Versuch und …

Das Kind hat ja eine Antibiose gewonnen. Das ist nicht wirklich erstrebenswert, aber manchmal eben notwendig.

Blöd ist allerdings, wenn das Kind eine Stunde nach der zweiten Antibiotikumsdosis kotzt. Da fragt sich eine dann schon: Verträgt er das Zeug nicht? Ist es wirklich das AB?

Allerdings war er nach dem Kotzen erstaunlich gut drauf. Er fühlte sich besser als am Tag zuvor, turnte frühlich rum, hatte kein Fieber und auch sonst keine Anzeichen auf Unverträglichkeit.

Ich rief beim KiÄBD an. Naja, ich versuchte es. Denn telefonisch sind die nicht erreichbar. Das bedeutet, dass wir nur um abzuklären, ob das Medikament wirklich gewechselt werden muss, dahin fahren müssten. Einmal quer durch die Stadt und sich vermutlich in eine elend lange Schlange* von feiertagskranken Kindern einzureihen.

Ich beschloss, den midi-monsieur zu beobachten. Er wirkte fit, fühlte sich deutlich besser. Ich überlegte: Entweder

  • lassen wir die abendliche Dosis aus und gehen am nächsten Tag zum Kinderarzt**

oder

  • wir versuchen es noch einmal und er nimmt die abendliche Dosis. Wenn es ihm nicht bekommen sollte, können wir immer noch auf „entweder“ zurückkehren.

Wir bekamen Gäste, hatten einen schönen Nachmittag und Abend. Der midi-monsieur war immer noch fit, musste auch nach Kuchen und Grillen nicht spucken.

Tja, ich wäre wohl nicht ich, wenn ich es nicht doch noch einmal versuchen würde. Der Verlauf des restlichen Abends und der Nacht zeigten – glücklicherweise -, dass das kein Irrtum war.

(Ja, ich weiß: Hätte auch anders laufen können. Und vielleicht war es auch etwas viel Versuch – so von außen betrachtet. Aber ich bleibe dabei: Ich kenne mein Kind.)

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* Die stand da nämlich gestern, als wir gegen 13h10 den KiÄBD mit Diagnose und Rezept verließen. Glücklicherweise waren wir nach dem Frühstück direkt hingefahren und so deutlich vor 12h00 da gewesen.

** Dann hätte der RB mit dem Kind gehen müssen, denn ich biete ja ein Projekt bei der Projektwoche an der Schule des Kindes an.

Wieder da

Hurra, das Kind ist wieder da. 5 Tage Klassenfahrt hat er mehr oder weniger heil üüberstanden. Zumindest musste er nicht vorzeitig abgeholt werden und das ist ja durch positiv zu werten. Er hatte Spaß und seine neue Klassenlehrerin noch ein bisschen lieber gewonnen.

Anfangs sah es so aus, als sei er nur von der Aufregung geschafft und legte sich nach einem halben Brötchen zum zweiten Frühstück erstmal hin. Doch im Laufe des Tages manifestierten sich Heiserkeit, Rotz und Halsschmerzen. Und so gab es eine Ibu als Betthupferl. Halsschmerzen sind fies und müssen gelindert werden.

Hoffen wir, dass es besser wird.

Nicht eingeladen

Es scheint, als sei heute der „Tag der unliebsamen Besucher“:

Gegen 6h00 stürmte der midi-monsieur das Schlafzimmer: „Ich habe eine Motte im Zimmer.“ Im Halbschlaf murmelte ich: „Mach das Licht im Flur an und in Deinem Zimmer aus und dann fliegt sie schon raus.“ Er zog von dannen und ließ uns und sich noch zwei Stunden schlafen.
Zwischen Anziehen, Sachen für die Bundesjugendspiele* packen und Frühstück auf die Hand** erzählte er mir, er habe die Motte mit dem Puschen erwischt und dann den Ameisen*** zum Fraß hingeworfen.

Während des Morgenchaos kroch mir auf einmal eine kleine braune Raupe**** aus dem Wohnzimmer kommend entgegen. Nach einem spontanen „Iihh“ suchte ich das Kehrblech und hielt es ihr in den Weg. Aber da wollte sie erst drauf, nachdem ich sie mir dem Handfeger draufschubste. Da krümmte sie sich zusammen und ich beförderte sie im hohen Bogen Richtung Zierkirsche.

