Minus 2

Noch 2 Tage bis zum Adventskaffee. Ich habe heute immerhin

  • den Tisch und weitere Möbel vom Balkon geholt und teilweise in Küche und Wohnzimmer aufgebaut,
  • weiter und zu Ende dekoriert,
  • die Keksdosen auf dem Tisch vom Balkon gepackt,
  • angefangen, die Küche aufzuräumen,
  • alles fürs Wochenende eingekauft

Darüber hinaus habe ich

  • ausgeschlafen (weil um 0h00 im Bett),
  • Wäsche gewaschen,
  • ein Kekspäckchen gepackt und gegen Knusperflocken und eine sächsische Wacholderwurst getauscht,
  • einen Spaziergang am Main gemacht,
  • Diskussionen geführt,
  • (zu) wenig gegessen.

Aber ich freue mich schon auf Sonntag – auch wenn noch einiges zu tun ist.

Vorletztes

Auf dem vorletzten Konzert für dieses Jahr war ich gerade. Eine Karte für den 27.12. für The Busters habe ich noch.

Heute seit langem wieder: Die Toten Hosen. Lange, lange waren sie nicht mehr auf Tour. Und ich finde, dass ihre Konzerte immer gut sind. Immer spaßig, Party, Hüpfen, Springen, heiser singen.

Es hat sich mal wieder sehr gelohnt …

… wie schon bei den anderen Konzerten dieses Jahr lassen sich die alten Männer nicht die Butter vom Brot nehmen und liefern ab.

Launisch

Orrrrrrr, ich gehe mir selbst auf den Keks. Kurz nachdem ich heute zu Hause war, schlug meine Laune von „müde, aber fröhlich“ auf „boah, mir ist so schwer ums Herz“ um. Als das Kind draußen unterwegs war, legte ich mich aufs Sofa und schlief tatsächlich kurz ein. Aber es half nix. Meine Laune war nach dem Nickerchen nicht besser. Ich habe keinen Bock auf diese Laune. Ich will das nicht. Und ich wüsste gerne, woher das kommt. Dann könnte ich es vielleicht abschalten. Die Analyse bis jetzt hat verschiedene Optionen ergeben:

  • Zu wenig Schlaf (seit Tagen)
  • Beginn der Wechseljahre
  • Oxytocin-Jetlag
  • Alkohol-Nachwehen
  • Freiheits-Jetlag
  • das noch nicht final geklärte Problem
  • Wunsch nach Veränderung
  • fehlender Sport

Der midi-monsieur ist es definitiv nicht. Mit ihm läuft gerade alles ziemlich gut. Vermutlich ist es eine Mischung aus allem.

A.ber.ich.will.das.nicht! Ich will nicht nölig und weinerlich sein. Ich will gute Laune haben.

Käffchen

Das kommt davon, wenn man beschwingt von der eigenen Playlist (Athena, Pet Shop Boys und Zaz) auf die Bahn wartet und dabei freimütig in die Gegend lächelt. Eigentlich sagt man mir ja eher Ernsthaftigkeit und latent schlechte Laune nach.

Während ich – mit Blick auf meine Aussteigehaltestelle – ziemlich weit hinten einstieg, stieg zwei Türen weiter vorne ein Mann ein, der sich schon am Bahnsteig angelächelt fühlte und mich zurückanlächelte. Und irgendwie war ich etwas flirty drauf und lächelte quer durch die Bahn weiter.

Da passierte es: Er fragte mich per Zeichensprache, ob ich einen Kaffee mit ihm trinken wolle. Ich schnappte mir meinen Rucksack und ging durch die Bahn auf ihn zu. Wir stellten uns vor, wobei er mich zunächst siezte. Was ich komisch fand und direkt klarstellte. Wir fuhren noch ein Stück Bahn und unterhielten uns. Zwei Haltestellen vor meiner eigentlichen stiegen wir aus und suchten uns ein Café.

