich nehmen solle. Dann, als ich mich nicht ganz willig zeigte, wollte er aushandeln, dass Mister Puffin alternierend bei ihm und bei uns schlafen solltekönnte. Hmja, mal sehen. Auch wurde versucht, dem RB einen weiteren Puffin abzuschwatzen. Ich glaube fast, dass das das effektivste Unterfangen war, um an einen Puffin zu kommen.

Mister Puffin brachte den midi-monsieur ins Bett. Da meinte das Kind, dass der Puffin einen richtigen Namen bräuchte.

Ich dachte darüber nach, befragte das Internet nach schottischen Vornamen (den schönsten schottischen Namen hat ja schon der midi-monsieur. Ich liebäugelte kurz mit Lachlan, aber dann wurde es doch „Scot“.

Scot sagt „hi“.

Glück im Unglück

Derzeit sind in unserer Wohnung die Rollläden so viel wie möglich unten. Ich finde es ein bisschen schade, das gute Wetter „auszusprerren“, aber nur so bleibt die Temperatur erträglich. Und zum Glück haben wir Rollläden.

Letztens ist schon der RB am nur halbhoch gezogenen Rollladen der einen Balkontür hängengeblieben und hat sich ordentlich den Kopf gestoßen. Da dachte ich noch so bei mir und vielleicht habe ich auch laut gedacht: „Rollläden ausreichend hochziehen hilft.“

Ziemlich sicher habe ich das laut gedacht, denn dann folgt ja die Rechnung direkt und doppelt. Heute trudelte sie ein:

Ich wollte den Tisch auf dem Balkon decken und war schon mit den Tellern in der Hand unter dem einen Balkontürrollladen durchgetaucht (anstatt den Rollladen erstmal ganz hochzuziehen). Um weitere Sachen zu holen, drehte ich mich schwungvoll um und wollte wieder rein, doch da wurde ich jäh abgebremst: von dieser fiesen Rollladenkante, die sich genau auf Augenhöhe befand.

Es machte einen ordentlichen Rumms, ich wurde etwas zurückgeworfen und hielt mir augenblicklich die Nase vor Schmerzen.

Ich tauchte „fackfackfack“ fluchend unter dem natürlich immer noch nur halbhohen Rollladen durch, eilte in die Küche, bemerkte, dass ich blutete, suchte ein Tuch und wies den RB an, mir was Kühlendes zu reichen.

Das Taschentuch und das Coolpack auf die Nase drückend ging ich ins Bad: Ein ordentlicher Cut war auf dem Nasenrücken zu sehen.

Zum Glück blutete ich nicht AUS der Nase. Und während ich noch überlegte, ob der Cut genäht oder wenigstens geklebt werden sollte, war klar, dass die Nase nicht gebrochen war. Großes Glück!

Ich kühlte erstmal und sah, dass die Blutung recht schnell stoppte. Nein, da muss nichts genäht werden.

Ohne Brille frühstückte ich mit dem RB, denn etwas flau und schwummerig war mir schon.

Dann suchte ich meine Brille und sah, …

… dass die Brille ganz schön was angefangen hatte.

Ohne wäre die Nase wohl durch gewesen und glücklicherweise ist ja eh schon ein neues Mittelteil (und linker Bügel) bestellt.

So ganz wohl war mir aber nicht. Ich nahm ein Ibu und legte mich hin, nachdem ich mit dem RB geklärt hatte, dass er den midi-monsieur abholen würde. Große Glück, dass ich dafür nicht funktionieren musste.

Nach etwas Schlaf sah alles am Abend nicht mehr ganz so wild aus.

Cut ist zu, Schwellung geht bestimmt auch zurück

Bretonische Diät

Der RB nannte unser Restaurant-Woche in der Bretagne ja liebevoll seine bretonische Diät. Und zwar Diät im altgriechischen Sinne.

Ich sagte ihm, dass er seine bretonische Diät ja mit den mitgebrachten Lebensmitteln erstmal noch weiterführen könne. Aber wenn die aufgebraucht seien, wäre halt Schluss … mit Essen. Wir müssen das noch abschließend ausdiskutieren.

Heute war es zumindest sehr bretonisch mit einer hessischen Interpretation,

Dazu gab es Salat, den selbst der midi-monsieur begeistert aß

Tomaten, Aprikosen, Frühlingszwiebel, Gésiers*** und Buchweizen.

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* nächster Step: Crêpes/ Galettes auf dieser Kombi selbst zubereiten.

**Apfelwein hätte auch gepasst, aber den verträgt der RB nicht. Cidre hingegen schon. Und nein, Cidre und Apfelwein sind nicht das Gleiche. Cidre ist ein Apfelschaumwein und damit ist schon alles gesagt.

