L wie …

… Laufen übers Vereinsgelände. Übers sehr trockene Vereinsgelände. Übers Vereinsgelände mit vielen Aschebahnen.

Am Ende eines langen Tages auf dem tockenen Vereinsgelände sind die Schuhe auch nicht mehr schwarz.

… wie Lakritz. Wie feinster Lakritz-Likör, den mir der RB von der Whisky-Messe mitgebracht hat.

… wie Liebe. Denn Liebe muss es wohl sein, dass mir der RB Lakritz-Likör mitbringt, obwohl er Lakritz total ekelig findet.
Wobei die Liebe nicht so weit reicht, dass er mich küsst, nachdem ich gerade Lakritzschnaps getrunken habe. 😉

Liebes Tagebuch am Fünften (Mai 2018)

Es ist RugbyJugendFestival. Der midi-monsieur spielt. Ich bin für den Verein aktiv und auf dem Gelände unterwegs und entsprechend beschäftigt, aber dennoch benantworte ich Frau Brüllen ihre monatliche Frage: WMDEDGT?

7h55 erstmals wach, Toilette, das Kind spielend finden

8h25 Wecker klingelt, wohl wieder eingeschlafen, Kind kommt kuscheln

9h00 aufstehen, duschen, frühstücken, Sachen packen, schminken.

10h05 Aufbruch mit Kuchen, nochmal rein weg Handy vergessen, Kuchen auf Gepäckträger montieren, nochmal rein wegen fehlender Rocksicherung, dann endlich los Richtung Festival.

10h20 Ankunft am Vereinsgelände, Kind zur Mannschaft schicken, Kuchen abgeben, Crew-T-Shirt holen
Ab dann bin ich auf dem Gelände unterwegs, mache Fotos, zwitschere darüber, halte Smalltalk und gucke die drei Spiele vom midi-monsieur.
Es ist heiß, es ist laut, aber es ist eine tolle Stimmung und ich mag es dabei zu sein.

17h00 Das letzte Spiel vom Kind ist fertig. Er ist fertig. Ich bin auch ganz gar. Ab nach Hause.
Eigentlich.
Uneigentlich ist mein Schlüsselbund weg. Mit allem, inklusive Fahrradschlüsseln.
Mist.
Ich suche an allen möglichen Stellen. Aber ich war halt auch auf dem ganzen Gelände unterwegs. Zwischendurch mit dem RB telefonieren: Er müsse mit den Ersatzschlüsseln für die Fahrradschlösser kommen.

17h47 Ich frage an letzter „offizieller“ Stelle nach und – tadaaaa – der Schlüssel liegt schon seit heute morgen im Vereinsrestaurant. Immerhin. Also pfeife ich den RB zurück, schließe die Räder ab und es geht nach Hause.

18h10 Zu Hause wasche ich schnell meine Pitch-Füße …

… dann geht der midi-monsieur duschen, ich sortiere mich und bekomme Kopfschmerzen, der RB kommt nach Hause und ich gehe Eis kaufen

18h55 der Kv schlägt bei uns auf. Ich bin noch einkaufen. Er bleibt kurz, das Kind will nicht mehr mit ihm essen gehen.

19h30 Der Kv ist weg und wir, also der midi-monsieur, der RB und ich – machen eine kleine Eisparty auf dem Balkon.

20h15 Der midi-monsieur darf mit dem Tablet chillen und der RB und ich sind so k.o., dass wir uns hinlegen wollenmüssen.

21h15 Die Viertelstunde Powernapp haben 60 Minuten gedauert. Nun aber hoch mit uns. Ich schmeiße die Zutaten für den Quicheteig in die Küchenmaschine und lasse sie machen, während ich dem Kind vorlese und ihn ins Bett bringe. Der RB bereitet derweil Käse und Wein vor.

21h45 Wir lassen den Tag mit Wein (der eine snobt, die andere prollt) und leckerem Käse ausklingen.

