12von12

Mit dem Bloggen hakt es derzeit etwas – Hitze, viel zu tun, RL und so -, da nutze ich gerne 12von12, um das Blog zu füllen.

Mehr 12von12 wie immer bei Draußen nur Kännchen.

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* hat leider nur bedingt geholfen

** Rumpenheimer Fähre

*** Main

**** Accra Circle in Offenbach, Ghanaisches Restaurant

Liebes Tagebuch am Fünften (August 2018)

Die Gerade-noch-so-Ferien-Edition von „WMDEDGT?“ (Initiatorin wie immer Frau Brüllen):

Es ist nach Mitternacht, als wir zu Dritt nach Hause kommen. Der midi-monsieur putzt sich schnell die Zähne und geht ins Bett. Wir gehen schnell duschen und dann koche ich noch schnelle Pasta, denn wirklich viel haben weder der RB noch ich bislang, also den vergangenen Abend über, gegessen.

Danach fallen wir beide k.o. ins Bett.

Ausschlafen ist nicht wirklich: Gegen 8h00 steht das Kind am Bett, den ich nochmal ins Bett und Lesen schicke. Um 9h00 klingelt der Wecker vom RB. Bis 10h30 haben wir Zeit, zusammen zu frühstücken. Das fühlt sich nach den letzten beiden Tagen richtig gut an.

Dann muss der RB los. Ich überlege, ob ich mich hinlegen oder arbeiten will; kann mich aber nicht so recht entscheiden.

Nach der Sendung mit der Maus verdonnere ich das Kind, Schulsachen zusammenzusuchen und sein Zimmer aufzuräumen. Wir machen zusammen einen Fund der besonderen Art. (Nein, ich möchte nicht darüber reden, aber ich war froh, das es keine größeren Kolateralschäden gab.)

Als alles geräumt und sortiert ist, skypt das Kind mit seinem Vater und ich montiere die neue Lampe (Geburtstagsgeschenk).

Macht sich gut. Und das umgeräumte Regal ist auch besser.

Dann kümmere ich mich um die Küche und bereite unser Abendessen, aka Grillade, vor. Da kommt dann auch „schon“ der RB wieder nach Hause.

Wir grillen, essen und dann muss das Kind auch mal so langsam ins Bett. Aber er hat Stress wegen des Schulanfangs; die Ferien waren zu schön; ein Buch fehlt und überhaupt… Wir reden und dann kraule ich ihn in den Schlaf. In einen trotz der wirklich angenehmen, ja fast kühlen Temperaturen sehr unruhigen Schlaf – er kommt noch ein paar Mal diese Nacht.

Ich muss noch was arbeiten, aber bin so fertig, dass ich beim „Ich muss mal kurz die Beine hochlegen und lang machen“ neben dem RB einschlafe.

Gut, arbeite ich halt später.

ABC

Ich habe ein paar Bücher von Christine Nöstlinger gelesen: „Wir pfeifen auf den Gurkenkönig“ war das verstörendste und „Maikäfer flieg“ das nachhaltigste. Und ich bin froh, dass letzteres in der Bücherkiste war, die mir meine Mutter vor einiger Zeit mitgab.

Vor ein paar Tagen ist die Autorin gestorben und nun finden sich hier und da Erinnerungen an sie in meiner SocialMedia-Timeline. So auch ihr „Erziehungs-ABC“:

A „Aber alle anderen dürfen!“ ist beliebtes kindliches Druckmittel. In den raren Fällen, wo es der Realität entspricht, sollten Eltern ihre Verweigerungshaltung überdenken.

B Bedingungslos hat Elternliebe zu sein. Ein Kind muss sich ihrer gewiss sein, ganz egal, wie es sich benimmt.

C Chinesisch lernen heutzutage perfekt geförderte Kindergarten-Knirpse. Ob sie es gern tun, ist fraglich.

D Dankbar dürfen Eltern dafür sein, Kinder zu haben, Kinder hingegen schulden den Eltern keinen Dank.

E Ehrgeiz mögen Eltern in eigene Leistung umsetzen und nicht an ihrem Nachwuchs abarbeiten.

