12von12

Mal wieder 12von12 und ich merke, dass diese Aktion immer mehr dazu dient, überhaupt was auf instagram zu posten. Ich tweete Bilder mittlerweile mehr, denn sie auf instagram zu posten. Irgendwie ist die instagram-Lust nicht so groß, was auch daran liegt, dass die Bilder nicht mehr chronologisch zu sehen sind und dass es mit der Werbung immer schlimmer wird. Nunja, sollte es jemals einen kostenpflichtigen instagram-Client geben, mit dem diese Probleme nicht mehr bestehen, werde ich ihn mir wohl sofort installieren.

Und für alle, die kein Instagram haben bzw. auf Instagram den Überblick verloren haben, wann ich welches Bild gepostet habe, hier alle Bilder von heute von 1 bis 123.

#1: Ich war bereits um kurz nach 8h00 wach, weil die Rolläden zu weit offen waren und es dadurch zu hell war im Zimmer. Aber nachdem ich die Rolläden zu’er gemacht hatte, konnte ich noch mal bis 10h00 schlafen und wache dann im ziemlich dusteren Zimmer auf.

#2: Der Blick in den Spiegel war etwas … speziell. Das Abschminken war gestern abend etwas zu kurz gekommen.

#3: Nachdem ich geduscht hatte, kontrollierte ich die Schulmaterialien vom Kind und glich es mit der Liste ab, die wir fürs am Montag beginnende Schuljahr bekommen haben.

#4: Auf dem Weg zum Friseur (für den midi-monsieur) und zum Materialkaufen wollten wir eine Waffel (und Bratwurst) frühstücken, aber, Schreck, der Waffel- und Bratwurststand ist weg. Wer macht den sowas? (Gab’s halt Kaffee bzw. Kindercappuccion und Schokocroissant.)

#5: Auf dem Weg zum Friseur lag ein Papierwarenladen, den ich gar nicht auf dem Schirm hatte. So konnten wir praktischerweise den Materialkauf noch schnell erledigen.

#6: Der midi-monsieur musste zur Schur.

#7: Ich hatte mir zwei neue Lippenstifte gegönnt. Einen davon musste ich gleich auftragen. Und dann musste ich beim Fotomachen mit dem komischen „Verschönerungs“-Filter der Kamera spielen. Nunja, ich finde mich ja nur bedingt fotogen, aber dann bitte ohne Filter.

#8: Als ich kurz einkaufen war und schon an der Kasse die ersten Artikel aufs Band legte, ging der Feueralarm los. Und so kam es, dass meine Einkäufe im Supermarkt waren und ich draußen (bis die Feuerwehr kam und unverrichteter Dinge wieder abzog).

#9: Auf dem Weg noch schnell ein Geschenk für die Geburtstags- und Einweihungsparty zu besorgen, gingen wir übern Bernemer Kerweplatz: Natürlich hängt de Lisbeth schon.

#10: Wir wollten nach Offenbach. Leider mit der S-Bahn, denn das Wetter war nicht ausreichend fahrradtauglich.

#10b: Hier fehlt ein Bild von mir und dem midi-monsieur auf einem Bahn-Rad, um den guten Kilometer zwischen S-Bahn-Station und Partylocation zu überbrücken. Aber auch besser, dass es nicht dokumentiert wurde, wie wir total unverantwortlich unterwegs waren (kein Helm, er hinten drauf).

#11: Die Gastgeber möchten Kunstrasen auf ihren riesen Balkon legen. Und weil mir die eine Kunstrasenprobe (jaha, da gibt es verschiedene Sorten wie Teneriffa oder Trendy) so gut gefiel, durfte ich sie als Handschmeichler behalten.

#12: Eine Gästin – NICHT ich – hatte Nussecken gebacken. Ja, die kann man natürlich das ganze Jahr über essen, aber diese kleine Variante assoziiere ich ja doch eher mit Weihnachtskeksen. Was mich natürlich nicht davon abhielt, drölf Millionen davon zu essen. Außerdem waren die Temperaturen ja auch nicht viel höher als die letzten Jahre zu Weihnachten.

#13: Ein Geschenk zur Einweihung war Einhornkotzedurchfalllikör. Nunja, ich mag ja so süßes sahniges Zeug nicht sonderlich. Es roch sehr nach Baileys und schmeckte auch so, wenn man sich nicht allzu viele Gedanken über die Farbe machte. Für einen kleinen Absacker ok.