Schwarz-rot

Die Farben des Wochenendes: schwarz-rot

Was eine so alles tut für den Support

Aber das Frankfurter RugbyJugendFestival ist auch nur einmal im Jahr.

Sonntags

… wird eine früh um 7h25 mit Tee am Bett geweckt.
… dreht sich eine noch ein paar Mal um, bis um 8h30 der Wecker klingelt und das Kind am Bett steht.
… mahnt eine den midi-monsieur, sich fertig zu machen, den Rucksack zu packen und zu frühstücken.
… fährt eine in einem Elefantenrollschuh Smart nach Heidelberg.

Joah, die Versetzung des Mittelstreifen hat’s voll gebracht.

… guckt eine dem Kind 3 Stunden beim Rugbyspielen zu.

… freut sich über das gute Wetter.
… fährt eine durch den schöneren Teil Heidelbergs zurück (mit Blick aufs Schloss) und versteht immer noch nicht, was alle Welt an Heidelberg so toll findet.
… nutzt eine die südlicheren Gefilde, um die ersten leckeren Erdbeeren der Saison (und badischen Spargel) am Straßenrand zu kaufen.

1-kg-Körbchen, von dem das Kind ca ein Drittel wähhrend der Fahrt verputzte und dann den Rest der Fahrt im Erdbeerkoma war.

… ist eine dann auch wieder froh, zu Hause zu sein und von der ersten leckeren Melone der Saison zu kosten.

… lassen der RB und ich den Tag bei Whisky und Erdbeeren auf dem Balkon ausklingen.

Sonnenglas an Leuchtbirne

St. Patrick’s Day

Ich weiß ja nicht, wer bei der Planung der SixNations-Spieltage vergessen hat, dass am 17. März St. Patrick’s Day ist.

Wobei das Problem ja hauptsächlich darin besteht, dass Rugby im deutschen Fernsehen nicht übertragen wird. Wenn man internationale Rugby-Spiele gucken möchte, braucht man entweder das richtige Bezahlfernsehen oder man hat eine öffentliche Möglichkeit. Letzteres heißt in unserem Fall: Zweimal lang hinschlagen, denn der Bernemer Irish Pub ist unsere feste Bank zum Rugbygucken.

Ich fürchtete ja schon, dass der Pub vor allem wegen St. Patrick’s Day recht voll sein würde. Beim Versuch einen Tisch zu reservieren, hieß es daher auch, dass keine Tische reserviert würde.

Was soll ich sagen?! ES.WAR.SEHR.VOLL. Sehrsehr voll, als der midi-monsieur und ich um 16h15 aufschlugen. Es blieb auch sehrsehr voll, als der Fischblog um 16h45 dazustieß und wurde auch erst etwas leerer, als um 17h45 der RB eintraf. Denn da war das Spiel England gegen Irland pro Eire ausgegangen und die irischen Fans verließen den Pub. So schafften wir es auch, einen Tisch zu annektieren*. Was sehr dringend nötig war, denn der midi-monsieur war nicht nur vom Lärmpegel gestresst, sondern auch extrem hangry. Und wenn das nicht behoben worden wäre, hätten wir wohl Wales gegen Frankreich nicht gucken können.

Aber dann wäre das vorherige Stehen und Guinnesstrinken vergebene Liebesmüh gewesen. Denn eigentlich ging es ja darum, das Spiel zu gucken und dabei ein Grundlage für das Gintasting zu schaffen.

Auf dem Bild fehlen ein Gin und die vier – z.T. fancy – Tonics. Und der Gin-Likör, den der RB allein probierte.

Es ist immer wieder spannend, wie unterschiedlich Ginse schmecken können. Und wie sehr sie sich mit einem Tonic verändern – positiv und negativ.

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* Zumindest guckte uns der eine irische Fan, der an dem Tisch irgendwie saß, aber nichts aß und auch sonst unentschlossen wirkte, so an.

