Hetzhetz

Irgendwie gibt es wohl ein ungeschriebenes Gesetz, das besagt, dass der Tag vor Fahrten, für die ich packen muss, pickepackevoll ist.

Der midi-monsieur hat erst zur Zweiten, aber der RB und ich sind trotz des späteren Tagesstart noch zu k.o. und schlafen nochmal. Dann wird es mit Frühstück und „noch schnell“ eine e-Mail bearbeiten fast etwas knapp: Ich muss um 13h30 in der Landeshauptstadt sein. Mit dem Auto vom RB stehe ich erstmal im Stadtstau. Ja, die Sache mit dem Reißverschlussverfahren ist nicht so einfach… auf der Fahrt werde ich dann auch angerufen, ob ich nicht eher da sein kann. Vor 13h00 ist aber nicht möglich.

Kaum da werde ich geschminkt und dann gibt’s neue Business-Bilder von mir.

Die Spachtelmasse aka Make-Up (bzw. Foundation – ich weiß noch nicht mal, wie das richtig heißt) fühlt sich nicht gut auf der Haut an. Dabei ist es gutes, leichtes Zeug. Aber ich mag das Gefühl nicht.

Zwei Foto-Durchläufe brauchen wir, dann ist ein Foto dabei, mit dem ich leben kann. Ich bin bei sowas recht uneitel. Außerdem habe ich keine Zeit: Ich muss die E-Mail vom Morgen noch zu Ende bearbeiten und habe noch einen Telko-Termin.

Davor noch eine kurze Mittagspause. Die Kolleginnen freuen sich über den mitgebrachten Kuchen.

Die Telko ist zäh und ich bin sooooo froh, dass wir deswegen nicht nach Berlin mussten.

So muss ich mich nur kurz nach 17h00 in den normalen Wahnsinn Feierabendverkehr zwischen Wiesbaden und Frankfurt begeben. 18h30 bin ich dank Stau erst zu Hause. Ich tröste mich, dass ich mit dem ÖPNV nicht vor 19h00 zu Hause gewesen wäre.

Der midi-monsieur ist seit eine Stunde zu Hause. Dank Schlüssel und Tablet ist das mittlerweile kein Problem mehr.

Ich mache eine Pack- und eine Einkaufsliste, gehe einkaufen, koche Essen, das Kind ist mit Lego beschäftigt, ich suche Sachen zusammen. Dann essen wir. Ich besorge noch zwei fehlende Dinge, während der midi-monsieur sich nicht vom Lego lösen kann.

Ich bin weiter mit der Packliste beschäftigt, um 22h00 geht das Kind ins Bett, ich hänge 3 Ladungen Wäsche auf, während ich diverse Unterlagen fürs Wochenende ausdrucke, kommt der RB nach Hause. Ich verpflichte ihn zu einem GinTonic.

Und dann bin ich auch reif fürs Bett. Der Koffer wird morgen gepackt.

Aloha

Nachdem das Kind heute morgen aus dem Haus war (gegen 7h45) habe ich geschrieben. Da waren zwei Texte, die eigentlich schon seit Ewigkeiten fertig sein sollten und die nun (sehr) drängten. Weil ich aber eigentlich aufkeimende feststeckende* Seuche habe und mir die Hitze sehr zu schaffen macht, arbeitete ich im Bett. Da sitze ich bequem und kann die Beine ausstrecken. Der RB versorgte mich zwischendurch mit Tee.

Um 13h10 hatte ich dann die Texte verschickt und war eigentlich fertig mit der Welt. Schlafen wäre toll gewesen. Aber da lauerte noch eine Textkröte und Kleinkram wollte auch erledigt werden. Das konnte ich zum Glück alles vom Bett aus tun.

Irgendwann war es dann kurz vor 15h00 und dank Twitter war ich gewahr, dass bald die Soyuz an die ISS andocken sollte. Toll, dass sowas gestreamt wird. Und eine Arbeitspause war auch dringend nötig.

Dann ging es irgendwann auf 17h00 zu und der Livestream für die Lukenöffnung lief schon. Ich hatte mich bereits über die Hawaii-Hemden gefreut

und wartete etwas ungeduldig daauf, dass der midi-monsieur endlich klingelt. Nicht, dass er genau dann klingelt, wenn die Luke geöffnet wird, oder – noch blöder – dass er die Lukenöffnung gar nicht mitbekommt.

