Vorletztes

Auf dem vorletzten Konzert für dieses Jahr war ich gerade. Eine Karte für den 27.12. für The Busters habe ich noch.

Heute seit langem wieder: Die Toten Hosen. Lange, lange waren sie nicht mehr auf Tour. Und ich finde, dass ihre Konzerte immer gut sind. Immer spaßig, Party, Hüpfen, Springen, heiser singen.

Es hat sich mal wieder sehr gelohnt …

… wie schon bei den anderen Konzerten dieses Jahr lassen sich die alten Männer nicht die Butter vom Brot nehmen und liefern ab.

Abgewendet

Gerne würde ich schreiben, dass ich das Damoklesschwert einer größeren finanziellen Katastrophe abgewendet habe. Doch daran arbeite ich noch. Wenigstens konnte ich eine mittlere finanzielle Katastrophe am Abend abwenden.

Der midi-monsieur und ich waren heute zu einem Geburtstag eingeladen. Luftlinie nur knapp 2,5 Kilometer entfernt und eigentlich eine ganz nette Strecke zum Radeln. Doch als wir los wollten, regnete es. Und wir mit den Öffentlichen nicht so einfach hinkommen, nahmen wir ein Car2Go. Und weil am Abend auch ein Car2Go direkt vor unserer Nase stand, nahmen wir es für den Rückweg.

Natürlich war  das nur eine halbmittel gute Idee, denn ab 18 Uhr werden die Parkplätze in unserem Viertel rar und so fuhr ich etwa genauso lange durchs Viertel, wie die Strecke selbst gedauert hat. Schlussendlich stellte ich mich vor unsere Einfahrt. Die ja keine Einfahrt ist. Zumindest keine, die von Autos benutzt wird. Da stehen ist natürlich nicht optimal, aber ich hoffte, dass das Auto bald wieder einen neuen Nutzer fände.

Eine Stunde später saßen das Kind und ich beim Essen. Da nahm ich orange-farbendes Blinklicht durchs Fenster wahr. Ich guckte raus und sah auf der Straße einen Abschleppwagen. „Mist“, schoss es mir durch den Kopf und ich flitzte nach draußen.

Der Polizist erläuterte, dass das Car2Go nicht richtig stünde und jetzt abgeschleppt würde. Ich erklärte etwas dürftig die Situation und bot an, das Auto umgehend wegzufahren. Ja, das wäre in Ordnung.

Ich ging wieder in die Wohnung um Handy und Papiere zu holen. Der Abschleppwagen wurde verabschiedet und mit einem Auge nahm ich wahr, dass der Polizist mit einer Frau sprach. Ich achtete nicht weiter drauf, sondern bemühte mich, das Auto freizuschalten.

Ich setzte mich ins Auto und setzte etwas zurück. Da sah ich, dass die Frau in den Wagen vor mir einstieg und wohl wegfahren wollte. Ich setzte noch ein bisschen mehr zurück und beobachtete im Rückspiegel, dass die Polizei wegfuhr. Dann war das Auto vor mir ausgeparkt und ich setzte das Auto auf den frei gewordenen Parkplatz.

Und auf einmal fiel der Groschen: Das Car2Go hatte ich sicherlich nicht ganz regelkonform abgestellt (weil halt vor Einfahrt), allerdings wusste ich ja, dass diese Einfahrt nicht genutzt wird und bislang da noch nie ein Auto abgeschleppt worden ist. Also hat wohl die Frau die Polizei gerufen, weil sie ihren Mini nicht ausparken konnte.

Ja, danke auch! Das hätte ganz schön teuer werden können – so mit Abschleppkosten. (Und sooo dicht habe ich nicht geparkt.)

Entspannt

Das war ein sehr entspannter Sonntag. Er hätte sogar noch entspannter sein können, wenn ich besser geschlafen hätte.

Aber das hinderte nicht daran,

… mich mit einer Twitterin zum Frühstück zu treffen (das war sehr schön),
… ihr ein bisschen die Stadt zu zeigen,
… meine Mutter zum Geburtstag anzurufen (und mich freuen, dass wohl mein kleiner Bruder samt Familie hingefahren waren),
… wieder zu Hause die Füße hochzulegen und
… mit der liebsten Freundin zu beschließen, dass wir beide am Nachmittag keine sportlichen Leistungen mehr vollbringen müssten, sondern
… uns in der Sonne zu treffen – auf Apfelschorle und Kuchen,
… zu Hause nur das Nötigste zu tun,
… eine Nachricht zu verschicken,
… ein Buch auf den Kindle zu laden,
… mich über eine Nachricht zu freuen,
… das wieder zurückgekommene Kind in den Arm zu nehmen.

Allerdings stellte ich gerade etwas unentspannt fest, dass ich – obwohl ich den ganzen Tag das Gefühl hatte, dass ich noch was wichtiges machen müsste, mir aber partout nicht einfiel was – völlig vergessen hatte, dass ich noch einen Text schreiben muss.

Blau

Wer weiß schon, wie viele so schöne Tage wir noch haben, bevor es wirklich kalt und vor allen Dingen össlig wird.

Der Blick auf die WetterApp zeigte 20 °C und der Gang auf den Balkon offenbarte: sonnig, aber im Schatten etwas frischer*. Perfektes Bike-Wetter. Ich plante mit Else die Route, machte das Rad klar und schon ging es los.

