Ungerecht

Ungerecht mag es erscheinen, wenn man tolle urlaubsartige Bilder sieht und denkt: So schlecht geht’s ja nicht.

Ungerecht mag es auch erscheinen, wenn man weiterdenkt: Schönes Leben. Und den Alltag habe ich.

Ungerecht wirkt es auch, wenn dieser Alltag bedeutet, jeden Tag zu hören: Ich hab Dich lieb. Bis heute abend.

Es ist halt alles eine Frage der Betrachtung.

Platz ist in der kleinsten Hütte

Naja, so klein ist unsere Hütte Wohnung nun auch wieder nicht. Und da dachten wir, dass da sicherlich noch einer wohnen möchte. Leider sind schon alle Zimmer vergeben und so war nur noch Platz auf dem Balkon. Aber ich finde: 18 qm in den Hof raus, schön begrünt sind nicht zu verachten. Und so zog vor sechs Tagen Herr Weber bei uns ein.

Ihm scheint es bei uns zu gefallen. Und wir sind auch sehr erfreut, dass er in Naturalien zahlt.

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Outing

Ich bin eine Steuer-Schlampe 🙂

Ich habe ein Faible für Zahlen. Schon immer. Mein Lieblingsfach in der Schule war von der ersten Klasse an Rechnen bzw. später dann Mathe. Ich hatte auch Mathe-Leistungskurs.

Mittlerweile habe ich nicht mehr so viel mit Mathe zu tun. Aber bei den paar Zahlen, die mir im Job – Statistiken, Abrechnungen – über den Weg laufen, werde ich zur Beamtin Pedantin.

Auch bei den Zahlen, die mir so im Privatleben begegnen, bin ich sehr genau. Ich habe einen mehrere Ordner, in denen ich alles, was wie eine Rechnung, Versicherungspolice etc. aussieht, sortiere und abhefte. Und so sortiere ich das ganze Jahr über meine Rechnungen nach folgendem System:

  1. Allgemeine Rechnungen, die ich mal bezahlt habe, die ich aber langfristig nicht brauche.
  2. Rechnungen, die ich möglicherweise steuerlich absetzen kann.
  3. Rechnungen, die Garantien beinhalten.

Und dann, am Anfang des neuen Jahres, sobald ich die aktuellste Version meines Steuerprogramms habe, nehme ich mir die Prospekthülle mit den Zweier-Rechnungen zu Hand, gebe die Daten ein, warte meist noch ein bisschen (kommt ja meist nicht vor Februar) auf die offizielle Jahresaberechnung vom Arbeitgeber, überprüfe noch einmal alles und dann kann die ELSTER – im Normalfall noch im Februar – auch schon meine Steuererklärung digital davontragen.

Ich piepse, also bin ich

Der monsieur und ich haben jeder ein smartes Telefon. Gleiche Marke, gleiche Serie, nur einmal in groß und einmal in klein. Wir haben sogar den Fernseher der gleichen Marke und können mit der Remote-App den anderen beim Fernsehen ärgern den Fernseher ansteuern, wenn wir mal wieder die Fernbedienung verlegt haben. Aber worum es mit eigentlich geht:

Ich mag mein Smartphone und es erleichtert auch manche Dinge. Zum Beispiel bin ich derzeit sehr aktiv bei dem Elternprotest für die Hebammen involviert. Da die Diskussionen fast ausschließlich über fb laufen, ist es einfach praktisch, sich auch von unterwegs einbringen zu können. Auch jetzt, in der Zeit ohne Laptop, ist hilfreich. Ich nutze es tatsächlich auch zum Telefonieren (mittlerweile gebe ich fast ausschließlich meine Handynummer an) und die eine oder andere Nachricht verschicke ich auch (Wha*sApp habe ich gegen Threema getauscht und so muss ich wieder mehr sms verschciken ;))