*** Gésiers sind die Kaumägen von Geflügeln – in diesem Fall Enten-Gésiers.

Selbstversorgend

Ich bewundere ja immer Menschen, die mit Hingabe einen Garten – insbesondere Nutzgarten pflegen. Fasziniert schiele ich zu Frau Mutti oder verfolge auch den Schrebergarten von Familie Buddenbohm. „Ach, so ein Garten wär schon was Feines“, denke ich mir und träume von Tomaten, diversen Gemüsen, Beeren aller Art und lecker duftenden Kräutern.

Aber ich muss ehrlich sein: Das ist nicht meins. Ich mag es hier und da mal in der Erde zu wühlen, Sachen zu pflanzen und umzutopfen, ich freue mich, wenn dinge blühen und Früchte treiben. Doch das darf für mich keine Deuerbeschäftigung sein. So ein Garten will und sollte gepflegt werden. Eine muss sich Gedanken machen, wann sie was und wo hinpflanzt, wann was geerntet werden will, welchen Dünger oder auch nicht, wie bekämpfe ich Schädlinge und gießen, immer wieder gießen noch viele andere Aspekte und schon ist meine Lust auf einen eigenen Garten passé.

Mir reicht mein Balkon. Da bekomme ich einmal im Frühjahr einen Rappel, räume den Balkon auf, mache Blumenkästen leer, rupfe UnBeikräuter raus, fahre in den Baumarkt und besorge Kräuter, Erde, ein paar Samen und versuche mein Glück.

Dieses Jahr zum Beispiel mit Gurken

Salamanka- und Mini-Gurken

Für einen kleinen Snack reicht es.

Taboulé

Ja, diese Woche bleibe ich bei Essensposts.

Gestern gab es ja nicht nur einen Aperitif, sondern auch einen Hauptgang (und eine Käseplatte und dann noch Eis) und der bestand aus Schurfunturf* mit Taboulé. Vor vielen Jahren machte ich das erste Mal Taboulé mit einer Gewürzmischung, die wir aus Südfrankreich mitgebracht hatten (und die ich seitdem nie wieder gesehen habe). Der Trick dabei ist, dass der Couscous kalt angesetzt wird.

Zutaten
400g Couscous
300ml kaltes Wasser
2 Zitronen
Olivenöl
1 Paprika (Farbe nach Belieben)
1 Gurke
2 Tomaten
1,5 Handvoll Rosinen
1,5 Handvoll Oliven (schwarz**)
glatte Petersilie (Blätter gehackt, eine gute Handvoll)
Pfefferminze (Blätter gehackt von zwei Stängeln)
2 Frühlingszwiebeln
Salz, Pfeffer, gem. Kumin, gem. Koriander, Kurkuma, Zimt (wenig), Paprikapulver scharf (nicht zu viel)

Zubereitung
Couscous in eine ausreichend große Schüssel geben und mit dem Wasser und dem Saft einer (!!!) Zitrone vermischen und abgedeckt in den Kühlschrank stellen (gerne über Nacht, aber 4-5 Stunden reichen auch)

Gurken und Tomaten entkernen und kleinschneiden; Paprika ebenso klein schneiden; Oliven (ggf. entkernen***) und Rosinen grob kleinhacken; Petersilie und Pfefferminze auch kleinhacken

Couscous auflockern und großzügig mit den Gewürzen würzen (aufpassen bei Zimt); dann Gemüse, Oliven, Rosinen, Kräuter zugeben

Saft der zweiten Zitrone mit einem zweiten Schwung der Gewürze anrühren (vorher das halbfertige Taboulé mal probieren) und zum Taboulé geben, vermischen und dann noch Olivenöl (vermutlich so 5-6 EL; ich hab’s halt aus der Lamäng drübergegossen) dazugeben und im Kühlschrank nochmal ziehen lassen.

Vor dem Servieren die Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden und darauf verteilen.

Et voilà:

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* Surf&Turf – in unserem Fall: Merguez, Saibling und Garnelen (und für das Kind statt Merguez ein Hühnerbein)

** hier auch mit grünen, weil der RB angeblich schwarze nicht so mag

*** geht super mit einem Kirschentkerner, wie mir bei Olive 10 von 15 einfiel

Butter bei die Fische

Gebratener oder gebackener Fisch wird oft mit einem Stückchen Butter serviert, das erst kurz vor dem Essen auf den heißen Fisch gegeben wird, damit es nicht zerläuft. Sobald Butter bei die Fische ist, kann gegessen werden, man kommt endlich zur Sache. Fehlt diese, ist dieses Gericht nur eine „halbe Sache“.

So wird es zumindest im Wiktionary und bei Geolino erklärt.

