Nachhang

Anfang der Woche träumte ich – in dieser blöden Schlafphase zwischen etwas zu früh wach werden und Weckerklingeln -, dass ich mit Zwillingen schwanger sei. Ja, vom RB. Wobei das irrelevant* ist. Ein Schwangerschaftstraum fällt für mich ja schon fast unter Albtraum** und entsprechend bin ich auch hochgeschreckt.

Was aber weit irritierender war: In dem Traum hatte ein Schokoosterhase eine zentrale Rolle. Ein angebissener. Und beim Scrollen durch Instagram sah ich auch wieder, woher das Bild kam:

„Meiner“ war allerdings kein Vollmilch-, sondern ein weißer*** Schokoosterhase.****

Und es hängt mir immer noch nach, dass ich nicht mehr weiß, was der Schokoosterhase in dem Traum gemacht hat.

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* Naja, es wäre schon komisch, träumte ich, ich sei von wem anders schwanger.

** Das Thema ist bei mir – und zum Glück auch beim RB – durch, durch, durch.

*** Dabei mag ich weiße Schokolade gar nicht so gerne.

**** Ich hoffe, azurgrau ist mit der kulturellen Aneignung dem Screenshot vom Bild einverstanden.

Einfach ja sagen

Manchmal ist es ja ganz gut, einfach mal ja zu sagen. Einfach darauf zu vertrauen, dass einer ein anderer Mensch nichts Böses will, wenn sie eine Unternehmung vorschlägt.

So war es, als Silke Herrn Walthers und meine Post-Richard-III.-Euphorie ausnutzte und uns direkt zum nächsten Kulturabend „verdonnerte“. Ich guckte nämlich nur aufs Datum und sagte zu. Später klärte ich dann noch mit dem RB, ob er den midi-monsieur ins Bett bringen könne an dem Abend und das war es dann auch schon. Ich kümmerte mich Nullkommanichts darum, was genau uns nun an dem Abend erwarten würde. Ich hatte noch nicht einmal registriert, dass es eine Lesung sein würde. Aber gut, nach bereits zwei*, naja drei** Lesungen, ist mir nun auch dieses Format geläufig.

Gelesen hat Ferdinand von Schirach, den ich Banausin ja bis heute auch nicht kannte. Wobei er nicht nur aus seinem Buch „Strafe“ vorgelesen hat, sondern auch über den Prozess gegen Sokrates (ja, der olle Philosph aus der Antike) referierte.

Er sieht etwas erleuchtet aus 😉

Das Publikum war sehr aufmerksam und sehr still, sodass ich mir etwas „laut“ vorkam, als ich spontan applaudieren musste, als von Schirach sinngemäß sagte: „Es ist ja schon gut, dass sich der Staat nicht in die Kirche einmischt.*** Aber noch besser wäre es, wenn sich die Kirche nicht auch in den Staat einmischen würde.“ Danach war ich dann aber auch still und lachte auch nur in mich hinein, als das Pärchen vor Herrn Walther total kinoesk die Köpfe zum Knutschen Kuscheln zusammensteckte.****

Da ich nichts wusste, habe ich nichts erwartet und so war es einfach toll: die erzählten bzw. vorgelesenen Geschichten, die Stimme, die Atmosphäre, die Begleitung (nagut, die kannte ich ja vorher, da konnte nichts schief gehen).

Doch, es lohnt sich durchaus, einfach mal ja zu sagen und Dinge zu machen, die eine sich selbst eher nicht rausgesucht hätte.

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* Sarah Kuttner und Mama Schulze

** Ich weiß immer noch nicht, ob ich die Titanic-Lesung werten soll. Wobei wir ja eigentlich wegen Andrea Diener da waren.

*** Stimmt auch nur bedingt. Aber der staatliche Einfluss auf die Kirche ist sicherlich deutlich unbedeutender, als die umgekehrte Einmischung.

**** Das muss eine Frankfurter Mode sein: Bei Richard III. hatte ich ein Pärchen im Blickfeld, das mitten im Stück tatsächlich knutschte und sie sich auf seinem Schoß räkelte. Ähmja… Ich werde alt und verständnislos.

Co-Working

Eigentlich wollte ich heute nur ein Bild von unserem Esstisch posten. Aber weil ich in einem HangOut hing (jaja, der Kalauer ist schwach) und das Handy nicht zur Hand hatte (es geht noch schlechter), gibt es nur ein diskriptives Bild:

Gegenüber von meinem Rechner stand das Apfelbuch vom RB und der midi-monsieur saß auf der Bank vor Kopf: Ich hörte andächtig einem Probevortrag zu, der RB tippte fleißig und der midi-monsieur ließ sich von der arbeitssamen Atmosphäre so anstecken, dass er seine restlichen Hausaufgaben ganz schnell und ohne sich ablenken zu lassen erledigte.

Das funktioniert alles erstaunlich ziemlich gut.

Braucht keiner

Natürlich geht das Leben weiter. Und es ist ja auch ziemlich sehr schön gerade. Aber trotzdem kann man zusammensitzen und feststellen, dass manche Dinge halt kein Mensch braucht. Dass man sie auch keinem wünscht.