Ich gestehe: Ich habe mein smartes Phönchen doch recht viel in der Hand. (Ich habe schon beschlossen, dass ich, zumindest während der Mutter-Kind-Kur, in irgendeiner Form Handy-Fasten werde.) Was zum Teil auch daran liegt, dass ich nahezu alle Benachrichtigungen ausgeschaltet habe. Also piepst mein mobiles Telefon nicht bei jeder eingehenden e-Mail, Nachricht, Anfrage etc. Es fängt auch nicht an zu blinken wie eine wild-gewordene Lichterkette. Nur zwei Apps weigern sich hartnäckig mich nicht doch – wenigstens nur schriftlich – zu benachrichtigen. Also muss ich, um zu sehen, ob irgendwas total Wichtiges bei fb oder ig passiert ist, mein Telefon in die Hand nehmen.
Zu allem Überfluss ist mein Handy eigentlich immer auf Vibration geschaltet. Schon nahezu immer. Also auch sämliche Vorgänger. Ich mache das so, seitdem ich angefangen habe im Büro zu arbeiten. Denn ich finde, dass im Büro blödes Gepiepse oder – noch schlimmer – irgendwelche absurden Klingeltöne nichts verloren haben. Nichts gegen mal ein privates Gespräch im Büro oder eine dringede Absprache mit dem Partner, Babysitter oder so. Aber die Kollegen müssen nicht jede eingehende SMS oder jeden Anruf mitbekommen.
Natürlich führt diese Geräuschlosigkeit meines smarten Telefons (das sich ja auch meist in meiner Handtasche befindet) dazu, dass ich nicht immer alles sofort mitbekomme, wenn man mich erreichen möchte. (Was natürlich auch manchmal sehr wohltuend ist. Außerdem bin ich im Büro ja auch zum Arbeiten.) DAS wiederum hat schon zu der ein oder anderen Diskussion mit dem monsieur geführt. Der mich tatsächlich nur in Ausnahmefällen anruft – allerdings meistens über meine Mobilnummer – und mich dann oft nicht sofort erwischt. (Ich habe bis heute nicht verstanden, warum er nicht einfach die Büronummer nimmt.)
Langer Rede, kurzer Sinn: Mein mobiltes Telefon macht sich weder mit Licht- oder Ton- noch mit Rauchzeichen bemerkbar.

GAAAANZ anders das Telefon des monsieurs: Er hat einen – zum Glück moderaten – Klingelton und einen nicht allzu aufdringlichen Kurznachrichten-Signalton. Doch seine diversen Apps geben (wann immer ihnen danach ist) Laut und Licht. Gefühlt durchgehend piepst, summt, brummt und blinkt sein smartes Telefon.
Tagsüber ist es mir ja egal. Aber es macht mich wahnsinnig, wenn es nachts auf der anderen Seite des Betts rhythmisch blau aufleuchtet. Er behauptet, dass es ihn nicht störe – also das Geblinke. Er würde ja schlafen.

Und da frage ich mich: Wenn er also schläft und eh nichts davon mitbekommt. WARUM? Warum kann er dieses dieses Gepiese und Geblinke nachts nicht einfach ausschalten?

Die Sache mit dem Rad

Sonntag mittag wollte ich zum Sport. Mit dem Rad. Ich mache mich also fertig, packe meinen Rucksack, schnappe mir Schlüssel und gehe zur Tür raus. Und dann das:

2014-03-16 11.55.17Letztens hat schon wer nachts versucht, den Sattel zu entfernen. Muss aber gestört worden sein oder hat festgestellt, dass der jetzt nicht sooo viel wert ist. Nun fehlt die Federgabel. Ich könnte kotzen!

Tja, die Schlösser sind zu fett, um sie einfach mal so zu knacken. Für den Ausbau der Gabel braucht es nur ein bisschen Werkzeug und … Zeit. Die gab es wohl in der Nacht von Samstag auf Sonntag reichlich und ungestört.

