Fix und fertig

Mit viel Glück habe ich heute Nacht 3 Stunden geschlafen. Dazu noch die Seuche. Das waren keine guten Voraussetzungen, um 3 Stunden mit dem Zug nach Leipzig zu gondeln, 4 Stunden vor Ort zu sein und 3 Stunden zurückzufahren.

Und weil ich auf der Hinfahrt nicht schlafen konnte, passierte, was passieren musste, als im Saal das Licht für die Vorträge gedimmt wurde: Ich hatte größte Mühe, mich wach zu halten. Aber dank Fotografieren und Mitschreiben schaffte ich es, halbwegs konzentriert der Veranstaltung zu folgen.

Zurück döste ich ein wenig, damit ich ansatzweise wach bin, um einen halbwegs guten Eindruck bei meinem Abholservice zu machen und auch, um das Kind an der richtigen Stelle einzusammeln.

Jetzt liege ich müde, aber entspannt auf dem Sofa und möchte den Abend noch nicht loslassen.

Beinkleid

Ich trage eigentlich ganz gerne Röcke. Eine zeitlang hatte ich den Spleen, ich dürfte meine Beine nicht der Öffentlichkeit zumuten, und trug halt keine oder nur lange Röcke. Das habe ich aus verschiedenen Gründen überwunden. Und im Sommer ist es einfach schön, wenn einem die Luft um die Beine wehen kann.

Das mache ich im Winter aber nicht, weil mir sonst einfach zu kalt ist und auch bei Geschäftsterminen trage ich unterm Rock lieber eine Strumpfhose irgendwas aus Nylon* direkt auf der Haut. Und wenn dann – wie heute – Winter (haha, also <15°C) und Geschäftstermin zusammenkommen, ich aber Rock tragen möchte, muss irgendwas an die Beine**. Und das ist für mich ein Problem, denn ALLES*** rutscht:

Ich verrate nicht, was ich heute trug, denn ich werde erstmal noch ein paar der Tipps ausprobieren. Vielleicht finde ich dann ja doch noch die optimale Lösung. Dann schreibe ich nochmal ausführlich über meine Für und Wider der einzelnen Optionen.

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* Definitiv keine Leggings!

** Der Rock erforderte irgendwas nicht Blickdichtes***.

*** Insbesondere alles unter 40 den. Blickdichte Strumpfhosen sitzen noch mit am besten.

Glück ist …

… wenn ich erst nach 4h00 einschlafe, aber trotzdem nicht den ganzen Tag verschlafe.

… wenn das Treffen der Elternschaft deutliche Einigkeit zeigt.

… wenn der midi-monsieur und ich bei Freunden zum Mitessen eingeladen werden.

… wenn eine der Besten gerne auf den midi-monsieur aufpasst, während ich auf Dienstreise bin.

… dass ich den ganzen Papierkram, den ich mir für heute Abend vornahm, geschafft habe.

… zu sehen, dass das Kindergeld wohl endlich nachgezahlt wurde.

… den Scanner doch noch irgendwie zum Scannen gebracht zu haben.

… dass meine Eltern heute 47. Hochzeitstag haben.

Schlussausvorbei

Seit letztens ging es mir nicht aus dem Kopf: Was wäre wenn. Passend dazu machte dieser Artikel eine Runde durchs Internet und durch Teile meiner Filterbubble:

Ich habe vollstes Verständnis für Esther Mauersberger. Ich hätte die gleiche Entscheidung getroffen: Wäre ich entgegen aller Wahrscheinlichkeiten schwanger geworden, hätte ich abgetrieben. Denn mal abgesehen von dem etwas speziellen Verhältnis* zwischen dem potentiellen Erzeuger und mir kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, noch ein Kind zu bekommen.

Ich kann mir nicht vorstellen noch einmal schwanger zu sein.** Ich habe keinen Bock (mehr) auf durchwachte Nächte. Ich muss auch nicht noch einmal stillen (ich habe das beim midi-monsieur gerne gemacht und sehe für mich (!) keinen Sinn in Fläschchennahrung). Ich möchte auch nicht mehr „hauptberuflich“ jahrelang Windeln wechseln. Ich möchte das auch nicht geteilt mit jemandem erleben. Und ich möchte auch nicht mit einem weiteren Mann über ein Kind verbunden sein.*** Ich möchte einfach kein weiteres eigenes Kind. (Auch wirtschaftlich wäre es eher Kamikaze.)

Warum die Natur nicht eingerichtet hat, dass man bei abgeschlossener Familienplanung Eisprung und Menstruation abschalten kann, ist mir ein Rätsel. Da ist evolutionär auf jeden Fall noch Platz nach oben.