Ein nasses Bein, weil man beim Eis zerstochern am Dreieichteich in ebendiesen reinrutscht, braucht auch keiner. Ist aber dennoch ein kleines Übel*, das zum Glück schnell zu beheben war.

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* und lehrreiches! Denn, wenn Mama 100 mal sagt, man soll nicht zu nah an den Teichrand, man könne einbrechen, glaubt man das ja nicht unbedingt. Also muss man es wohl erfahren.

Essen wie Odin

Dieser Adventskaffee ist schon nett. Und was sich daraus ergibt halt auch. So zum Beispiel heute ein illustres Essengehen in Smørgås.

Eigentlich wären wir zu siebt plus Kind gewesen, aber zwei (plus ein Partner) mussten krankheitsbedingt absagen. Der nächste Termin wird bestimmt bald angesetzt, denn wir müssen uns wohl alle einmal durch die kleine, aber feine Speisekarte probieren.

Das, was wir heute hatten, war auf jeden Fall sehr lecker:

Dazu gab es noch ein überdrehtes Kind, das – wenn es irgendwann alt genug ist – einen Aushilfsjob da sicher hat.

Kunst

Das Kind sitzt am Tisch und guckt auf die gegenüberliegende Wand. Die Wand, an der diverse Kunst hängt: Harry Potter vom Kind, eine Rose von mir …

Die Belichtung ist etwas suboptimal.

und seit neustem die Frankfurter Skyline von der tollen Jette.

„Mama, das Bild“, meint das Kind zum Neuzugang, „ist echt toll. Der Künstler oder die Künstlerin kann das echt gut.“
„Eine Künstlerin hat das Bild gemalt.“
Er nickt anerkennend. „Ja, das ist echt gut. Die Farben sind auch total toll.“
„Ja. Die durfte ich mir wünschen.“
„Echt?! Warum?“
„Weil ich die Künstlerin kenne.“

Tja, liebe Jette, sollte der midi-monsieur Dir mal begegnen, dann solltest Du eine Autogrammkarte parat haben.

Geburtstags-12von12

Ich weiß noch, dass ich 2012 erstmals auf 12von12 aufmerksam wurde und dachte: „Ach lustig, 2012 an jedem Zwölften zwölf Bilder posten. Und 2013 dann am Dreizehnten 13 Bilder.“ Nunja, ich wurde eines Besseren belehrt. Ich überlege (und habe keine Lust nachzugucken), ob ich auf instagram schon vor 2015 mitgemacht habe, denn hier auf dem Blog finde ich nur Einträge ab 2015. Aber egal. Und weil ich am 12. Januar, also heute, Geburtstag habe, und auch schon direkt um Mitternacht den ersten Beitrag auf instagram postete, dachte ich: „Ach, machste heute mal wieder mit. Zwölf Fotos werde ich wohl schaffen.“

#1: Der midi-monsieur tat sich schwer einzuschlafen, weswegen er um Mitternacht noch wach ist und mir ein Ständchen singt und dann unbedingt noch die Kerzen vom Geburtstagskuchen anzünden will

#2: Als er wieder im Bett ist, gucke ich noch ein bisschen „This is us“. Irgendwann gehe ich ins Bett, kann aber nicht einschlafen … um 3h30 bin ich immer noch wach.

#3: Auch wenn ich mir zum Geburtstag freigenommen habe, habe ich heute morgen einen Termin. Für den ich mich dann doch zeitig fertig machen muss.

#4: Der Eingangsbereich ist wenig entspannend, aber ein Stockwerk höher wartet eine 90minütige Ganzkörpermassage auf mich. Guter Start in den Geburtstag. Trotz frühem Aufstehen.

#5: Wieder zu Hause habe ich Hunger.

#6: Dann probiere ich das Geschenk vom Kind: Ohrringe, die er extra noch in Paris am Bahnhof gekauft hat.

#7: Nach einem kleinen Nickerchen beordere ich das Kind nach Hause. Bevor wir den weiteren Tagesordnungspunkt angehen, essen wir Geburtstagskuchen.

#8: Unser Weg führt am Hort vorbei. Und diesem wollte ich noch eine Matratze spenden (eigentlich zwei, aber eine ist bereits da). Also wandern das Kind und ich mit einer Matratze durchs Viertel.

#9: Ohne Matratze kommen wir im Schwimmbad an. Eigentlich wollten wir gestern hin, aber nun. Und ich hatte es versprochen, dann also heute.

#10: Nach dem Schwimmen haben wir beide Hunger. Da das Essen nicht vorbereitet ist und sicherlich etwas braucht bis zur Fertigstellung, besorgen wir auf dem Rückweg noch ein paar Zutaten für einen kleinen Aperó.

#11: Ich wollte Schokoküsse zum Nachtisch. Und Wünsche vom Geburtstagskind sind nun mal Gesetz.

#12: Als das Kind im Bett ist, beende ich den Abend mit einem Gin&Tonic.

Viele weitere 12von12 sammelt wie immer Draußen nur Kännchen. Danke dafür!