F Das Frühstück bleibt vielen Kindern im Halse stecken. Einzige Möglichkeit, das zu verhindern, wäre in den meisten Fällen: sie von der Schulpflicht zu befreien.

G Grenzen setzt das Leben den Kindern ohnehin reichlich, Eltern müssen sich nicht auch noch im beliebten Grenzen-Setzen üben.

H Humor hilft im Leben immer; womit nicht gemeint ist, dass Eltern die Probleme ihrer Kinder mit munteren Scherzen weglachen können.

I Indiskretion ist ein verbreiteter Tatbestand, wenn es um Kindergeheimnisse geht. Mütter, die heimlich das Tagebuch der Tochter lesen, sind das Allerletzte.

J Jugend-Jargon muss erduldet werden, aber Kinder finden es peinlich, wenn sich ihre Eltern diesen Jargon selbst zulegen.

K Kinderzimmer aufräumen ist Kindespflicht, doch welcher Zustand als „aufgeräumt“ gelten darf, bestimmt der Bewohner des Zimmers.

L Angeblich lügt jeder Mensch etwa zweihundertmal am Tag. Kinder sind auch Menschen!

M Kindern zu Misstrauen erschwert nicht nur das Leben der Kinder, sondern auch das eigene _Leben ungemein.

N Nachhilfe muss manchmal sein. Aber bitte nie von Mama, Papa, dem großen Bruder oder der großen Schwester. Das würde den Familienfrieden gewaltig trüben.

O Einen tollen Opa oder eine tolle Oma zu haben gehört zum Besten, was einem Kind passieren kann.

P Pausenbrote vergammeln gern in Schultaschen, was oft daran liegt, dass Kinder in der Pause, statt zu essen, schnell die Hausübung vom Sitznachbarn abschreiben.

Q Mit einem Kind, das nie Quatsch macht, soll man schleunigst zum Psychologen gehen.

R Respekt beruht auf Gegenseitigkeit. Kinder, die von den Eltern nicht respektiert werden, haben keinen Respekt vor den Eltern. Was möglicherweise wie Respekt wirkt, ist Angst.

S Schule muss sein, muss aber nicht so wichtig genommen werden, dass sich alles in einem Kinderleben nur um die schulischen Leistungen dreht.

T Eine tägliche Turnstunde wäre angeblich sehr gut für Kinder. Soll aber auch Kinder geben, für die das eine Horrorvision ist.

U Manche Kinder sind Unschuldslämmer. An ihren Untaten sind stets andere schuld; wobei ihnen viele Mamas Hilfestellung geben, indem sie nach „schlechtem Einfluss“ Ausschau halten und prompt fündig werden.

V Verbote sollte man so sparsam wie möglich setzen, aber darauf achten, dass die unbedingt für nötig erachteten Verbote auch unbedingt eingehalten werden.

W Dass Watschen gesund sein können, behaupten großgewordene geschlagene Kinder, die das miese Verhalten ihrer Eltern positiv zu interpretieren versuchen.

X Ein Kind, das Xaver getauft wurde, hat das Recht, einen anderen Vornamen zu beantragen.

Y Für den Kinder-Yoga-Kurs gilt das Gleiche wie für den Chinesisch-Unterricht.

Z Zuneigung kann es gar nicht genug geben, da ist kein Übermaß möglich. Falls Eltern deshalb „Affenliebe“ attestiert wird, mögen sie es gelassen hinnehmen.

– erschienen am 11.03.2013 in Der Standard

 

12von12

Gelegentlich, wenn ich via Instagram und/ oder Twitter rechtzeitig daran erinnert werden, und ich denke, dass der Tag ausreichend Bildmaterial hergibt, versuche ich 12von12 mitzumachen. Nicht immer, denn es fällt mir schon ein bisschen schwer, drölf Millionen Kaffeetassenbilder und Essensbilder anzugucken (und zu posten).

Naja, heute mal wieder (nachdem ich im Januar das letzte Mal richtig mitgemacht hatte).

