12von12

Ich habe heute zwischendurch ein paar Mal an 12von12 gedacht, aber dann doch keine Lust gehabt, obwohl ich ein paar Fotos gemacht habe. Nun also die deskriptive Version.

#1: Screeshot von meiner Handyuhr mit 5h34. Da war ich nämlich kurz wach und überlegte, ob ich schon arbeiten oder doch noch schlafen soll. Ich entschied mich für letzteres.

#2: Geschminkter midi-monsieur. Irgendwas mit Zombie und Wasserleiche.

#3: Zwei Teller, Tee am einen, Kaffee am anderen und Scones auf dem Tisch.

#3: Laptop und MacBook stehen sich gegenüber. Zwei Menschen arbeiten einträchtig nebeneinander.

#4: Lasagnerest von vorgestern zum späten Mittagessen.

#5: Drei e-Mails. (Eigentlich nur eine, aber die erste ohne Anhang, die zweite mit falschem und die dritte dann endlich vollständig.)

#6: Der meckernde mini-monsieur kommt nach Hause und schimpft über alles und jeden – besonders den Hort.

#7: Ich in Leggings. Allerdings UNTER der Jeans, damit ich nicht auf dem Fahrrad und am Pitch erfriere.

#8: Um nicht am Pitch anzufrieren, wandere ich zum nächsten Geldautomat. Und freue mich über den blauen Himmel und die hübschen Nordendfassaden.

#9: Als wir um 18h00 nach dem Training nach Hause fahren, ist es noch nicht ganz dunkel. Jippppiiiieee! ES.WIRD.FRÜH.LING!

#10: Ich telefoniere mit der Besten. Bevor sie vier Wochen Sabbatical in Australien macht, muss sie ja über die aktuellsten Entwicklungen unterrichtet werden.

#11: Noch mal schnell Buttermilch kaufen, damit ich Muffins für das Klassen-Faschingsfest backen kann.

#12: Eulenmuffins. Die erste Fuhre missglückt. Und ich habe noch vorher gedacht: „Vielleicht sollte ich die Form – trotz Silikon – ölen.“ Jaha, und vielleicht lerne ich noch, dass ich, wenn ich bei Backdingen VORHER was denke, das auch umsetzen sollte. Und nicht immer hinterher denken: „Und ich dachte noch…“

Ich werde jetzt nicht zu Caro verlinken und mich auch nicht in die Linkliste eintragen, denn das ist schon sehr geschummelt.

Ach, was soll’s

Der midi-monsieur war heute so gut drauf, dass ich kurz davor bin, die 350 Euro unter „was soll’s, ist letztlich nur Geld“ zu verbuchen. Das kann ich mir allerdings nicht wirklich erlauben. Und deswegen habe ich jetzt erstmal die offiziellen Papiere angefordert, um hoffentlich noch Einspruch einlegen zu können. Wobei ich mich echt frage, wieso das erst 3 Monate später wieder aufploppt und ich dadurch echt befürchte, dass ich mich jetzt bemühe und rumhampel und es am Ende heißt: Einspruchsfrist abgelaufen. Dann ploppt kurz der Gedanke auf, angestiftet von einer Tweep: „Wenn mir die Hälfte meiner Follower*innen einen Euro spendete, wäre das Thema erledigt.“ Aber was habt Ihr mit meinen Verkehrsverstoßen zu tun.

Bis dahin freue ich mich aber erstmal darüber, dass der midi-monsieur heute …

… bester Laune aus der Schule kam,
… höchst erfreut über die Lösung für seine Klasse war,
… eine 2+ in der letzten Deutscharbeit bekam (und er hat wirklich ordentlich gearbeitet),
… kooperativ beim Schuhkauf war,
… höchst motiviert beim Rugby-Training mitmachte und so
… selbst die kassierte dicke Lippe abtat mit „das gehört dazu“ und einfach weiterspielte.

Ein Hoch auf …

… die Freundin, die heute zum kinderlosen Geburtstags-Mittagessen-Kaffetrinken-Aperó nur unter Frauen einlud.

Dänischer Silvesterkuchen, weil Königin Margrethe sich für 2018 mehr Normabweichungen wünscht.

… auf den Vater vom besten Kindkumpel, der von 13 bis 21h30 nicht nur seinen Sohn, sondern auch den midi-monsieur bespaßte (und auf den Altkönig scheuchte).

… auf die Großstadt, in der ich auch um 22h00 noch problemlos einkaufen gehen kann.

… den Chlorreiniger, der entscheidend dazu beitrug, dass der Duschvorhang wieder wie neu aussieht.

… mich, weil ich endlich mal wieder den Kühlschrank grundgereinigt habe.

… das morgendliche Rugby-Training, wegen dessen ich heute nicht den Vormittag verschlafen konnte und so auf den Markt kam und nun (23h10) so müde bin, dass ich hoffentlich endlich wieder in einen normalen Schlafrhythmus komme.

… den midi-monsieur, der heute motiviert alles mitmachte und es so zu keinen Verzögerungen im morgendlichen, recht eng getacktetem Betriebsablauf kam.

Gemischte Platte

Ich habe sehr intensiv und sehr real geträumt. Es kam ein Tweep drin vor. Ein nicht unangenehmer Traum. Und als ich aufwachte, hing er mir so nach, dass ich mich am liebsten wieder eingeschlafen wäre, um weiterzuträumen. Er hängt mir bis jetzt immer noch nach. Vielleicht träume ja heute Nacht weiter. Wäre auf jeden Fall interessant.

Das Kind war heute nach dem Rugby-Training so gut drauf. Er ist wohl gelobt worden und hat eine besondere Position zugewiesen bekommen von seinem einen Trainer.

