Geht auch ohne

Ich hatte mich schon im Frühjahr geärgert, dass dieses Jahr die Sommerwerft und das StOffeL zeitgleich stattfinden würden. Und auch wenn ich – obwohl das StOffeL nur einen Katzensprung entfernt ist – eher zur Sommerwerft gehe, habe ich diesen Sommer weder das eine noch das andere besucht. Nicht ein einziges Mal. Zum einen lag es daran, dass sie an dem Wochenende starteten, an dem wir aus dem Urlaub zurückkamen. Und die Woche danach waren wir mit wieder aneinander gewöhnen – also der midi-monsieur vor allem wieder eingewöhnen – beschäftigt. Beim StOffeL war das Programm an Tagen interessant, an den der RB nicht konnte und bei der Sommerwerft habe ich gar nicht froß geguckt, weil es dann einfach zu heiß war. Also mir war zu heiß. Dazu kam noch wirklich zu tun und ein durch die Hitze verschobener Tagesrhythmus.

Der Sommer war bislang trotzdem toll.

12von12

Mit dem Bloggen hakt es derzeit etwas – Hitze, viel zu tun, RL und so -, da nutze ich gerne 12von12, um das Blog zu füllen.

Mehr 12von12 wie immer bei Draußen nur Kännchen.

———————————
* hat leider nur bedingt geholfen

** Rumpenheimer Fähre

*** Main

**** Accra Circle in Offenbach, Ghanaisches Restaurant

Kurze und K7

  • Sowas wie ausgeschlafen.
  • Mich als Kammerjägerin versucht.
  • Zu spät auf dem Markt gewesen.
  • Kuchendate mit dem midi-monsieur.
  • Eine der Besten sehen und drücken können.
  • Konzert mit meinen beiden Männern.
  • Mitternachtsschnittchen als Mandala.

Unnötiger Verkehr

Eine kann ja vom Frankfurter ÖPNV halten, was sie will, aber sooo schlecht ist er ja nicht. Prinzipiell ist vieles gut erreichbar und letztlich ist Frankfurt auch nicht so groß, als dass eine nicht auch viel Rad fahren kann. Das lernt auch schon der midi-monsieur. Und er findet es auch gut, dass wir nicht zu viel Auto fahren. Viele Wege, die wir innerhalb Frankfurts zurücklegen, würden mit dem Auto auch länger dauern (und sei es nur, weil eine drölf Millionen Stunden nach einem Parkplatz sucht). So zum Beispiel der Weg zum Rugby-Club. Da müssen wir aufgrund der Straßenführung und Einbahnstraßen einige unnötige Meter zurücklegen, ganz zu schweigen vom ewigen Stau auf dem Alleenring. Mit dem Rad daran vorbeizufahren, ist da schon deutlich angenehmer.

Derzeit hat der midi-monsieur Rugby-Camp. Das ist eine feine Sache und macht den Kids auch großen Spaß. Aufgrund der Hitze und weil die Pitches völlig ungeschützt in der Sonne liegen fiel die Entscheidung, dass das Rugby-Camp ins Freibad verlegt wird. Freibäder gibt es in Frankfurt aber nur in den „Außenbezirken“*. Was prinzipiell egal wäre, denn die Kids treffen sich mit den Trainern am Club und gehen dann zusammen zum Freibad. Am ersten Tag sind sie auch zusammen zurückgegangen. Doch es zeigte sich, dass der Weg – zumindest hin und zurück – etwas zu weit** ist. Warum sie dann nicht einfach mit der Bahn zurückfahren können, verstehe ich nicht. Stattdessen wurde ausgemacht, dass am zweiten Tag die Kinder nicht am Club, sondern direkt am Freibad abgeholt werden sollen***.

Also fuhr ich den midi-monsieur morgens mit dem Auto vom RB zum Club, denn sonst hätte nachmittags sein Rad da gestanden und ich wäre mit dem Rad entweder zum Club und dann mit der U-Bahn oder zum Freibad und dann mit Kind und Rad in der Bahn zum Club. Also morgens ohne Rad zum Club und ich dann mit der Bahn zum Freibad, das glücklicherweise zwei Eingänge hat und der eine von der Bahn aus relativ gut zu erreichen ist.