Aber er klingelte kurz nach 17h00 und ich merkte, dass seine Laune eigentlich nicht so toll war, sagte aber direkt: „Schnell, Alexander Gerst ist an der ISS angekommen und gleich öffnet sich die Luke. Das gucken wir jetzt zusammen.“

Also warf er alle Sachen von sich, wir checkten schnell, ob schon was passiert ist. Dann ging er schnell Händewaschen und während er dann den Stream bewachte holte ich Eis (aus dem Tiefkühler). Als ich wiederkam, sagte er zu mir: „Noch fünf Minuten.“ „Woher weißt Du das?“ „Die haben da gerade ‚five minutes‘ gesagt.“ Hach, dieser Englischunterricht scheint doch etwas zu bringen.

Um ca 17h16 war es dann soweit: Die Luke der Soyuz öffnete sich und das Kind und ich schauten gebannt in den Laptop. Faszination Weltall – direkt und live und in Farbe. Das ist toll. Und als dann Alexander Gerst nach der Begrüßund der bisherigen ISS-Besatzung quasi als erste Amtshandlung Die Maus durchs Bild schweben ließ, konnte ich nicht anders und musste laut hachzen.

Doch, das ist toll, dass dank Live-Stream das alles so nah ist. Zudem leisten das DLR und Alexander Gerst selbst großartige Arbeit hinsichtlich der Kommunikation und Begeisterung, sodass eine ja gar nicht anders kann als mitzufiebern.

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* Kopfschmerzen, Erkältungsgefühl, aber der Rotz kommt nicht

Was meint er nur?!

Ich weiß gar nicht, was der RB hat: Nur weil ich drei verschiedene Backwaren zubereite, übersprungshandele ich doch nicht gleich meine Nervosität wegen der ersten Begegnung zwischen meinen Eltern und dem RB. Pfffff…

Ich meine, irgendwas müssen wir ja mitnehmen. Und es hätte ja sein können, dass das eine oder andere davon nichts wird. ^^

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* Rezept hier

** nach diesem Rezept

*** Hierzu gibt es auch ein Rezept.

L wie …

… Laufen übers Vereinsgelände. Übers sehr trockene Vereinsgelände. Übers Vereinsgelände mit vielen Aschebahnen.

Am Ende eines langen Tages auf dem tockenen Vereinsgelände sind die Schuhe auch nicht mehr schwarz.

… wie Lakritz. Wie feinster Lakritz-Likör, den mir der RB von der Whisky-Messe mitgebracht hat.

… wie Liebe. Denn Liebe muss es wohl sein, dass mir der RB Lakritz-Likör mitbringt, obwohl er Lakritz total ekelig findet.
Wobei die Liebe nicht so weit reicht, dass er mich küsst, nachdem ich gerade Lakritzschnaps getrunken habe. 😉

Geheilt

Es war 2003. Da war ich wegen eines nicht so schönen Ereignisses in Frankfurt: Der Vater einer Freundin wurde beerdigt. Ich war schon am Abend vorher angereist, nächtigte bei der Besten. Die Freundin kam auch dazu, um sich bei einem Gläschen Wein mit uns abzulenken. Es war Rosé. Keine Ahnung mehr was für einer, aber vermutlich nicht unbedingt irgendein Fusel. Und viel tranken wir auch nicht. Wir mussten und wollten ja am nächsten Tag fit sein. Trotzdem musste ich mich in der Nacht übergeben. Und auch bei der Beerdigung selbst war mir auch noch sehr kodderig. Nein, nicht verkatert.

Dann ergab sich lange nicht, dass ich Rosé-Wein trinken musstedurftekonnte. War auch nicht schlimm: Rot- und Weißwein reichen ja aus.

Doch als ich wieder Rosé trank, war mir danach wieder nicht gut. Sollte ich Rosé einfach nicht vertragen? Warum auch immer? Denn eigentlich macht das keinen Sinn, da ich ja sowohl Weiß- als auch Rotwein vertrage. Komische Sache.

Aber ich hatte nun Rosé mit Unwohlsein verknüpft und mache seitdem einen Bogen um den Rotwein im SchafsWolfsWeißweinpelz. Der RB war schon enttäuscht, dass er mit mir nicht seine Lieblingsweine teilen musskanndarf.

Doch seit heute hat sich mir dieser Teil der Weinwelt wiedereröffnet: Beim Aperó bei einer der Besten gab es einen Rosé-Crémant, den ich aber nur bewusst als Crément trank, dabei aber das Rosé-Feature völlig ignorierte.