Kein schlechter Tag

  • Gespräch mit der Klassenlehrerin ob des Arbeitsverhaltens vom midi-monsieur. Nunja, was Neues erzählt sie mir nicht. Neu ist allerdings, dass Einigkeit besteht, wie damit umgegangen werden soll.
  • Vernünftig verzögerter Start in den Tag, nachdem ich wieder zu Hause war.
  • Diverse Projekte bearbeitet. In idyllischer und effizienter Zweisamkeit.

    Unser beider Jobs als Selbstständige brauchen wenig Equipment und funktionieren gut nebeneinander. ❤

  • Franzbrötchen backen geht zwischendurch auch. Immerhin werde ich später „nur“ deswegen besucht.
  • Ingwersud musste auch mal wieder angesetzt werden.
  • Den RB mit guten Gedanken (und einer kleinen Überraschung) aufs Fahrrad gesetzt. 😉
  • Rugby-Routine – Kind in die Klamotten, hingeradelt, kalte Füße geholt…
  • Mit meiner Mutter telefoniert. Sie ist total krank. Ich zu weit weg. Mein Papa wird morgen punktiert und ich kann nichts machen.
  • Besuch erfolgreich mit den Franzbrötchen angelockt, kurz aber sehr gut gequatscht.
  • Bad Banks zu Ende geguckt.

12von12

Ich habe heute zwischendurch ein paar Mal an 12von12 gedacht, aber dann doch keine Lust gehabt, obwohl ich ein paar Fotos gemacht habe. Nun also die deskriptive Version.

#1: Screeshot von meiner Handyuhr mit 5h34. Da war ich nämlich kurz wach und überlegte, ob ich schon arbeiten oder doch noch schlafen soll. Ich entschied mich für letzteres.

#2: Geschminkter midi-monsieur. Irgendwas mit Zombie und Wasserleiche.

#3: Zwei Teller, Tee am einen, Kaffee am anderen und Scones auf dem Tisch.

#3: Laptop und MacBook stehen sich gegenüber. Zwei Menschen arbeiten einträchtig nebeneinander.

#4: Lasagnerest von vorgestern zum späten Mittagessen.

#5: Drei e-Mails. (Eigentlich nur eine, aber die erste ohne Anhang, die zweite mit falschem und die dritte dann endlich vollständig.)

#6: Der meckernde mini-monsieur kommt nach Hause und schimpft über alles und jeden – besonders den Hort.

#7: Ich in Leggings. Allerdings UNTER der Jeans, damit ich nicht auf dem Fahrrad und am Pitch erfriere.

#8: Um nicht am Pitch anzufrieren, wandere ich zum nächsten Geldautomat. Und freue mich über den blauen Himmel und die hübschen Nordendfassaden.

#9: Als wir um 18h00 nach dem Training nach Hause fahren, ist es noch nicht ganz dunkel. Jippppiiiieee! ES.WIRD.FRÜH.LING!

#10: Ich telefoniere mit der Besten. Bevor sie vier Wochen Sabbatical in Australien macht, muss sie ja über die aktuellsten Entwicklungen unterrichtet werden.

#11: Noch mal schnell Buttermilch kaufen, damit ich Muffins für das Klassen-Faschingsfest backen kann.

#12: Eulenmuffins. Die erste Fuhre missglückt. Und ich habe noch vorher gedacht: „Vielleicht sollte ich die Form – trotz Silikon – ölen.“ Jaha, und vielleicht lerne ich noch, dass ich, wenn ich bei Backdingen VORHER was denke, das auch umsetzen sollte. Und nicht immer hinterher denken: „Und ich dachte noch…“

Ich werde jetzt nicht zu Caro verlinken und mich auch nicht in die Linkliste eintragen, denn das ist schon sehr geschummelt.

