Das wird schon

Ich weiß, dass es hier manchmal ganz anders klingt: Aber ich habe einen großen Respekt vor Lehrerinnen – insbesondere Grundschullehrerinnen. Also davor, dass sie den Job ergriffen haben. Und es soll ja auch tatsächlich welche geben, die das mit Herzblut, Leidenschaft und aus einer Art Berufung heraus machen. Wurde mir erzählt. Ich hätte ganz einfach nicht die Geduld dafür. Wobei ich es total spannend und faszinierend finde, zu sehen, wie Kinder Wissen verarbeiten, wie sie Informationen aufsaugen, wie sie Spaß an Lernen haben, wenn – ja, wenn – es entsprechend vermittelt wird. Wenn Wissen erlebt und direkt begriffen werden kann. Und das gilt meiner Meinung nach insbesondere für Naturwissenschaften.

Aus diesem Grund fand ich es toll, dass der midi-monsieur damals einen Experimente-Geburtstag wollte. Aus diesem Grund habe ich eine Idee und aus dem gleichen Grund wage ich mich diese Woche in die Höhle der Löwen biete ich an der Schule vom Kind ein Projekt im Rahmen der Projektwoche an. Der vielversprechende Titel „Alles ist Chemie“ hat zu 185 Anmeldungen geführt, von denen mir 25 Kinder zugeteiltlost wurden. Die Kinder aus der Klasse vom Kind waren alle außen vor. Die bekommen einen extra Projekttag mit mir.

Die zwei Wochen vor Pfingsten waren so stressig und voll, dass ich nicht wirklich die Ruhe hatte (außerdem hatte ich eine Stimme im Ohr, die die ganze Zeit sagte: „Das wird schon.“), meine doch nicht gerade geringe Buchauswahl zum Thema durchzugehen und mir zu überlegen, welche Experimente ich mit den Kids machen könnte.

Es gibt viel tolle Literatur zum Thema.

Und so wurde es Pfingstsamstag – also vor drei Tagen -, bis ich endlich mal plante. Nunja, gut, dass unser Supermarkt bis Mitternacht geöffnet ist.

Gestern Abend dann packte ich eine große Tasche mit diversem Kram und die Stimme im Ohr sagte immer noch: „Das wird schon.“

Ja, es wurde: Wir lernten uns erstmal kennen, sprachen über Erwartungen an das Projekt – Ich will lernen, wie man eine Bombe baut. Ich möchte die Schule explodieren lassen. – und ich machte eine Labor- bzw. Sicherheitsanweisung.

25 Kinder im Schach zu halten, ist nicht ganz so einfach.* Die Namen von zweidrei Pappenheimern kannte ich direkt nach einer halben Stunden, bei einigen anderen weiß ich sie vermutlich am Ende der Woche noch nicht. Aber im Großen und Ganzen waren die Kids begeistert bei den ersten beiden Versuchen – Gummibärchen in Wasser, Apfel-Vitamin-C – dabei.

Morgen dann werden wir uns angucken, was aus dem heutigen Versuche** geworden ist.

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* Ich werde aber die ganze Woche über unterstützt.

** Werden beide über Nacht oder zumindest einen längeren Zeitraum angesetzt.

Was meint er nur?!

Ich weiß gar nicht, was der RB hat: Nur weil ich drei verschiedene Backwaren zubereite, übersprungshandele ich doch nicht gleich meine Nervosität wegen der ersten Begegnung zwischen meinen Eltern und dem RB. Pfffff…

Ich meine, irgendwas müssen wir ja mitnehmen. Und es hätte ja sein können, dass das eine oder andere davon nichts wird. ^^

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* Rezept hier

** nach diesem Rezept

*** Hierzu gibt es auch ein Rezept.

E25

Heute kam ich mir ja ein bisschen vor wie eine Mystery-Tasterin. Nur mit dem Unterschied, dass der Tasting-Maître* ja wusste, dass ich da war und ich – zumindest bis zur Pause** – die anderen eigentlichen Tasting-Kundinnen „bespitzeln“ konnte.