#1: Um 8h15 soll ich bei der Hautärztin zwecks Befund der gestanzten Muttermale anrufen. Ich habe extra den Wecker gestellt, aber zum Telefonieren nicht geduscht. Es ist ziemlich lang besetzt. Doch dann: Die Muttermale waren nur Muttermale.

#2: Während ich Heißgetränke für den RB und mich bereite, duftet mich das Palak Paneer von gestern Abend an. Das war seeehr lecker und ich bin kurz versucht, es zu frühstücken.

#3: Nach dem Frühstück kommt es zu einer kleinen Missstimmung wegen der Frühstücksteller. Naja, eigentlich nur wegen eines Frühstückstellers, der nämlich auf dem Tisch blieb, während der andere in die Küche getragen wurde.

#4: Ich blogge über das neuste Tattoo und höre dabei Musik – aus Gründen.

#5: Mein Mittagssnack sind die hellen Lakritze aus der kongenialen Lakritzmischung von Hema (vermutlich ist die bloße Nennung ja schon Werbung).

#6: Nachdem ich den ganzen Vormittag am Tisch gesessen habe, sind mir nun die Beine schwer und weil ich meine Kompressionsstrümpfe nicht finde, ziehe ich um ins BettOffice. Da kann ich die Beine ausstrecken.

#7: Weil die Nacht kurz war (ja, die Befundabfrage hat mir nicht nur wegen der Uhrzeit zu schaffen gemacht) und ich ja eh schon im Bett bin, mache ich die Augen zu und träume wild.

#8: Dann arbeite ich noch etwas, bevor ich mich fertig machen muss. Das neue Tattoo ist ob seiner Flächigkeit und der Stelle doch deutlich empfindlicher als die bisherigen und so muss ich es gut pflegen, damit ich mit ihm Radfahren kann: Nach dem Duschen erstmal mit dem Wundgel versorgen und dann Folienverband drauf, damit das T-Shirt nicht auf dem Tattoo reibt.

#9: Mit dem Fahrrad hole ich die Beste ab. Weil es warm ist und ich nicht so viel mitnehmen muss, nehme ich die Lenkertasche. Sieht zwar nicht so cool aus am Mountainbike, aber so muss ich keinen Rucksack schleppen.

#10: Die Beste ist noch nicht zu Hause und so kann ich einen kurzen Blick auf Frankfurts FreiBinnenGüterhafen werfen.

#11: Die Beste und ich machen, was eine so auf dem Märktchen macht: Was essen und Wein von Die Genussverstärker (Werbung) trinken.

#12: Nach Märktchenschluss lassen wir in lustiger Runde und bei einem vorgezogenen Mitternachtssnack den Abend ausklingen, bevor wir im Dunkeln zurückradeln.

Wie immer findet Ihr bei Draußen nur Kännchen noch mehr 12von12 finden sich diesmal nicht gesammelt bei Caro.

T-11

Ach, nach ölf kommt ja zwölf und heute ist der Zwölfte und das halbe Internet macht da 12von12. Nur ich machte heute genau KEIN Foto. Hätte ich welche gemacht, hätten sie vielleicht so ausgesehen:

#1: Kind kuschelt sich von rechts an mich ins Bett.
#2: Uhr auf ca. 7h30 (Der RB spielt heute Lerche und verlässt das Haus.)
#3: Kind von hinten auf Roller mit Jeans und Kapuzenjacke (denn es hat empfindlich abgekühlt über Nacht)
#4: Tee, Teller mit Brot und aufgeklappter Laptop (obligates Arbeitsbild)
#5: Zwei volle Wächeständer (nach dem Aufhängen)
#6: Meine wohlsortierte Wäscheschublade* in der Kommode** (habe die gestern besorgten Sortierkästchen eingesetzt)
#7: In Grie Soß ertränkte Fischstäbchen (mein Mittagessen)
#8: Screenshot vom TopVintage-Warenkorb (ich schwöre, ich wollte nur nach einem Petticoat*** gucken)
#9: Ich mit Kopfhörern in den Ohren (Abhören einer mitgeschnittenen Telko, um ein Drehskript zu erstellen)
#10: Leckere**** Spinat-Lachs-Rolle
#11: Schule in der Dämmerung (SEB-Sitzung zu Ende, ab nach Hause)
#12: Huch, doch ein Bild: Der RB und ich sitzen uns arbeitend gegenüber und trinken Wein.

