Verpennt

Ich habe heute total verschlafen. Das war anscheinend dringend nötig, aber war/ ist unpraktisch mit Blick auf die noch ausstehenden Vorbereitungen für den Adventskaffee. Denn ab Mittag (also quasi direkt nach dem Aufstehen) verbrachte ich den Tag bei einer der Besten. Unser alljährliches Hühnerweihnachtsessen stand an. Und es war erstaunlich entspannt, obwohl sich das Gefüge der Konselltation in den vergangenen Monaten/ Jahren doch sehr verändert hat.

Wir haben gequatscht, gegessen, gelacht, ein wenig gelitten und eine schöne Zeit miteinander verbracht. Mit dem Resultat, dass der midi-monsieur und ich erst um 20h30 zu Hause waren. Nunja, ich kam noch zu ein paar Kleinigkeiten und werde dann wohl morgen den Rest angehen müssen. Naja, wenn die Wäsche (und noch ein paar andere Sachen) nicht mehr im Wohnzimmer steht, dann kann ich wohl wen reinlassen. Der Kinderpunsch ist auch schon angesetzt. Der Glögg muss nur noch heiß gemacht werden. Die Kekse stehen parat. Wird schon.

Nur nochmal verpennen sollte ich morgen nicht.

Minus 2

Noch 2 Tage bis zum Adventskaffee. Ich habe heute immerhin

  • den Tisch und weitere Möbel vom Balkon geholt und teilweise in Küche und Wohnzimmer aufgebaut,
  • weiter und zu Ende dekoriert,
  • die Keksdosen auf dem Tisch vom Balkon gepackt,
  • angefangen, die Küche aufzuräumen,
  • alles fürs Wochenende eingekauft

Darüber hinaus habe ich

  • ausgeschlafen (weil um 0h00 im Bett),
  • Wäsche gewaschen,
  • ein Kekspäckchen gepackt und gegen Knusperflocken und eine sächsische Wacholderwurst getauscht,
  • einen Spaziergang am Main gemacht,
  • Diskussionen geführt,
  • (zu) wenig gegessen.

Aber ich freue mich schon auf Sonntag – auch wenn noch einiges zu tun ist.

Krank

Gestern Abend mit Kratzen im Hals ins Bett. Dann versehentlich bei offenem Fenster geschlafen. Aufgewacht mit Hals- und Kopfschmerzen.

Den Plan gehabt, mich morgens nochmal ins Bett zu legen mit Tee und Wärmflasche. Dann mich aber mit meiner Co-Elternbeirätin besprochen, mit dem Schulamt telefoniert, E-Mails geschrieben, mit dem SEB-Vorsitzendem telefoniert, Termine koordiniert.

Zuletzt auf dem Sofa etwas geruht, bis der midi-monsieur kam. Weiter gecoucht, irgendwann etwas Energie gehabt und einen halben Keksteig verarbeitet und Essen gemacht. Gegessen und danach so zusammengebrochen, dass ich noch nicht mal, das Kind ins Bett bringen konnte.

Aktueller Stand: Halsschmerzen, matschig, halb wach.

Danke für nichts

Ich könnte jetzt meckern. Über den RMV. Wobei der RMV dann wieder sagen würde, dass er ja gar nicht für mein Problem zuständig ist, sondern der traffiQ. Oder wer auch immer. Das ist nämlich ein bisschen sehr nervig, dass wir zwar einen tollen Verbund haben, der eigentlich (!) auch echt gut sein könnte und der Region einen echten Mehrwert bieten würden, wenn – ja wenn – das nicht dieses Flickwerk aus lokalen Verbünden und hin- und hergeschobenen Verantwortlichkeiten wäre.

Ich könnte jetzt meckern, weil ich heute Abend zum Zahnarzt wollte und zuerst die U-Bahn ausfiel bzw. nicht klar war, ob und wann die nächste fahren würde. Also nahm ich ein Car2go um zur Straßenbahnhaltestelle zu kommen. Dort zeigte sich dann, dass ich die eine Tram gerade verpasst hatte und die nächste 16 Minuten verspätung haben würde. Ich nahm also wieder das Car2Go und musste damit außerhalb des Gebietes fahren. Die Folge: Ich muss auch für die Standzeiten zahlen. Mal abgesehen davon, dass ich nicht verstehe, warum Oberrad nicht mehr zum Car2Go-Gebiet gehört, wäre das ja nicht nötig gewesen, wenn der ÖPNV getan hätte, was er soll, nämlich fahren.

Beim Zahnarzt selbst war es auch nicht sonderlich erquicklich: Die Brücke ging nicht rauf. Die Provisorien mussten wieder rein.* Ich muss nochmal hin, sobald sich der Doc mit der Dentaltechnikerin besprochen hat. Der midi-monsieur, den ich mitnehmen musste, benahm sich unmöglich und ich musste ihm danach sagen, dass ich mich für ihn geschämt hatte.

Und vielleicht wäre ich schlechter Laune geblieben, wenn wir auf dem „Rückweg“ (direkt auf dem Weg lag das nicht) nicht bei einer der Besten kurz angehalten hätten, um ihr zum einen Post zu bringen und zum anderen eine kleine Überraschung in Form eines Adventskalenders.

Als der midi-monsieur schlief, befüllte ich dann seinen Adventskalender und suchte noch die (einen für ihn, einen für mich) von Oma raus und präparierte den Flur.

Doch, anderen eine Freude zu machen, hilft schon sehr, nicht zu sehr oder zu lang im Moppermodus zu verharren.

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* Und eines fiel natürlich beim Essen raus und ich habe morgen KEINE Zeit, zum Zahnarzt zu fahren, um das Provisorium wieder oder halt direkt die Brücke einsetzen zu lassen.

