Hausfrauengedächtnistag

Die ganze Woche über nervte mich das Chaos und der Putznotstand in der Wohnung. Aber die Seuche ließ mich nicht. Sie ließ mich ja gar nichts.

Gestern ließ sie mich auf Dienstreise. Und frei nach dem Motto „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ ließ sie mich heute im Haushalt wirbeln. Es ist gesaugt, geputzt, geräumt, geordnet in ca. 60 % der Wohnung und das fühlt sich gar nicht so schlecht an und war auch dringend nötig.

Das Räumen hat zudem den Vorteil, dass ich nun auch endlich adventlich dekorieren kann.

Morgen oder so.

Danke für nichts

Ich könnte jetzt meckern. Über den RMV. Wobei der RMV dann wieder sagen würde, dass er ja gar nicht für mein Problem zuständig ist, sondern der traffiQ. Oder wer auch immer. Das ist nämlich ein bisschen sehr nervig, dass wir zwar einen tollen Verbund haben, der eigentlich (!) auch echt gut sein könnte und der Region einen echten Mehrwert bieten würden, wenn – ja wenn – das nicht dieses Flickwerk aus lokalen Verbünden und hin- und hergeschobenen Verantwortlichkeiten wäre.

Ich könnte jetzt meckern, weil ich heute Abend zum Zahnarzt wollte und zuerst die U-Bahn ausfiel bzw. nicht klar war, ob und wann die nächste fahren würde. Also nahm ich ein Car2go um zur Straßenbahnhaltestelle zu kommen. Dort zeigte sich dann, dass ich die eine Tram gerade verpasst hatte und die nächste 16 Minuten verspätung haben würde. Ich nahm also wieder das Car2Go und musste damit außerhalb des Gebietes fahren. Die Folge: Ich muss auch für die Standzeiten zahlen. Mal abgesehen davon, dass ich nicht verstehe, warum Oberrad nicht mehr zum Car2Go-Gebiet gehört, wäre das ja nicht nötig gewesen, wenn der ÖPNV getan hätte, was er soll, nämlich fahren.

Beim Zahnarzt selbst war es auch nicht sonderlich erquicklich: Die Brücke ging nicht rauf. Die Provisorien mussten wieder rein.* Ich muss nochmal hin, sobald sich der Doc mit der Dentaltechnikerin besprochen hat. Der midi-monsieur, den ich mitnehmen musste, benahm sich unmöglich und ich musste ihm danach sagen, dass ich mich für ihn geschämt hatte.

Und vielleicht wäre ich schlechter Laune geblieben, wenn wir auf dem „Rückweg“ (direkt auf dem Weg lag das nicht) nicht bei einer der Besten kurz angehalten hätten, um ihr zum einen Post zu bringen und zum anderen eine kleine Überraschung in Form eines Adventskalenders.

Als der midi-monsieur schlief, befüllte ich dann seinen Adventskalender und suchte noch die (einen für ihn, einen für mich) von Oma raus und präparierte den Flur.

Doch, anderen eine Freude zu machen, hilft schon sehr, nicht zu sehr oder zu lang im Moppermodus zu verharren.

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* Und eines fiel natürlich beim Essen raus und ich habe morgen KEINE Zeit, zum Zahnarzt zu fahren, um das Provisorium wieder oder halt direkt die Brücke einsetzen zu lassen.

Es wird…

… aber es wird halt immer. Irgendwie wird es. Und meistens tatsächlich ja gut. Oder in die richtige Richtung*.

Doch, hier wird auch einiges…

… die Kekse werden (4 Sorten sind fertig, 3 Teige gekühlt, 6 warten noch auf Zubereitung), vielleicht bekomme ich auch bald Vorfreude auf den Adventskaffee**
… ich werde und bin entspannter (auch wenn ich gerade total müde bin, weil ich, wenn ich auf dem Sofa einschlafe, nicht ausreichend Nachtschlaf bekomme)
… der Hibiskus bekommt wieder Blätter
… die Arbeit wird langsam weniger (auch wenn diese Woche noch sehr sportlich ist und ich mein Monatssoll bereits mehr als 1,5fach erfüllt habe)
… der midi-monsieur wird wieder der „alte“ (also findet seine Spur wieder, hat seine Einstellung zur Schule geändert)
… geplante Veränderungen nehmen Formen an
… allgemeine Adventsvorbereitungen (Deko, Kalender) sind noch nicht geworden – naja, morgen ist auch noch ein Novembertag

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* Im Zweifel muss man halt auch mal den Blickwinkel ändern 😉
** Doch ich freue mich, ich hatte nur bislang keine Zeit, mich wirklich darauf zu freuen

Entstresst

Die letzte Woche war mit den zwei Übernachtungsterminen stressig. Aber insgesamt war die letzte Zeit beruflich nicht ohne.

