Begegnung

Am Montag rief mein Vater mich an und erzählte, er würde am nächsten (spätestens am übernächsten) Tag operiert. An der Lunge. Nein, es ist kein Lungenkrebs, aber je nach Stadium ist die Prognose beim ABPA auch nicht so rosig. Es steht zwar nirgens, aber ich vermute stark, dass mein Vater zwischen Stadium III und IV (von V) ist. Und nach einer nicht erfolgreichen medikamentösen Therapie bleibt halt nur eine Resektion des betroffenen Bereiches.

Diese OP bedeutet nun die zweite Vollnarkose neben drei weiteren Sedierungen innerhalb von vier Monaten für meinen Vater. Das ist viel. Und für einen älteren Menschen von 71 Jahren besonders viel. Zumal er durch seine Grunderkrankungen, die ABPA und die medikamentöse Therapie schon ziemlich geschwächt war.

Das gute an der Operation: Der Patient gilt danach als geheilt.*

Am Dienstag war die OP. Meine Mutter informierte mich, es sei alles gut gelaufen und ich entschied, dass ich meinen Papa (und meine Mutter) besuchen wolle – mit dem RB.

Ja, ich fand es etwas komisch und auch etwas doof, dass meine Eltern und der RB sich erstmals im Krankenhaus begegnen. Aber es war ja schon mal anders geplant. Und meine Mama hatte sich ja auch als Empfangkomitee „vor“ dem Krankenhaus postiert, sodass wir zusammen hingehen konnten. (Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass eine zum Eingang vom Krankenhaus aufgrund der SteilhangLage am Teutoburger Wald nicht nur, aber am besten mit einem Fahrstuhl kommt.**)

Ich ging alleine ins Zimmer von meinem Vater***, half ihm, sich fertigzumachen, damit wir in die Cafeteria gehen konnten, während der RB und meine Mutter einen ersten kurzen Schnack hatten.

In der Cafeteria aßen wir dann den Kuchen, den ich gebacken hatte und unterhielten uns. Mein Vater ist köprerlich sehr angegriffen und hat auch viel Substanz verloren. Objektiv sieht er sehr alt und gebrechlich aus. Aber das kann ich subjektiv nicht wahrnehmen. Außerdem hat er ja fast fünf Monate Krankenhausodyssee mit Eingriffen und Therapien hinter sich.

Was aber schön zu sehen war: Er ist geistig voll fit. Er hat zugehört und bei den richtigen Stichworten (Montessori und Faschismus) kam er auch direkt wieder in seinen Doziermodus. (Er nahm auch aufmerksam zur Kenntnis, dass der RB was zum Thema beitragen konnte.)

Nach einer guten Stunde signalisierte er, dass er wieder aufs Zimmer wollte. Wir brachten ihn zurück. Und auch da hätte ich ihn gerne umarmt, aber ***.

Dann fuhren wir mit meiner Mutter nach Hause. Zufälligerweise**** hatte sie was zu essen vorbereitet. Was uns sehr willkommen war, denn außer Brötchen und Kuchen hatten der RB und ich noch nichts gegessen. Wir quatschten zu dritt über vieles und ich ertappte mich bei dem Gedanken, dass vielleicht in meinem Kopf mehr stattfand, als wirklich da war*****, aber zumindest sollte ich mal ablegen, dass eine immer Kind bleibt.

Später als geplant und nach einer Minestrone („Ich weiß auch nicht, wann genau das mit dem Gemüse so eskaliert ist.“******) fuhren der RB und ich dann nach Hause.

Schön war’s.
Gut war’s.
Entspannt war’s.

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* Ja, es ließe sich vortrefflich streiten, warum nicht direkt operiert worden ist, aber eine OP ist – sofern es eine wirksame medikamentöse Option gibt – bei den allermeisten Krankheiten nicht die erste Wahl bzw. ist z.T. gleichwertig und es muss sehr genau hinsichtlich des Patientennutzens abgewägt werden. Denn eine OP ist ein OP ist eine OP.

** Auch nicht unerwähnt lassen will ich, dass der erste Fahrstuhl nicht mehr weiterfuhr, nachdem meine Mutter, der RB und ich zugestiegen waren und seine Fahrt erst fortsetzte, nachdem wir wieder ausgestiegen waren. Vielleicht war das Kilo Kirschen zu viel, aber …

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… vermutlich nur die eine Kirsche.