Abends hatten wir noch ein internes Schulelternbeiratstreffen. Und für alle, die immer glauben, dass ich so schul- und lehrerkritisch bin: Ihr hättet mal Mäuschen spielen sollen. Die Probleme, die ich sehe, haben auch andere. Es ist ein grundlegend strukturelles Problem unserer schnuckeligen kleinen Stadtteilgrundschule. Und die haben erstmal nichts mit der eh schon angespannten schulpolitschen Situation – allem voran der Lehrermangel – zu tun, sondern sind schlicht und ergreifend hausgemacht.

Und weil ich morgen mal wieder zu meiner Agentur nach Wiesbaden fahre und vorletzte Woche Geburtstag hatte, aber seitdem noch nicht da war, habe ich noch spät einen Kuchen zum Mitnehmen gebacken.

Fast zu perfekt zum Anschneiden und Essen.

Zum Glück zwingen

Der midi-monsieur handelt oft nach dem Lustprinzip. Das ist ihm an manchen Stellen auch gerne vergönnt, an anderen kann ich es nicht durchgehen lassen und an einigen Stellen sehe ich es nicht ein bzw. sehe ich, dass er sich keinen Gefallen tut, wenn er nur danach geht, worauf er Bock hat.

Zu letzterem gehörte das Rugby-Camp, das seit Montag stattfindet. Die ersten beiden Tage war Rugby-Spielen angesagt, an Tag 3 wurde gewandert, heute ging es ins Schwimmbad und morgen ist Abschluss mit Spiel und Grillen angesagt.

Nach dem ersten Tag war das Kind – völlig nachvollziehbar nach 6 Stunden Sport in der prallen Herbstsonne – ziemlich platt. Und beschloss in der kurzen wachen Phase gegen 21h00, dass er am nächsten Tag nicht gehen wolle. Nicht, weil er es doof fand oder irgendwas Blödes passiert war, sondern aus reiner Anstrengungsvermeidungsstrategie. Ähm, nein. Der erste Tag hatte ihm Spaß gemacht und letztlich will er sich ja auch beim Rugby verbesseren, aber halt ohne Anstrengung. Ich insistierte also am nächsten Morgen und ließ ihm, da er topfit war, keine wirkliche Wahl. Tja, kaum angekommen am Vereinsgelände, war auch schon keine Rede mehr von „Ich will nicht“. Und als ich ihn am Nachmittag wieder abholte, war er sehr begeistert und ließ sich nur schwer vom Pitch loseisen.

Beim Abendessen ging das Spiel vom Vortag wieder los: Er wolle nicht wandern. Nein, es tat ihm nichts weh. Und auch sonst sprach nichts gegen wandern. Also brachte ich ihn Mittwoch ohne weitere Diskussion zum Treffpunkt. Da war ich dann schnell abgemeldet und fuhr nach Hause. Beim Abholen grüßte mich dann wieder das Murmeltier: Es wäre total spannend gewesen. Und lustig. Und super. Und überhaupt. Ach, mein Kind, ach.

Den heutigen Tag stellte er nicht infrage. Also meinte ich im Scherz: „Heute bleibst du zu Hause.“ „Nein, Mama“, empörte er sich, „schwimmen geht immer.“ 🙂

Morgen ist natürlich auch nicht kritisch. „Brot und Spiele“ funktionierten ja auch schon im Alten Rom ganz gut.

Erstes Mal

Weil ich ja etwas bescheuert bin und diese Rugby-Sache so toll finde – also den Sport als solches und im Besonderen für den midi-monsieur – hatte es mich letztens geritten, als ich letztens via instagram auf ein – wie ich finde – cooles Gimmick aufmerksam gemacht wurde. Zu bestellen in den USA. Meine erste USA-Bestellung überhaupt. Da sich die „shipping“-Kosten in Grenzen hielten und ich obendrein noch was umsonst bekam, musste ich das einfach mal machen.

Gestern hatte ich dann Post vom Zollamt im Briefkasten (heute nochmal, aber das ist eine andere und deutlich unschönere Geschichte). Und weil ich nach meinem Ausflug in die Landeshauptstadt früher wieder da war als geplant und das Wetter super war, beschloss ich, mich direkt darum zu kümmern. Ich las alles genau, druckte noch die Rechnung für die Bestellung aus, machte noch ein paar andere Dinge fertig, die ich auf dem Weg regeln wollte und düste los. Kurzer Stopp bei der Post, Geld abheben und ein Paket aufgeben (dank PostBox kurz und schmerzlos). Auf das Auslösen des Pakets vom KV an sich, adressiert aber an das Kind, verzichtete ich erstmal, weil die Schlange so lang war.

Weit war es zum Zollamt nicht und bei dem schönen Wetter machte das Hinradeln auch Spaß. Es ist auch gut ausgeschildert, sodass ich es kaum verfehlen konnte.

Zuerst ging ich ins angegebene Büro. Da wartete ein durchaus hübscher Zollbeamte* darauf, mir mein Päckchen auszuhändigen. Er war wohl dankbar, dass ich alle Unterlagen ordnungsgemäß bereit hatte und auch wusste, was in dem Paket ist. Während er ausrechnete, wieviel ich noch an Einfuhrzoll zahlen müsste, durfte ich in das Päckchen gucken. Ohne Päckchen, aber mit Einfuhrabgabenbescheid musste ich dann zur Zahlungsstelle.

Dann musste ich mit dem gestempelten Bescheid wieder zurück, vorzeigen und durfte meine Beute mitnehmen.

Mir gefällt’s.

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* Sein Name steht auf dem Bescheid. Hm…