Dann frühstückten der RB und ich auf dem Balkon und ich hörte den RB sagen: „Da ist eine Maus.“ Ich dachte zuerst, er habe eine auf dem Stück Rasen in unserem Hof gesehen, aber er zeigte auf den Spalt zwischen Mäuerchen und Sonnenschirmständer AUF unserem Balkon. Sie huschte durch ihr Loch zurück, als sie bemerkte, dass wir sie bemerkt hatten. Aber sie kam wieder und flitzte über den ganzen Balkon. Woraufhin wir etwas räumten und ich dann auch endlich mal anfing, die Blütenblätter von der Zierkirsche zusammenzufegen. Die dabei gefundenen kleinen Pflastersteine nahm ich, um der Maus, die mittlerweile unter meinen Augen wieder vom Balkon gehuscht war, ihren Aufgang auf den Balkon zu verstopfen.
Gut, dass wir eh in den Baumarkt wollten. So kamen noch Mausefalle und Mörtel (o.ä.) auf die Einkaufsliste.

Nach etwas längerer Diskussion am Mausefallenregal haben wir doch Nicht-Lebendfallen***** mitgenommen.

Aber erstmal werden wir der Maus ihren Zugang vermörteln. Ich hoffe sehr, dass das reicht.

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* Ja, die werden von mir unterstützt, indem das Kind – auch wenn Leichtathletik nicht seins ist – hingehen „muss“.

** Es war zeitlich etwas knapp, weil er nach Samstag, Sonntag und Montag Rugby doch durchaus etwas platt war und nicht aus dem Bett kam.

*** Die wohnen auf dem Balkon.

**** Vermutlich von irgendeinem Nachtfalter.

***** Ich hätte lieber eine Lebendfalle genommen, aber der RB war mit „Und was machen wir dann mit der Maus?“ argumentativ eindeutig im Vorteil.

Mööööp

So ein mööpiger Mööptag. Der Vormittag war irgendwie unruhig. Der RB war – aus meiner Sicht – zu früh weg. Aber er hätte heute gar nicht fahren dürfen. Musste er natürlich. Aber blöd war der Tag ohne ihn trotzdem.

Ich saß wie das Kaninchen vor der Schlange vor meinem Text. Kam nicht voran. War mööp. Und um 18h30 war ich auch müde. So müde, dass ich mich hinlegen musste. Irgendwer hatte den Stecker gezogen. Der Text hatte sich während der anderthalb Stunden Schlaf immer noch nicht geschrieben. Ich war weiterhin mööp und vermisste den RB.

Erstaunlich, wie sehr eine einen anderen Menschen vermissen kann, obwohl eine weiß, dass sie ihn doch bald wiedersieht.

DSGVO

Alkohol, auch in Rosé-Form hilft auch nicht …

Herrje, herrje, herrje. Ja, Datenschutz ist wichtig. Datenschutz ist gut. Hat alles seine Berechtigung und ich wundere mich auch oft, wie ich in welchen Newsletter wohl reingeraten bin. Aber mal gaaaaanz erhlich, liebe EU, mein kleines privates, völlig werbefreies Blog möchte nur Geschichten erzählen und keiner Leserin etwas verkaufen oder gar irgendein Schindluder mit ihren Daten betreiben. Wegen mir dürften sich alle Leserinnen „Lieschen Müller“ nennen, wenn sie kommentieren wollen. Was mir nicht passt, schmeiße ich ja eh raus oder schalte es gar nicht erst frei. Da interessiert mich letztlich gar nicht, wer da in Echt hinter steckt.

Aber gut, nun isses, wie es ist und ich arme kleine private Bloggerin *jammer schluchz heul* muss irgendwie mit diesem riesigen Ungetüm fertig werden. Seit Tagen sammel ich schon Links, die mir vielleicht weiterhelfen können. Joah, können sie – ZUM.TEIL. Zum größten Teil sind sie mir zu technisch und ich steige schon bei Begriffen wie „Opt-out“ aus. Dennoch habe ich eine erste Quintessenz nach dem Lesen einiger Links (Liste unten):

  1. Ich hoffe sehr, dass WordPress.com (.org ist ja was anderes!) bis zum 24.5.2018 eine probate, Dummie-gerechte (am liebsten One-Klick-) Lösung anbieten wird. Immerhin zahle ich ja auch Geld für mein Vergnügen hier. (Es gibt ja schon PlugIns. Aber halt für .org bzw. im BusinessTarif.)
  2. Dieses Blog muss an folgenden Stellen DSGVO-fit gemacht werden:
    – Impressum
    – Datenschutz
    – Kommentare (ggf. abschalten)
    – IP-Adressenspeicherung
    – SocialMedia- (Share-)Buttons bzw. Like-Button
    – Gravatar-Verknüpfung
    – Instagram-Widget
    – ggf. YouTube-Embeded-Videos

Einiges kann ich wohl selbst relativ einfach beheben, anders bedarf einer vernünftigen programmiertechnischen Lösung seitens WordPress. Ich hoffe da wirklich.

Und für alle, die auch lesen wollen, hier „meine“ Links ((fast) unsortiert und ohne Wertung):

Wer noch weitere gute Links hat oder sonst einen hilfreichen Tipp: Immer her damit!

