Bewegungslos

Heute hätte das Kind zu den Bundesjugendspielen antreten sollen. Zum ersten Mal. Mir sind die BJS ja egal. Nicht ganz egal ist mir und v.a. dem midi-monsieur, dass die Mädchen weniger leisten müssen als die Jungs. Das ist ziemlicher Blödsinn. Aber es ist nicht an mir, das zu ändern.

War ja – zumindest in diesem Jahr – auch egal, denn der midi-monsieur ist nicht angetreten. Denn er ist so verrotzt und hustig gewesen, dass ich es nicht sinnstiftend gesundheitsfördernd fand, wenn er sich körperlich verausgaben müsse. Also habe ich ihn morgens um 7h30 entschuldigt.

Und vermutlich hätte ich gut daran getan, direkt aufzustehen, aber da wir ja keinen Aufstehstress hatten, kuschelten wir nochmal zusammen und powernappten. Da muss es dann passiert sein: Ich muss mich verlegen oder Zug bekommen haben. Ich wachte um 8h45 auf und hatte Höllenschmerzen in der rechten Schulter und war sehr bewegungsunfähig. Die aufgebundene Wärmflasche halft zum Glück.

Den Rest des Vormittags bewegten wir uns trotzdem wenig: Ich musste arbeiten und der midi-monsieur durfte das Tablet leer spielen. Mittags verlagerten wir uns auf den Balkon.

Am Nachmittag sind wir aber doch noch vor die Tür gekommen und bewegten uns durchs Viertel.

Das Kind ist noch etwas verseucht, aber bessert sich, und meine Schulter zieht auch nur noch ein bisschen.

Back on track

Es ist immer noch total krass, wie schlecht es mir letzte und vorletzte Woche ging. Und so langsam bin ich mir ziemlich sicher, dass es an dem wackelnden Implantat lag. Ja, sicher, urlaubsreif bin und bleibe ich. Aber diese Energielosigkeit, diese Unkonzentriertheit, dieses Gefühl, sich unter der Decke verkriechen zu wollen und nichts, aber gar nichts machen zu wollen und können. Sooo ätzend.

Um so froher war ich heute, dass ich es geschafft habe früh, also wirklich früh, nämlich um 6h00 aufzustehen und die Stunde, bevor der midi-monsieur aufstehen muss, zu nutzen, um eine Präsentation fertigzustellen. Daran habe ich noch kurz weitergearbeitet, nachdem das Kind aus dem Haus war, konnte sie aber wie geplant vor 9h00 rausschicken. Danach war ich zwar kurz müde, aber ein Tee konnte es retten. Und so konnte ich fröhlich vor mich hin arbeiten. Und parallel auch noch mal eben Grundlegendes für den Kindergeburtstag geklärt und gebucht.

Dienstags (und donnertags) hat der midi-monsieur aus Gründen keinen Hort mehr, sodass er um 11h50 nach Hause kam. Weil es ja endlich warm war, verlagerten wir uns auf den Balkon. Er machte Hausaufgaben, ich arbeitete weiter, wir aßen ein bisschen. Dann musste er los. Ich arbeitete weiter, machte mich fertig, zog mich um: ENDLICH wieder Rock, Tanktop und Sandalen! Und dann holte ich das Kind ab. Wir gingen noch Schuhe für ihn kaufen, kauften Erdbeeren und Spargel, tranken ein (also jeder eins) Vanilleeis-haltiges Getränk, besorgten ersten Kram für die Geburtstagsparty und gingen dann wieder nach Hause.

Der midi-monsieur machte noch einen Rest Hausaufgaben, ich arbeitete noch ein bisschen. Dann fasste ich einen Grillbeschluss und ging noch schnell dafür einkaufen. Wir aßen auf dem Balkon. Das war sosososo schön. Ich las auf dem Balkon vor (akutell Momo). Problemlos machte sich das Kind danach bettfertig und kroch in mein Bett. Ich verkroch mich aufs Sofa, aber nicht um zu schlafen, sondern um noch ein bisschen zu arbeiten.

Doch, so fühlt sich das alles schon viel besser an. Viel besser. Und ich freue mich auf ein langes Himmelfahrtswochenende (Mi bis Mo frei), auf Pfingsten (Fr bis Di frei) in Straßburg, aufs Fronleichnamswochenende, da kommen meine Eltern wegen des Geburtstags vom midi-monsieur und ich habe heute FlicFlac-Karten bestellt. Und ich freue mich auch mittlerweile auf den Kindergeburtstag. Der machte mir doch zwischenzeitlich Sorgen, weil ich keine Energie und Ideen für die Planung hatte. Aber nun steht das Programm und ich habe wohl nicht viel zu tun. Nur die Einladungskarten basteln (und zu gegebener Zeit Proviant vorbereiten).

