Kleine Freuden

Seit ich das Bett mit dem RB teile, ist es ein liebgewordenes Ritual, dass eine*r von uns beiden morgens Kaffee (für ihn) und Tee (für mich) macht. Dank Milchschäumer und Milchtest vom midi-monsieur (die 1,8%-Milch funktioniert am besten) gibt es auch immer Milchschaum für den RB.

Die Milchhaube vom Kaffee hat sich der Mütze vom Det angepasst.

Lustig in dem Zusammenhang: Während der RB seinen Kaffee (mit Milch) nur heiß bzw. sehr warm trinkt (allein deswegen ist es gut, dass es den Milchschäumer gibt), liebe ich kalten Milchkaffee und freue mich auf seinen Rest (und es bleibt meistens eine halbe Tasse wegen zu kalt stehen) im Laufe des Tages.

Meistens trinken wir die ersten Schlucke Heißgetränk noch im Bett, doch wandern dann mit (Kaffee)Tasse und (Tee)Glas auf den Balkon – zum Fühstücken und/ oder Arbeiten.

Denn: BalkonOffice ist einfach toll.

Strahlend blauer Himmel überm BalkonOffice.

Heute waren wir gefühlt den ganzen Tag auf dem Balkon*. Zumindest ich. Der RB musste zwischendurch weg, um seine alte Wohnung zu übergeben. Aus vielen Gründen war das ein Grund zum Anstoßen.

Joah, die Flasche stand schon eine Weile bei mir. Besser ist der Inhalt davon auch nicht geworden.**

Ja, dieser Schlussstrich nach 5 Monate war Blubberwasser-würdig. Aber mal unter uns: Blubberwasser ist nicht meins und gerade das teuere, herkunftsgeschütze Blubberwasser aus Frankreich wird echt überbewertet. Das nächste Mal nehme ich lieber einen Riesling.

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* Was sich auch echt anbietet, denn im Hof herrscht ein Mikroklima mit Wind, wenn es auf der Straße windstill ist und generell ist es da gefühlt 5 °C kühler.

** Es roch nach Apfelschorle und schmeckte auch so.

Mausetot

Nachdem ich der Maus den Zugang zum Balkon versperrt hatte – mit Steinen hatte ich das Loch zugelegt -, war erstmal Ruhe.

Doch gestern meinte der RB, er habe im Halbdunkel einen mausgroßen Schatten über den Balkon huschen gesehen.

*seufz* Ich wollte es erstmal nicht wahrhaben; habe ich mich doch eh schon schwer getan, eine Todfalle zu kaufen… aber sie wirklich anzuwenden, ist dann doch nochmal was anderes.

Heute lief das Mäuslein dann wie selbstverständlich über den Balkon so, dass ich sie sehen musste und nicht mehr hoffen konnte, der „Nachtschatten“ sei vielleicht eine sehr tieffliegende Fledermaus gewesen.

Der RB und waren uns einig: Die Falle muss aufgestellt werden. Mein Pragmatismus ist ja zum Glück ausgeprägter als irgendwelche Gefühlsduseleien und so suchte ich die Falle raus und stellte sie auf.

Keine halbe Stunde später ging ich wieder auf den Balkon, um Herrn Weber vorzubereiten, da fiel mir die Stelle mit der Falle in die Augen: Vor der Falle lag was Helles; ich erkannte kleine Mäusefüße und eine kleinen dünnen Schwanz – alle Viere Dreie vom Hellen gestreckt. Ohne eine Bewertung.

Die Maus war tot. Mausetot. In der Falle.

Schnappatmend rannte ich in die Wohnung und bat den RB um Entsorgung.

*seufz* Tot. Mäuslein ist mausetot.

Erster Fallenstellplatz (roter Pfeil) und zweiter Stellplatz (gelb), falls es mehr als eine Maus ist/ war.