Entstresst

Die letzte Woche war mit den zwei Übernachtungsterminen stressig. Aber insgesamt war die letzte Zeit beruflich nicht ohne.

Die letzten Wochen haben mich auch emotional ziemlich mitgenommen. Einerseits zu glauben, dass alles sich richtet und andererseits immer wieder zu denken „aber wenn nicht“, schlaucht ganz schön. 

Dazu noch ein paar Arzttermin. Heute ein zweistündiger Zahnarzttermin, der mich körperlich ziemlich anspannte.

Kein Wunder, dass ich heute Nachmittag und Abend jeweils total entspannt und ausgelaugt auf dem Sofa einschlief. Eigentlich könnte ich jetzt eine Woche nur schlafen.

XYZ

Vielleichtermutlich sagt es viel über meine Beziehungsfähigkeit aus, dass ich völlig irritiert bin, wenn mir eine Freundin sagt, sie wolle/ müsse XYZ noch mit ihrem Partner besprechen, und ich denke: „Ja, kannst du das nicht alleine entscheiden?!“

Vielleichtermutlich bin ich auch einfach schon zu lange Single, als dass ich mir noch vorstellen kann, dass man in einer funktionierenden Partnerschaft, Themen wie XYZ nicht nur besprechen könnte, sondern auch sollte.

Vielleichtermutlich musste ich mich auch in der letzten Beziehung für so viele ABC-Themen rechtfertigen und diese ausdiskutieren, dass ich „nie wieder“ irgendwas mit jemandem besprechen möchte.

Wollen und Haben

Heute wollte

  • ausreichend schlafen
  • nachdem das Kind aus dem Haus war, sporteln
  • zeitig mit der Vias nach Wiesbaden fahren
  • Termine beim Zahnarzt und Orthopäden machen
  • drei Texte schreiben
  • Reisekostenabrechnung machen
  • mit den „Kolleginnen“ beim Mittag quatschen
  • mich zu zwei Projekten besprechen
  • in der Vias zurück das Buch von Mama Schulze weiterlesen
  • das Kind vom Hort abholen
  • einkaufen
  • den Abend entspannt gestalten
  • Papierkram erledigen

Hahahahaha. DAS passierte heute:

  • Ich konnte nicht einschlafen, weil meine Blase während der ersten beiden Stunden meinte, dass ich alle 20 Minuten raus müsste.
  • Ich habe mich nochmal hingelegt, nachdem das Kind aus dem Haus war.
  • Beim Duschen festgestellt, dass das Wasser nicht richtig warm wird. Entsprechend unentspannend war das Duschen.
  • Auf dem Weg zur S-Bahn Anfrage zwecks Projektangebot bekommen.
  • Die Hausverwaltung wegen der Warmwassersache kontaktiert.
  • Relativ spät mit der S-Bahn in die Landeshauptstadt gefahren. Dabei einen Kaffee getrunken, ein Drittel Zimtbrötchen gegessen und mich über die neue Musik (Amazon-Partnerlink) in der Playlist (Tatort sei dank) gefreut.
  • Reisekostenabrechnung gemacht.
  • Mich zum einen Produkt kurz ausgetauscht.
  • Und zu einem weiteren.
  • Eine Nachricht vom Kv bekommen und angefangen mich aufzuregen.
  • Zwei Texte überarbeitet.
  • Einen (der drei Texte) angefangen.
  • Mich weiter aufgeregt.
  • Keine Mittagspause gemacht, nur die restlichen zwei Drittel Zimtbrötchen gegessen, während ich tippte.
  • Mich zu einem anderen Projekt lange und total produktiv besprochen.*
  • Sehr spät losgekommen.
  • Die blödeste S-Bahn erwischt. Mich immer noch aufgeregt, nicht gelesen.
  • Von unterwegs das Kind nach Hause beordert. (Schlüsselkind ftw!)
  • Nach 1,75 Stunden (seit Verlassen der Agentur) endlich an der Heimat-Haltestelle angekommen.
  • Wegen Hunger und emotional ausgelaugt weil genervt beschlossen, dass dieser Abend nur noch durch Pommes gerettet werden kann. Also auf dem Weg nach Hause ausgenutzt, dass es eine Döner-Bude gibt und Pommes und Lahmacun (beides zum Teilen mit dem midi-monsieur) besorgt.
  • Zu Hause angekommen. Durchgeatmet. Mit dem Kind gegessen.
  • Mich nochmal heftig über eine Schnapsidee des Kv aufgeregt.
    Hier ein großes Danke an meine Twitter-Follower. Ihr habt mir mit Eurer Anteilnahme den Tag gerettet!
  • Besuch bekommen, die Geschenke fürs Kind mitbrachte, meine Werkzeuge zurückbrachte, mich mit einer Lakritzschokolade bestach, ihren Wohnungsschlüssel in Obhut zu nehmen. Kurz geschnackt.
  • Dem Kind vorgelesen.
  • Eine heiße Schokolade mit Sahne getrunken.**
  • Ein paar erfreuliche Nachrichten ausgetauscht.

Vielleicht turne ich gleich noch ein bisschen. Denn ich habe ziemliche Kopfschmerzen und meist hilft es mir doch, wenn ich mich körperlich betätige.

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* Highlight-Moment des Tages. Ich mag das sehr: Zusammen aus Fakten und Essenzen der Fakten, (inhaltliche) Ideen zu entwickeln.

** Damit ist mein Saison-Soll erfüllt. Ich hab einmal pro kälter Saison Jieper auf sowas und dann wird mir davon kodderig und ich bin für ein Jahr geheilt.