Wochenende #12

Das zwölfte Wochenende des Jahres war zwar nicht das erste Wochenende 2018 ohne Kind – und so ganz ohne war es ja auch nicht -, aber gefühlt irgendwie schon. Und um schon mal zu spoilern, es war ein tolles Wochenende, obwohl es Samstag morgen nicht danach aussah. Denn nachdem um 5h15* das Kind sich von mir und dem RB verabschiedet hatte, war ich wach. Und als der midi-monsieur um 5h30 mit dem Kv das Haus verließ, war ich immer noch wach und steigerte mich in was rein. Weswegen ich erstmal eine Stunde mit Wärmflasche und Tee auf dem Sofa bockte. Danach ging ich wieder ins Bett, aber als zweieinhalb Stunden später der Wecker vom RB ihn zum Aufstehen ermahnte, war ich ziemlich unausgeschlafen – aber wach. Fein, fein, so konnte ich mich – trotz kleiner verbaler Spitzen zur Ableitung – weiter in meine Laune reinsteigern. Vor allem, als der RB weg war.

Der Liebesbrief vom Kind war an diesem Morgen einer von zwei Aufhellern. Ansonsten ärgerte ich mich über den Samstagmorgentermin, Kopfschmerzen, WordPress-Eigenwillen, Kopfschmerzen und den Ausfall von Heizung und Warmwasser. Es wurde auch nicht besser, als ich dann viel später als geplant aus dem Haus kam und zu Fuß zum Markt marschierte, um Grie Soß zu besorgen, DENN: Es gab um 14h00 kaa Päggscher Grie Soß aufm Konstimarkt. Ich war sehr, sehr, sehr genervt und auch sehr in meinem Zeitplan im Verzug (zum Glück auch die Gäste). Ich marschierte also im Stechschritt zurück, fand zum Glück Grie Soß auf dem Bernemer Markt und aß etwas. Oh Wunder, meine Laune wurde etwas besser. Ich ging nach Hause, ging einkaufen, machte mir einen Tee und tadaaa, die Kopfschmerzen besserten sich nun endlich**. Ich machte Grie Soß, die Gäste kamen endlich an, das Wetter war schön. Ach, das Leben ist doch ganz schön – die schlechte Laune war weg.

Und weil alles so gut war, gingen wir zu Fuß in die Stadt, sammelten den RB ein, machten eine erste Sightseeing-Runde und fuhren dann – recht spät – auf den Maintower (an der Stelle bin ich bekennende Eingeplackte und gerne da oben!).

Wir drehten noch eine kleine Runde durch die Stadt und fielen dann nach gut 8,5 Kilometern zur Fuß durch die Stadt ziemlich hungrig in der Prager Botschaft ein. (Und ich hatte auf einmal ziemlich fiese Schmerzen im linken Fuß.) Nach ein paar Absackern bei uns der Zeitumstellung ging’s dann auch mal ins Bett.

Am Sonntag hatte ich immer noch Fußschmerzen, was meine Laune aber weder trübte, noch mich daran hinderte, Brunch mit Pancakes vorzubereiten und den RB zum Bäcker zu schicken. Das Wetter war immer noch so gut wie am Vortag und deswegen drehten wir mit unseren Gästen nach eine Runde durch die Stadt – wer zum ersten Mal in der schönsten Stadt der Welt ist, bekommt natürlich alle Klassiker zu sehen.

Und Klassiker zu essen:

Jaha, Grie Soß vor Gründonnerstag ist Frevel.

Die zwei verabschiedeten sich und der RB und ich beendeten wegen Frischluftschock, wenig Schlaf und vor allen Dingen wegen Fuß auf dem Sof.

Doch, doch, das Wochenende war sehr schön und auch sehr lustig (wobei man ja durchaus schaft angeblinzelt wird, wenn man im Frankfurter Dom*** und im Plenarsaal der Paulskirche Tränen lachen muss).

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* vermutlich; ich habe nicht auf die Uhr geguckt

** Irgendwann lerne ich es bestimmt, dass ich morgens Koffein brauche – vor allem, wenn ich mit Kopfschmerzen aufwache.

*** Der ja kein Dom ist, sondern Krönungskirche.