Interessant war es, den eigenen Freund auch mal bei diesem Teil*** seiner Arbeit zu erleben. Ich habe mich bemüht, ihn nicht die ganze Zeit über anzuhimmeln. Und ich kann sagen: Das macht der schon ziemlich gut.**** 🙂

Und weil ich da so reingeschmuggelt beisaß, musste ich mich ja irgendwie erkenntlich zeigen. Pah, nicht was ihr denkt. Da war es sehr praktisch, dass die Spülmaschine wiederholt „E25“ anzeigte. So was fuchst mich ja und so kroch ich mit youtu.be auf dem Handy in die Maschine, schöpfte Wasser raus, friemelte Plastikteile ab, drehte an Rädchen, fummelte alles wieder an Ort und Stelle und – tadaa – das Maschinchen schnurrte wieder.

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* der RB

** Wenn eine den Chef und Tasting-Maître küsst, gehört sie anscheinend irgendwie dazu+.
+ zum Laden

*** Wir arbeiten ja hin und wieder vis-à-vis an Apfelbuch und Laptop und beim Verkauf habe ich ihn ja auch schon beobachten können.

**** Wer Bock auf ein interessantes, kurzweiliges und lustiges Tasting zu Gin, Whisky oder auch Rum hat, kann ja mal hier gucken.

***** So nennt mich der RB gelegentlich. Keine Ahnung, warum

Feud und Leid

Freud und Leid liegen bekanntlich nah beieinander. Auch kulinarisch. Nur 500 Meter* liegen zwischen dem Bornheimer Dorfstadl und dem Sonamu. In dem einen waren wir am Montag essen, im anderen heute. Ich war in beiden auch schon mal ohne den RB essen und hatte beide in guter Erinnerung.

Aber die Montagslokalität hat deutlich in der Qualität abgebaut. Ich will gar nicht auf den lieblosen Beilagensalat, der nach Salatkrönung schmeckte, eingehen und auch nicht darüber nölen, wie schlecht das Wiener Schnitzel (ja, echtes, nicht Wiener Art) war. Und dass es zwei kleine Schnitzel waren, ist dabei noch der kleinste Kritikpunkt.
Das Essen war da mal wirklich lecker. Jetzt leider nur noch okay. Es macht den Eindruck, als verkomme das Ganze zu einer Kneipe, wo sich zum Skatkloppen beim Bier getroffen wird. Da war es auch schon fast egal, dass wir nicht mit Karte zahlen konnten (was früher ging).
Sorry, but not sorry, den Laden kann ich leider nicht mehr empfehlen.**

Dafür hat uns dann der heutige Restaurantbesuch entschädigt: Koreanisch isst eine ja eh nicht so oft. Da muss eine sich erstmal bewusst werden, dass das zwar irgendwie asiatisch ist, aber dann doch ganz anders als Sushi, Thailändisch oder berühmten sieben bis acht köstlichen Kostbarkeiten***. Entsprechend lang brauchten der RB und ich, um uns auf der eigentlich nicht sehr großen Karte für Vorspeisen und Hauptgerichte zu entscheiden. Aber gelohnt hat es sich.

Leider habe ich mir nicht gemerkt, wie all die leckeren Sachen heißen. Aber weil eben lecker, besonders und nett (der Service) war, gibt es eine klare Empfehlung**** fürs Sonamu*****.

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* Zumindest, wenn ein es in Relation dazu setzt, dass die ganze Berger Straße 2,3 Kilometer lang ist.

** Es ist schon sehr aussagekräftig, dass wir keine Fotos vom Essen gemacht haben.

*** Hier wollte ich eigentlich auf Rüdiger Hoffmann’s 8 Kostbarkeiten verlinken. Aber manche Dinge sind in der Erinnerung lustiger als dann wirklich.

