Launisch

Orrrrrrr, ich gehe mir selbst auf den Keks. Kurz nachdem ich heute zu Hause war, schlug meine Laune von „müde, aber fröhlich“ auf „boah, mir ist so schwer ums Herz“ um. Als das Kind draußen unterwegs war, legte ich mich aufs Sofa und schlief tatsächlich kurz ein. Aber es half nix. Meine Laune war nach dem Nickerchen nicht besser. Ich habe keinen Bock auf diese Laune. Ich will das nicht. Und ich wüsste gerne, woher das kommt. Dann könnte ich es vielleicht abschalten. Die Analyse bis jetzt hat verschiedene Optionen ergeben:

  • Zu wenig Schlaf (seit Tagen)
  • Beginn der Wechseljahre
  • Oxytocin-Jetlag
  • Alkohol-Nachwehen
  • Freiheits-Jetlag
  • das noch nicht final geklärte Problem
  • Wunsch nach Veränderung
  • fehlender Sport

Der midi-monsieur ist es definitiv nicht. Mit ihm läuft gerade alles ziemlich gut. Vermutlich ist es eine Mischung aus allem.

A.ber.ich.will.das.nicht! Ich will nicht nölig und weinerlich sein. Ich will gute Laune haben.

Entspannt

Das war ein sehr entspannter Sonntag. Er hätte sogar noch entspannter sein können, wenn ich besser geschlafen hätte.

Aber das hinderte nicht daran,

… mich mit einer Twitterin zum Frühstück zu treffen (das war sehr schön),
… ihr ein bisschen die Stadt zu zeigen,
… meine Mutter zum Geburtstag anzurufen (und mich freuen, dass wohl mein kleiner Bruder samt Familie hingefahren waren),
… wieder zu Hause die Füße hochzulegen und
… mit der liebsten Freundin zu beschließen, dass wir beide am Nachmittag keine sportlichen Leistungen mehr vollbringen müssten, sondern
… uns in der Sonne zu treffen – auf Apfelschorle und Kuchen,
… zu Hause nur das Nötigste zu tun,
… eine Nachricht zu verschicken,
… ein Buch auf den Kindle zu laden,
… mich über eine Nachricht zu freuen,
… das wieder zurückgekommene Kind in den Arm zu nehmen.

Allerdings stellte ich gerade etwas unentspannt fest, dass ich – obwohl ich den ganzen Tag das Gefühl hatte, dass ich noch was wichtiges machen müsste, mir aber partout nicht einfiel was – völlig vergessen hatte, dass ich noch einen Text schreiben muss.

Blau

Wer weiß schon, wie viele so schöne Tage wir noch haben, bevor es wirklich kalt und vor allen Dingen össlig wird.

Der Blick auf die WetterApp zeigte 20 °C und der Gang auf den Balkon offenbarte: sonnig, aber im Schatten etwas frischer*. Perfektes Bike-Wetter. Ich plante mit Else die Route, machte das Rad klar und schon ging es los.

Unter strahlend blauem Himmel fuhr ich quer durch die Felder nach Friedrichsdorf und wieder zurück.

Sosososo schön!

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* Weswegen ich die lange Radhose, sowie ein langärmliges Untershirt (unter dem kurzärmeligen Trikot) entschied. Und auf der Hinfahrt hoffte, dass mein Rückfahr-Ich meinem leicht schwitzendem Hinfahr-Ich danken würde.

Denken

Denkintensive Woche… Heute vorläufiger Höhepunkt mit Gedanken, die an mich herangetragen wurden und die ich nun bedenke. Kann ja nicht schaden.

Dazu kommen noch Gedanken, die letztlich auch Gefühle sind. Diese gilt es auch gerade zu durchdenken. Und vor allem auch zu verschriftlichen. Denn manchmal muss auch ich mich mitteilen, damit die Gedanken klarer werden.

Dann ist aber auch hoffentlich mal wieder gut mit Denkerei. Das Leben zu leben und zu genießen, ist ja doch lustiger. 😉

Raus

Das Wetter nutzen, solange es da ist. Mit dem Gedanken habe ich heute das Rad mit in die Landeshauptstadt genommen. Also nicht mein Mountainbike, sondern das Stadtrad. Das nicht einfach nur ein Rad ist, sondern ein fahrbares Erinnerungsstück. Es ist das uralte Motobécane-Rad meines Vaters, auf dem ich in jungen Jahren durchaus viel durch Bielefeld gerast bin, wenn gerade mal wieder ein Rad von mir kaputt oder geklaut war.