Geheilt

Es war 2003. Da war ich wegen eines nicht so schönen Ereignisses in Frankfurt: Der Vater einer Freundin wurde beerdigt. Ich war schon am Abend vorher angereist, nächtigte bei der Besten. Die Freundin kam auch dazu, um sich bei einem Gläschen Wein mit uns abzulenken. Es war Rosé. Keine Ahnung mehr was für einer, aber vermutlich nicht unbedingt irgendein Fusel. Und viel tranken wir auch nicht. Wir mussten und wollten ja am nächsten Tag fit sein. Trotzdem musste ich mich in der Nacht übergeben. Und auch bei der Beerdigung selbst war mir auch noch sehr kodderig. Nein, nicht verkatert.

Dann ergab sich lange nicht, dass ich Rosé-Wein trinken musstedurftekonnte. War auch nicht schlimm: Rot- und Weißwein reichen ja aus.

Doch als ich wieder Rosé trank, war mir danach wieder nicht gut. Sollte ich Rosé einfach nicht vertragen? Warum auch immer? Denn eigentlich macht das keinen Sinn, da ich ja sowohl Weiß- als auch Rotwein vertrage. Komische Sache.

Aber ich hatte nun Rosé mit Unwohlsein verknüpft und mache seitdem einen Bogen um den Rotwein im SchafsWolfsWeißweinpelz. Der RB war schon enttäuscht, dass er mit mir nicht seine Lieblingsweine teilen musskanndarf.

Doch seit heute hat sich mir dieser Teil der Weinwelt wiedereröffnet: Beim Aperó bei einer der Besten gab es einen Rosé-Crémant, den ich aber nur bewusst als Crément trank, dabei aber das Rosé-Feature völlig ignorierte.

Rosé-Crémant an Maiglöckchen

Und vermutlich wäre mir auch immer noch nicht bewusst, dass ich Rosé getrunken hatte, wenn der RB nicht nachfragt hätte, ob das mein Glas und sozusagen mein Rosé in dem Glas gewesen sei auf dem Foto.

Tjanun, Santé, würde ich sagen, und à la mienne.

Schwarzer Freitag

Pechrabenschwarzer und vor allen Dingen total verkohlter Freitag. So empfand der midi-monsieur zumindest den heutigen Tag zwischen 17h05 und 17h40 und dann nochmal zwischen 21h00 und 21h30.

Was genau am Nachmittag, als er vom Hort kam, loswar, weiß er noch nicht einmal selbst. Er hatte zumindest wirklich Kacklaune und ich hatte keine Lust, das abzubekommen. Also schickte ich ihn ins Zimmer. Wo er weiter mopperte, aber irgendwann Ruhe gab. Und noch ein irgendwann später, also so gegen 17h40 kam er deutlich besser gelaunt aus dem Zimmer und machte sich etwas zu essen. Dann war er auch dem Vorschlag zugänglich, dass wir den RB von der Arbeit abholen. Also schwangen wir uns auf die Räder und düsten los.

Als wir wieder zu Hause waren, hatten wir alle mehr oder weniger* Hunger. Ich schmiss also schnell Herrn Weber an, zum Glück hatte ich das Grillgut (Kartoffeln, Spargel und Hühnerbeine**) schon vorbereitet. Als der Grill anfing heiß zu werden, legte ich die Kartoffeln auf und kurz darauf auch die Hühnerbeine. Dann ging ich in die Küche und kümmerte mich um den Nachtisch – Rhabarber-Crumble -, bis der midi-monsieur panisch reinstürmte: „Mama, der Grill ist bei 300 und es brennt.“

Mist, ich hatte vergessen, den Grill runterzudrehen, als ich die Hühnerbeine drauftat. Am Ort des Geschehens sah ich Flammen*** und Rauch. Ich drehte den Grill runter, wartete etwas und guckte dann rein. Das Dunkel des Abends war gnädig, sodass ich nicht gleich das ganze Ausmaß sah. Der RB murmelte was von „Röstarmomen à la Tim Mälzer“ Ich nahm die Hühnerbeine runter, drehte die Kartoffeln um. Derweil stand der midi-monsieur neben mir, beobachtete das Geschehen und insbesondere die Hühnerbeine und lamentierte: „Das ess ich nicht. Das ist verbrannt. Das kann man nicht mehr essen. Und ich habe mich so auf die Hühnerbeine gefreut.“ Er bekam sehr sehr sehr schlechte Laune.