**** Ein klitzekleines bisschen unschön war, dass die Hauptgerichte nicht zeitgleich serviert wurden.

***** Reservierungen unbedingt erforderlich

A und O

Gesehen im tiefsten Saarland; da, wo es kein Netz gibt und wo sich Fuchs und Hase gut‘ Nacht wünschen:

Und hübsche Gewächse:

Wein ist ja dann doch eher organisch 😉

Sehr üdüllisch da im Land von Lyoner und Schwenker, aber ich war froh, als wir bei Mainz wieder dauerhaft* auf Zivilisation trafen.

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* Klar gibt es Kaiserslauern auf der Strecke**, aber die A63 ist – mal abgesehen von den darauf fahrenden Autos – tot. Da ist nichts. KEIN EIN.ZI.GER RAST.HOF. Was meiner Laune auf der Hinfahrt nicht sonderlich zuträglich war.

 

** Da gibt es sogar einen Möbelschweden, wo der RB und ich nun auch diese Beziehungshärteprobe bestanden haben.

Elefantenrunde

„Schaaatz“, setzte ich an, als der RB am Mittag nach einer aushäusigen Nacht mit Konzert leicht verkatert nach Hause kam, „Schaaatz, das Wetter ist schön. Das Kind muss gelüftet werden.* Und ich brauche Bewegung.** Ich habe eine kleine Tour mit dem Rad geplant.***“

Er erkannte schnell: Widerstand ist zwecklos und wir stiegen zu dritt aufs Rad. Also, jede auf ihres. Logisch.

Der RB sieht da einen Elefanten in der Tourführung.****

Zwischenstopp an Frankfurts klaffender Wunde. *seufz*

Wie immer im Stadtwald und Grüngürtel: Schön war’s!

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* Der war so aufgeregt wegen der bevorstehenden Klassenfahrt.

** Das rechte Knie nicht. Aber es wurde mit Bandage ruhig gestellt.

*** Naja, es waren zwei kleine, die aneinander anschließen. Und die zusammen mit der nicht geplanten Rückfahrt durch die Stadt gut 24 Kilometer ergaben.

**** Wer den richtigen Winkel rausfindet, kann ja mal kommentieren. Ich seh nämlich nix.

Alles im Fluss

… oder am Fluss, zumindest liegt Nierstein am Rhein, der ja durchaus als Fluss bezeichnet werden darf. (Nein, es ist kein sehr langer, dafür recht schmaler See.*)

Dieses Schiffchen unter … äh … aus dänischer Flagge würde wohl im Fluss leider untergehen.

Aber nicht nur der Fluss fließt durch Nierstein, sondern es floss bei der tollen, entspannten, lustigen, interessanten, unterhaltsamen und überhaupt GARTYPARTY18, zu der Frau Mutti bzw. Schnickeldi und Familie wieder einmal eingeladen hatten, auch einiges an trinkbaren Flüssigkeiten. Und so tranken wir uns durch diverse Rieslinge von Dalgaard&Jordan, die auch eingeladen waren.

Das war – auch für den midi-monsieur – ein schöner Nachmittag und Abend in der Grünen Villa mit ihren Bewohnern und Gästen, sodass ich mich nur wiederholen kann:

Und sage: Hoffentlich sehen wir uns (spätestens) beim Adventskaffee wieder!

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* Nein, der Rhein ist auch nicht so schmal, also für einen Fluss. Für einen See wäre er das durchaus.

Tagewerk

Ein Teil des heutigen Tagewerks

Diverse Pflanzen eingepflanzt

  • Gurken
  • Rosmarin
  • 2x Lavendel
  • 2x Thymian
  • Schokominze
  • Lorbeer
  • Himbeere
  • Tomate

und einige umgetopft

  • Hibiskus
  • Apfel
  • Einblatt
  • Elefantenfuss
  • Ficus

Nicht im Bild: die geputzte und aufgeräumte Wohnung (abgesehen vom Rumpelzimmer).