*** Ich hätte ihn gerne umarmt, aber damit kann mein Vater nicht umgehen.

**** In meiner Familie gilt: Essen ist Liebe. Essen verschmähen geht nicht.

***** Ich kenne meine Mutter. Und die Kommunikation via WA war ja durchaus nicht misszuverstehen.

****** Vermutlich an der gleichen Stelle, an der ich zwei Kuchen backen musste. (Aber die waren jeweils nur halbe Rezepte.)

Fahrlässig

Das Netz ist voller Texte zum Thema Nicht-Impfen. Schwurbelige unwissenschaftliche Texte mit Aluhut-Siegel. Texte ohne Referenzen – und wenn dann falschen oder gefälschten oder falsch interpretierten.

Zum Glück ist das Netz auch voller kluger Texte zum Thema Impfen. Kluge, wissenschaftlich fundierte und referenzierte Texte.

Und vielleicht schaffe ich es auch noch mal irgendwann, einen solchen Text zu verfassen. Weil es mir wichtig ist. Heute bleibe ich emotional, ja sogar polemisch:

Alle, die nicht ausreichend geimpft sind, obwohl sie es könnten und ihr(e) Kind(er) nicht durchimpfen lassen, sind doof.

Ja, sogar noch mehr als das: Sie handeln fahrlässig. Fahrlässig sich gegenüber, fahrlässig der geliebten* Brut gegenüber, fahrlässig gegenüber der Gesellschaft.

Ersters wäre ja noch zu verknusen. Im besten Fall würde Darwin das erledigen. (Tut er natürlich nicht, weil das ja noch die Herde ist.)
Bei zweiterem würde ich auch gerne sagen: Dann soll es halt Darwin richten. So wichtig und geliebt scheint die Brut ja doch nicht zu sein. ABER was können die Kinder für ihre bekloppten Eltern?!
Wenn ich an Drittens denke, könnte ich die Wände hoch gehen: Jaja, profitiert ihr ruhig vom (noch bestehenden) Herdenschutz, aber leistet bloß nicht Euren Beitrag dazu.

Wenn ich lese, dass gerade in Köln fast 100 Masernfälle bestätigt wurde, wenn ich zufällig erfahre, dass meine Nichte wegen Windpocken – ja, diese ach so harmlose Kinderkrankheit – im Krankenhaus war, dann frage ich mich echt, was mit der Menschheit nicht stimmt. Ist Euch Euer Leben und das Eurer Kinder so wenig wert, dass ihr unnötige Krankenhausaufenhalte und Tod einfach in Kauf nehmt?

Das muss eine erstmal in den Kopf bekommen: Ein Kind ist wegen einer Kinderkrankheit im Krankenhaus. Was muss denn noch passieren, um zu raffen, dass Kinderkrankheiten nicht niedlich sind.

Kinderkrankheiten heißen Kinderkrankheiten, weil Kinder daran sterben können.

Was ist so toll daran, Kinder leiden zu sehen? Kinder im Fieberdelir, mit Juckreiz aus der Hölle, mit Schmerzen, die eine eigentlich keiner wünscht.

Sorry, but not sorry: Ich habe ab.so.lut kein Verständnis für so ein Handeln.

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* Viele Impfgegnerinnen/ -verweigererinnen behaupten zumindest, dass sie das tun.

Was meint er nur?!

Ich weiß gar nicht, was der RB hat: Nur weil ich drei verschiedene Backwaren zubereite, übersprungshandele ich doch nicht gleich meine Nervosität wegen der ersten Begegnung zwischen meinen Eltern und dem RB. Pfffff…

Ich meine, irgendwas müssen wir ja mitnehmen. Und es hätte ja sein können, dass das eine oder andere davon nichts wird. ^^

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* Rezept hier

** nach diesem Rezept

*** Hierzu gibt es auch ein Rezept.

100

Vor 25 Tagen rief mich mein Papa an. Es ist eher selten, dass mich mein Papa von sich aus anruft. Obwohl wir im Januar bereits zweimal lang telefonierten, als ich eigentlich meine Mutter erreichen wollte. Aber dass er von sich aus anruft… Da muss schon was vorgefallen sein. Und das war es auch: Zwei Tage zuvor war er beim Pneumologen, nachdem er bereits knapp zwei Wochen davor schon einmal da war und nach einem Röntgen-Thorax ein Thorax-CT gewonnen hatte. Und danach hieß es:
Verdacht auf Lungenkrebs. So schnell wie möglich ins Lungenzentrum.

