Gedankenfetzen

Liegende Tulpe – Hummeln im Hintern – Diese Bockigkeit nervt – Na, danke für die Unsicherheit – geheime Mission – Freundschaft – Huups, wie ist das denn gemeint? – Nein, Du kannst nicht nein sagen – unproduktiv – Kann ich Sonntag Rad fahren? – Status: unklar – Der Herbst kommt – zwei Personen – Vorfreude

Alltag

Übermorgen hole ich den midi-monsieur wieder. Dann haben wir noch eine Woche Schonfrist, bis der Alltag wieder beginnt.

Und ich bin so ambivalent wie schon lange nicht mehr. Die vier Wochen waren ziemlich lange. Nicht nur für mich. Es war eine Woche zu viel. Ich habe mein Kind zwischendurch sehr vermisst. Natürlich habe ich die kindfreie Zeit auch genossen und vielleicht habe ich mich durch die lange Zeit ohne den midi-monsieur auch ein bisschen zu sehr an meine Freiheiten gewöhnt. So sehr, dass ich jetzt schon überlege, wie ich mir auch in der Standby-Zeit qualitative kindfrei Zeiten verschaffen kann. Und so nachvollziehbar der Gedanke ist, so schäbig komme ich mir dennoch vor. Denn ich freue mich sehr darauf, mein Kind am Freitag wieder in den Arm nehmen zu können.

Ich freue mich auch auf den Alltag. Ich mag die Struktur, die ich dadurch habe. Doch so definiert vieles ist, so variabel sind ein paar andere Dinge. Und ich weiß nicht, wie viel Variabilität ich und auch der midi-monsieur vertragen; wie viel Variabilität ich will.

Objektiv und subjektiv haben wir uns mit allem gut arrangiert und unseren Rhythmus gefunden. Aber wer mich kennt, weiß, dass ich Stillstand und „das war schon immer* so“ nicht ertrage. Das Leben will bewegt werden, muss in Bewegung bleiben. Doch wo hört Bewegung auf und wo fängt stressiges Durchrütteln an? Und wann ist dann Alltag nicht mehr Alltag?

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* so 4-6 Monate 😆

Entschädigung

Der Tag fing spät an. Und weil ich etwas Aufwand betrieb, kam es zu einem noch späteren Marktfrühstück.

Die knapp 360 Minuten lange anschließende Begegnung kann muss ich mir z.B. mit dem langen Spaziergang schön reden.

Aber trotzdem wäre ich ziemlich frustriertgenervt nach Hause gegangen, hätte ich nicht noch eine tolle, spontane Twitterbegegnung gehabt.

90 Minuten Entschädigung.

Nicht nett

Man glaubt es kaum, aber ich kann auch nicht nett sein. Nicht richtig böse. Dann hätte ich aufgelegt, aber sicherlich war es alles andere als nett, bei der Unterhaltung über Sternzeichen und dass ganzganz sicher 50 Prozent der Eigenschaften immer stimmen, nebenbei sehr nett zu whatsappen. Aber anders hätte ich das Gespräch auch nicht überstanden, ohne doch noch einfach aufzulegen.

Ich sollte an meiner Höflichkeit arbeiten.