Aber eigentlich wollte ich ja darüber schreiben, dass ich in ölf elf Tagen – sofern die SNCF mich lässt – das Kind nach Paris bringe. Denn in zehn Tagen ist der letzte Schultag vor den dringend nötigen, heiß ersehnten, aber viel zu frühen Sommerferien. Und damit wir uns noch mehr auf die Ferien freuen, sind die nächsten Tage noch ausreichend voll:

  • viel Arbeit (ich)
  • zwei Außentermine in Wiesbaden (ich)
  • Kuchen backen (ich)
  • der Geburtstag vom midi-monsieur (alle)
  • Zwei-Tages-Tour nach Südfrankreich zum Rugbyspielen (das Kind spielt, ich betreue)
  • vier Aufführungen der Theater-AG (das Kind, ich darf eine Vorstellung angucken*****)
  • Rugby-Saison-Abschluss (alle)
  • Koffer packen (ich******)

Und ja, ich freue mich auf die Ferien. Ich freue mich auf drei Wochen kindfrei und auf eine Woche Urlaub mit dem RB. Ich freue mich darauf, dass für vier Wochen kein Wecker mehr um 7h15 oder 8h00 klingeln muss. Hach, und abends mal so verwegene Dinge machen wie Picknick am Main, Kino, essen gehen oder was eine noch so Verrücktes machen kann – zu zweit.

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* Zum Glück kein Foto, denn meine Schlüppis muss ich nicht dem Internet zeigen.

** Erstmals in meinem Erwachsenenleben habe ich Wäsche und Anziehsachen in einer Kommode.

*** den es nicht in meiner Größe gab

**** Zum Glück hatte ich direkt nach Rollen und loshirschen zur SEB-Sitzung zwei Stückchen gegessen. Den Rest haben der RB und der midi-monsieur inhaliert.

***** Der midi-monsieur war ganz schön geknickt, dass der RB wegen Arbeit nicht dabei sein kann.

****** Das Kind hilft mir.

Liebes Tagebuch am Fünften (Juni 2018)

Frau Brüllen ist erbarmungslos und fragt selbst bei der – Achtung, Achtung – brüllenden* Frühsommerhitze: WMDEDGT?

Der Tag fängt kurz nach Mitternacht mit Duschen an. Ich mag es nicht, verschwitzt vom Tag ins Bett zu gehen. Ist ja auch nicht so, dass eine nachts nicht schwitzt.

8h00 Ich werde sehr verwirrt wach und gucke aufs Handy bzw. dessen Uhr. Kurz denke ich, dass Wochenende ist und gucke nochmal aufs Handy, um den Wochentag herauszubekommen. Ah, Dienstag. Ich stehe auf, der midi-monsieur kommt mir schon halb angezogen entgegen.

8h10 Ich stelle fest, dass wir kein Brot haben. Das Kind verkündet: „Ich bin ja schon fast angezogen, wenn ich zum Bäcker flitze, geht es schneller.“

8h35 Das Kind rollert gefrühstückt und mit Ohnezahn zum Glückbringen für die Mathearbeit los Richtung Schule. Die obligate Diskussion, warum er einen Helm beim Rollerfahren tragen muss, beende ich mit dem Hinweis, dass ich gestern einen Fahrradunfall gesehen habe und wenn der Mann keinen Helm getragen hätte, vermutlich auf der Straße eine Blutlache wäre. Und wer sich im Straßenverkehr in irgendeiner Form auf zwei Rädern fortbewegt, trägt nun mal Helm. Diskussion Ende.
Dann mache ich Kaffee (für den RB) und Tee (für mich) und wecke den RB.

9h45 Wir frühstücken.

10h20 Wir klappen beide unsere Rechner auf.

10h25 Ich telefoniere mit der Kollegin. Der RB arbeitet weiter und bei mir meint Windows, es brauche jetzt sofort ein Update.