Zweite Wahl

„Der wievielte Versuch war das?“, fragte mich mein Zahnarzt.
„Der zweite“, antwortete ich. „Und ich glaube in diesem Fall nicht daran, dass aller guten Dinge drei sind.“
„Nein, wohl eher nicht“, stimmte mir der Zahnarzt zu. Dann holte er zum zweiten Mal ein Implantat aus 3’6er-Position.

Danach zählte er mir auf, dass die nun seit anderthalb Jahren bestehende Zahnlücke über zwei Zähne
a) gar nicht geschlossen,
b) mit eine Brücke versorgt oder
c) durch eine Prothese geschlossen
werden kann.

a) kommt natürlich nicht infrage. Denn neben optischen Gründen, brauchen die oberen Zähne Gegenspieler, sonst rutschen sie nach unten.

Also muss ich mich jetzt zwischen b) und c) als zweite Wahl entscheiden. Derzeit tendiere ich zu c). Auch wenn mein Zahnarzt das ganz schrecklich findet. Allerdings stimmt er mir zu, dass b) auch alles andere als optimal ist – aufgrund der Lage und dessen, dass ein komplett gesunder Zahn in Mitleidenschaft gezogen werden müsste.

Vier Wochen darf ich jetzt darüber nachdenken.

Besser

Noch nicht gutgut, aber deutlich besser als die letzten Tag geht’s mir heute. Die Schreibblockade löst sich etwas. Ich kann mich möglicherweise auf einen Kurztrip ans Meer vorfreuen. Auf jeden Fall kann ich mich auf Basel und den Europapark (psst, das ist eine Überraschung fürs Kind) freuen.

Worauf ich mich nicht freue: Ich muss zum Zahnarzt. Und ich werde das Implantat wieder rausmachen lassen müssen. Es ist nicht fester angewachsen und macht weh. Vielleicht macht mich auch dieser latente Schmerz gerade so mööp. Genervt bin ich auf jeden Fall, weil jetzt irgendeine semioptimale Lösung her muss, um die Zahnlücke zu schließen.

Mief

Ja, hier gibt es immer wieder mal Ohrwürmer frei Haus. Heute im Angebot: Die Doofen.

Ach, Die Doofen… da muss ich an meine späte Jugend denken und an den guten Kumpel, der mich wohl heimlich verehrte und es auf sehr spezielle Art zu zeigen versuchte. Ich weiß gar nicht, ob es einen Anlass, also Geburtstag oder Weihnachten, gab, aber er schenkte mir, weil wir beide die Doofen ganz lustig fanden, ein Haus aus Schweinskopfsülze. Etwas speziell 😉 Aber eigentlich auch lustig.

Aber das wollte ich ja gar nicht erzählen. Heute bin ich als Hausfrau unterwegs (*hüstelhüstel* die Wohnung darf auch gerade keiner sehen). Ich habe nämlich eine Entdeckung gemacht. Wer allerdings nicht gerne über Körpergeruch jedweder Art liest oder nachdenken möchte, sollte jetzt nicht weiterklicken… Weiterlesen

Die Gedanken sind frei

Heute geht es mir nicht gut. Es wird immer schlimmer mit der Urlaubsreife. Dazu kommt noch, dass ich ein Projekt vor mir herschiebe und aufschiebe, dass es schon wie ein unbezwingbarer Berg aussieht. Daraus resultiert, dass ich gefühlt vor allem sitze, wie das Kaninchen vor der Schlange. Was wiederum meine Urlaubsreife verstärkt. Und … naja, ich muss ja keinen Teufelskreis erklären.

Als ich den Wannentweet schrieb, war ich kurz versucht, „Keine Sorge, ohne Föhn.“ dranzuhängen. Ich habe es nicht nur gelassen, weil ich es geschmackslos finde, sondern auch weil ich das nicht bin. Ich bin nicht lebensmüde. Ich bin „nur“ müde.

Und trotzdem gingen die Gedanken nach dem Föhn-Gedanken weiter: Was wäre, wenn? Wenn ich es wirklich machen würde, dann würde mich der midi-monsieur finden. Allein dieser Gedanke ist für mich so schrecklich, dass ich es nie machen würde. Auch kann ich mir nicht vorstellen, mein Kind anderweitig – selbstbestimmt – zurückzulassen. Bei dem Gedanken, dass dem midi-monsieur mitgeteilt werden muss – womöglich von irgendeinem unsensiblen Vollpfosten -, dass seine Mama nie wieder kommt, zieht sich nicht nur alles zusammen, sondern mir wird auch regelrecht schlecht. Nein, Selbstmord ist keine Option für mich.

In der Wanne war ich aber auch noch nicht heute.