Romantik-Profi

Nach eine höchst durchwachsenen Nacht wegen fremdem Haus, fremdem Bett, schnarchendem RB und juckendem Tattoo brechen wir zeitig im Saarland auf.

Schon schön, wenn einer den Grenzübertritt nach Frankreich nur daran merkt, dass andere Geschwindigkeitsbegrenzungen gelten und das Handy vorrübergehend nicht weiß, ob sie sich noch ins deutsche Netz einwählen kann oder ins französische muss.

Ich bin die meiste Zeit Beifahrerin. Und das ist auch ganz gut so. Ich finde Autofahren immer anstrengender und hatte auch schon etwas Horror vor meinem Fahrtpart, denn

Aber mit Tempomat fährt es sich ja dann doch sehr entspannt auf französischen Autobahnen.

Natürlich machen wir unterwegs Pique-Nique* – allerdings mit saarländischen Zutaten. Aber ich bin froh, dass wir gestern noch daran gedacht hatten.

Die Stecke zieht sich. Und mal so unter uns: Französische Autobahnen sind furchtbar langweilig – so was die Umgebung anbelangt. Daher bin ich sehr sehr froh, dass sich bei der Routenplanung eine Abwechslung ergeben hat.

Da freute ich mich tatsächlich sehr drüber. Und kurz vor der Brücke haben der RB und ich auch noch einen Fahrerinnenwechsel gemacht, damit ich die Brücke auch fotografieren kann.

Aber weil die Brücke so toll ist, haben wir direkt vor der Péage-Station auf dem Parkplatz angehalten und haben genutzt, dass wir näher dran konnten und von der Panoramabrücke fotografieren. Schöne, elegante und seeehr steile Brücke. Ja, Brücken können die Franzosen.

Dann war es auch nicht mehr so weit. (Bekanntlich zieht sich ja die letzte halbe Stunde einer Fahrt wie Kaugummi.) Doch kaum am vermeintlich gebuchten Chambre d’Hôtes angekommen, stellte sich heraus, dass mein ungutes Gefühl wegen der Buchung nicht falsch war: Die Buchung war nicht richtig durchgegangen und entsprechend nicht als „confirmé“** vermerkt. Die Unterkunft hatte uns nicht eingeplant und kein Zimmer mehr. Aber ein Telefonat und wir hatten wieder ein Zimmer.

Wo Andy Warhol vermutlich nicht gewohnt hätte***

Das Schöne am unfreiwilligen Umzug: Wir sind näher am Mont Saint Michel.

Ich werden noch Romantik-Profi.

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* Ja, das muss ich französisch schreiben, denn in Frankreich fährt eine Punkt 12h30 (bis 13h30 geht auch) einen Rastplatz an – am besten einen OHNE Tankstelle+ – und sucht sich okkupiert dort einen Pique-Nique-Tisch, um in Ruhe (!!!) zu essen.
+ Eigentlich ALLE Rastplätze, also auch die OHNE Tankstelle, haben in Frankreich Toiletten und gerade die ohne Tankstelle sind meistens so gelegen, dass von der Autobahn weg viel Grün ist und halt recht viele Pique-Nique-Bänke.

** bestätigt

*** Das Zimmer war wirklich gut!

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