Doch dieser Eingang ist für die Autofahrer nicht gut zu erreichen bzw. da gibt es nicht genügend Parkkplätze und so bekamen wir für den dritten Freibadtag die Ansage, die Kids am anderen Eingang abzuholen.

Danke für Nichts. Aber es verwundert auch leider nicht, denn obwohl der Club sehr zentral liegt, werden wirklich viele Kinder mit dem Auto**** zum Training gefahren.

—————————–
* Das zentralste ist vermutlich noch das Brentano-Bad und dass sich das Panorama-Bad auch Freibad nennen darf ist auch ein putzige Euphemismus.

** einfache Strecke: 4,5 Kilometer

*** Top-Idee der autofahrenden Muttis

**** Die Edelkarrendichte auf dem Vereinsparkplatz ist schon krass.

Hitzefrei

Es ist heiß. Ich will gar nicht jammern. Es ist, wie es ist. Und auf eine gewisse Art mag ich es auch.

Als ich den midi-monsieur morgens mit dem Rad zum Rugby-Camp brachte, ging es sogar noch. Auch das Frühstück auf dem Balkon war noch okay, obwohl die Sonne ja morgens auf den Balkon knallt.

Als der RB nach der Schur losfuhr, entschied ich aber, dass ich besser im verdunkelten Schlafzimmer auf dem Bett arbeiten sollte.

Nachdem ich kurz unterbrechen musste, um den midi-monsieur – wieder mit dem Rad – vom Rugby-Camp abzuholen, arbeitete ich weiter auf dem Bett. Telkolierte und ward auf einmal sehr müde. Die Hitze und der daraus resultierende wenige Schlaf forderten ihren Tribut und ich schlief ein.

Es war ja eh klar, dass ich später, nach Essen und Kind im Bett, nochmal mit dem Rechner auf dem kühlen Balkon weiterarbeiten würde.

Ich mag es, dass ich mir ob meiner Selbstständigkeit und des HomeOffice einfach mal hitzefrei geben kann. Lieber arbeite ich in solchen Zeiten nachts ein paar Stunden bei klarem Verstand als tagsüber in einem unklimatisierten Büro total unproduktiv Buchstaben aneinanderzureihen.

Bretonische Diät

Der RB nannte unser Restaurant-Woche in der Bretagne ja liebevoll seine bretonische Diät. Und zwar Diät im altgriechischen Sinne.

Ich sagte ihm, dass er seine bretonische Diät ja mit den mitgebrachten Lebensmitteln erstmal noch weiterführen könne. Aber wenn die aufgebraucht seien, wäre halt Schluss … mit Essen. Wir müssen das noch abschließend ausdiskutieren.

Heute war es zumindest sehr bretonisch mit einer hessischen Interpretation,

Dazu gab es Salat, den selbst der midi-monsieur begeistert aß

Tomaten, Aprikosen, Frühlingszwiebel, Gésiers*** und Buchweizen.

————————————
* nächster Step: Crêpes/ Galettes auf dieser Kombi selbst zubereiten.

**Apfelwein hätte auch gepasst, aber den verträgt der RB nicht. Cidre hingegen schon. Und nein, Cidre und Apfelwein sind nicht das Gleiche. Cidre ist ein Apfelschaumwein und damit ist schon alles gesagt.

*** Gésiers sind die Kaumägen von Geflügeln – in diesem Fall Enten-Gésiers.

Trinken

Seit der RB hier eingezogen ist, stehen hier deutlich mehr Flaschen rum. Viele verschiedene Flaschen mit unterschiedlichen Alkoholika gefüllt. Gefühlt* habe ich in den vergangenen knapp sechs Monaten mehr Alkohol getrunken als in den vergangenen sechs Jahren.

Das beschäftigt mich**. Ich tue mich schwer damit, total unbefangen mit Alkohol umzugehen. Es ist und bleibt eine Droge. Eine legale Droge, aber halt eine Droge. Eine Droge, die viel kaputt machen kann.

Ich würde meinen eigenen Alkoholkonsum als grundlegend moderat bis wenig bezeichnen. Ich habe in meiner Jugend keine Alkoholeskapaden gehabt und auch danach nicht. Ich weiß ziemlich genau, was und wie viel ich vertrage. Ich habe schon immer lieber hochwertigen Wein und Schnaps oder gute Biere bevorzugt denn irgendwelchen billigen Fusel. Lieber weniger, aber dann gut. Und vor allem ohne Reue am nächsten Tag. Außerdem geht es mir nie um den Rausch. Ich mag das Gefühl des Betrunkenseins nicht.

