Abrieb

Dieses Bloggen hat sich ja schon sehr verinnerlicht. Einmal pro Tag was schreiben – das ist zwar manchmal anstrengend, aber meistens eher Spaß. Und wenn mir Dinge über Tag passieren oder ich was lese, dann denke ich oft auch gleich mit, ob ich das verbloggen kann oder sollte.*

Ähnlich ist es mittlerweile auch bei Twitter: Seit der Kochtopfdeckeltipp so gut ankam und sich danach – zunächst zufällig – noch weitere Tipps ergaben, denke ich immer mit, wenn ich in der Küche werkel, ob dieser oder jene Handgriff, Kniff etwas für mein Küchen-Hack-Lexikon ist, um ihm im Laufe des Wochenendes zu tweeten.

Heute also mein Trick, um Zitrusfrüchteabrieb ziemlich sauber und verlustfrei auf der Reibe zu produzieren:

Backpapier auf die Reibe drücken und die Reibe bleibt sauber und der Abrieb kann bequem mit dem Backpapier abgenommen werden.

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* Wobei ich momentan oft zeitversetzt blogge, weil ich abends meist nicht zum Bloggen komme bzw. keine Lust habe, mich nochmal an den Rechner zu setzen. Vielleicht muss ich den Modus operandi (richtiger: Modum operandi) mal ändern.

Trick17

Wusstet Ihr, dass man bei vielen (nicht allen!!!) Töpfen, den Deckel zwischen Griff und Schüttrand klemmen kann?

Das ist ziemlich praktisch, denn wer kennt es nicht:

  • Das Kondenswasser dröppelt bei umständlichen Deckelablegen rum. Schubbs, Küche wischen. Oder
  • Man legt den Deckel mal schnell mit der Öffnung nach unten auf dem Ceranfeld ab und hat ein schönes Vakuum erzeugt. (Beim Ablösen könnte ein Schlesinger* helfen.) Oder
  • Man verbrennt sich die Finger am heißen Deckel, weil man ihn nur mal kurz zum Umrühren in der Hand behält.

Man kann übrigens auch bei vielen (nicht allen!!!) Pfannen den Kochlöffel in das Loch am Griff stecken, sodass er nicht irgendwo rumliegt.

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* Sowas halt

Luxus

Im Vergleich (wobei „Vergleich“ auch falsch ist, ich will mich nicht vergleichen) zu vielen anderen Alleinerziehenden habe ich Glück, denn ich bin durch die Trennung nicht finanziell abgerutscht. Was bei mir hauptsächlich daran liegt, dass ich schon immer die Alleinverdienerin war. Aus nachvollziehbaren Gründen habe ich auch schon in der Beziehung alle Fixkosten getragen. Ich habe aus anderen nicht nachzuvollziehenden Gründen auch deutlich mehr variable Kosten (Lebensmittel, Unternehmungen) getragen, als das ursprünglich besprochen war, sodass sich die Trennung nicht nennenswert auf meinen Kontostand auswirkte. Eher im Gegenteil: Es war ja ein Esser weniger da und für mich sind auch fleischfreie und auch kalte Gerichte vollwertige Mahlzeiten.

Auch der Sprung in die Selbstständigkeit hat meine Finanzen nicht nennenswert beeinflusst. Und ja, ich weiß, dass ich da verdammt viel Glück gehabt habe.

Mit dem Geld, das ich verdiene kann ich dem midi-monsieur und mir ein vernünftiges Leben ermöglichen, bei dem auch hier und da mal ein kleines Extra drin ist: Eis, Ausflüge, Kino, Konzerte, Babysitter, Kurzurlaube, Bio-Fleisch. Ja, das ist unser Luxus. Wenn ich den wegließe, könnte ich sicherlich Geld zurücklegen, aber das ist nicht meins: Ich lebe jetzt, also nutze ich das Geld jetzt.

Der größte Luxus, den ich uns leiste, ist unsere Wohnung: Sie ist eigentlich ein Zimmer zu groß und insgesamt 20-30 qm weniger würden uns sicherlich reichen. Aber zum einen ist es nicht einfach, eine kleinere und entsprechend deutlich günstigere Wohnung (mind. 300 Euro/Monat weniger) zu finden und zum anderen habe ich schlichtweg keine Rücklagen für einen Umzug, Renovierungskosten und Möbelneuanschaffungen (v.a. Küche). Dazu kommt noch, dass ich es sehr schön finde, dass Leute uns einfach über Nacht besuchen kommen können, weil wir den Platz dafür haben.

Meine finanzielle Lage ist nicht schlecht, aber riesen Sprüngen oder „großen“ Luxus wie ein eigenes Auto (mal abgesehen, dass ich es für uns unsinnig finde) oder langer Urlaub sind nicht drin.

Einen für mich mittelgroßen Luxus, den ich mir gerne gönnen würde, ist eine Putzfrau. Insbesondere um meine Kräfte und Nerven zu schonen.* Aber wirklich regelmäßig kann ich mir das nicht leisten, ohne nicht an anderen Stellen Abstriche machen zu müssen.

Als es mir letztens so schlecht ging, war ich kurz davor mir wenigstens einmalig einen Putzdienst zu bestellen. Ich recherchierte auch schon, war aber nicht überzeugt. Aber wenn wenigstens mal wer die Fenster machen könnte, dachte ich weiter. Die müssen** ja nicht monatlich geputzt werden.

