Fix und fertig

Mit viel Glück habe ich heute Nacht 3 Stunden geschlafen. Dazu noch die Seuche. Das waren keine guten Voraussetzungen, um 3 Stunden mit dem Zug nach Leipzig zu gondeln, 4 Stunden vor Ort zu sein und 3 Stunden zurückzufahren.

Und weil ich auf der Hinfahrt nicht schlafen konnte, passierte, was passieren musste, als im Saal das Licht für die Vorträge gedimmt wurde: Ich hatte größte Mühe, mich wach zu halten. Aber dank Fotografieren und Mitschreiben schaffte ich es, halbwegs konzentriert der Veranstaltung zu folgen.

Zurück döste ich ein wenig, damit ich ansatzweise wach bin, um einen halbwegs guten Eindruck bei meinem Abholservice zu machen und auch, um das Kind an der richtigen Stelle einzusammeln.

Jetzt liege ich müde, aber entspannt auf dem Sofa und möchte den Abend noch nicht loslassen.

Vereinbarkeit?

Morgen das erste Mal ein Business-Trip mit Übernachtung, seitdem ich alleinerziehend bin.

Für 3 Stunden Event werde ich insgesamt 8 Stunden hin- und zurückreisen. Und weil ich nach dem Termin nicht mehr zurückkomme, muss ich über Nacht bleiben. Und der midi-monsieur muss versorgt werden.

Und weil Donnerstag ein Nicht-Hort-Tag ist, wird ihn die Babysitterin von der Schule abholen, ihn betreuen, bis er zum Aikido geht. Von dort wird er dann alleine – mit Ranzen und Übernachtungszeug – zu seinem besten Kumpel gehen, um dann dort zu übernachten.

Und Freitag muss er, weil er seit dieser Woche einen neuen Stundenplan hat, der bedeutet, dass er Freitags nicht mehr fünf, sondern nur noch vier Stunden hat. Ich komme aber anderthalb Stunden nach dem neuen Schulschluss an, sodass er wohl diese Zeit als Schlüsselkind überbrücken wird.

Ich bin nur froh, dass er so kooperativ und selbstständig ist.

Normalität

Sicherlich wäre es schlauer gewesen, heute zu Hause im Bett zu bleiben und die Seuche auszukurieren. Aber ich kann den midi-monsieur schlecht allein in den Zug setzen.* Sicherlich kommt das irgendwann, aber 8 ist dafür kein Alter.

Und daher fuhr ich heute 4 Stunden nach Paris und auch 4 wieder zurück. Dazwischen hatte ich knapp 2 Stunden Aufenthalt. Der midi-monsieur und Kv verabschiedeten sich recht schnell, sodass mir noch etwas Zeit mit mir blieb.

Und was mache ich in der Zeit?! Ich gehe ein paar Sachen einkaufen. Also Lebensmittel. Lebensmittel, die es in Deutschland nicht gibt (oder nicht so günstig). Dann setze ich mich in den Bahnhof, essen ein Pain au Chocolat und lese das Internet leer.

Ja, ich bin krank und zwei Stunden sind nicht lang. Viel hätte ich eh nicht machen können. Aber es fühlte sich so normal an, mal eben nach Paris rein- und wieder rauszufahren.

Es war auch erschreckend normal für meine Augen, die schwer bewaffnete Soldaten durch und um den Bahnhof patroullieren zu sehen.

Normal war auch – immer noch – der Sprachswitch von Deutsch auf Französisch, das relativ problemlose Verständigen im Geschäft.

So ganz schlüssig bin ich mir noch nicht, ob ich diese Normalität gut finde.

Längerer Tag

6h45 aufstehen

7h40 Fahrt zum Turnier

8h20 Ankunft

9h20 erstes Spiel

10h00 zweites Spiel

10h40 letztes (von insgesamt und inkl. gestern 7 Spielen)

13h45 Abfahrt nach Hause

17h45 Ankunft zu Hause, Auto ausladen, Hausaufgaben machen, Auto wegbringen (ich)

19h30 essen, Gedicht lernen, duschen (Kind)

20h30 Bett (Kind), Sofa (ich)

Ins Bett muss ich aber auch bald. Die nächste Woche wird tough.