Klar war ich auch schon mal betrunken, aber dann wirklich einkalkuliert, quasi „geplant“. Ich versuche aber auch immer zu „planen“, am nächsten Tag wieder fit zu sein. Denn, auch wenn ich in solchen Situationen eher bin, wenn das Kind nicht bei mir ist, so obsiegt für gewöhnlich mein Verantwortungsbewusstsein, dass ich ja nicht wegen Kater ausfallen darfkannsollte. Und das habe ich mittleweile auch ganz gut raus. Mir helfen:

  • Nicht zu viele verschiedene Sachen durcheinander trinken
  • Getränke nacheinander mit aufsteigendem Alkoholgehalt genießen
  • Keine wilden Mixgetränke
  • Magnesium vor dem Alkohltrinken oder spätestens vor dem Zubettgehen.
  • ASS vor dem Schlafen

uuuuund:

Wasser trinken. Viel Wasser trinken. Zu jedem Glas alkoholischem Getränk mindestens ein Glas Wasser.

Und letzeres ist auch ein Grund, warum ich so ungern in Bars gehe zum Trinken oder warum ich beim Essen in Restaurants oft was Nichtalkoholisches bestelle. Zumindest in Deutschland. Denn es ist hier ja einfach nicht möglich, ohne nenneswerte Diskussion ein Glas Leitungswasser zu bekommen. Das sieht die deutsche Gastronomie nicht vor. Stattdessen soll ich für unverschämt viel Geld zu meinem eh schon recht teuren Drink oder Essen auch noch Mineralwasser bestellen. Das ist in Frankreich ja bekanntlich anders***

Da hat es mir dann auch nichts ausgemacht, zum Essen eine Flasche Cidre mit dem RB zu teilen.

In Deutschland ist das leider (so gut wie) undenkbar****. Und das, wo in Deutschland Leitungswasser eines der am besten untersuchtesten Lebensmittel überhaupt ist*****. Mineralwasser wird übrigens nicht so streng kontrolliert.

Ich trinke auch gerne Leitungswasser. Meistens lieber als Mineralwasser und ich versuche auch immer eine Flasche Wasser****** mit mir zu nehmen, wenn ich das Haus für länger verlasse. Und daher freue ich mich, dass es Refill gibt.

Refill-Stationen in Frankfurt*******

Ich finde zwar die Anzahl der Frankfurter Refill-Stationen noch etwas dürftig, aber es ist ein Anfang.

Dazu gibt es noch die städtischen Brunnen. Die alle wohl ans Trinkwasser angeschlossen sind, aber bei den historischen Brunnen wird der Verzehr nicht empfohlen, da die Zuleitungen zum Teil halt alt sind.

In diesem Sinne: Prost!

———————————–
* vermutlich sogar real

** als generell schon länger

*** Da steckt zwar ein Dekret hinter, aber es funktioniert

**** Ich feiere ja jedes Café, in dem ich zu meinem Kaffee ein Glas Leitungswasser bekomme(n kann).

***** Ich weiß, wovon ich rede: Ich habe als Studentin fürs Bielefelder Gesundheitsamt Wasserproben zur Trinkwasseranalyse an verschiedenen Stellen entnommen.

****** Ich habe auch kein Problem im Supermarkt auf dem Weg bei Bedarf eine Flasche zu kaufen, aber mit Blick auf Plastikmüll, sollte eine trotz Rücknahme und Recycling ja doch irgendwie darauf achten.

******* Und die Geomarken stimmen nicht und sind zudem nicht vollständig.

Selbstversorgend

Ich bewundere ja immer Menschen, die mit Hingabe einen Garten – insbesondere Nutzgarten pflegen. Fasziniert schiele ich zu Frau Mutti oder verfolge auch den Schrebergarten von Familie Buddenbohm. „Ach, so ein Garten wär schon was Feines“, denke ich mir und träume von Tomaten, diversen Gemüsen, Beeren aller Art und lecker duftenden Kräutern.