Da wurde er vor 23 Tagen aufgenommen und das Warten und Zittern fing an. Ihm wurde Blut agenommen, er wurde bronchoskopiert, er kam in Quarantäne, er bekam zwei heftige Antibiosen, er wurde erneut bronchoskopiert und wurde zum Schluss dann doch punktiert. Dazwischen wechselte er ein paar Mal das Zimmer und die Station, bekam kaum Infos, lange stand offene Tuberkulose als (zusätzliche) Verdachtsdiagnose im Raum. Die Quarantäne wurde angeordnet, weil eine Infektion mit Haemophilus influenzae bestand. Gefühlt fiel den Ärztinnen* jeden Tag etwas neues ein, ohne dass die Ideen vom Tag davor bestätigt oder ausgeräumt wurden.

Liebe Ärztinnen* unter meinen Leserinnen*: So etwas macht total mürbe. Ihr könnt doch nicht von offener Tbc reden, aber dann nicht entwarnen. Und nur weil Ihr wisst, dass Haemophilus influenzae nichts mit der echten Influenza Grippe zu tun hat, wissen das nicht automatisch alle Nicht-Medizinerinnen* und machen sich vielleicht auch etwas Sorgen.

Achja, nicht nur „vielleicht“ und nicht nur „etwas Sorgen“, sondern ziemlich viel und ständig und eigentlich drehen einige Teile in einem total durch – und das, obwohl ich mich problemlos einlesen und auch meine Eltern – jeden Teil auf seine Weise – beruhigen konnte.

Irgendwann in dem ganzen Drama sagte ich, dass ich am Ende, wenn eine endgültige Diagnose feststünde – egal, wie sie lautet -, mit Entspannungs-Kopfschmerzen zusammenbrechen würde. Die habe ich heute. Trotz Ibu fühle ich mich matschig und habe zur Ablenkung Streuselkuchen gebacken, Ingewersirup angesetzt und Ghee gemacht. Denn:

Heute morgen um kurz nach 9h00 telefonierte ich mit meinem Papa und das erste, was er sagte, war: „Es ist kein Krebs.“ Ich nahm die Information erstmal auf, aber noch nicht wirklich an. Ich musste etwas schmuzeln, als er sagte, dass er stattdessen eine Pilzinfektion in Mandarinengröße habe (hatte ich doch noch zum RB gesagt, dass mein Vater vermutlich etwas total Absurdes hat, wenn es kein Krebs sein sollte). Es wird nun versucht, die Pilzinfektion medikamentös in den Griff zu bekommen. Sollte das nicht innerhalb der nächsten 6 Wochen gelingen, wird der Pilz (der midi-monsieur** stellt sich einen Champignon vor) operativ entfernt. Aber wir waren uns einig, dass das trotzdem besser als Krebs wäre und dass er – wenn alles auskuriert ist – auch noch problemlos 100 Jahre alt werden kann***.

Teddy bekam ich vor 34 Jahren von meinem Papa geschenkt.

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* Ärzte, Leser und Nicht-Mediziner sind übrigens #mitgemeint

** Der midi-monsieur wusste, dass der Opa im Krankenhaus ist und es ihm nicht gut geht. Aber von dem Lungenkrebsverdacht habe ich ihm erst heute erzählt, nachdem es Entwarnung gab.

*** Dann könnte er erleben, wenn ich in Rente gehe…

Warten

In der Klinik, in der mein Papa seit einer Woche ist, findet jeden Dienstag eine Tumorkonferenz statt. Da werden neben bestehenden Fällen (bei Schwierigkeiten wie Therapieversagen und/ oder Fortschreiten der Krankheit) natürlich auch neue Patienten besprochen.

Es war schon von Anfang an nicht gewiss, ob mein Papa heute besprochen wird: Sind alle Untersuchungsergebnisse da? Und selbst wenn, wäre auch immer noch fraglich, ob andere Fälle eventuell Vorrang gehabt hätten.