Also war ich Sonntag nicht beim Sport, sondern bei der Polizei. Und am Rechner, um den Schadensfall meiner Versicherung zu melden.

Nun bin ich also ohne Rad. Wir sind ohne Rad. Denn das Fahrrad vom monsieur wurde vier Tage nach dem Einzug am hellerlichten Tage einfach geklaut. Nur der mini-monsieur hat noch ein Fahrrad.

Ich hab’s getan

Irgendwie hatte ich es immer im Hinterkopf, aber in den Momenten, in denen ich mich hätte drum kümmern können, hatte ich es dann doch nicht präsent. Und so zogen die Tage Wochen Monate ins Land, ohne dass ich mich gekümmert hätte.

Letztens ploppte es dann in meiner instagram-Timeline wieder auf und da dachte ich: Wenn nicht jetzt, wann dann. Also bin ich flux (am Mittwoch) auf die website der Deutschen Knochenmark-Spenderdatei gegangen und habe mich als Spender angemeldet.

Heute kam dann auch schon direkt das Test-Set. Und ja, es ist so einfach, wie allerorten propagiert wird:

Mund auf gegen Blutkrebs. Stäbchen rein, Spender sein.

Es gibt immer was zu meckern

Letztens führte ich mal wieder einer dieser Diskussionen, die mich immer leicht kopfschüttelnd und mit dem Wunsch, „Macht Euch locker, Eltern“ an irgendwelche Wände zu sprühen, hinterlassen.

Der mini-monsieur ist nun viereinhalb. Auch wenn er anfängt mir in den Ohren zu liegen, dass er in die Schule möchte (was vermutlich daran liegt, dass ich gesagt habe, dass es eine Taschenkonsole nur gibt, wenn er lesen und schreiben kann), wird er erst nächstes Jahr im Sommer eingeschult. Wie auch der größte Teil seiner kleinen Kumpels und Freundinnen. Erste ältere Kinder im Umfeld werden schon dieses Jahr eingeschult und so beginnt man, sich schon jetzt mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Und da sind Eltern, die bei der Kita-Platzsuche jammerten, wie ätzend es sei, keine Sicherheit zu haben, dass das Kind überhaupt einen Platz bekommt und dann auch noch in Wohnortnähe. Wer dann doch einen dieser raren Plätze ergattert hat (ich kenne kein Kind über drei, dass keinen hat), meckert – vor allen Dingen, wenn es nicht die Wunsch-Kita wurde – gerne mal über den Betreuungsschlüssel, die Kita-Aus- und Einrichtung, Fehlzeiten der Erzieher, freie Tage etc.

Nun ist das bei der Grundschule anders. Da gelten „feste“ Regeln entsprechend Schulbezirk und Einzugsgebiet. Jedes Kind kommt in die Grundschule, die am nächsten liegt und daher zuständig ist. Man sollte meinen, mal abgesehen davon, dass Hortplätze rar sind, dass das den Eltern Planungssicherheit gibt. Das Kind hat keinen langen Schulweg, ist mit den Freunden aus dem Viertel zusammen – alles prima.

Doch hier gibt es das nächste Meckerpotential. Ich kenne kaum einen, der nicht etwas an der potentiellen Grundschule des Kindes auszusetzen hat: grundsätzlich die falsche Schule, falscher pädagogischer Ansatz, schlechte und unmotivierte Lehrer, das Umfeld, die Klassenzusammensetzung (zu viele Nicht-Deutsch-Muttersprachler) oder auch alles auf einmal.