11h00 Als das Update endlich beendet ist, komme ich wieder an meine e-Mails und muss mit der anderen Kollegin telefonieren. Dann mache ich eine Liste mit Projekten, der RB muss los. Ich kümmere mich um ein paar Projekte.

11h55 Ich erhalte eine e-Mail von der Klassenlehrerin: Sie würde gerne Ende Klasse 4 eine Abschlussfahrt** mit der Klasse machen. Haach, DAS wäre mit der alten Lehrkraft definitiv nicht passiert.

12h15 Ich mache mich auf den Weg – erst zur Schule und danach soll es zum Friseur gehen.

Als Bötin*** unterwegs – eigentlich.

12h35 Nach 10 Minuten Warten**** vor dem Sekretariat gehe ich rein. Mööp, umsonst gewartet: Sie ist zwar im Haus, aber hat keine Zeit. Also gehe ich schnell wieder nach Hause, schnappe mir das Rad, fahre zur Bank und dann zu meiner Friseurin. Ich war ja schon recht aufgeregt.

13h00 Ich erkläre meiner Friseurin, was ich gerne hätte. Jahaa, das Bild war jetzt etwas sehr 90er, aber sie hat mich verstanden. Und schnitt und schnitt und schnitt.

13h55 Da ich keine Farbe habe machen lassen – denn das ist ja auch ein Grund für den neuen Schnitt: Ich will die Farbe und die Blondierung raus haben -, bin ich in unter einer Stunde fertig und habe nun Fell im Nacken.

14h30 Ich telefoniere und bekomme Entwarnung für ein Projekt. Ändert aber nichts daran, dass andere Projekte bearbeitet werden wollen. So richtig gut fühle ich mich aber nicht.

14h45 Mir fällt ein, dass wir dringend die Karten fürs New-Model-Army-Konzert im Oktober in Glasgow buchen müssen und tue das schnell.

15h00 Ich lege mich kurz hin. Kreislauf, Seuche, Heuschnupfen, was weiß ich. Mir tun die Beine weh, der Hals kratzt und die Augen brennen.

15h30 Etwas entspannt. Weiterarbeiten.

16h00 Die eine Kumpelmutter ruft an. Wir diskutieren die aktuellen Entwicklungen in der Schule.

16h20 Zwei e-Mails von der Kollegin, die bearbeitet werden wollen. Es ergeben sich Fragen, da ruft sie um

16h35 an. Wir besprechen, dass ich das mit dem Kunden direkt kläre. Es dauert etwas, bis ich ihn am Telefon habe.

17h00 Alles geklärt und verschickt. Ich gehe kurz zum Aikido-Dojo, um nochmal wegen der Zeiten für die Passage morgen zu fragen. Auf dem Rückweg fange ich das Kind ab. Wir gehen zusammen einkaufen.

18h00 Das Kind ist gestresst, weil er noch Hausaufgaben machen muss. Es ist echt viel und ich kann den Sinn zwar verstehen, aber die Menge ist echt übel. Wir arbeiten uns zusammen durch und ich hoffe, dass es ihm für die Deutscharbeit am Freitag hilft.

19h45 Der RB kommt nach Hause. Mittlerweile habe ich Herrn Weber abgebrannt und gebürstet, die Pimientos de Patron vorbereitet und eine Kräuterbutter aus einem bunten Strauß Balkonkräuter zubereitet. Der midi-monsieur sitzt immer noch an den Hausaufgaben und Englisch müssen wir auch noch lernen. Also er. Für morgen.

20h00 Während sich der RB ums Grillen kümmert, frage ich das Kind Englisch ab. Mit Deutsch ist er gerade fertig geworden.
Dann können wir essen. Es gibt noch eine Runde Eis.

21h00 Das Kind macht sich bettfertig. Ich lese ihm auf dem Balkon vor.

21h40 40 Minuten zu spät ist das Kind im Bett. Der RB und ich hängen noch Wäsche auf.

22h15 Mir fällt ein, dass wir keine Milch mehr haben. Also geht der RB los, welche holen. Ich mache mir derweil einen Ingwertee. Das Kratzen im Hals will nicht weggehen.