Gelochert

Ich bin eine Fanin von Vorsorgeuntersuchungen: Ich gehe regelmäßig zum Check-Up (alle zwei Jahre), zweimal pro Jahr zur Gynäkologin (wovon einmal pro Jahr halt Krebsvorsorge mitgemacht wird), einmal pro Jahr zum Augenarzt (Sehstärke, bei Bedarf Augenhintergrund u/o Druck) und auch alle zwei Jahre zum Hautkrebsscreening. Letzteres lasse ich von meiner Haut- und nicht Hausärztin machen. Denn ich bin auch eine Fanin von Fachärztinnen (überhaupt Fachleuten – Anwältinnen, Elektrikerinnen etc.).

Im April war ich zum Hautkrebsscreening und da sagte die Dermatologin: „Frau B., da sind zwei Muttermale, die würde ich gerne vorsichtshalber wegmachen.“ Joah, wenn die Fachfrau das sagt, machen wir das. (Das ist ein bisschen wie Impfen: Wenn mir das aus medizinischer Sicht empfohlen wird, wird das schon seine Richtigkeit haben, da muss ich nichts hinterfragen.)

Heute morgen überlegte ich noch:

Allerdings war es dann, nach Frühstück und nachdem der RB aus dem Haus war, so hektisch, dass ich gar keine Zeit mehr hatte nervös zu werden. In der Praxis musste ich auch nicht lange warten – außerdem hing mir noch der in der U-Bahn gelesene Text vom verehrten Fräulein nach.

Auf der OP-Liege war ich dann doch etwas aufgeregt, da half es auch nicht, dass mir die Hautärztin, die Stellen erstmal betäubte – denn eine Stelle ist an der Nase und wenn einer so mit einer Injektionsnadel an der Nase rumgepiekt wird, treibt einer das ja die Tränen in die Augen… ob eine will oder nicht. Während das Lokalanästhetikum an Nase und Arm wirkte und die Ärztin die Stellen noch einmal desinfizierte, überlegte ich, ob ich sie bitten sollte, zuerst die Nase zu stanzen. Denn – so überlegte ich – wenn es am Arm doch irgendwie unangenehm sein sollte, würde sich das an der Nase sicherlich noch unangenehmer anfühlen. Aber da war sie schon am Arm zugange und es dauerte keine Minute, da war das erste suspekte Hautstück weg – ohne Schmerzen. Dann ging sie direkt zur Nase über und auch da ging es ähnlich schnell. Noch jeweils ein Pflaster drauf – an der Nase hätte eh nicht genäht werden können und am Arm war es nicht zwingend nötig* – und ich konnte gehen.

Die Pflaster** müssen zwei Tage drauf bleiben …

… und ich soll in zwei Wochen für den Befund anrufen.

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* Wäre nur ein Stich geworden. Aber dann hätte der Faden gezogen werden müssen und ob nun einen kleinen Strich als Narbe oder einen kleinen Punkt … das ist nun wirklich wurscht.

** Unter dem an der Nase juckt es schon.

T-11

Ach, nach ölf kommt ja zwölf und heute ist der Zwölfte und das halbe Internet macht da 12von12. Nur ich machte heute genau KEIN Foto. Hätte ich welche gemacht, hätten sie vielleicht so ausgesehen:

#1: Kind kuschelt sich von rechts an mich ins Bett.
#2: Uhr auf ca. 7h30 (Der RB spielt heute Lerche und verlässt das Haus.)
#3: Kind von hinten auf Roller mit Jeans und Kapuzenjacke (denn es hat empfindlich abgekühlt über Nacht)
#4: Tee, Teller mit Brot und aufgeklappter Laptop (obligates Arbeitsbild)
#5: Zwei volle Wächeständer (nach dem Aufhängen)
#6: Meine wohlsortierte Wäscheschublade* in der Kommode** (habe die gestern besorgten Sortierkästchen eingesetzt)
#7: In Grie Soß ertränkte Fischstäbchen (mein Mittagessen)
#8: Screenshot vom TopVintage-Warenkorb (ich schwöre, ich wollte nur nach einem Petticoat*** gucken)
#9: Ich mit Kopfhörern in den Ohren (Abhören einer mitgeschnittenen Telko, um ein Drehskript zu erstellen)
#10: Leckere**** Spinat-Lachs-Rolle
#11: Schule in der Dämmerung (SEB-Sitzung zu Ende, ab nach Hause)
#12: Huch, doch ein Bild: Der RB und ich sitzen uns arbeitend gegenüber und trinken Wein.