Ich kann dieses Gejammere nicht hören. Ganz ehrlich! Ich war auf einer sogenannten Schwerpunkt-Grundschule – Schwerpunkt für Grundschüler mit türkischem Hintergrund/ Wurzeln. Wir waren neun deutsche Schülerinnen und Schüler in einer Klasse mit 22 Schülern. Ich habe es nicht nur „überlebt“, sondern habe eine ganz normale, tolle Grundschulzeit verbracht. Habe lesen und schreiben (wenn auch nicht schön) gelernt, habe meine Liebe zu Zahlen entdeckt, fand den Sachkundeunterricht toll, habe einfach viel mitgenommen und gelernt. Habe den Sprung aufs Gymnasium geschafft, mein Abitur gemacht und tatsächlich sogar studiert.

In der (Grund-)Schule kommen so viele Dinge zusammen, die man zum Teil gar nicht vorhersehen oder gar einplanen kann. Und manchmal sind es einfach nur unglückliche Konstellationen. Da nützt einem auch die beste Schule nix.

Und letztlich steht und fällt mit der Einstellung zur Schule. Das hat auch viel mit „self-fulfilling prophecy“ zu tun.

Eltern, macht aus der Schulzeit Eurer Kinder das, was Ihr Euch für sie wünscht und wartet nicht drauf, dass das andere für Euch machen!

Schlimmer geht immer

Ich dachte ja vor elf Monaten, als mir meine damalige Chefin meine Kündigung überreichte und bei all dem, was darauf folgte, dass dieses Verhalten nicht zu toppen ist – also nach unten. Kündigung aus heiterem Himmel bei vollen Auftragsbüchern. Aber immerhin wurde mir meine Kündigung persönlich überreicht.

Dass das auch anders – deutlich feiger – geht, weiß ich seit einer Woche.

Letzten Mittwoch traf mich der Postbote nicht an und hinterließ eine gelbe Karte – wie sie auch der gelbe Paketdienst verwendet. Und da wir ein Paket erwarteten, dachte ich, es sei das. Als ich am nächsten Tag dem monsieur die Vollmacht ausstellen wollte, drehte ich die Karte erstmals um und sah, dass ein Einschreiben mit Rückschein auf Abholung wartete. Wenn man nichts dergleichen erwartet, ist das immer ein schlechtes Zeichen.

Und während der monsieur bei der Post war, ließ ich die letzten Wochen Revue passieren. Okay, ich war jetzt schon in der vierten AU-Woche, aber was soll ich machen. Ausgesucht habe ich mir das nicht. Ich konnte aufgrund der AU nicht an einem wichtigen Termin teilnehmen, der aber, wie ich meinen Job-mails, in die ich ja gelegentlich – obwohl ich dazu nicht verpflichtet bin – reinguckte, entnahm trotzdem gut gelaufen war. Der CEO dankte für die gute Vorarbeit. Dann waren da noch ein paar erboste mails von meiner Vorgesetzten, weil ich auf mails nicht sofort reagiert hatte, die sie mir an meinen privaten Account geschrieben hatte. Aber ehrlich: Mir ging es auch wirklich nicht gut. Außerdem hat meine Vorgesetzte Zugriff auf mein Dienst-Postfach für eben genau diesen Fall. Und lief nun wirkich nichts aus dem Ruder. Und dann war da ja noch die Ansage vom CEO bei der Weihnachtsfeier, dass es trotz der nicht ganz so rosigen Zahlen in 2013 keine betriebsbedingten Kündigungen gäbe.

Ich versuchte mich also zu beruhigen.

Doch dann kam der monsieur wieder und ich brauchte den Umschlag gar nicht aufmachen, um sicher zu sein, was es ist. Natürlich machte ich ihn auf:

Kündigung – frist- und formgerecht ohne Angabe von Gründen. Nur ein handschriftlicher Beileger von meiner Vorgesetzten, dass man mir die Umstände in einem persönlichen Gespräch erläutern möchte.

Umgehend versuchte ich sie telefonisch zu erreichen. Keine Antwort.
Ich schrieb ihr eine SMS aufs Diensthandy. Keine Antwort.

Am nächsten Tag dann eine e-Mail: Sie wolle das nicht mit mir ohne ihre direkte Vorgesetzte besprechen. Keine weiteren Informationen. Na Danke auch.