22h25 Wir sitzen uns idyllisch im Balkonoffice im Halbdunkel gegenüber. Ich muss noch ganz viele Texte schreiben und den RB drückt die Steuer.

Mal sehen, wann es ins Bett geht.

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* Möglicherweise schlägt mir die Hitze aufs Hirn.

** Ist eigentlich nicht vorgesehen.

*** Dankeschön für die freiweillige Begleitung der Klassenfahrt.

**** Ich wollte zur Rektorin, wusste aber, dass sie eigentlich bis zur 5. Stunde Unterricht hat.

Liebes Tagebuch am Fünften (März 2018)

Irgendwie ist hier Alltag. Aber: neuer Alltag, anderer Alltag. Und dadurch ist blogtechnisch noch nicht alles im Fluss. Doch der Fünfte ist der Fünfte und Frau Brüllen fragt: WMDEDGT?

7h55 Da der midi-monsieur erst zur Zweiten hat, klingelt jetzt erst der Wecker. Ich stehe auf, der RB darf liegen bleiben. Im Flur treffe ich das Kind. Die übliche Routine beginnt: anziehen, ebendieses anmahnen, Frühstücksdose richten, Frühstück fürs Kind.

8h30 Der midi-monsieur verlässt das Haus und ich habe – weil gerade so wenig zu tun ist – die Chance, dem RB noch Gesellschaft zu leisten.

11h25 Hups, wohl nochmal eingeschlafen. Jetzt Frühstück, Rechner an und sich zumindest mal um e-Mails kümmern.

12h45 Das Kind kommt nach Hause. Ist eigentlich gut drauf. Hat aber Hunger. Ich mache ihm mit den übriggebliebenen Spätzle von gestern Kässpätzle. Er isst, macht die wenigen Hausaufgaben und muss dann um

13h55 wieder los. Die Stunde, bis er wiederkommt, nutzen wir zum Duschen.

15h00 Es gibt einen Kuchenbeschluss. Und lassen uns danach, weil der RB ja seit Sonntag ein Mii hat, vom Kind breitschlagen, eine Runde auf der Wii zu zocken. Das war durchaus sehr lustig.

16h00 Das Kind muss sich fürs Rugby fertig machen, ich hole schnell mein Rad aus der Inspektion.

16h30 Wir düsen los, kommen pünktlich an. Ich habe dann ein Treffen zum Thema Kommunikation für die Rugby-Sektion des Vereins. Und ja, ich habe mal wieder hier geschrien…

18h50 Wieder zu Hause sitzt der RB noch am Rechner. Ich koche eine vegane Speed-Kürbissuppe (Kürbis raspeln, dann gart er schneller), mache etwas Klarschiff in der Küche und ziehe mich dann um, denn: Die Babysitterin kommt gleich – der RB und ich haben ein Date.

19h30 Die Babysitterin ist da, kurze Übergabe und dann gehen wir los. Das erste Restaurant der Wahl hat montags Ruhetag. Aber zum Glück muss man auf der oberen Berger nicht verhungern und so werden es Tapas.

20h45 Jetzt sind wir etwas knapp, aber Aufbruch zum Kino: Aus dem Nichts. Der Film nimmt einen mit, ist gut gemacht und gut gespielt. Diane Kruger ist auch einfach verdammt hübsch.

23h00 Wir sind wieder zu Hause, lassen den Abend noch mit einem Whisky ausklingen.

12von12

Ich habe heute zwischendurch ein paar Mal an 12von12 gedacht, aber dann doch keine Lust gehabt, obwohl ich ein paar Fotos gemacht habe. Nun also die deskriptive Version.

#1: Screeshot von meiner Handyuhr mit 5h34. Da war ich nämlich kurz wach und überlegte, ob ich schon arbeiten oder doch noch schlafen soll. Ich entschied mich für letzteres.

#2: Geschminkter midi-monsieur. Irgendwas mit Zombie und Wasserleiche.

#3: Zwei Teller, Tee am einen, Kaffee am anderen und Scones auf dem Tisch.

#3: Laptop und MacBook stehen sich gegenüber. Zwei Menschen arbeiten einträchtig nebeneinander.

#4: Lasagnerest von vorgestern zum späten Mittagessen.