Aber eigentlich wollte ich ja darüber schreiben, dass ich in ölf elf Tagen – sofern die SNCF mich lässt – das Kind nach Paris bringe. Denn in zehn Tagen ist der letzte Schultag vor den dringend nötigen, heiß ersehnten, aber viel zu frühen Sommerferien. Und damit wir uns noch mehr auf die Ferien freuen, sind die nächsten Tage noch ausreichend voll:

  • viel Arbeit (ich)
  • zwei Außentermine in Wiesbaden (ich)
  • Kuchen backen (ich)
  • der Geburtstag vom midi-monsieur (alle)
  • Zwei-Tages-Tour nach Südfrankreich zum Rugbyspielen (das Kind spielt, ich betreue)
  • vier Aufführungen der Theater-AG (das Kind, ich darf eine Vorstellung angucken*****)
  • Rugby-Saison-Abschluss (alle)
  • Koffer packen (ich******)

Und ja, ich freue mich auf die Ferien. Ich freue mich auf drei Wochen kindfrei und auf eine Woche Urlaub mit dem RB. Ich freue mich darauf, dass für vier Wochen kein Wecker mehr um 7h15 oder 8h00 klingeln muss. Hach, und abends mal so verwegene Dinge machen wie Picknick am Main, Kino, essen gehen oder was eine noch so Verrücktes machen kann – zu zweit.

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* Zum Glück kein Foto, denn meine Schlüppis muss ich nicht dem Internet zeigen.

** Erstmals in meinem Erwachsenenleben habe ich Wäsche und Anziehsachen in einer Kommode.

*** den es nicht in meiner Größe gab

**** Zum Glück hatte ich direkt nach Rollen und loshirschen zur SEB-Sitzung zwei Stückchen gegessen. Den Rest haben der RB und der midi-monsieur inhaliert.

***** Der midi-monsieur war ganz schön geknickt, dass der RB wegen Arbeit nicht dabei sein kann.

****** Das Kind hilft mir.

Räume

Geräumt in diversen Räumen, um Raum zu schaffen. Raum für den Kram vom RB.

Das Arbeitszimmer ist endlich wieder begehbar, das Gästebett ist tatsächlich* schon drin gewesen und wir haben einen Plan**.

In der Küche war ich auch aktiv, …

… auch wenn das auf den Bildern nach sehr wenig Arbeit aussieht, hat mich das ca. 3 Stunden beansprucht.

Nun geht es peu-à-peu weiter, bis alles vom RB da ist.

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* nur völlig zugerümpelt und nicht mehr zu sehen unter den drölf Millionen T-Shirts vom RB und diversem Kram von mir.

** Und müssen zum Möbelschweden.

Aut idem

Die alten Lateinerinnen unter uns wissen: Aut idem heißt „oder das Gleiche“. Und wer schon mal ein deutsches Medikamentenrezept (das rosane) genauer angeguckt hat, der sind bestimmt schon mal die drei Kästchen am linken Rand des Verordnungsfeldes aufgefallen. Da steht nämlich auch „aut idem“ drin. In den meisten Fällen sind diese Kästchen nicht duchgekreuzt. Ja, DURCH- nicht ANgekreuzt.* Sind die Felder nämlich offen, bedeutet das für die Apothekerin, dass das verordnete Mittel durch ein Gleiches – also mit gleichem Wirkstoff, in gleicher Dosierung und Packungsgröße – abgegeben werden kann. Heißt also, da steht vielleicht „ASS Firma XYZ, 500 mg, N1″** darf sie euch auch „ASS Firma ABC, 500 mg, N1“ abgeben. Von welcher Firma das Medikament ist, hängt zum einen davon ab, was die Apotheke gerade vorrätig hat, aber auch von den Rabattverträgen eurer Gesetzlichen Krankenversicherung.***