Die letzten Wochen haben mich auch emotional ziemlich mitgenommen. Einerseits zu glauben, dass alles sich richtet und andererseits immer wieder zu denken „aber wenn nicht“, schlaucht ganz schön. 

Dazu noch ein paar Arzttermin. Heute ein zweistündiger Zahnarzttermin, der mich körperlich ziemlich anspannte.

Kein Wunder, dass ich heute Nachmittag und Abend jeweils total entspannt und ausgelaugt auf dem Sofa einschlief. Eigentlich könnte ich jetzt eine Woche nur schlafen.

Törööö

Wieder was gelernt: Der Ausdruck „da steht ein Elefant im Raum“ kommt aus dem angelsächsischen Sprachraum. Ändert aber auch nichts daran, dass ich das Bild mag und sehr treffend finde. Wobei ich selten Elefanten im Raum stehen habe. Gelegentlich in meinen eigenen Räumen, sehr selten in geteilten Räumen. Was daran liegt, dass ich Elefanten, auch keine kleinen Babyelefanten, nur ganz schlecht ertrage. Vermutlich weil ich Raum brauche – Platz nach oben und in alle anderen Richtungen auch. Und so ein Elefant nimmt davon ja durchaus einiges ein. Da werde ich nervös, rappelig und unkonzentriert. Und ich hasse dieses Gefühl. Also kümmere ich mich für gewöhnlich so schnell wie möglich um den Elefanten, gebe ihm kein Futter und führe ihn dann zügig aus dem Raum.

Manchmal versucht der Kv mir einen pinken Elefanten mit vier Ohren zwei Rüsseln in die Wohnung zu stellen. Aber der fühlt sich schnell unwohl und geht.

Ganz manchmal allerdings steht ein Elefant da und ich kann ihn gar nicht richtig erkennen. Ich bin mir auch nicht sicher, ob er wirklich da ist. Aber der Raum fühlt sich voll an und ich habe das Gefühl an einigen Stellen nur als Kontorsionistin durchzukommen. Aber ich sehe nicht wirklich, wo der Elefant steht. Und ob er da steht. Oder wie er aussieht.

Es wurde heute auch nicht besser. Aber die Situation über Tag ließ weder ihr noch mir die Gelegenheit, etwas anzusprechen bzw. zu fragen, ob da ein Elefant wäre. Und als der midi-monsieur dann endlich im Bett war, war es auch zu spät.

Vielleicht bilde ich mir das auch ein, weil mir mein Unterbewusstsein einen Streich spielt. Aber so fühlt sich ihr Besuch nicht gut an. Doch auch wenn es keinen Elefanten gibt, war der Zeitpunkt ihres Besuchs nicht optimal, denn dann geht es ihr wohl gerade einfach nicht gut und sie will man wieder nichts sagen. Das wäre zwar auch ein Elefant. Aber keiner, der bei mir rumsteht.

Tag halt

Der erhöhte Oxytocinspiegel war sehr hilfreich beim heutigen Gespräch mit der Schulleitung. Wir – also die stellvertretende Elternbeirätin und ich – waren sachlich, unaufgeregt und brachten alle unsere Punkte vor. Es wird sich viel für die Kinder verändern, aber es kann dabei eigentlich nur besser werden. Immerhin.

Gearbeitet habe ich heute nur halbherzig. Der Druck, den ich die letzten zwei Wochen hatte, ist zum Glück weg. Und bei zwei Veranstaltungen in einer Woche und einem bereits seit letzter Woche erfülltem Monatssoll darf ich mir das auch erlauben.

Dass der midi-monsieur heute noch einmal Rugby schwänzen wollte, war für mich in Ordnung. Auch das nimmt Druck raus.

Zu Abend gab es Wunschessen vom Kind: Pü mit Spinat (ohne Blubb!) und Fischstäbchen.

Während der midi-monsieur mit dem Kv telefonierte, schlief ich auf dem Sofa ein. Interessant war, dass mir beim Wegdämmern auf einmal total schlecht wurde – so als hätte ich Alkohol getrunken. Hatte ich aber nicht.

Als ich wach wurde und das Kind aufhörte zu telefonieren, klingelte es an der Tür und meine Mutter, also Oma kam an. Die uns besucht und praktischerweise das Kind hütet, während ich in Berlin bin.

Mehr Tag war heute nicht.