Nun ist es aber so, dass wohl noch gar kein Biopsie für eine histologische Untersuchung erfolgen konnte. Es fand zwar letzte Woche eine Bronchoskopie statt, aber bei dieser wurde ein gravierender Infekt festgestellt, mit dem mein Papa eine kurzfristige Quarantäne und hochdosierte Antibiose gewann.

Doch neben Blutuntersuchungen und evtl. auch Lungenfunktionstests ist eine histologische Untersuchung unerlässlich, um die Krebsdiagnose zu verifizieren. Aber dafür braucht’s eine Biopsie. Und so wurde mein Papa heute erneut bronchoskopiert. Kaum dass es ihm etwas besser geht, musste er binnen 6 Tage wieder unter Vollnarkose.

So sehr ich das verstehen kann, so sehr möchte ich auch schreien, warum das alles so sein muss. Ich möchte den Hausarzt schütteln, was er die letzten Jahre gemacht hat. Ich möchte die Asthma-Spezialisten fragen, warum die Untersuchungen so schlampig lax durchgeführt wurden.

Aber all das würde aktuell nichts helfen. Aktuell hilft nicht viel. Wir müssen warten. Mindestens noch eine Woche. Vielleicht zwei?

Um 20h00 war ich so fertig, dass ich mit Wärmflasche an den Füßen eingeschlafen bin und das Kind sich selbst ins Bett bringen musste. Aber ich versuche, den Stress jetzt zuzulassen, um hoffentlich, wenn es gebraucht wird, Kraft zu haben.

Bipolar

Seit 6 Tagen sind die Tage bipolar.

Auf der einen Seite ist die Sorge um meinen Papa. Das ungewisse Warten. Warten auf was Konkretes, während immer neue komische Dinge und Verdachtsdiagnosen aus dem Hut gezaubert werden. Alles vage. Wie das Warten selbst auch.

Auf der anderen Seite das Leben, das hier tobt. Im schönsten, besten und positivsten Sinne:
Der midi-monsieur, der mehr und mehr aufblüht in der neuen Schul- bzw. vor allem Klassensituation, der große und gute Schritte an so vielen „Fronten“ macht.
Und der RB, der nun vor über einem Monat in mein Leben platzte, es auf den Kopf stellte und sich dabei all das so normal und richtig anfühlt, als wäre es nie anders gewesen.

Und mittendrin bin ich, die manchmal gar nicht weiß, wohin mit all ihren Gefühlen. Manchmal würde ich am liebsten schreien, aber dann atme, seufze, hachze und backe ich …

Midi-Burger-Buns für den Burger- und Zockabend des Kindes mit seinem besten Kumpel

Gedankenkarussell

Der midi-monsieur wünscht es sich ja schon länger und auch ich finde die Idee ziemlich gut, wenn meine Eltern näher bei uns wohnen würden. Aber so wirklich kommt das nicht für sie in Betracht und das verstehe ich auch.

Doch gerade jetzt wünschte ich, ich wäre näher bei. Dann könnte ich meiner Mama beistehen, die nun abends allein zu Hause ist (nicht, dass sie das nicht kennt, aber mit Sorgen um den Partner ist das halt nicht so toll). Dann könnte ich tagsüber meinem Papa im Krankenhaus beistehen, damit er sich nicht um das ganze medizinische Zeug kümmern muss. Für ihn (und auch meine Mama) zuhören und nachfragen.

Noch immer ist nichts konkret, aber es geht nicht um die Frage, ob oder ob nicht, sondern darum, was und wieviel ist betroffen, gibt es Metastasen, welches Stadium, liegt eine Treibermutation vor, welche Therapieoptionen gibt es und welche Prognose hat mein Vater. Für mich steht auch die Frage im Raum, ob und warum das alles nicht schon viel früher erkannt wurde. Mein Papa ist als Asthmatiker regelmäßig beim Pneumologen.

Und noch immer warten wir. Ich hasse warten. Ich möchte was Konkretes, mit dem ich umgehen muss und kann. Egal, wie unschön es sein wird. Aber dieses Gedankenkarussell strengt an. Es macht mich müde und mürbe.