Aut idem bedeutet jedoch nicht, dass die Apothekerin nach gut Dünken einfach irgendwas rausgeben darf, was eventuell so ähnlich wirkt. Denn im Normalfall hat sich der Arzt bei der Verordnung dann doch ein paar Gedanken gemacht+.

Oder eine Mutter, in dem Fall ich, hat sich Gedanken gemacht, dass ihr Kind so krank ist, dass es einen wirklich – und vor allen Dingen schnell – wirkenden Wirkstoff benötigt. Dadrunter zählen für mich bakterielle Infektionen, die am besten und effektivsten mit Antibiotikum behandelt werden. Und nein, nein, nein, zu einem etablierten, getesteten und zugelassenen Antibotikum gibt es kein Hausmittel-aut-idem. Nein, einfach nein.

Und deswegen habe ich heute – schweren Herzens – den Besuch bei meinen Eltern abgesagt, damit wir mit dem Kind zum kinderärztlichen Bereitschaftsdienst (KiÄBD) fahren können. Denn – ob eine es glaubt oder nicht – ich kenne mein Kind: Ich weiß, wann er wie krank ist. Ich weiß, wann er simuliert. Ich weiß, wann ich mit ihm zum Arzt muss. Auch – oder gerade deswegen – wenn ich mir durchaus zutraue, ihn bis zu einem gewissen Grad mit Hausmitteln oder freiverkäuflichen Medikamenten zu behandeln.**** Und der midi-monsieur war in den letzten Jahren wirklich wenig beim Arzt – eigentlich nur zu U-, Impf- und Kontrollterminen*****.

Aber wenn mein Kind total schlapp von der Klassenfahrt wiederkommt und über Halsschmerzen klagt, die in den folgenden Tagen nicht besser, sondern unerträglicher werden und nur mit Schmerzmittel für ihn erträglich sind, dann ist ein Besuch beim Arzt indiziert. Und wenn das halt am Wochenende ist, dann müssen wir halt einmal quer durch die Stadt zum KiÄBD. Und – tadaaa – mein morgens geäußerter Verdacht wurde bestätigt:

Noch ist es „nur“ eine Angina. Mit Ausschlag wäre es Scharlach.

Ja, dafür „versaue“ ich mir gerne meinen Pfingstsonntag, denn mit Hausmitteln, Pflege und Zuspruch wären wir nicht weit gekommen. Da müssen „härtere“ Geschütze aufgefahren werden:

Nein, ich freue mich nicht, dass mein Kind ein Antibiotikum braucht, aber ich freue mich, dass er eines bekommt, weil er es braucht. Und ich freue mich auch, dass ich leider recht hatte, denn das, liebe Eltern da draußen, gilt für uns alle: Wir kennen unsere eigenen Kinder am besten.******

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*Ist das Feld nämlich in irgendeiner Weise markiert, darf die Apothekerin nur das verschriebene Medikament ausgeben.+
+ Bei berechtigten Bedenken darf die Apothekerin übrigens auch einem offenen aut-idem-Feld „widersprechen“. Aber das auszuführen, führe etwas zu weit.

** Eigentlich blödes Beispiel: ASS wird normalerweise nur noch in 100er- oder 200er-Dosierungen verordnent, nämlich zur Thromoboseprophylaxe.

*** Bei näherem Interesse einfach mal googeln.

**** Und der midi-monsieur wird auch nicht wegen jedem Wehwehchen gleich betüddelt und mit irgendwas Unwirksamen vollgestopft. Manchmal hilft auch einfach zu sagen: „Wer krank ist, braucht Bettruhe und Schlaf. TabletTVSwitch gibt es erstmal nicht.“ und oh, Wunder, es ist alles nicht mehr so schlimm.