Dass ich nicht viel Zeit hatte, weil ich pünktlich für des midi-monsieurs Rückkehr aus dem Hort zurück sein musste, klärte ich direkt ab. So blieb uns eine gute halbe Stunde für einen Kaffee, bei dem ich ihm das Rauchen untersagte*, er zu schnell direkt wurde** und ich nun seine Nummer habe***.

Eine nette Begegnung.****

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* „Stört es Dich, wenn ich rauche?“ – „Ja.“
** „Ich bin seit 4 Jahren Single. Da fehlt halt schon was.“
*** Nein, ich gab meine Nummer nicht raus. Und ich glaube auch nicht, dass ich seine nutzen werde.
**** Interessanter Typ, interessante Biographie. Aber halt nicht mein Typ. Außerdem gibt es da ja noch wen.

Miau

Ich weiß gar nicht, wie ich heute morgen um 5h00, als ich endlich im Bett war, auf den schmalen Ast kam, ich könnte heute über Mittag total entspannt eine Runde mit dem Rad drehen. Denn nicht nur von der Schlafmenge, sondern auch von der Schlafqualität her wäre es mehr als knapp geworden.

Huiii, drei Frauen, drei Flaschen Wein und ein isländischer Gin* zum Probieren führen wohl zu so abstrusen Gedanken. Diese Mischung führte ja auch dazu, dass ich morgens um 4h00 allein durch den etwas weniger bewohnten Teil des Ostends nach Hause ging. Wäre ich meine Tochter, würde ich mir die Leviten lesen.

Natürlich** wachte ich heute morgen früher*** auf als mir gut tat. Aber ich konnte mich nochmal davon überzeugen, wieder einzuschlafen.

Um 11h45 war aber noch mehr Schlaf einfach nicht drin. Der Kater in meinem Kaopf miaute und wollte raus? gefüttert werden? einfach jammern? Auf jeden Fall war ziemlich schnell klar:

Also machte ich mir erstmal Frühstück, plante meine Wanderroute, ging duschen und kam tatsächlich pünktlich los. Auf dem Weg zum Ausgangspunkt fing es an zu regnen und auch in Höchst tröpfelte es noch etwas. Aber ich MUSSTE frische Luft schnappen. Also ließ ich mich von den drei Tropfen nicht bremsen und als ich am Main auf die Fähre stieg, riss der Himmel auch schon auf und somit stand meiner Tour nichts im Wege. Es ging zunächst in die Schwanheimer Düne, dann weiter im Grüngürtel bis zum Louisa-Bahnhof. Dann hatte ich 13 Kilometer in den Beinen und ein paar Fotos gemacht:

Dieser Grüngrütel ist einfach toll. So nahe Naherholung ist wirklich großer Luxus und brachte auch, was es bringen sollte: Erhohlung und in meinem Fall vom Kater. Der von heute morgen hatte sich zumindest schon in der Düne verabschiedet. Allerdings nicht ohne mit dem Muskelkater abzuklatschen. Aber der ist mir ja lieber als so ein Felltier im Kopf.

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* Da kein Eis und kein Tonic da waren, haben wir es nur etwas pur probiert.

** Alkohol-induzierte Kurzschlafeuphorie

*** Top-Uhrzeit, wenn ich wirklich hätte Radfahren wollen

Nobelpreis

Im Draft liegt ein Rant. Doch der Draft ist auf dem Rechner und ich habe gerade nur das Handy zur Hand.

Daher macht Euch doch auch Gedanken darüber, ob die Erkenntnisse, die dem diesjährigen Nobelpreis für Medizin zugrunde liegen, helfen können, neue Arbeitszeitmodelle zu etablieren. Ob zukünftig Lerchen nicht blöd angeguckt werden, wenn sie um 15h00 den Arbeitsplatz verlassen (weil sie schon seit 6h00 arbeiten)?! Und dass über Nachtigallen nicht mehr die Nase gerümpft werden, weil sie erst um 11h00 oder später zur Arbeit erscheinen (aber dann problemlos bis 20h00 und länger bleiben)?

Sowas diskutiere ich nämlich gerade.