Und durch Zufall bot kurz drauf jemand im Viertel Fensterputzdienste an. Bei einer solchen Fügung muss ich mir wohl den Luxus gönnen. Wir kamen in Kontakt und machten für heute einen Termin. Ich räumte gestern und heute morgen alle Fenster frei, machte noch eine Besorgung, um dann eine halbe Stunde vor Termin die Absage zu bekommen. Orrrr, ich war schon angefressen. Ich war im Modus „Jippiie, später hast Du saubere Fenster“ und das sollte sich nun nicht erfüllen. Sowas kann mir ja den Tag verhageln. Ich überlegte kurz mit Blick auf die freigeräumten Fenstern und entschied dann:

Ich machte! Gut 26 qm Glasfläche habe ich gereinigt. Nicht nur, dass mich der Gedanke trug, dass ich ja Geld spare, nein, ich habe sogar welches gefunden:

Ein Glückspfennig – ja, Pfennig – versteckte sich im Küchenfensterrahmen.

Und der eigentliche Lohn der Mühe: Ich kann wieder rausgucken ohne das Gefühl zu haben, meine Brille putzen zu müssen, die Lichtverhältnisse in der Wohnung sind ganz anders und ich habe die Gardinen auch gleich gewaschen.

Und natürlich ist der Aufwand nicht so groß und ich putze sicherlich auch Fenster, als wischen oder Bügeln. Denn es ist ja nicht so, als wäre ich nicht ausgerüstet:

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* In der Zeit kann ich halt auch andere sinnvolle Dinge machen wie zum Beispiel arbeiten.
** können schon. Bei der Lage der Wohnung vielleicht auch sollten, aber das geht zu weit.

Küchen-Gadget-Serie – Teil 3

Dieses Gadget habe ich noch gar nicht so lange. (Aber erst heute mal wieder genutzt.) Immer wieder habe darüber nachgedacht, ob ich diesen kleinen Helfer wirklich brauche. Naja, wirklich gebraucht hab ich es nicht. Es ging auch ohne ganz gut. Aber dann hatte ich ein paar Einkaufspunkte und die kann man ja gut für solche Spielereien verwenden. Und deswegen habe ich …

… eine Pattypresse.


Wenn man dann noch so pedantisch ist wie ich und die Hackmasse auf +/- 2g genau einwiegt, bekommt man sehr gleichmäßige Patties.

Kleiner Tipp in diesem Zusammenhang: Vor dem Braten die Patties in der Mitte mit dem Finger oder Löffel ein- naja, bei mir eher durchdrücken. Dann wölben sich die Buletten nicht.

Küchen-Gadget-Serie – Teil 2

Dieses Gadget fällt in die Kategorie: klein aber fein. So klein, dass es irgendwie verloren gehen kann. Zumindest hatten wir mal zwei davon. In grün und in gelb. Jetzt nur noch grün.Es ist ausgesprochen praktisch, wenn auch nur für Kiwis zu nutzen. Aber da funktioniert es einwandfrei: Mit den Zacken am Griff, lässt sich die Kiwi gut teilen und die Zacken am Löffel helfen, das Fruchtfleisch aus der Schale zu holen.

Damit kann der midi-monsieur auch mal Kiwis mit in die Schule nehmen. Schließlich ist es auch sein Löffel. Er hat ihn sich – naja, eigentlich ja zwei – bei einer Kiwi-Promoaktion auf unserem Markt ercharmt. Eigentlich hätte man 5 Kilo Kiwis kaufen müssen, um einen zu bekommen. Aber das Kind war damals so niedlich, dass er nicht nur einen Löffel zu dem schon geschenkten dazu bekam, sondern obendrauf noch 5 Kiwis für lau, damit er die neuen Löffel auch gleich ausprobieren könne.

Küchen-Gadget-Serie – Teil 1

Schon vor einiger Zeit kam mir die Idee, eine kleine unregelmäßige Serie für den Blog zu starten: Ich stelle meine Küchen-Gadgets vor. Irgendwie habe ich ein paar Helferlein, die nicht überlebensnotwendig sind, aber mir das Kochen doch sehr erleichtern. Die werde ich ab heute in lockerer Folge vorstellen. Und heute präsentiere ich Euch meine …

… Muskatreibe

Von zu Hause kenne ich noch diese komischen Dinger, bei denen man immer höllisch aufpassen muss, dass man keine Nägel oder gar Finger mit in Püree reibt. Ich weiß gar nicht, was ich hatte, als ich von zu Hause auszog. Eventuell so ein kleines Reibblech, das es manchmal bei Muskatnüssen dazugibt. Aber das taugt ja nur mittelgut.

Und so bekam ich – 1997 oder 1998 – von meiner damaligen liebsten Kommilitonin (m)eine Muskatreibe geschenkt. Sie konnte nicht mehr mitansehen, wie ich wahlweise Muskatnuss bzw. Reibe verfluchte oder halt die Muskatnuss im Püree oder was auch immer versenkte.

Marke: Zyliss (gibt es aber wohl nicht mehr)

Zur Benutzung kommt die Muskatnuss (am besten halbiert, mit der Schnittfläche nach unten) in den Zylinderschlitten auf der Reibfläche. Am Deckel ist eine Feder mit einer geriffelten Fläche dran. Damit wird die Muskatnuss auf die Reibe gedrückt. Im Griffzylinder kann man Notgroschen Liebesbriefe Muskatnüsse aufbewahren.

So leistet sie mir seit nun fast 20 Jahren beste, fluch- und einwandfreie Dienste.