Nun ist es aber so, wie es ist. Und weil ich sicherlich noch ziemlich viele Jahre bis zur Menopause habe, ich aber keine Lust auf und Nerven für mehr oder weniger regelmäßiges Bangen habe, habe ich mich für eine längerfristige Lösung entschieden und trage seit heute wieder eine Hormonspirale****. Ich freue mich sehr auf die nächsten Jahre ohne Blutungen, Sorgen und Bangen.

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* Wobei das letztlich egal wäre, da wir unabhängig voneinander sind. Sprich: Mein Körper, meine Entscheidung.

** Ich sage ja immer im sehr ernsten Scherz: „Manche Dinge muss ich nur einmal im Leben machen: Führerschein, Abitur und Kind bekommen.“

*** Vielleicht möchte ich auch nie wieder mit einem Mann über irgendwas verbunden sein. Nach Ehe (mit dem Ex), Kind (mit dem Kv) käme als nächstes irgendwas Materielles?! Firma, Haus? Wenn ich geistig umnachtet wäre, auch ein profanes Tattoo.

**** Hui, das Legen war schon sehr fies. Aber wenn man diese Atemtechnik für die Geburt noch halbwegs drauf hat, geht’s.

Gedanken zur Zeit

Meine ganze Filterbubble regt sich – zu Recht – über einen heute erschienen Artikel in Die Zeit auf. Ich auch. Sehr. Hier ein paar ungeordnete Gedanken dazu:

  1. Ich kann es nicht mehr hören/ lesen/ ertragen, wenn Frauen anderen Frauen erklären wollen, wie sie sich verhalten sollen.
  2. Insbesondere kann ich es nicht mehr hören/ lesen/ ertragen, wenn Frauen anderen Frauen erklären wollen, wie der eine einzig wahre Feminismus funktioniert.
  3. Ich bin es leid, dass es IMMER WIEDER heißt: Die Männer sind halt so*, darum, liebe Frauen, nehmt darauf bitte Rücksicht und verhaltet/ kleidet euch entsprechend.
  4. Die (weibliche) Leserschaft der Zeit ist die falsche Zielgruppe für diesen Text.
  5. Die Botschaft des Textes ist eigentlich adressiert an Frauen, die nichts mit Feminismus zu tun haben. Aber mal abgesehen davon, dass diese Frauen wohl eher weniger Die Zeit lesen, wäre auch die Arroganz, von der dieser Text trieft, unerträglich. Damit bringt man keine zum Feminismus.
  6. Viele Frauen meiner Generation und meines Alters definieren Feminismus nicht über die – v.a. äußerliche – Gleichmachung zwischen Mann und Frau. Diese Frauen haben kein Problem mit ihrer Weiblichkeit, sondern für sie bedeutet Feminismus Gleichbereichtigung – monetär, bei der CareArbeit, Chancen etc.
  7. Die Diskussionen zu und über diesen Artikel sind sehr lesenswert und helfen mir, meine feministische Position zu überdenken. (Für irgendwas muss es ja gut sein.)
  8. Ich gehe oft genug in bequemsten Sachen und ungeschminkt aus dem Haus.
  9. Schicke*** Kleidung und Make-Up können auch als Uniform und als Schutz funktionieren.
  10. Es gibt auch eine Menge Männer, die sehr auf ihr Äußeres achten und es schade finden, dass sie im Geschäftsumfeld auf mindestens Jackett, besser Anzug festgelegt sind.
  11. Ich empfinde den aktuellen Feminismus manchmal als Prestigeobjekt weißer, gebildeter Mittelschichtfrauen. Es ist keine gesamtgesellschaftliche Idee (mehr). Bestimmte Gesellschaftsschichten fühlen sich nicht angesprochen und/ oder sehen nicht, warum er sie auch etwas angeht.
  12. Ich wünsche mir einen Feminismus und einen feministischen Wandel ohne Vorschriften und Diskussionen zu Äußerlichkeiten.

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* Wie eigentlich? Archaisch, animalische, dauergeile Wesen, die NUR an Sex denken, sobald sie einen Frauenkörper in „normaler“ Kleidung sehen?**

** Sorry, aber wir werden den einen Sexismus nicht los, indem wir einen anderen heraufbeschwören bzw. benutzen.

*** Schick als Gegenteil zu bequem. Das MUSS kein Kostüm sein. Einfach gute Business-Kleidung.

6+1

Noch sechs Wochen und ein Tag bis Weihnachten. Da sollte man schon mal an Weihnachten denken 😉 Daher haben das Kind und ich endlich mal seinen Spielschrank aufgeräumt und das U8-Spielzeug rausgeräumt. Was wir alles so anbieten, findet ihr hier.