#5: Drei e-Mails. (Eigentlich nur eine, aber die erste ohne Anhang, die zweite mit falschem und die dritte dann endlich vollständig.)

#6: Der meckernde mini-monsieur kommt nach Hause und schimpft über alles und jeden – besonders den Hort.

#7: Ich in Leggings. Allerdings UNTER der Jeans, damit ich nicht auf dem Fahrrad und am Pitch erfriere.

#8: Um nicht am Pitch anzufrieren, wandere ich zum nächsten Geldautomat. Und freue mich über den blauen Himmel und die hübschen Nordendfassaden.

#9: Als wir um 18h00 nach dem Training nach Hause fahren, ist es noch nicht ganz dunkel. Jippppiiiieee! ES.WIRD.FRÜH.LING!

#10: Ich telefoniere mit der Besten. Bevor sie vier Wochen Sabbatical in Australien macht, muss sie ja über die aktuellsten Entwicklungen unterrichtet werden.

#11: Noch mal schnell Buttermilch kaufen, damit ich Muffins für das Klassen-Faschingsfest backen kann.

#12: Eulenmuffins. Die erste Fuhre missglückt. Und ich habe noch vorher gedacht: „Vielleicht sollte ich die Form – trotz Silikon – ölen.“ Jaha, und vielleicht lerne ich noch, dass ich, wenn ich bei Backdingen VORHER was denke, das auch umsetzen sollte. Und nicht immer hinterher denken: „Und ich dachte noch…“

Ich werde jetzt nicht zu Caro verlinken und mich auch nicht in die Linkliste eintragen, denn das ist schon sehr geschummelt.

Passmacht

Der deutsche Pass, also der Reisepass, ist der „mächtigste* Pass“ der Welt. Wer einen solchen besitzt – besitzt man einen Pass?** -, darf in 158, 161 bzw. 176 (je nach Quelle) Länder visafrei reisen.*** Das bedeutet als Deutsche*r darf man zwischen 82 und 91 Prozent aller Staaten der Welt visafrei bereisen.

Ich besitze – theoretisch – einen solchen Pass. Praktisch ist mein Reisepass seit August 2017 abgelaufen. Ich reise nicht viel und wenn dann bewege ich mit ins europäische Ausland und da reicht bekanntlich ein Personalausweis. Wobei ich gar nicht weiß, wann ich den zum letzten Mal in einem „fremden“ Land vorzeigen musste. Europa (und nicht nur die EU) sind grenzenlos. Mir gefällt das. Denn – mal abgesehen von Sprachbarrieren – falle ich erstmal nicht als Ausländerin bzw. Deutsche auf.

Ich habe das Glück**** gehabt, in Deutschland als Tochter von Eltern mit deutschen Pässen geboren worden zu sein. Ich habe nichts zu meiner Nationalität beigetragen. Ich lebe zwar gerne in Deutschland, aber ich würde mich nicht übers Deutschsein definieren, auch wenn ich mich als Deutsche bezeichne(n kanndarfmuss), weil ich das nunmal bin.

Doch letztlich fühle ich mich – wenn überhaupt – europäisch. Ich mag den Grundgedanken der Europäischen Union, vom Schengener Abkommen. Oft erwische ich mich aber auch dabei, dass ich leider nicht genug über das ganze politische Konstrukt dahinter weiß.

Was ich aber weiß, ist, dass ich mit meiner Nationalität in einer Zeit quasi grenzenloser Freiheit lebe. „Wir Deutschen“ dürfen (!!!) uns frei bewegen – nicht nur innnerhalb Deutschland, sondern auch über unsere unmittelbaren Außengrenzen und weit darüber hinaus. Und es will mir nicht in den Kopf, warum wir dieses Geschenk und Privileg auf der einen Seite als unantastbar – quasi gottgegeben – vorausssetzen***** und nutzen, aber auf der anderen Seite, diese Freiheiten Menschen mit nicht-europäischen Nationalitäten nicht zugestehen wollen. Freiheit funktioniert nicht als Einbahnstraße. Freiheit funktioniert nur, wenn man sie teilt.