Sehr produktiver Tag!

L wie …

… Laufen übers Vereinsgelände. Übers sehr trockene Vereinsgelände. Übers Vereinsgelände mit vielen Aschebahnen.

Am Ende eines langen Tages auf dem tockenen Vereinsgelände sind die Schuhe auch nicht mehr schwarz.

… wie Lakritz. Wie feinster Lakritz-Likör, den mir der RB von der Whisky-Messe mitgebracht hat.

… wie Liebe. Denn Liebe muss es wohl sein, dass mir der RB Lakritz-Likör mitbringt, obwohl er Lakritz total ekelig findet.
Wobei die Liebe nicht so weit reicht, dass er mich küsst, nachdem ich gerade Lakritzschnaps getrunken habe. 😉

Liebes Tagebuch am Fünften (Mai 2018)

Es ist RugbyJugendFestival. Der midi-monsieur spielt. Ich bin für den Verein aktiv und auf dem Gelände unterwegs und entsprechend beschäftigt, aber dennoch benantworte ich Frau Brüllen ihre monatliche Frage: WMDEDGT?

7h55 erstmals wach, Toilette, das Kind spielend finden

8h25 Wecker klingelt, wohl wieder eingeschlafen, Kind kommt kuscheln

9h00 aufstehen, duschen, frühstücken, Sachen packen, schminken.

10h05 Aufbruch mit Kuchen, nochmal rein weg Handy vergessen, Kuchen auf Gepäckträger montieren, nochmal rein wegen fehlender Rocksicherung, dann endlich los Richtung Festival.

10h20 Ankunft am Vereinsgelände, Kind zur Mannschaft schicken, Kuchen abgeben, Crew-T-Shirt holen
Ab dann bin ich auf dem Gelände unterwegs, mache Fotos, zwitschere darüber, halte Smalltalk und gucke die drei Spiele vom midi-monsieur.
Es ist heiß, es ist laut, aber es ist eine tolle Stimmung und ich mag es dabei zu sein.

17h00 Das letzte Spiel vom Kind ist fertig. Er ist fertig. Ich bin auch ganz gar. Ab nach Hause.
Eigentlich.
Uneigentlich ist mein Schlüsselbund weg. Mit allem, inklusive Fahrradschlüsseln.
Mist.
Ich suche an allen möglichen Stellen. Aber ich war halt auch auf dem ganzen Gelände unterwegs. Zwischendurch mit dem RB telefonieren: Er müsse mit den Ersatzschlüsseln für die Fahrradschlösser kommen.

17h47 Ich frage an letzter „offizieller“ Stelle nach und – tadaaaa – der Schlüssel liegt schon seit heute morgen im Vereinsrestaurant. Immerhin. Also pfeife ich den RB zurück, schließe die Räder ab und es geht nach Hause.

18h10 Zu Hause wasche ich schnell meine Pitch-Füße …

… dann geht der midi-monsieur duschen, ich sortiere mich und bekomme Kopfschmerzen, der RB kommt nach Hause und ich gehe Eis kaufen

18h55 der Kv schlägt bei uns auf. Ich bin noch einkaufen. Er bleibt kurz, das Kind will nicht mehr mit ihm essen gehen.

19h30 Der Kv ist weg und wir, also der midi-monsieur, der RB und ich – machen eine kleine Eisparty auf dem Balkon.

20h15 Der midi-monsieur darf mit dem Tablet chillen und der RB und ich sind so k.o., dass wir uns hinlegen wollenmüssen.

21h15 Die Viertelstunde Powernapp haben 60 Minuten gedauert. Nun aber hoch mit uns. Ich schmeiße die Zutaten für den Quicheteig in die Küchenmaschine und lasse sie machen, während ich dem Kind vorlese und ihn ins Bett bringe. Der RB bereitet derweil Käse und Wein vor.

21h45 Wir lassen den Tag mit Wein (der eine snobt, die andere prollt) und leckerem Käse ausklingen.