Kopf

Seit Tagen habe ich Kopfschmerzen. So fiese dumpfe an der Stirn. Seit Montag gepaart mit Kratzen im Hals, sodass ich dachte, ich bekäme eine Erkältung. Aber die kommt nicht. Vielleicht ist es doch Heuschnupfen?

Vielleicht ist es auch dieser eine Text, den ich schreiben muss, aber nicht in den Flow komme. Was mich stresst. Das wiederum verhindert erst recht, dass ich in den Flow komme. Außerdem bekomme ich vom Stress Kopfschmerzen und die sind auch nicht sonderlich beim Schreiben – insbesondere, wenn ich nicht im Flow bin.

Vielleicht ist es auch das Wetter. Es ist drückend. Meine Beine sind auch schwer und ich fühle mich hitzegelähmt.

Vielleicht kommen die Kopfschmerzen auch vom Schlaf. Also vom wenig und nicht immer gutem Schlaf. Was allerdings auch der Hitze geschuldet ist.

Vermutlich ist es eine Mischung aus allem. Schön wäre es, wenn es wegginge – weder ASS noch Ibu helfen und auch zwischendurch für 30 Minuten hinlegen ist nur leidlich hilfreich.

Oase

Der Balkon, der an dieser Wohnung ist, ist eher ein Terrasse – so von der Größe her. Vom Prinzip her ist es nur ein Balkon, der – wie bei Balkonen üblich – nur über die Wohnung begangen werden kann. Aber egal, was es wirklich ist, er ist eine wahre Oase. Er geht in den Hinterhof, die Nachbarn über uns haben alle keine Balkone. Wir gucken auf die Hinterhäuser, die nur zweigeschossig sind, und auf den Kirschbaum. Beim BalkonOffice können wir beobachten, welche Menschen bei der Ärztin im Hinterhaus ein- und ausgehen.* Tagsüber ist es manchmal etwas laut, denn auf dem Nachbargrundstück ist eine Kita. Aber gut, dafür sind die ab 17h00 und am Wochenende nicht da.

Ein Vorteil, den ich anfangs als Nachteil wähnte, ist, dass der Balkon nach Osten geht. Dadurch knallt nämlich im Sommer die Sonne nur so bis max. 12h30 drauf und zieht danach ums Haus. Durch den Hinterhof kommt es zudem zu einem sehr angenehmen Mikroklima – soll heißen, wenn es auf der Straßenseite noch heiß und drückend ist, ist es auf dem Balkon meistens kühler und oft weht auch ein angenehmes Lüftchen.

Nagut, für die Bepflanzung ist die Ost-Ausrichtung auch etwas tricky und ich darf halt nichts anpflanzen, was wirklich viel Sonne braucht. Und die Dinge brauchen meist etwas länger, bis sie reif sind.** Aber gut, das kann ich ja berücksichtigen – zumal die Hochbeete ja eh schon vom Vermieter bepflanzt waren und ich nur meine Balkonkästen bestücken mussdarf und ein paar Pflanzen im Topf pflege.

Letztes Jahr war ich diesbezüglich ja etwas nachlässig, aber dieses Jahr sollte mal wieder mehr sprießen, blühen und wachsen. Und so freue ich mich, über erstes Rot, gelbe Blüten, Düfte und essbares Unkraut***

Nein, den Balkon möchte ich möchten wir***** nicht missen. Und ich weiß, dass ich ohne den Balkon in den letzten Jahren ohne mit kaum Urlaub wohl durchgedreht wäre.

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* Was ich mir aber verkneife, da die Ärztin Psychologin ist, mit einem sehr speziellen Schwerpunkt und ihren Patienten ist es oft schon unangenehm, wenn sie einer an der Tür begegnen.

** Möglicherweise liegt es auch daran, dass ich meist erst im April/ Mai daran denke, den Balkon zu bepflanzen.

*** Dank Twitter weiß ich nun, dass sie essbar sind.

**** Die „ollen“, nun 6 Jahre alten Erdbeerpflanzen tragen immer noch.

***** der midi-monsieur, der RB, ich und natürlich auch Herr Weber, der dieser Tage Geburtstag hat.

Blutdruckmittel

Freitag, 13h55, kurz bevor die Veranstaltung anfängt, gucke ich auf mein Handy. Es blinkt: Anruf in Abwesenheit. Vom Hort. Ich gehe diverse Notfallszenarien durch, denn viel kann ich ja von Potsdam aus nicht ausrichten, und rufe zurück. Ob der midi-monsieur mit auf einen Ausflug könne. Mir erschließt sich nicht, warum ich deswegen angerufen werde. Zumal das Kind ja weiß, dass er bis Ende im Hort bleibt. Und was bis dahin da passiert, ist mir gewissermaßen egal, denn beeinflussen kann ich es ja eh nicht.

Samstag, 13h00, ich sitze mitten in der Veranstaltung, ruft eine Rugby-Mom an. Als ich nicht drangehe, schickt sie mir eine Sprachnachricht. Orrrr. Ich fürchte, dass dem Kind was beim Spiel passiert ist. 20 Minuten später höre ich sie ab: Sie ist auf dem Weg zum Verein. Joah, ich bin halt noch in Potsdam.