Jaha, das war etwas heiß…

Ich legte die Hühnerbeine wieder auf den etwas abgekühlten Grill, überließ dem RB das Feld (und den midi-monsieur) und beendete die Crumble-Vorbereitung. Und während ich in der Küche stand, musste der RB den Dramaking deluxe ertragen. Ja, all das Leid dieser Welt lag auf dem midi-monsieur, der sich doch soooooo auf die Hühnerbeine gefreut hatte. Und ich wüsste doch, wie sehr er Hühnerbeine liebe. Und IMMER würde sowas passieren. Ihm – dem RB – würde sowas ja nicht passieren. Und nein, er könne die Hühnerbeine auf gar keinen Fall essen. Nein, auch nicht, wenn wir die verkohlte Haut abmachen würden.

Dann saßen wir am Tisch, ich puhlte die verbrannte Haut vom Fleisch und es sah innen sehr gut aus. Der RB und ich aßen, während das Kind das Essen theatralisch abkühlen ließ. Der RB und ich befanden das Fleisch für gut und sehr genießbar. Da traute sich auch endlich der midi-monsieur und – tadaaaa -:“ Das ist echt lecker, Mama.“

Später war es dann zum Glück nur noch in seinem Zimmer schwarz.****

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* Das Kind eindeutig mehr.

** vom Hähnchen

*** in der Fettwanne

**** Was dazu führte, dass er sich beim im Halbschlaf Umdrehen den Kopf an einem Balken andötzte.

Anspruch

Mit den Jahren hat eine ja so Ideen bzw. Vorstellungen, wie etwas laufen soll(te). Eine weiß – im besten Fall – auch, ob die Ideen und Vorstellungen, kurz Ansprüche, realistisch sind.

Problematisch wird es, wenn bei Umsetzung dieser Ansprüche äußere, nicht immer unabhängige Faktoren reinspielen, die die eigentlich realistischen Ansprüche konterkarieren – derweil der Fuß, der mich immer wieder zu Pausen zwingt und mich nicht in meinem Tempo arbeiten lässt.

Wenn dann noch der Umstand dazu kommt, dass eine ja theoretisch Hilfe haben könnte, diese aber praktisch von ihrem Glück – aus Gründen – nichts weiß, dann hat eine zwar nicht immer ihre Gesichtszüge unter Kontrolle, aber muss auch innerlich in die Tüte atmen und sich sagen:

Meine Ansprüche sind meine Ansprüche sind meine Ansprüche.

Und natürlich gilt: Reden hilft. Aber alles zu seiner Zeit. Denn das ist auch mein Anspruch: Ich kann und darf keinem anderen meine Ansprüche aufdrücken.

Holzbein

Ich maße mir ja durchaus an, anhand von Informationen aus dem Internet Krankheiten bzw. Krankheitssymptome grob einordnen zu können. Vor allem auch einordnen zu können, ob es sich lohnt, einen entsprechenden Facharzt zu konsultieren – sprich im Zweifelsfall auf Notfall zu plädieren, ob ein späterer Termin ausreicht oder ob es „Watch’n’Wait“ auch tut.

Aktuell habe ich Fuß: Nach dem (für meine Verältnisse eigentlich nicht so) langen Marsch durch Frankfurt hatte ich abends beim Essen auf einmal links stechende Fußschmerzen – recht punktuell und auch nur unter Belastung. Ich dachte erstmal: „Ach, eine Nacht drüber schlafen und dann ist wieder gut.“ War es aber nicht. Am Sonntag schmerzte der Fuß immer noch. Was mich aber nicht davon abhielt, unserem Besuch Frankfurt weiterhin laufend zu zeigen. Das war sicherlich nur semischlau, denn die Schmerzen wurden nicht besser und Schonung ist ja prinzipiell nicht schlecht, wenn der Fuß sagt: „He, hier ist was nicht in Ordnung.“ Der beste Kumpel (noch aus Schulzeiten) war dem Fuß recht dankbar, weil ich ja nicht wirklich laufen, sondern eher humpeln konnte und somit das Fortbewegungstempo sehr entspannt war. Ich kam mir ja vor, als würde ich mit einem Holzbein laufen.

Heute hatte ich dann etwas Zeit zu überlegen, ob ich meinen Orthopäden belatschere, dass ich dringend einen Termin bräuchte, weil unerträgliche Schmerzen. Aber eigentlich hatte ich dazu keine Lust. Meine Hausärztin wird mir sicherlich nicht weiterhelfen können und bis 19h00 zu warten, um in der Notaufnahme drölfzig Stunden auszuharren, dass man mir sagt, dass orthopädische Fälle in die BGU sollen, fand ich auch überzogen. Also befragte ich Dr. Google und beschloss nach verschiedenen Seiten mit ähnlich lautendem Ergebnisse: Ich brauche wirklich ein Holzbein habe eine Sehnenscheidenentzüdung im Fuß. Und was wird dazu geraten?! Ruhigstellen, Diclofenac-Salbe, bei Bedarf entzündungshemmende Schmerzmittel sowie Wärme oder Kälte nach Gefühl.

Wird schon. Zum Arzt kann ich zur Not immer noch.