Aber ich habe heute keine Butter bei die Fische gemacht, sondern Fisch bei die Butter – für Beurre sardiné zum Aperitif mit Kir Breton:

Zutaten
125-150g Butter
glatte Petersilie (nur die Blätter, so eine gute Handvoll)
1 Dose Sardinen in Öl (ca 100g Sardine)
Pfeffer, Salz, Muskatnuss

Zubereitung
Butter, Petersilie, Salz, Pfeffer und Mußkatnuss (nicht zu sparsam würzen) in einen Zerkleinerer geben (es geht auch: Petersilie fein hacken und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss unter weiche Butter mischen); die Butter sollte schon recht doll grün gesprenkelt sein.

Sardinen abtropfen lassen und mit Gabel zerdrücken (bitte keine Wissenschaft aus potentiellen Gräten machen, die sind so fein, dass sie mitgegessen werden können), dann alles mit der Butter mischen und nach Möglichkeit durchziehen lassen.

Bon Appétit (Foto: RB)

Hier ist’s auch lecker

Nach dem vielen leckeren Essen in der Bretagne setzen wir den Genuss hier fort. Morgen erwarten wir Gäste. Da bietet es sich an, meine bisher beste Eiskreation zu machen.

Zutaten
2 Eier
145g Zucker
1 Be Mascarpone (250g)
1 Be Schlagsahne (200g)
300g TK-Himbeeren
5-7 EL gemahlener Mohn

Zubereitung
Ca. halben Becher Sahne mit 5 EL Mohn erhitzen (nicht kochen),

währenddessen Eier mit Zucker aufschlagen,

Sahne-Mohn vom Herd nehmen und angetaute Himbeeren zugeben.

Unter die Eier-Zucker-Masse nach und nach Mascapone unterrühren. Wenn Mascapone vermischt, Sahnerest einrühren.

Sahne-Mohn-Himbeer-Mischung unter die Eier-Zucker-Sahne-Mischung heben, ggf. noch 1-2 EL Mohn unterrühren und dann in die Eismaschine geben.

Rühren lassen, kühlen lassen und…

Breizh kulinarisch

Ich habe es hier auf dem Blog schon ein paar Mal erwähnt: Eine muss sich schon extrem bemühen, um in Frankreich schlecht zu essen. Und auch wenn sich die Bretagne nicht immer Frankreich zugehörig fühlt, gilt dies auch für die Bretagne. Mit Galettes/Crêpes, Fruites de mer und Cidre* kann eine wenig falsch machen und damit kennen sich die Bretoninnen auch aus. Nomnomnom.

Der RB und ich waren jeden Tag essen – wir hätten vielleicht** im Chambre d’Hôtes kochen können, aber das wollten wir nicht: Wir haben eine Woche Urlaub und in der lassen wir es uns gutgehen. Was wir – v.a. der RB – gegessen haben, hat der RB auf Instagram und Twitter gepostet. Wo wir gegessen haben, steht hier:

Auberge de la Baie (Pontorson): Das war okay. Das Lamm vom RB war gar nicht gut. Mein Fisch dafür sehr. Der Service war etwas speziell – eigentlich ganz nett, aber der Azubi etwas ungehobelt. Es war aber zu spüren, dass am Mont Saint Michel alles sehr touristisch ausgelegt ist. Preis-Leistung: suboptimal.

Crêperie au Gouter Breton (Douarnenez): Die von mehreren Personen hochgelobte Crêperie war gut. Die Einrichtung leicht alternativ und interessant. Die Crêpes waren gut, aber nicht so gut, wie sie gelobt wurden. Der Service war etwas überfordert und vergaß immer wieder was. Die Crêpes-Auswahl war gut, ebenso die Cidre- und Kaffeeauswahl. Preis-Leistung: gut.
Was mich geärgert hat: In Frankreich bekommt eine ja problemlos und kostenlos eine „caraffe d’eau“ zum Essen***, also eine Karaffe mit Leitungswasser. Hier stand in der Karte (sinngemäß): „Leitungswasser ist schlecht bekömmlich und schwer zu verdauen, bestellen Sie besser Mineralwasser.“

La Trinquette (Douarnenez): Das hatte uns Yves empfohlen und die Fish&Chips als die „besten außerhalb Englands“ gelobt. Laut RB waren sie auch wirklich gut. Ich hatte Couteaux (Messermuscheln) und die waren auch sehr gut. Der Service war toll, der Kaffee auch in Ordnung. Schöne Lage direkt am Port du Rosmeur. Preis-Leistung: sehr gut.

Crêperie Pen Ar Bed (): Zufallsfund, da ich nach dem Besuch des Musée Hénaff kurz vor hangry war. Tolle Crêpes, guter und sehr aufmerksamer Service. Guter Kaffee. Dazu noch direkt am Strand gelegen. Preis-Leistung: sehr gut.