Ach, was soll’s

Der midi-monsieur war heute so gut drauf, dass ich kurz davor bin, die 350 Euro unter „was soll’s, ist letztlich nur Geld“ zu verbuchen. Das kann ich mir allerdings nicht wirklich erlauben. Und deswegen habe ich jetzt erstmal die offiziellen Papiere angefordert, um hoffentlich noch Einspruch einlegen zu können. Wobei ich mich echt frage, wieso das erst 3 Monate später wieder aufploppt und ich dadurch echt befürchte, dass ich mich jetzt bemühe und rumhampel und es am Ende heißt: Einspruchsfrist abgelaufen. Dann ploppt kurz der Gedanke auf, angestiftet von einer Tweep: „Wenn mir die Hälfte meiner Follower*innen einen Euro spendete, wäre das Thema erledigt.“ Aber was habt Ihr mit meinen Verkehrsverstoßen zu tun.

Bis dahin freue ich mich aber erstmal darüber, dass der midi-monsieur heute …

… bester Laune aus der Schule kam,
… höchst erfreut über die Lösung für seine Klasse war,
… eine 2+ in der letzten Deutscharbeit bekam (und er hat wirklich ordentlich gearbeitet),
… kooperativ beim Schuhkauf war,
… höchst motiviert beim Rugby-Training mitmachte und so
… selbst die kassierte dicke Lippe abtat mit „das gehört dazu“ und einfach weiterspielte.

Ein Hoch auf …

… die Freundin, die heute zum kinderlosen Geburtstags-Mittagessen-Kaffetrinken-Aperó nur unter Frauen einlud.

Dänischer Silvesterkuchen, weil Königin Margrethe sich für 2018 mehr Normabweichungen wünscht.

… auf den Vater vom besten Kindkumpel, der von 13 bis 21h30 nicht nur seinen Sohn, sondern auch den midi-monsieur bespaßte (und auf den Altkönig scheuchte).

… auf die Großstadt, in der ich auch um 22h00 noch problemlos einkaufen gehen kann.

… den Chlorreiniger, der entscheidend dazu beitrug, dass der Duschvorhang wieder wie neu aussieht.

… mich, weil ich endlich mal wieder den Kühlschrank grundgereinigt habe.

… das morgendliche Rugby-Training, wegen dessen ich heute nicht den Vormittag verschlafen konnte und so auf den Markt kam und nun (23h10) so müde bin, dass ich hoffentlich endlich wieder in einen normalen Schlafrhythmus komme.

… den midi-monsieur, der heute motiviert alles mitmachte und es so zu keinen Verzögerungen im morgendlichen, recht eng getacktetem Betriebsablauf kam.

Gemischte Platte

Ich habe sehr intensiv und sehr real geträumt. Es kam ein Tweep drin vor. Ein nicht unangenehmer Traum. Und als ich aufwachte, hing er mir so nach, dass ich mich am liebsten wieder eingeschlafen wäre, um weiterzuträumen. Er hängt mir bis jetzt immer noch nach. Vielleicht träume ja heute Nacht weiter. Wäre auf jeden Fall interessant.

Das Kind war heute nach dem Rugby-Training so gut drauf. Er ist wohl gelobt worden und hat eine besondere Position zugewiesen bekommen von seinem einen Trainer.

Abends hatten wir noch ein internes Schulelternbeiratstreffen. Und für alle, die immer glauben, dass ich so schul- und lehrerkritisch bin: Ihr hättet mal Mäuschen spielen sollen. Die Probleme, die ich sehe, haben auch andere. Es ist ein grundlegend strukturelles Problem unserer schnuckeligen kleinen Stadtteilgrundschule. Und die haben erstmal nichts mit der eh schon angespannten schulpolitschen Situation – allem voran der Lehrermangel – zu tun, sondern sind schlicht und ergreifend hausgemacht.

Und weil ich morgen mal wieder zu meiner Agentur nach Wiesbaden fahre und vorletzte Woche Geburtstag hatte, aber seitdem noch nicht da war, habe ich noch spät einen Kuchen zum Mitnehmen gebacken.

Fast zu perfekt zum Anschneiden und Essen.