Sonntag ist mir dann die Hutschnur geplatzt: Ich schrieb eine Mail an beide. Sicherlich nicht sehr diplomatisch, aber das muss ich jetzt auch nicht mehr sein. Wenigstens bekam ich daraufhin am nächsten Tag eine Antwort: betriebsbedingte Gründe. Genaueres wolle man mir aber in einem persönlichen Gespräch benennen.

Das fand dann endlich vorgestern statt. Gleich morgens. Allerdings nur mit der Vorgesetzten meiner Vorgesetzten.

Als ich ins Büro kam, wurde ich von den Kollegen angestarrt wie ein Nacktmull mit zwei Köpfen. „Hallo“ ging schwer von den Lippen. Ein „Wie geht es Dir?“ nach vier Wochen Krankheit bekam fast keiner mehr rausgepresst. Kurz drauf erfuhr ich auch warum: Die Kollegen waren alle schon informiert worden. Ohne das mit mir abzusprechen oder mich wenigistens darüber zu informieren.

Das Gespräch selbst verlief, wie so ein Gespräch nun mal verläuft, nur, dass ich mich etwas gefreut habe: über die Gesichter und über die Munition für den Anwalt.

Später kamen auch noch zwei Kolleginnen auf mich zu und haben mir ein bisschen erzählt, wie es den Kollegen mit der Nachricht geht. Naja, es ändert nichts für mich, aber es bestätigte meinen Ärger darüber, dass sie vorinformiert wurden. Hätte ich es sagen dürfen, hätte das vieles entschärft.

Mit Spannung erwartete ich den nächsten Tag: das Gespräch mit meiner direkten Vorgesetzten. Eigentlich wollte sie mit mir nur über die noch offenen Projekte reden. Dass ich die Kündigung ansprach, war ihr gar nicht recht. Sie tat so, als hätte sie von nichts gewusst, was natürlich nicht stimmte. Dass es ihr leid täte, brachte sie auch nicht zum Ausdruck – wenigstens da war sie mal ehrlich. Interessant war ihre Reaktion auf meine Kritik an ihrer Informationspolitik: Das sei immer noch ein Gespräch zwischen Teamleitung und Berater. Und ich habe ihr nicht zu sagen, wie sie sich zu verhalten habe. Na, damit wären die Fronten ja klar.

Ofen-frei

Nein, wir sind nicht wieder ohne Ofen. Der neue Herd funktioniert ganz wunderbar und auch den Ofen konnte ich schon heute einmal kurz testen.

Aber totz des neuen Herds wird es bei dem ursprünglich Ofen-frei geplanten Weihnachtsmenü bleiben. Außer, dass ich nun doch noch zwei bis drei Brioche (der Teig gibt so viel her) für die Weihnachtstage backen kann.

Höllisch Abend und den 1. Feiertag werden wir mit meinen Eltern verbringen, also sie werden zu uns kommen. Das macht für uns alles ganz entspannt. Zumal dem mini-monsieur die Aufregung sehr zu schaffen macht. Und er so zu Hause alles so „organisieren“ kann und konnte, um sicher zu gehen, dass der Weihnachtsmann auch wirklich kommt. Ich denke, bei Oma und Opa wäre er unsicher, ob das alles so funktioniert…

Sobald meine Eltern am frühen Nachmittag da sind, werden wir Apfel-Zimt-Waffeln essen, falls ich nicht doch noch spontan auf Bratäpfel umgschwenke. Danach werden uns mit Glühwein und Kinderpunsch bewaffnet aufmachen, um dem Frankfurter Stadtgeläut zu beizuwohnen. Vor zwei Jahren waren wir das erste Mal da und da war auch zu all dem heiligen Gefühl eine Riesen-Sternschnuppe zu sehen.