Und wie schnell es mit der Freiheit vorbei sein kann – trotz vielleicht „richtiger“ Nationalität, aber falschem irgendwas -, hat uns die Geschichte des 20. Jahrhunderts eigentlich einbrennen sollen. Aber weil das einige immer wieder vergessen, ist das verehrte Fräulein ReadOn so wichtig … mit ihrem Blog, aber auch – ganz aktuell – mit dieser beeindruckenden Rede (ab 1:07:50).

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*Ich höre schon „meinen“ Politologen moppern, der sich regelmäßig über die mächtige Stellung Deutschlands in Europa auslässt.

** Ganz hinten im Pass steht: „Dieser Reissepass ist Eigentum der Bundesrepublik Deutschland“

*** Auf der Seite des Auswärtigen Amts finde ich keine (validen) Daten dazu.

**** Ich finde schon, dass es Glück ist, in einem so priviligierten und wirtschaftlich gut aufgestelltem Land wie Deutschland leben zu dürfen.

***** Das war nicht immer so. Und bis 1990 war es auch für einen Teil der Deutschen quasi unvorstellbar.

Geburtstags-12von12

Ich weiß noch, dass ich 2012 erstmals auf 12von12 aufmerksam wurde und dachte: „Ach lustig, 2012 an jedem Zwölften zwölf Bilder posten. Und 2013 dann am Dreizehnten 13 Bilder.“ Nunja, ich wurde eines Besseren belehrt. Ich überlege (und habe keine Lust nachzugucken), ob ich auf instagram schon vor 2015 mitgemacht habe, denn hier auf dem Blog finde ich nur Einträge ab 2015. Aber egal. Und weil ich am 12. Januar, also heute, Geburtstag habe, und auch schon direkt um Mitternacht den ersten Beitrag auf instagram postete, dachte ich: „Ach, machste heute mal wieder mit. Zwölf Fotos werde ich wohl schaffen.“

#1: Der midi-monsieur tat sich schwer einzuschlafen, weswegen er um Mitternacht noch wach ist und mir ein Ständchen singt und dann unbedingt noch die Kerzen vom Geburtstagskuchen anzünden will

#2: Als er wieder im Bett ist, gucke ich noch ein bisschen „This is us“. Irgendwann gehe ich ins Bett, kann aber nicht einschlafen … um 3h30 bin ich immer noch wach.

#3: Auch wenn ich mir zum Geburtstag freigenommen habe, habe ich heute morgen einen Termin. Für den ich mich dann doch zeitig fertig machen muss.

#4: Der Eingangsbereich ist wenig entspannend, aber ein Stockwerk höher wartet eine 90minütige Ganzkörpermassage auf mich. Guter Start in den Geburtstag. Trotz frühem Aufstehen.

#5: Wieder zu Hause habe ich Hunger.

#6: Dann probiere ich das Geschenk vom Kind: Ohrringe, die er extra noch in Paris am Bahnhof gekauft hat.

#7: Nach einem kleinen Nickerchen beordere ich das Kind nach Hause. Bevor wir den weiteren Tagesordnungspunkt angehen, essen wir Geburtstagskuchen.

#8: Unser Weg führt am Hort vorbei. Und diesem wollte ich noch eine Matratze spenden (eigentlich zwei, aber eine ist bereits da). Also wandern das Kind und ich mit einer Matratze durchs Viertel.

#9: Ohne Matratze kommen wir im Schwimmbad an. Eigentlich wollten wir gestern hin, aber nun. Und ich hatte es versprochen, dann also heute.

#10: Nach dem Schwimmen haben wir beide Hunger. Da das Essen nicht vorbereitet ist und sicherlich etwas braucht bis zur Fertigstellung, besorgen wir auf dem Rückweg noch ein paar Zutaten für einen kleinen Aperó.

#11: Ich wollte Schokoküsse zum Nachtisch. Und Wünsche vom Geburtstagskind sind nun mal Gesetz.

#12: Als das Kind im Bett ist, beende ich den Abend mit einem Gin&Tonic.

Viele weitere 12von12 sammelt wie immer Draußen nur Kännchen. Danke dafür!