***** Kontrolle beim HNO. Ach ja und zweimal wegen Läusen vor 2 Jahren.

****** Und wer sich unsicher ist, gehe bitte lieber einmal zu viel, als zu wenig zum Arzt. Denn die Spätfolgen mancher Infektionen kann kein Laie abschätzen!

Tagewerk

Ein Teil des heutigen Tagewerks

Diverse Pflanzen eingepflanzt

  • Gurken
  • Rosmarin
  • 2x Lavendel
  • 2x Thymian
  • Schokominze
  • Lorbeer
  • Himbeere
  • Tomate

und einige umgetopft

  • Hibiskus
  • Apfel
  • Einblatt
  • Elefantenfuss
  • Ficus

Nicht im Bild: die geputzte und aufgeräumte Wohnung (abgesehen vom Rumpelzimmer).

Sehr produktiver Tag!

Nicht eingeladen

Es scheint, als sei heute der „Tag der unliebsamen Besucher“:

Gegen 6h00 stürmte der midi-monsieur das Schlafzimmer: „Ich habe eine Motte im Zimmer.“ Im Halbschlaf murmelte ich: „Mach das Licht im Flur an und in Deinem Zimmer aus und dann fliegt sie schon raus.“ Er zog von dannen und ließ uns und sich noch zwei Stunden schlafen.
Zwischen Anziehen, Sachen für die Bundesjugendspiele* packen und Frühstück auf die Hand** erzählte er mir, er habe die Motte mit dem Puschen erwischt und dann den Ameisen*** zum Fraß hingeworfen.

Während des Morgenchaos kroch mir auf einmal eine kleine braune Raupe**** aus dem Wohnzimmer kommend entgegen. Nach einem spontanen „Iihh“ suchte ich das Kehrblech und hielt es ihr in den Weg. Aber da wollte sie erst drauf, nachdem ich sie mir dem Handfeger draufschubste. Da krümmte sie sich zusammen und ich beförderte sie im hohen Bogen Richtung Zierkirsche.

Dann frühstückten der RB und ich auf dem Balkon und ich hörte den RB sagen: „Da ist eine Maus.“ Ich dachte zuerst, er habe eine auf dem Stück Rasen in unserem Hof gesehen, aber er zeigte auf den Spalt zwischen Mäuerchen und Sonnenschirmständer AUF unserem Balkon. Sie huschte durch ihr Loch zurück, als sie bemerkte, dass wir sie bemerkt hatten. Aber sie kam wieder und flitzte über den ganzen Balkon. Woraufhin wir etwas räumten und ich dann auch endlich mal anfing, die Blütenblätter von der Zierkirsche zusammenzufegen. Die dabei gefundenen kleinen Pflastersteine nahm ich, um der Maus, die mittlerweile unter meinen Augen wieder vom Balkon gehuscht war, ihren Aufgang auf den Balkon zu verstopfen.
Gut, dass wir eh in den Baumarkt wollten. So kamen noch Mausefalle und Mörtel (o.ä.) auf die Einkaufsliste.

Nach etwas längerer Diskussion am Mausefallenregal haben wir doch Nicht-Lebendfallen***** mitgenommen.

Aber erstmal werden wir der Maus ihren Zugang vermörteln. Ich hoffe sehr, dass das reicht.

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* Ja, die werden von mir unterstützt, indem das Kind – auch wenn Leichtathletik nicht seins ist – hingehen „muss“.

** Es war zeitlich etwas knapp, weil er nach Samstag, Sonntag und Montag Rugby doch durchaus etwas platt war und nicht aus dem Bett kam.

*** Die wohnen auf dem Balkon.

**** Vermutlich von irgendeinem Nachtfalter.

***** Ich hätte lieber eine Lebendfalle genommen, aber der RB war mit „Und was machen wir dann mit der Maus?“ argumentativ eindeutig im Vorteil.