Wenn wir wiederkommen, werden die Geschenke unterm Baum liegen. Der Plan ist nämlich, den Moment des Hausverlassens vorher zu nutzen, um schnell die Geschenke an Ort und Stelle zu bringen. Und so werden wir nach dem Stadtgeläut erstmal Bescherung machen, bevor wir uns dann zu späterer Stunden dem traditionellen Weihnachtsessen meiner Familie widmen:

„Zum Glück“ haben wir nur für Heilig Abend ein Standardessen (Mein kleiner Bruder beichtete mir, dass er diese Tradition nicht fortführt, sondern eigene Wege geht. Ich sollte mit unseren Eltern mal über Enterbung sprechen.) und so wird es bei uns Kartoffelsalat (mit Möhren, Apfel, Zwiebel, sauren Gurken und Ei) mit schlesischen Weißwürsten (gebraten) geben. Der Salat wird morgen vorbereitet und die Würste bringen meine Eltern mit*. So braucht das Essen extrem wenig Beachtung – abgesehen vom Braten der Würste – und wir haben Zeit.

Der erste Feiertag wird etwas kuliarischer. Geplant ist folgendes Menü

  1. Quarkmousse mit Radieschensalat (aus Vegetarisch! Das Goldene von GU)
  2. Sellerie-Maronen-Suppe (aus der LECKER 12/1013)
  3. Coq au vin mit Apfel-Rotkohl und selbstgemachten Semmelnknödeln
    bzw. für den mini-monsieur Brathähnchen (im Ofen) mit Spinat und Semmelknödeln
  4. Käse
  5. Mousse au chocolat

Und ich freu mich schon auf beide Tage.

In diesem Sinne: Habt alle wundervolle Weihnachten mit leckerem Essen, tollen Geschenken, Besinnung und Aufregung, Familie und Freunden, Neuem und Traditionen.

* Ich glaube zwar, dass es hier in Frankfurt irgendwo eine Metzgerei gibt, die die zu Weihnachten herstellt, aber meine Eltern haben ihre Stammquelle. Und nachdem es hieß: „Also, ohne die Weißwürste feiert Dein Vater aber nicht Weihnachten.“, sollen sie sie ruhig besorgen. Aber eigentlich könnten wir auch nur Rindswurst (die wird es nämlich zusätzlich geben) essen, wenn es nach meinem Vater geht. Denn in einem späteren Telefonat hieß es: „Also, Dein Vater meinte, dass mit den Weißwürsten sei ja schon so wie Eulen nach Athen tragen. Es gibt ja auch in Frankfurt gute Wurst.“ „Rindswurst???“

Gerade mal eben nur ganz kurz

Heute mittag mal ganz kurz die Mittagspause verlängert, weil ich noch kurz Schnuckelkram und letzte Kleinigkeiten für die Pakete gekauft habe und danach noch viel kürzer mit der Bahn, die aber ewig keine Haltestelle entlang meines Fußweges hatte, zum Spielzeugladen gefahren bin, um mal gerade eben schnell noch das letzte Geschenk zu kaufen, das in das Paket gen Frankreich muss, das unbedingt noch heute auf der Post sein muss, wofür ich dann ganz kurz nach dem Spielzeug-Laden nach Hause geschuscht bin, dort die letzen Sachen ein- und verpackt habe, alle Pakete zugeklebt (noch mal fahr ich nicht zur Post), irgendwie transportfähig eingetütet habe, um dann mit dem Fahrrad gerade mal eben bei der Post vorbeizufahren, um dort die drei großen Pakete, ein kleines Päckchen und diverse Briefe in der Packstation, dem Briefkasten zu verstauen, wobei sich zeigte, dass das eine Paket zu groß ist und ich mich doch noch kurz in die Schlange stellen musste.

Ein Glück sind die Wege in Frankfurt so kurz, dass aus einer offiziellen Stunde Mittagspause gerade mal nur zwei wurden.