Rosé-Crémant an Maiglöckchen

Und vermutlich wäre mir auch immer noch nicht bewusst, dass ich Rosé getrunken hatte, wenn der RB nicht nachfragt hätte, ob das mein Glas und sozusagen mein Rosé in dem Glas gewesen sei auf dem Foto.

Tjanun, Santé, würde ich sagen, und à la mienne.

Mein Blog …

… mein Leben.

So kann ich es kurz fassen.

Ich blogge bewusst anonym – obwohl das auch mittlerweile sehr aufgeweicht ist – und schließe noch bewusster kommerzielle Kooperationen jeder Art aus*. Hier zu schreiben ist mein Ventil. Dieses Blog ist meine Spielwiese, mein Wohnzimmer.** Wenn ich Euch etwas empfehle***, dann weil ich es wirklich für gut befinde, es ausprobiert habe und sicherlich KEIN Geld, kein Probeexemplar dafür bekommen habe. Ja, ich hatte noch nicht einmal irgendeinen Kontakt mit dem Unternehmen dahinter.

Aber ich mag es gute Erfahrungen zu teilen. Und das sind halt manchmal auch kaufbare Dinge.

Aber letztlich möchte ich Euch die klugen Worte vom verehrten Fräulein ans Herz legen: Fünf Minuten oder lieber keine Werbepause

Das kann ich vollumfänglich so unterschreiben (hätte es nur nicht so schön schreiben können). Ich schreibe für Euch, liebe Leserinnen****.

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* Was sicherlich auch daran liegt, dass es einfach mein Job ist. Ich weiß, wie PR funktioniert und ich mag die Vermischung von Privat- und Berufsleben einfach nicht.

** Mein kleiner Luxus ist meine eigene Domain, für die ich eine kleine jährliche Gebühr zahle (andere Hobbies kosten mehr Geld und Zeit). Auch damit mein Blog werbefrei ist.

*** Was ja wirklich selten vorkommt.

**** Leser wie üblich mitgemeint.

Ordnung

So sehr in einigen Bereichen dieser Wohnung immer – also nicht nur aktuell wegen der Umstrukturierung – Chaos herrscht, so pingelig kann ich beim Beamtendreikampf* sein. Ich habe einen Satz Ordner**, von denen ich weiß, dass ich sie – nachdem der midi-monsieur gesichert ist – im Fall von BrandFlutGodzilla schnappen muss und da ist dann ALLES Wichtige*** drin – abgesehen von Fotos und Arbeit, dafür muss ich dann auch auf jeden Fall den Laptop retten. Ich habe die Unterlagen auch fein säuberlich mit Trennblättern und so Zeug getrennt und gekennzeichnet. In diesen Ordnern weiß ich genau, wo was zu finden ist.****

Und weil ich tief in meinem Inneren ja sehr ordentlich bin, wusste ich natürlich, dass im Keller zwei Umzugskisten stehen, in denen Ordner sind. Alle Ordner, die ich während meines Biochemiestudiums geführt und angelegt habe. Was ich nicht wusste, war, dass

  • es 15 Ordner waren und
  • ich sie noch penibler geordnet hatte als meine persönlichen Ordner.

Nun begleiten mich diese Ordner seit mindestens 13,5 Jahren; die meisten halt schon fast 19 Jahre. Ich habe seit Ende des Studiums nicht mehr reingeschaut. Aber trennen konnte ich mich auch nicht von ihnen.

Bis heute.

Heute ging ich in den Keller und öffnete die Kisten. Mit etwas Angst, denn ganz trocken ist der Keller nicht. Doch den Unterlagen ging es gut. Und schon hatte ich etwas Skrupel. Denn es wäre deutlich einfacher gewesen, wenn die Unterlagen feucht, schimmelig oder anderweitig angegriffen gewesen wären.

Ich fasste mir ein Herz und öffnete – ohne auf den Rücken zu gucken – die Ordner und entnahm den Inhalt. Denn zum einen sollen die Ordner zukünftig andere Dinge bewahren und zum anderen wollte ich die Trennblätter zur Wiederverwendung zurückgewinnen. So viel Ordnung muss sein.

Und auch wenn ich wirklich alle***** Unterlagen wegschmiss, war mir schon ein bisschen weh ums Herz. Zumal nicht nur Ordner, sondern auch Fachbücher****** zutage kamen.