Samstag, 14h02, die Veranstaltung ist zu Ende, ich sitze in der Sonne. Nachricht vom Rugbykumpelvater: Ich solle mich bitte melden. Sehe sie um 14h12 und denke: „Jetzt ist doch was passiert“ und rufe zurück. Der Rucksack vom midi-monsieur ist am Pitch verschwunden. Dadrin halt Schlüssel für Zuhause und das Rad. Die Babysitterin ist aber auch schon da: Sie nimmt das Kind mit zu sich. Gut, klingt nach ner probaten Lösung.

Samstag, 14h16, weitere Nachricht vom Rugbykumpelvater: Der Rucksack ist wieder da.

Na, halleluja, mein Blutdruck ist zwar niedrig, aber mit sowas muss er auch nicht gepusht werden. Gut, dass ich jetzt wieder alles vor Ort regeln kann.

„Hier wird keine Bombe entschärft“

Eigentlich war ich ja wach, nachdem ich den midi-monsieur zur Schule geschickt hatte. Und eigentlich wollte ich mich nur nochmal kurz an den RB kuscheln. Tja, und zack war ich wieder eingeschlafen. Dann klingelte der Wecker vom RB und mein Handy blinkte*. Ich guckte nach, wer bzw. was da nach mir begehrte und sah zwei verpasste Anrufe: Die Nummer konnte ich zuordnen und bevor ich zurückrief, guckte ich in meine e-Mails. Und siehe da, die Anruferin hatte auch schon gemailt: Aufgrund der Bombenentschärfung in Berlin sei meine Anreise am Freitag in die Hauptstadt gefährdet, ob ich auch um 6h20 (statt 10h45) fliegen könne. Tja, und zack hatte ich Rückenschmerzen aus der Hölle. Aber nicht wie üblich im Lendenwirbelbereich, sondern im Bereich der oberen Brustwirbelsäule. Jippie, neues Feature. Nicht. DAS.TAT.SEHR.WEH. Ich konnte noch nicht einmal die Nase schneuzen, geschweige denn mich wirklich bewegen. Der RB musste mir erstmal eine Wärmflasche machen.

Als es wieder halbwegs ging, suchte ich nach näheren Informationen zur Problematik Bombenentschärfung und Flug nach Berlin. Wirklich hilfreiche Informationen fand ich nicht. Also rief ich bei Lufthansa an, denn DIE sollten es ja eigentlich wissen. Eigentlich… Nach dem Telefonat ärgerte ich mich, dass ich es nicht aufgezeichnet habe, denn das war … ähm … speziell. Aber vielleicht bin ich auch einfach etwas zu kritisch, dass ich es … ähm … speziell finde, wenn der Mitarbeiter im CallCenter NICHT weiß, dass am Freitag in Berlin eine Bombe entschärft werden soll. Zudem wollte er mir mehr als einmal erzählen, dass ich ja eigentlich um 8h45 flöge, aber auf 10h55 umgebucht worden sein.** Das war also nur semi-hifreich.*** Also rief ich beim Flughafen Tegel selbst an und fragte dort nach. Das war deutlich hilfreicher.**** Nein, der Flughafenbetrieb sei nicht ernsthaft in Gefahr. Es könne sein, dass der Flieger eine Extrarunde drehen müsse. Damit könnte ich leben.

Dann rief ich die morgentliche Anruferin zurück und beruhigte sie mit meinen Infos und wir beschlossen zusammen, dass ein früher Flug keinen Sinn***** mache und vor allem unnötig sein.

Dann war es auch schon 23 Stunden vor Abflug und ich konnte einchecken.

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* Ich habe ja sämtliche Töne und Benachrichtigungen am Handy ausgemacht, aber verpasste Anrufe, SMS und WhatsApp-Nachríchten dürfen sich mit Blinken bemerkbar machen.

** Nein. Einfach nur nein.

*** gar nicht

**** Was natürlich wegen *** keine Kunst war.

***** Dann wäre ich vor 8h00 in Berlin, könnte aber nicht ins Hotel und muss zudem bis 18h00 fit sein. Der Tag wäre sehr anstrengend und tendenziell nach hinten raus unproduktiv.

Holzbein

Ich maße mir ja durchaus an, anhand von Informationen aus dem Internet Krankheiten bzw. Krankheitssymptome grob einordnen zu können. Vor allem auch einordnen zu können, ob es sich lohnt, einen entsprechenden Facharzt zu konsultieren – sprich im Zweifelsfall auf Notfall zu plädieren, ob ein späterer Termin ausreicht oder ob es „Watch’n’Wait“ auch tut.