Crêperie Le Rayon vert (): Wir waren spät dran und nach Douarnenez zu fahren, wäre zu weit gewesen. Der RB war vom Spaziergang am Meer hangry und ich hatte Lust auf Moules Frites. Die gab es da. Sehr gut. Auch der Nachtisch-Crêpe war gut. Unsere Bedienung war sehr aufmerksam. Liegt zwar nicht direkt am Strand, aber Pointe de la Torche ist direkt nebendran. Preis-Leistung: sehr gut

Cap à l’Ouest (

Chez Fanch (Douarnenez): Wir waren fast etwas spät nach der Radtour dran, aber bekamen noch einen Platz. Der RB wurde mit seinem Lamm für das schlechte Lamm am Mont Saint Michel entschädigt. Mein Fisch war auch sehr gut. Das i-Tüpfelchen war der gute Café Gourmand. Preis-Leistung: in Ordnung

Crêperie du Cap (Plogoff): Die Gegend um den Pointe du Raz wirkt etwas ausgestorben. Um so erstaunter waren wir über die Crêperie, die direkt an der Hauptstraße gelegen ist. Die herzhaften und süßen Crêpes waren der Hammer. Der Service total perfekt und erstmals wurde uns der Kaffee mit dem Nachtischcrêpe serviert. Preis-Leistung: top

Quai29 (Douarnenez): Das Essen war top. Der RB wurde ganz unfischisch glücklich, während ich endlich gegrillte Sardinen hatte. Sehr lecker. Der Service war etwas verpeilt, aber sehr nett. Der Kaffee war gut. Schöne Lage direkt am Port du Rosmeur. Preis-Leistung: gut

L’Autre Rive (): Mitten im Wald von Huelgoat stand ein Schild zu einem Buch-Café. Und weil wir beide kaffeedurstig waren, folgten wir dem Schild. Hätten wir es gewusst, hätten wir besser eine „pot“ (aka French Press) mit zusätzlich Milch bestellt statt zwei „grand café creme“. Dazu gab es Kastenkuchen, der ökig-Lecker war und genau zum alternativen Auftreten des Cafés passte. (Es gibt da auch herzhafte Kleinigkeiten). Der Service war aufmerksam. Preis-Leistung: gut

Le Bigorneau Amoureux (Douarnenez): Das Restaurant war uns schon am ersten Abend ob seiner Lage aufgefallen. Das Essen sollte da auch gut sein und so reservierte ich einen Tisch. Ich sage es mal so: Gut, dass wir uns das Restaurant für den letzten abend aufgespart haben. Das hätte keines der anderen toppen können. Das Essen war top (und reichhaltig) und der Service war auch wirklich gut. Schöne Lage direkt am Plages des Dames mit Blick auf die Île Tristan. Preis-Leistung: top

Eigentlich alle Restaurants, in denen wir waren, waren entweder Creperien (und dann gab es auch nur Galettes/ Crêpes) oder „französische“ (Fisch, Meeresfrüchte, wenig Fleisch, KEINE Crêpes). Die Karten waren meist angenehm klein. In den Crêperien gibt es das zwar weniger, aber in Frankreich sind Menus sehr üblich: Es gibt ein Menu zu Preis X und eine kann sich dann entsprechend Vor-, Haupt- und Nachspeise aussuchen. Es geht auch nur Vor- und Haupt- oder Haupt- und Nachspeise, oder auch nur eine Hauptspeise. Ich mag das Konzept. Das dürfte es ruhig mehr in Deutschland geben.

In Deutschland geben dürfte**** es auch ein paar essentielle französische Lebensmittel, die wir importiert haben,

Carambar für die Geburtstagsparty vom Kind, Sardienen, Fischsuppe, Buchweizenmehl, Galettes und Crêpes, Salsifis*****, Fischaufstriche, Pâté Hénaff
(von li–>re und o–>u)

… sowie Getränke

Crème de Cassis, Gwenaval (Cidrebrand), Breizh Cola, H2B (bretonischer Gin), Blubber-Apfelsaft (als Cidre-Ersatz fürs Kind), verschiedene Cidre zum Degustieren

Da kann der RB auch noch ein bisschen länger seine bretonische Diät durchziehen.

Yec’hed mat****** auf einen tollen ersten Urlaub zu Zweit.

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* Kaffee ist weniger ein Spezialgebiet und die Qualität eher Glückssache.

** Also offiziell schon, aber vermutlich wäre Monk Yves dann total unruhig gewesen, weil wir seine Ordnung gestört hätten.

*** Einfach danach fragen, wenn sie einer nicht direkt hingestellt wird.

**** Gibt es zum Teil sogar auch, aber nicht in der Auswahl und/ oder Qualität.

***** Übersetzt heißt es Haferwurzel und möglicherweise ist das Schwarzwurzel, es schmeckt zumindest so,

****** Gesprochen „ger’matt“ und heißt Prost