Insgesamt habe ich vier Umzugskartons geleert, 12 Ordner und diverse Trennblätter und -streifen zurückgewonnen. Die können nun auch wieder verwendet werden.

Jetzt ist es im Keller – der eh schon sehr aufgeräumt war – noch ordentlicher.

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* Lochen, falten, abheften

**Mittlerweile sind es drei Ordner

*** Versicherung, Steuer, Konto, Verträge

**** Das weiß ich in meinem geordneten Chaos auch. Ein Handgriff und ich habe, was ich suchebrauche.

***** Naja, fast. Meine Lernhilfen konnte ich auch nicht wegschmeißen.

****** Falls irgendwer Bedarf hat, gucke sie bitte hier, hier, da und dort.

Baustelle

So langsam fällt mir wieder ein, warum ich in früheren Zeiten – also deutlich vor Kind – Umräumaktionen immer in einer wortwörtlichen Nacht- und Nebelaktion durchgezogen habe: Was mir so am Abend einfiel, war dann am nächsten Morgen fertig. Gut, ich war auch fertig, aber die Zimmer sahen so aus, wie ich es mir nur ein paar Stunden vorher überlegt hatte. Dabei ging es nicht darum, ein Regal umzusortieren, sondern ganze Zimmer umzustellen oder zu tauschen. Und ich hatte damals noch deutlich mehr Bücher*.

Die jetzige Umräumaktion gärt nun schon 4 Wochen. Mit der Entscheidung war klar, dass hier früher oder später Zimmer geleert und neu gefüllt werden müssen. Seit zwei Wochen weiß ich, welche Möbel hier voraussichtlich noch einziehen könnensollenmüssen. Und hätte ich nicht Fuß gehabt, hätte ich die Woche nach Ostern bereits gerne angefangen umzuräumen. Auch damit der midi-monsieur einfach sein Zimmer hat und von den Umstrukturierungen nicht direkt tangiert wird.

Aber es ging erst vor vier Tagen los. Und auch erstmal nur mit den Betten. Was zur Folge hat, dass der midi-monsieur für seine Anzieh- und Spielsachen ins Mufuzi muss, der RB und ich unsere Klamotten aus dem Kinderzimmer holen und das alles, was noch keinen neuen Platz hat im Mufuzi abgestellt wird. Die Wohnung ist eine gefühlte Komplettbaustelle.

DAS.NERVT.MICH!

Und weil mich das nervt, nerven mich auch ganz schnell andere Dinge. Dann kann ich mich in ein fehlendes Danke reinsteigern, mich sehr darüber aufregen, dass ich mir wiederholt den Kopf am Kran vom Kind gestoßen habe oder dem „normalen“ Haushaltschaos böse Blicke zuwerfen, weil es sich nicht selbst aufräumt.

Etwas weniger genervt war ich heute, als ich im Kinderzimmer Dinge von der Wand schraubte, Dübel und Schrauben entfernte, Löcher zuspachtelte …

Von Papa habe ich gelernt, Spachtelmasse in Molle mit Spachtel anzurühren.**

und den Kran ummontierte und der midi-monsieur ein paar Spielsachen schon mal in sein „neues“ Zimmer brachte.

Aber ich will, dass dieses Chaos aufhört. Dass Dinge wieder ihren Platz haben. Dass das Gerümpel nur noch im Mufuzi stattfinden wird. Dass alle Möbel da sind, wo sie hingehören. Dass klar ist, was eventuell noch fehlt. UND.ZWAR.JETZT!

Diese Interimszustände sind einfach nichts für mich. (Hoffentlich ist das bald vorbei.)

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* Ehrlicherweise habe ich einen Teil der Bücher immer noch – im Keller in Kartons.

** Ich mag ja auch Fertigspachtel aus der Tube – vor allem, weil man den so gut tief IN die Bohrlöcher applizieren kann. Aber den hatte ich nicht da und los wollte ich dafür auch nicht und das Pulver war noch da.

Update

Der Fuß ist wieder funktionstüchtig. Meine Hausärztin hat ihn besprochen* und nun tut er nicht mehr weh. Hätte ich das mal vorher gewusst.

Von Car2Go habe ich keine Daten zum Abschleppvorgang bekommen, das ist äußerst ärgerlich. Denn das Geld ist natürlich bereits abgebucht und hat ein entsprechendes Loch hinterlassen. Letztlich ist es nur Geld. Das jetzt fehlt, aber auf Dauer vermutlich zu verknusen ist. Nun gut, verbuche ich es unter … Lehrgeld und Erfahrung.