Aktuell habe ich Fuß: Nach dem (für meine Verältnisse eigentlich nicht so) langen Marsch durch Frankfurt hatte ich abends beim Essen auf einmal links stechende Fußschmerzen – recht punktuell und auch nur unter Belastung. Ich dachte erstmal: „Ach, eine Nacht drüber schlafen und dann ist wieder gut.“ War es aber nicht. Am Sonntag schmerzte der Fuß immer noch. Was mich aber nicht davon abhielt, unserem Besuch Frankfurt weiterhin laufend zu zeigen. Das war sicherlich nur semischlau, denn die Schmerzen wurden nicht besser und Schonung ist ja prinzipiell nicht schlecht, wenn der Fuß sagt: „He, hier ist was nicht in Ordnung.“ Der beste Kumpel (noch aus Schulzeiten) war dem Fuß recht dankbar, weil ich ja nicht wirklich laufen, sondern eher humpeln konnte und somit das Fortbewegungstempo sehr entspannt war. Ich kam mir ja vor, als würde ich mit einem Holzbein laufen.

Heute hatte ich dann etwas Zeit zu überlegen, ob ich meinen Orthopäden belatschere, dass ich dringend einen Termin bräuchte, weil unerträgliche Schmerzen. Aber eigentlich hatte ich dazu keine Lust. Meine Hausärztin wird mir sicherlich nicht weiterhelfen können und bis 19h00 zu warten, um in der Notaufnahme drölfzig Stunden auszuharren, dass man mir sagt, dass orthopädische Fälle in die BGU sollen, fand ich auch überzogen. Also befragte ich Dr. Google und beschloss nach verschiedenen Seiten mit ähnlich lautendem Ergebnisse: Ich brauche wirklich ein Holzbein habe eine Sehnenscheidenentzüdung im Fuß. Und was wird dazu geraten?! Ruhigstellen, Diclofenac-Salbe, bei Bedarf entzündungshemmende Schmerzmittel sowie Wärme oder Kälte nach Gefühl.

Wird schon. Zum Arzt kann ich zur Not immer noch.

Quatsch

Leute, Leute, Leute, warum sagt Ihr denn nichts, wenn ich Euch Quatsch erzähle?!

Natürlich darf jedes Euro-Land pro Jahr neue 2-Euro-Münzen (meistens eine oder zwei) auflegen. Natürlich haben wir nur 16 Bundesländer. Und ja seit Einführung des Euro als Bargeld zum 1.1.2002 wären 16 Sondermünzen (heuer die 17.) möglich.

ABER: Die deutsche Extra-2-Euro-Münzenserie zu den einzelnen Bundesländern wurde erst 2006 gestartet. Damit erschien in diesem Jahr die 13. Bundesland-Münze:

Berlin ist’s 2018.

Sammlung

Nachdem in den vergangenen 16 Jahren jedes Jahr ein anderes Bundesland die deutsche 2-Euro-Münze zierte, es aber ja kein 17. Bundesland gibt, ist dieses Jahr Helmut Schmidt auf der 2-Euro-Münze zu sehen.

Fast hätte ich die Opern-Gaderobe damit bezahlt.

Gemischte Platte

Ich habe sehr intensiv und sehr real geträumt. Es kam ein Tweep drin vor. Ein nicht unangenehmer Traum. Und als ich aufwachte, hing er mir so nach, dass ich mich am liebsten wieder eingeschlafen wäre, um weiterzuträumen. Er hängt mir bis jetzt immer noch nach. Vielleicht träume ja heute Nacht weiter. Wäre auf jeden Fall interessant.

Das Kind war heute nach dem Rugby-Training so gut drauf. Er ist wohl gelobt worden und hat eine besondere Position zugewiesen bekommen von seinem einen Trainer.

Abends hatten wir noch ein internes Schulelternbeiratstreffen. Und für alle, die immer glauben, dass ich so schul- und lehrerkritisch bin: Ihr hättet mal Mäuschen spielen sollen. Die Probleme, die ich sehe, haben auch andere. Es ist ein grundlegend strukturelles Problem unserer schnuckeligen kleinen Stadtteilgrundschule. Und die haben erstmal nichts mit der eh schon angespannten schulpolitschen Situation – allem voran der Lehrermangel – zu tun, sondern sind schlicht und ergreifend hausgemacht.

Und weil ich morgen mal wieder zu meiner Agentur nach Wiesbaden fahre und vorletzte Woche Geburtstag hatte, aber seitdem noch nicht da war, habe ich noch spät einen Kuchen zum Mitnehmen gebacken.

Fast zu perfekt zum Anschneiden und Essen.

Fix und fertig

Mit viel Glück habe ich heute Nacht 3 Stunden geschlafen. Dazu noch die Seuche. Das waren keine guten Voraussetzungen, um 3 Stunden mit dem Zug nach Leipzig zu gondeln, 4 Stunden vor Ort zu sein und 3 Stunden zurückzufahren.

Und weil ich auf der Hinfahrt nicht schlafen konnte, passierte, was passieren musste, als im Saal das Licht für die Vorträge gedimmt wurde: Ich hatte größte Mühe, mich wach zu halten. Aber dank Fotografieren und Mitschreiben schaffte ich es, halbwegs konzentriert der Veranstaltung zu folgen.

Zurück döste ich ein wenig, damit ich ansatzweise wach bin, um einen halbwegs guten Eindruck bei meinem Abholservice zu machen und auch, um das Kind an der richtigen Stelle einzusammeln.

Jetzt liege ich müde, aber entspannt auf dem Sofa und möchte den Abend noch nicht loslassen.