(Und dann kommt der RB ums Eck und sagt tolle Sachen und ich werde weich und merke, wie leicht es mir fällt, das bei ihm zuzulassen und dass es auch völlig on Ordnung ist, nicht immer stark zu sein. <3)

Ja, ist denn heut‘ schon …

… Weihnachten?

Ein klitzekleines Bisschen wohl schon. Denn am Abend, als der midi-monsieur eigentlich den Kv erwartete, klingelte es an der Tür und es war nicht der Kv, sondern der Paketbote. Ja, er hat viel zu tun und auch wenn ich dieses Jahr brav war und sehr wenig bestellt habe, so hoffe ich, dass ich beim nächsten Mal daran denke, ihm ein Trinkgeld zu geben.

Also der Paketbote klingelte und brachte das etwa eine Stunde zuvor angekündigte Paket.

Ich besitze nun ein gülden durchwirktes Geschirrtuch, ein Werk des aktuellen Literatur-Nobelpreis-Trägers, OWL-Krimis und einen ordentlichen Thermobecher. Dazu bekam auch noch das zickige Knie Unterstützung und auch der olle Besen wurde von meiner Mutter bedacht. Gerade über letzteres musste ich herzlich lachen.

Das Kind wurde natürlich auch bedacht und erhielt ein Geschenk, das er sich schon immer gewünscht hat (aber bislang noch nie auf einer Wunschliste auftauchte) und Lesestoff.

Törööö

Wieder was gelernt: Der Ausdruck „da steht ein Elefant im Raum“ kommt aus dem angelsächsischen Sprachraum. Ändert aber auch nichts daran, dass ich das Bild mag und sehr treffend finde. Wobei ich selten Elefanten im Raum stehen habe. Gelegentlich in meinen eigenen Räumen, sehr selten in geteilten Räumen. Was daran liegt, dass ich Elefanten, auch keine kleinen Babyelefanten, nur ganz schlecht ertrage. Vermutlich weil ich Raum brauche – Platz nach oben und in alle anderen Richtungen auch. Und so ein Elefant nimmt davon ja durchaus einiges ein. Da werde ich nervös, rappelig und unkonzentriert. Und ich hasse dieses Gefühl. Also kümmere ich mich für gewöhnlich so schnell wie möglich um den Elefanten, gebe ihm kein Futter und führe ihn dann zügig aus dem Raum.

Manchmal versucht der Kv mir einen pinken Elefanten mit vier Ohren zwei Rüsseln in die Wohnung zu stellen. Aber der fühlt sich schnell unwohl und geht.

Ganz manchmal allerdings steht ein Elefant da und ich kann ihn gar nicht richtig erkennen. Ich bin mir auch nicht sicher, ob er wirklich da ist. Aber der Raum fühlt sich voll an und ich habe das Gefühl an einigen Stellen nur als Kontorsionistin durchzukommen. Aber ich sehe nicht wirklich, wo der Elefant steht. Und ob er da steht. Oder wie er aussieht.

Es wurde heute auch nicht besser. Aber die Situation über Tag ließ weder ihr noch mir die Gelegenheit, etwas anzusprechen bzw. zu fragen, ob da ein Elefant wäre. Und als der midi-monsieur dann endlich im Bett war, war es auch zu spät.

Vielleicht bilde ich mir das auch ein, weil mir mein Unterbewusstsein einen Streich spielt. Aber so fühlt sich ihr Besuch nicht gut an. Doch auch wenn es keinen Elefanten gibt, war der Zeitpunkt ihres Besuchs nicht optimal, denn dann geht es ihr wohl gerade einfach nicht gut und sie will man wieder nichts sagen. Das wäre zwar auch ein Elefant. Aber keiner, der bei mir rumsteht.

Metal-Mum

​Ich habe mir von meinen Eltern zum Geburtstag nen Konzertabend gewünscht: also Karte und Babysitter.

Muddi: „Auf was für ein Konzert gehst Du eigentlich?“
Ich: „Metal.“
M: „Welche Band?“
„Sabaton.“
„Ach, die kenn ich.“
???
„Von Wacken.“
?????
„Ich hab da mal nen Mitschnitt gesehen.“
„Ja, ich auch.“
„Die fand ich ja auch ganz gut.“