Die dunkle Tulpe fällt – wie leider zu erwarten war – relativ stark aus.

14 Tage nach Tönung. Es ist schon deutlich heller.

Aber eine neue Tulpe ist unterwegs. Mal sehen, wann ich zum Pinseln komme. Beim nächsten Friseurbesuch – also jenseits vom Ponyschneiden – darf die Friseurin auch den Haarschnitt nochmal deutlicher ausarbeiten. Und auch wenn es die Haarfarbengeschichte beschleunigen und zum derzeitigen Haarschnitt vom RB passen würde, es wird bestimmt kein Feather bzw. Chelsea Cut. Aber der Bob darf ruhig etwas steiler zum Hinterkopf verlaufen und im Nacken anrasiert fände ich auch mal wieder ganz cool.

Wenn ich so drüber nachdenke, habe ich in diesem Jahr noch nicht einmal – seit dem Glütza zu Silvester – die Nägel lackiert. Und irgendwie ist mir auch gar nicht so danach. Die Füße müssendürfen aber bald mal wieder.

Allem Anschein nach habe ich mal wieder Heuschnupfen. Das ist ja jedes Jahr ein bisschen Börenspiel, ob oder nicht und wenn ja wie schlimm. Vermutlich ist es wieder die Birke. Nunja. Die letzten Jahre waren es auch nur die Frühblüher. Hoffe ich mal das Beste und nehme so lange Antihistaminikum.

Ich nutz(t)e ja die Clue-App, um meinen Zyklus aufzuzeichnen und zu beobachten. Dann ließ ich mir die Spirale setze und hoffte, dass es da bald nichts mehr aufzuzeichnen gebe – zumindest keine Blutungen mehr. Eine kann damit aber viel mehr als nur die profane Blutung aufzeichnen. Außerdem hatte ich ja noch bis zum letzten Zyklus eine minimale Blutung. Diesen Monat, quasi jetzt bzw. vorgestern oder so, ist der erste wohl ohne. Da kann ich also nichts vermerken. Allerdings konnte ich vermerken, dass und wann mir die Hormonspirale gelegt wurde. Daher guckte ich heute auch etwas irritiert auf den Handy-Bildschirm, als Clue mir mitteilte, dass mein Zyklus dieses Mal wohl recht lang sei. Tjanun.

Der Zimmertausch nimmt weiter Formen an. Erstes Ziel ist es, das Zimmer vom midi-monsieur vollständig einzurichten. Dazu habe ich heute das Bücherregal geleert und alles im Zimmer stehende Bewegliche (Stühle, Kartons, Kisten) rausgeräumt. Zudem habe ich noch die Vorhänge der beiden Balkonzimmer getauscht (vorher einmal schnell gewaschen).

Den Abend verbrachten der midi-monsieur und ich mal wieder im Smørgås. Dieses Mal war die Runde um vier Tweeps bzw. Instagramer erweitert. Nächste Aktion: Bring a Gin.

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* Ich habe ihn ihr am Montag, als ich zur Check-Up-Besprechung da war, gezeigt. Und sie meinte halt: Kann halt dauern.

Anspruch

Mit den Jahren hat eine ja so Ideen bzw. Vorstellungen, wie etwas laufen soll(te). Eine weiß – im besten Fall – auch, ob die Ideen und Vorstellungen, kurz Ansprüche, realistisch sind.

Problematisch wird es, wenn bei Umsetzung dieser Ansprüche äußere, nicht immer unabhängige Faktoren reinspielen, die die eigentlich realistischen Ansprüche konterkarieren – derweil der Fuß, der mich immer wieder zu Pausen zwingt und mich nicht in meinem Tempo arbeiten lässt.

Wenn dann noch der Umstand dazu kommt, dass eine ja theoretisch Hilfe haben könnte, diese aber praktisch von ihrem Glück – aus Gründen – nichts weiß, dann hat eine zwar nicht immer ihre Gesichtszüge unter Kontrolle, aber muss auch innerlich in die Tüte atmen und sich sagen:

Meine Ansprüche sind meine Ansprüche sind meine Ansprüche.

Und natürlich gilt: Reden hilft. Aber alles zu seiner Zeit. Denn das ist auch mein Anspruch: Ich kann und darf keinem anderen meine Ansprüche aufdrücken.