Unter strahlend blauem Himmel fuhr ich quer durch die Felder nach Friedrichsdorf und wieder zurück.

Sosososo schön!

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* Weswegen ich die lange Radhose, sowie ein langärmliges Untershirt (unter dem kurzärmeligen Trikot) entschied. Und auf der Hinfahrt hoffte, dass mein Rückfahr-Ich meinem leicht schwitzendem Hinfahr-Ich danken würde.

Raus

Das Wetter nutzen, solange es da ist. Mit dem Gedanken habe ich heute das Rad mit in die Landeshauptstadt genommen. Also nicht mein Mountainbike, sondern das Stadtrad. Das nicht einfach nur ein Rad ist, sondern ein fahrbares Erinnerungsstück. Es ist das uralte Motobécane-Rad meines Vaters, auf dem ich in jungen Jahren durchaus viel durch Bielefeld gerast bin, wenn gerade mal wieder ein Rad von mir kaputt oder geklaut war.

Der Plan war eigentlich, die Strecken zum und von den jeweiligen Bahnhöfen mit dem Rad zurückzulegen. Aber als in Wiesbaden klar war, dass ich früher loskomme als gedacht, bemühte ich Else und plante eine Strecke quer durch nach Höchst. Denn quer durch ist halt schon etwas kürzer als am Main lang. Aber halt immer noch 31 Kilometer lang. Aber es fuhr sich erstaunlich gut und zügig – trotz „Gurke“ und Rucksack auf dem Rücken. Das Wetter war bestens und die Strecke sehr schön.

Ich hätte noch mehr fahren können. Wenn ich könnte, würde ich zur Zeit dauerhaft fahren und draußen sein. In Bewegung bin ich gerne mit mir allein. Dann bekomme ich klare Gedanken. Aber Stillstand ertrage ich zur Zeit nicht. Vielleicht bin ich auf der Flucht.

Nachts in Frankfurt

Jaja, ich Eule. Ich mag die Nacht. Und ich mag es, nachts bzw. im Dunkeln in Frankfurt unterwegs zu sein. Leider kann ich das nicht so oft. Und heute war auch noch so ein Tag …

Da musste ich es nutzen, dass ich derzeit abends raus kann und zog – angezogen von der Lichtinstallation am Römer – los. Ich nahm die DSLR mit. Hmhm, auf halben Weg zum Römer dachte ich noch: „Ich hätte vielleicht das Stativ auch mitnehmen sollen.“ Naja, umdrehen wollte ich dann nicht mehr. Geärgert habe ich mich dann doch ein bisschen. Aber mehr noch habe ich mich über den abendlichen, dann doch 11 Kilometer langen Spaziergang gefreut und ein paar Bilder habe ich auch ohne Stativ machen können.

Miau

Ich weiß gar nicht, wie ich heute morgen um 5h00, als ich endlich im Bett war, auf den schmalen Ast kam, ich könnte heute über Mittag total entspannt eine Runde mit dem Rad drehen. Denn nicht nur von der Schlafmenge, sondern auch von der Schlafqualität her wäre es mehr als knapp geworden.

Huiii, drei Frauen, drei Flaschen Wein und ein isländischer Gin* zum Probieren führen wohl zu so abstrusen Gedanken. Diese Mischung führte ja auch dazu, dass ich morgens um 4h00 allein durch den etwas weniger bewohnten Teil des Ostends nach Hause ging. Wäre ich meine Tochter, würde ich mir die Leviten lesen.

Natürlich** wachte ich heute morgen früher*** auf als mir gut tat. Aber ich konnte mich nochmal davon überzeugen, wieder einzuschlafen.

Um 11h45 war aber noch mehr Schlaf einfach nicht drin. Der Kater in meinem Kaopf miaute und wollte raus? gefüttert werden? einfach jammern? Auf jeden Fall war ziemlich schnell klar:

Also machte ich mir erstmal Frühstück, plante meine Wanderroute, ging duschen und kam tatsächlich pünktlich los. Auf dem Weg zum Ausgangspunkt fing es an zu regnen und auch in Höchst tröpfelte es noch etwas. Aber ich MUSSTE frische Luft schnappen. Also ließ ich mich von den drei Tropfen nicht bremsen und als ich am Main auf die Fähre stieg, riss der Himmel auch schon auf und somit stand meiner Tour nichts im Wege. Es ging zunächst in die Schwanheimer Düne, dann weiter im Grüngürtel bis zum Louisa-Bahnhof. Dann hatte ich 13 Kilometer in den Beinen und ein paar Fotos gemacht:

Dieser Grüngrütel ist einfach toll. So nahe Naherholung ist wirklich großer Luxus und brachte auch, was es bringen sollte: Erhohlung und in meinem Fall vom Kater. Der von heute morgen hatte sich zumindest schon in der Düne verabschiedet. Allerdings nicht ohne mit dem Muskelkater abzuklatschen. Aber der ist mir ja lieber als so ein Felltier im Kopf.

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* Da kein Eis und kein Tonic da waren, haben wir es nur etwas pur probiert.

** Alkohol-induzierte Kurzschlafeuphorie

*** Top-Uhrzeit, wenn ich wirklich hätte Radfahren wollen