Aber ich muss ehrlich sein: Das ist nicht meins. Ich mag es hier und da mal in der Erde zu wühlen, Sachen zu pflanzen und umzutopfen, ich freue mich, wenn dinge blühen und Früchte treiben. Doch das darf für mich keine Deuerbeschäftigung sein. So ein Garten will und sollte gepflegt werden. Eine muss sich Gedanken machen, wann sie was und wo hinpflanzt, wann was geerntet werden will, welchen Dünger oder auch nicht, wie bekämpfe ich Schädlinge und gießen, immer wieder gießen noch viele andere Aspekte und schon ist meine Lust auf einen eigenen Garten passé.

Mir reicht mein Balkon. Da bekomme ich einmal im Frühjahr einen Rappel, räume den Balkon auf, mache Blumenkästen leer, rupfe UnBeikräuter raus, fahre in den Baumarkt und besorge Kräuter, Erde, ein paar Samen und versuche mein Glück.

Dieses Jahr zum Beispiel mit Gurken

Salamanka- und Mini-Gurken

Für einen kleinen Snack reicht es.

12von12

Gelegentlich, wenn ich via Instagram und/ oder Twitter rechtzeitig daran erinnert werden, und ich denke, dass der Tag ausreichend Bildmaterial hergibt, versuche ich 12von12 mitzumachen. Nicht immer, denn es fällt mir schon ein bisschen schwer, drölf Millionen Kaffeetassenbilder und Essensbilder anzugucken (und zu posten).

Naja, heute mal wieder (nachdem ich im Januar das letzte Mal richtig mitgemacht hatte).

#1: Um 8h15 soll ich bei der Hautärztin zwecks Befund der gestanzten Muttermale anrufen. Ich habe extra den Wecker gestellt, aber zum Telefonieren nicht geduscht. Es ist ziemlich lang besetzt. Doch dann: Die Muttermale waren nur Muttermale.

#2: Während ich Heißgetränke für den RB und mich bereite, duftet mich das Palak Paneer von gestern Abend an. Das war seeehr lecker und ich bin kurz versucht, es zu frühstücken.

#3: Nach dem Frühstück kommt es zu einer kleinen Missstimmung wegen der Frühstücksteller. Naja, eigentlich nur wegen eines Frühstückstellers, der nämlich auf dem Tisch blieb, während der andere in die Küche getragen wurde.

#4: Ich blogge über das neuste Tattoo und höre dabei Musik – aus Gründen.

#5: Mein Mittagssnack sind die hellen Lakritze aus der kongenialen Lakritzmischung von Hema (vermutlich ist die bloße Nennung ja schon Werbung).

#6: Nachdem ich den ganzen Vormittag am Tisch gesessen habe, sind mir nun die Beine schwer und weil ich meine Kompressionsstrümpfe nicht finde, ziehe ich um ins BettOffice. Da kann ich die Beine ausstrecken.

#7: Weil die Nacht kurz war (ja, die Befundabfrage hat mir nicht nur wegen der Uhrzeit zu schaffen gemacht) und ich ja eh schon im Bett bin, mache ich die Augen zu und träume wild.

#8: Dann arbeite ich noch etwas, bevor ich mich fertig machen muss. Das neue Tattoo ist ob seiner Flächigkeit und der Stelle doch deutlich empfindlicher als die bisherigen und so muss ich es gut pflegen, damit ich mit ihm Radfahren kann: Nach dem Duschen erstmal mit dem Wundgel versorgen und dann Folienverband drauf, damit das T-Shirt nicht auf dem Tattoo reibt.

#9: Mit dem Fahrrad hole ich die Beste ab. Weil es warm ist und ich nicht so viel mitnehmen muss, nehme ich die Lenkertasche. Sieht zwar nicht so cool aus am Mountainbike, aber so muss ich keinen Rucksack schleppen.

#10: Die Beste ist noch nicht zu Hause und so kann ich einen kurzen Blick auf Frankfurts FreiBinnenGüterhafen werfen.

#11: Die Beste und ich machen, was eine so auf dem Märktchen macht: Was essen und Wein von Die Genussverstärker (Werbung) trinken.

#12: Nach Märktchenschluss lassen wir in lustiger Runde und bei einem vorgezogenen Mitternachtssnack den Abend ausklingen, bevor wir im Dunkeln zurückradeln.

Wie immer findet Ihr bei Draußen nur Kännchen noch mehr 12von12 finden sich diesmal nicht gesammelt bei Caro.