Schwarzer Freitag

Pechrabenschwarzer und vor allen Dingen total verkohlter Freitag. So empfand der midi-monsieur zumindest den heutigen Tag zwischen 17h05 und 17h40 und dann nochmal zwischen 21h00 und 21h30.

Was genau am Nachmittag, als er vom Hort kam, loswar, weiß er noch nicht einmal selbst. Er hatte zumindest wirklich Kacklaune und ich hatte keine Lust, das abzubekommen. Also schickte ich ihn ins Zimmer. Wo er weiter mopperte, aber irgendwann Ruhe gab. Und noch ein irgendwann später, also so gegen 17h40 kam er deutlich besser gelaunt aus dem Zimmer und machte sich etwas zu essen. Dann war er auch dem Vorschlag zugänglich, dass wir den RB von der Arbeit abholen. Also schwangen wir uns auf die Räder und düsten los.

Als wir wieder zu Hause waren, hatten wir alle mehr oder weniger* Hunger. Ich schmiss also schnell Herrn Weber an, zum Glück hatte ich das Grillgut (Kartoffeln, Spargel und Hühnerbeine**) schon vorbereitet. Als der Grill anfing heiß zu werden, legte ich die Kartoffeln auf und kurz darauf auch die Hühnerbeine. Dann ging ich in die Küche und kümmerte mich um den Nachtisch – Rhabarber-Crumble -, bis der midi-monsieur panisch reinstürmte: „Mama, der Grill ist bei 300 und es brennt.“

Mist, ich hatte vergessen, den Grill runterzudrehen, als ich die Hühnerbeine drauftat. Am Ort des Geschehens sah ich Flammen*** und Rauch. Ich drehte den Grill runter, wartete etwas und guckte dann rein. Das Dunkel des Abends war gnädig, sodass ich nicht gleich das ganze Ausmaß sah. Der RB murmelte was von „Röstarmomen à la Tim Mälzer“ Ich nahm die Hühnerbeine runter, drehte die Kartoffeln um. Derweil stand der midi-monsieur neben mir, beobachtete das Geschehen und insbesondere die Hühnerbeine und lamentierte: „Das ess ich nicht. Das ist verbrannt. Das kann man nicht mehr essen. Und ich habe mich so auf die Hühnerbeine gefreut.“ Er bekam sehr sehr sehr schlechte Laune.

Jaha, das war etwas heiß…

Ich legte die Hühnerbeine wieder auf den etwas abgekühlten Grill, überließ dem RB das Feld (und den midi-monsieur) und beendete die Crumble-Vorbereitung. Und während ich in der Küche stand, musste der RB den Dramaking deluxe ertragen. Ja, all das Leid dieser Welt lag auf dem midi-monsieur, der sich doch soooooo auf die Hühnerbeine gefreut hatte. Und ich wüsste doch, wie sehr er Hühnerbeine liebe. Und IMMER würde sowas passieren. Ihm – dem RB – würde sowas ja nicht passieren. Und nein, er könne die Hühnerbeine auf gar keinen Fall essen. Nein, auch nicht, wenn wir die verkohlte Haut abmachen würden.

Dann saßen wir am Tisch, ich puhlte die verbrannte Haut vom Fleisch und es sah innen sehr gut aus. Der RB und ich aßen, während das Kind das Essen theatralisch abkühlen ließ. Der RB und ich befanden das Fleisch für gut und sehr genießbar. Da traute sich auch endlich der midi-monsieur und – tadaaaa -:“ Das ist echt lecker, Mama.“

Später war es dann zum Glück nur noch in seinem Zimmer schwarz.****

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* Das Kind eindeutig mehr.

** vom Hähnchen

*** in der Fettwanne

**** Was dazu führte, dass er sich beim im Halbschlaf Umdrehen den Kopf an einem Balken andötzte.