Genugtuung

Der letzte Elternabend war Balsam. Balsam für mein Löwenmutterherz, Balsam für die vielen Nerven, die ich in den vergangen zweieinhalb Schuljahren gelassen habe, weil es dem midi-monsieur so verdammt schlecht ging in der Schule. Dem quasi ab der ersten Stunde die Schule so dermaßen verleidet wurde, dass ich mehr als froh war, dass er nicht in eine generelle Lernverweigerung geraten ist. Zweieinhalb Jahre, in denen ich so viele unnötige Gespräche geführt habe. Gespräche, die nicht nötig gewesen wären, wenn Menschen einfach ihr Arbeit so gemacht hätten, wie es der Beruf erfordert. Wie sagte die neue Klassenlehrkraft so treffend: „Leider ist für viele der Lehrerberuf nur noch ein Job und keine Berufung.“ Und das mag in den weiterführenden Schulen noch aufgehen, aber in der Grundschule gehört einfach mehr dazu, als nur den Stoff runterzuspulen.

Nun ist die bisherige Klassenlehrkraft also nicht mehr da und wird bis zum Ende der Grundschulzeit des midi-monsieurs auch nicht mehr wiederkommen. Und das ist gut. Verdammt gut. Für das Kind, der sich ihr so ausgeliefert fühlte und sich nicht mehr zu helfen wusste. Der sich seit Beginn des neuen Halbjahrs und Start der neuen Lehrerin immer wieder rückversichert, dass er die „alte“ nie mehr wieder sehen muss. Ich kann mir kaum vorstellen, wie tief dieses Trauma bei ihm sitzen muss.

Ich kann es ansatzweise daran erahnen, welche Sprünge der midi-monsieur allein gemacht hat, seitdem er seit Mitte November nicht mehr dieser Lehrkraft ausgesetzt ist.

Ich will nicht den Tag vor dem Abend loben. Aber viel schlimmer kann es letztlich auch nicht werden und daher freue ich mich auf die nächsten anderthalb Jahre. In denen das Kind hoffentlich noch viele positive Grundschulerinnerungen sammeln wird.

2 Gedanken zu „Genugtuung

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