Alle 12von12 sammelt wie immer Draußen nur Kännchen.

Entschädigung

Der Tag fing spät an. Und weil ich etwas Aufwand betrieb, kam es zu einem noch späteren Marktfrühstück.

Die knapp 360 Minuten lange anschließende Begegnung kann muss ich mir z.B. mit dem langen Spaziergang schön reden.

Aber trotzdem wäre ich ziemlich frustriertgenervt nach Hause gegangen, hätte ich nicht noch eine tolle, spontane Twitterbegegnung gehabt.

90 Minuten Entschädigung.

Etwas bockig

Der große kleine Rabe ist nun stolzer Besitzer des vorletzten Kinderrads vom midi-monsieur. Erfreulicherweise war der Transport im Flugzeug erstaunlich unkompliziert: Frau Rabe meldete bei der Airline an, dass sie ein Kinderrad mitnehmen wolle, das auch nicht wirklich verpackt werden musste, lediglich der Lenker sollte um 90° gedreht werden und die Pedale mussten ab.

Ich dachte gestern, als ich vom Kino nach Hause kam, noch daran, dass wir das Rad ja noch transportfähig demontieren müssten. Und sinnierte einen kurzen Moment über meine Werkzeugsituation. Für die Pedale sollte ich den richtigen Maulschlüssel auf jeden Fall da haben. Aber für den Lenker?! Ich vergaß beim Nachhausekommen noch einmal zu gucken, was für ein Werkzeug ich denn bräuchte; hatte aber schon die ungute Vorahnung, dass es die Rohrzange* ist, weil ich einfach keinen entsprechend großen Maulsschlüssel habe.

Als ich heute morgen aufwachte, galt mein erster Gedanke direkt dem Rad. Ich musste die Rabenfamilie frühstückstechnisch leider sich selbst überlassen, suchte Werkzeug, ging zum Rad. Der kleine große Rabe kam hinterher. Verständlich, ich würde auch gucken, was da mit meinem neuen Schatz passiert. Ich vertat mich (und dadurch auch Zeit) mit dem falschen Werkzeug bzw. der falschen Schraube. Doch irgendwann bekam ich wenigstens eine Pedale ab. Die andere war sehr sehr bockig. So bockig, dass ich sie ließ.

Stattdessen war es wichtiger, dass der Lenker gedreht würde. Aber wie schon befürchtet, fehlte mir die Rohrzange.

Aber ich wohne ja auf einem Dorf. Und zwei Häuser weiter hat der Schuster und Schlüsselmacher, der auch für verschiedene Reparaturen in unserem Haus zuständig ist, sein Büdchen. Der hat sicherlich ein passendes Werkzeug.

Vermutlich hätte er eine entsprechende Zange gehabt, aber er war leider nicht da. Nur seine sehr jugendliche Aushilfe. Die aber war mit meiner Frage etwas überfordert.

Ich ging unverrichteter Dinge zurück, mahnte die Rabenfamilie zum Aufbruch, dachte parallel darüber nach, wo wir das Lenkerproblem den lösen könnten.

Zum Glück hat unser Dorf auch einen kleinen Baumarkt – keine große Kette, aber bestens sortiert -, der liegt direkt an der U-Bahn-Haltestelle, zu der wir ja eh mussten. Außerdem liegt auf dem Weg zur Haltestelle ein weiterer Schuster-Schlüsselmacher.

Und so ging ich etwas strammeren Schrittes mit dem großen kleine Raben voraus und fragte freundlich – heute scheint Tag der jungen Mitarbeiter bei den Schustern gewesen zu sein – den eindeutig Jugendlichen hinterm Tresen des anderen Schusters, ob er uns mit einem passenden Werkzeug aushelfen könne. Konnte er und kümmerte sich tatkräftig mit Rohrzange und – weil der Lenker auch etwas bockig war – mit WD40 um unser Anliegen. Puh! Endlich – bis auf die zweite Pedale – war das Rad bereit für den Flug.

Es war nicht ganz einfach, das Rad mit dem gedrehten Lenker zu schieben. Aber zum Glück waren die Wege nicht zu lang und es war leicht genug, um es sich unter den Arm zu klemmen.

Am Flughafen standen wir dann auch irgendwann am Sperrgutschalter. An dem war eine leicht ungeordnete Schlage, was sicherlich auch daran lag, dass das eine oder andere Gepäckstück halt sehr sperrig war. Irgendwann nickte uns eine Dame am Schalter zu und wir gingen hin. Da sah ich, dass sie am Tier-Schalter saß.