Der Plan war eigentlich, die Strecken zum und von den jeweiligen Bahnhöfen mit dem Rad zurückzulegen. Aber als in Wiesbaden klar war, dass ich früher loskomme als gedacht, bemühte ich Else und plante eine Strecke quer durch nach Höchst. Denn quer durch ist halt schon etwas kürzer als am Main lang. Aber halt immer noch 31 Kilometer lang. Aber es fuhr sich erstaunlich gut und zügig – trotz „Gurke“ und Rucksack auf dem Rücken. Das Wetter war bestens und die Strecke sehr schön.

Ich hätte noch mehr fahren können. Wenn ich könnte, würde ich zur Zeit dauerhaft fahren und draußen sein. In Bewegung bin ich gerne mit mir allein. Dann bekomme ich klare Gedanken. Aber Stillstand ertrage ich zur Zeit nicht. Vielleicht bin ich auf der Flucht.

Nachts in Frankfurt

Jaja, ich Eule. Ich mag die Nacht. Und ich mag es, nachts bzw. im Dunkeln in Frankfurt unterwegs zu sein. Leider kann ich das nicht so oft. Und heute war auch noch so ein Tag …

Da musste ich es nutzen, dass ich derzeit abends raus kann und zog – angezogen von der Lichtinstallation am Römer – los. Ich nahm die DSLR mit. Hmhm, auf halben Weg zum Römer dachte ich noch: „Ich hätte vielleicht das Stativ auch mitnehmen sollen.“ Naja, umdrehen wollte ich dann nicht mehr. Geärgert habe ich mich dann doch ein bisschen. Aber mehr noch habe ich mich über den abendlichen, dann doch 11 Kilometer langen Spaziergang gefreut und ein paar Bilder habe ich auch ohne Stativ machen können.

Miau

Ich weiß gar nicht, wie ich heute morgen um 5h00, als ich endlich im Bett war, auf den schmalen Ast kam, ich könnte heute über Mittag total entspannt eine Runde mit dem Rad drehen. Denn nicht nur von der Schlafmenge, sondern auch von der Schlafqualität her wäre es mehr als knapp geworden.

Huiii, drei Frauen, drei Flaschen Wein und ein isländischer Gin* zum Probieren führen wohl zu so abstrusen Gedanken. Diese Mischung führte ja auch dazu, dass ich morgens um 4h00 allein durch den etwas weniger bewohnten Teil des Ostends nach Hause ging. Wäre ich meine Tochter, würde ich mir die Leviten lesen.

Natürlich** wachte ich heute morgen früher*** auf als mir gut tat. Aber ich konnte mich nochmal davon überzeugen, wieder einzuschlafen.

Um 11h45 war aber noch mehr Schlaf einfach nicht drin. Der Kater in meinem Kaopf miaute und wollte raus? gefüttert werden? einfach jammern? Auf jeden Fall war ziemlich schnell klar:

Also machte ich mir erstmal Frühstück, plante meine Wanderroute, ging duschen und kam tatsächlich pünktlich los. Auf dem Weg zum Ausgangspunkt fing es an zu regnen und auch in Höchst tröpfelte es noch etwas. Aber ich MUSSTE frische Luft schnappen. Also ließ ich mich von den drei Tropfen nicht bremsen und als ich am Main auf die Fähre stieg, riss der Himmel auch schon auf und somit stand meiner Tour nichts im Wege. Es ging zunächst in die Schwanheimer Düne, dann weiter im Grüngürtel bis zum Louisa-Bahnhof. Dann hatte ich 13 Kilometer in den Beinen und ein paar Fotos gemacht:

Dieser Grüngrütel ist einfach toll. So nahe Naherholung ist wirklich großer Luxus und brachte auch, was es bringen sollte: Erhohlung und in meinem Fall vom Kater. Der von heute morgen hatte sich zumindest schon in der Düne verabschiedet. Allerdings nicht ohne mit dem Muskelkater abzuklatschen. Aber der ist mir ja lieber als so ein Felltier im Kopf.

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* Da kein Eis und kein Tonic da waren, haben wir es nur etwas pur probiert.

** Alkohol-induzierte Kurzschlafeuphorie

*** Top-Uhrzeit, wenn ich wirklich hätte Radfahren wollen