Ich: „Oh, können wir trotzdem bei Ihnen das Gepäck einchecken? Wir haben kein Tier.“
Schalterdame *guckt aufs Rad und lächelt uns an*: „Kann das kleine Rad vielleicht bellen oder miauen?“
Ich: „Es ist schon den ganzen Vormittag über etwas bockig, aber wir arbeiten dran.“
SD *zwinkert dem großen kleinen Raben zu*: „Na, dann wird das wohl schon gehen.“

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* Die Rohzange hat aufgrund erweiterter Nachbarschafthilfe die Adora Belle. Eigentlich wollte sie sie zum Ebbelwoi-Tasting mitbringen und bot auch an, sie gestern noch vorbeizubringen. Aber nicht, weil ich Bedarf angemeldet hatte, daran hatte ich halt nicht wirklich gedacht.

12von12

12 Bilder am Zwölften sammeln. Heute gewissermaßen parallel mit Frau Rabe. Für die besondere Note war ich mal schwarz-weiß unterwegs.

#1: Der Tag fängt damit an, dass das Ebbelwoi-Tasting aufhört.

#2: Trotz kurzer Nacht verschicke ich noch vor 9h00 berufliche e-Mails. (Eigentlich hätte ich um 10h00 einen Tattoo-Termin gehabt, aber der wurde um 8h20 abgesagt und auf Freitag verschoben.)

#3: Nachdem Frau Rabe und ich per WA in Nebenzimmern geklärt haben, dass alle wach sind und Hunger haben, wird Pancake-Teig angerührt. Für den braucht’s flüssige Butter, was ohne Mikrowelle für einen kleinen Moment eine Herausforderung ist, aber ein Wasserbad reicht für die kleine Menge aus.

#4: Der große kleine Rabe kennt nun auch Hagelslag.

#5: Als ich duschen will, riecht es im Bad nach Kaffee. Ich trinke aber gar keinen Kaffee (zu Hause). So ist das, wenn noch eine Erwachsene in der Wohnung ist.

#6: Der große kleine Rabe interessiert sich (gefühlt) für alle Bilderbücher vom midi-monsieur. So komme ich zu dem Vergnügen, seit langem mal wieder den Grüffelo vorzulesen.

#7: Ich gestehe: Ich habe den großen kleinen Raben mit dem Minions-Karten-Sammelfieber infiziert. Und weil er seit gestern 8 Sticker hat, die er ja gegen 2 Wackel-Minions eintauschen kann, kommt er bereitwillig mit zum Einkaufen und schiebt auch den Einkaufswagen.

#8: Wir haben tatsächlich Glück, als wir gegen 14h30 zum Markt aufbrechen, denn wir haben das einzig lange trockene Zeitfenster erwischt. Für die weitere Hessisierung bzw. höchst spezifisch Bernemerisierung gibt’s Marktkaffee mit Latte Macchiato für die Muttis und Kinder-Cappucino für die kleinen Raben, Waffeln und Worscht.

#9: Nachdem wir auf Wunsch vom großen kleinen Raben die Berger noch ein Stück gelaufen sind, kann er irgendwann doch nicht laufen und ich fahre mit ihm zwei Stationen mit dem Bus.

#10: Auf dem Markt gab es die ersten Ockstädter Kirschen. So lecker!

#11: Abends lasse ich die Raben alleine und treffe mich mit einer Freundin fürs Kino. (Frankfurter erkennen sicherlich, in welchem Kino wir waren.)

#12: Rückfahrt nach einem tollen Film*.

Alle 12von12 sammelt wie immer Draußen nur Kännchen.

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* Die Erfindung der Wahrheit – sehr, sehr empfehlenswert!

Verquatscht

Nach einem tollen Tag mit 34 km Radeln, der ersten Brombeere vom Strauch, einem tollen Treffen mit Frau Rabe, Frau Hasenherz, Frau Halbesachenblog und Lia, einem kurzen Treffen mit der liebsten Freundin und ihrem Freund, die mich und das Rad freundlicherweise nach Hause brachten, schnellem Aufräumen des Kinderzimmers, dem Einzug von Frau Rabe und ihren Minions bei mir, was wir mit einer Grillade feierten, friedlichem Spiel und entspanntem Einschlafen der Minions, Beobachten des Gewitters haben Frau Rabe und ich uns ziemlich verquatscht.