Mobilität

Wie meine Leserinnen mittlerweile wissen sollten, habe ich aus Überzeugung kein Auto. Stattdessen habe ich zwei Fahrräder, zwei halbwegs gesunde Beine und die Möglichkeit, bei vier verschiedenen CarSharing-Anbietern kurzfristig ein Auto für mittelkurze Strecken zu leihen. Mein Luxus ist gewissermaßen das ÖPNV-Abo für das Frankfurter Tarifgebiet. Luxus halt, weil ich es eher weniger nutze als ich dafür bezahle. Aber es gibt mir die Freiheit, jederzeit bei meinen Gängen durch Frankfurt einfach in die Bahn (selten Bus) zu steigen, wenn es regnet, wenn ich keine Lust mehr auf Laufen habe, wenn ich doch schnell(er) von A nach B muss.

Bewusst reise ich ja mit dem ÖPNV vor allem über die Tarifgrenzen Frankfurts hinaus. Nach Wiesbaden in die Agentur. In irgendein Nest am Main oder im Taunus oder Richtung Wetterau, um von dort aus zu radeln. Nach Offenbach (ja, ich fahre da freiwillig und gerne hin*).

Für die Strecke zwischen Tarifgrenze und Ziel brauche ich also ein „Anschlussticket“. So hieße das zumindest, wenn ich das am Automaten ziehen würde. Doch Fahrscheinautomaten sind das, was mich am meisten an jedem ÖPNV nervt. Bedienerunfreundlich, langsam, geld(stück)verweigernd. Also habe ich die RMV-App auf dem Handy, mit der ich dann immer die jeweilige Reststrecke als „normales“ Ticket buche**. Das führt zwar hin und wieder zu komischen Diskussionen mit den Kontrolleuren, weil sie ein Anschlussticket sehen wollen oder weil sie behaupten, dass das Anschlussticket am Automaten günstiger sei als das reguläre Ticket in der App. Nunja, ich mache das mit der App, weil schneller und einfacher.

Seit einer Weile schon gibt es ergänzend zum normalen RMV-Tarif RMVsmart. Angeblich soll alles transparenter sein und auf diversen Strecken günstiger. Für die paar Strecken extra dachte ich immer, dass sich das nicht für mich lohnen würde.

Würde es auch nicht.

ABER es gibt – relativ neu – RMVsmart50. Da zahlt man 5 Euro im Monat und bekommt alle RMVsmart-Tickets zum halben Preis. Das würde sich dann schon bei zwei Fahrten nach Wiesbaden und zurück lohnen.

Tja, aber das haben wohl auch schon 30.000 andere Menschen berechnet …

——————————–
* Ich sehe ja schon kommen, dass ich da irgendwann mal wohnen werde.

** Richtung Westen (Wiesbaden, Mainz) entweder „Frankfurt Sindlingen“ (VIAS bzw. Nordtrasse) oder „Frankfurt Stadion“ (Südtrasse über Flughafen), Richtung Süden (Langen, Darmstadt) ist es „Frankfurt Louisa“, Richtung Osten (Offenbach, Hanau) „Kaiserlei“ (Südtrasse) oder „Mainkur“ (Nordtrasse) und Richtung Norden (Bad Vilbel, Friedberg) „Berkersheim“.
Anosonsten sind noch Nieder-Eschbach, Niederursel, Eschborn, Sossenheim, Liederbach, und Zeilsheim wichtige Frankfurter Tarifgrenzstationen.

Gemischte Platte

Ich habe sehr intensiv und sehr real geträumt. Es kam ein Tweep drin vor. Ein nicht unangenehmer Traum. Und als ich aufwachte, hing er mir so nach, dass ich mich am liebsten wieder eingeschlafen wäre, um weiterzuträumen. Er hängt mir bis jetzt immer noch nach. Vielleicht träume ja heute Nacht weiter. Wäre auf jeden Fall interessant.

Das Kind war heute nach dem Rugby-Training so gut drauf. Er ist wohl gelobt worden und hat eine besondere Position zugewiesen bekommen von seinem einen Trainer.

Abends hatten wir noch ein internes Schulelternbeiratstreffen. Und für alle, die immer glauben, dass ich so schul- und lehrerkritisch bin: Ihr hättet mal Mäuschen spielen sollen. Die Probleme, die ich sehe, haben auch andere. Es ist ein grundlegend strukturelles Problem unserer schnuckeligen kleinen Stadtteilgrundschule. Und die haben erstmal nichts mit der eh schon angespannten schulpolitschen Situation – allem voran der Lehrermangel – zu tun, sondern sind schlicht und ergreifend hausgemacht.

Und weil ich morgen mal wieder zu meiner Agentur nach Wiesbaden fahre und vorletzte Woche Geburtstag hatte, aber seitdem noch nicht da war, habe ich noch spät einen Kuchen zum Mitnehmen gebacken.

Fast zu perfekt zum Anschneiden und Essen.

90

Im tollen Frankfurter Museum für Kommunikation

gibt es aktuell gut 90 Jahre deutsche Musikgeschichte (noch bis zum 25.2.) zu erleben bzw. zu erhören.

Die Besucherin läuft mit Kopfhörern – mit Viertelzoll-Klinkenstecker – von den 2000er Jahren bis in die Golden Twenties und lernt hörender und lesender Weise viel über die unterschiedlichen Musikstile, wie sie in ihre Zeit einzuordnen sind.

Die andere Sonderausstellung „Mein Name ist Hase! Redewendungen auf der Spur“ (nur noch bis 11.2.) werde ich demnächst mit dem midi-monsieur besuchen. Vielleicht bekommt er dann noch ein bisschen mehr Lust auf Deutsch als Sprache.

Trick17

Wusstet Ihr, dass man bei vielen (nicht allen!!!) Töpfen, den Deckel zwischen Griff und Schüttrand klemmen kann?

Das ist ziemlich praktisch, denn wer kennt es nicht:

  • Das Kondenswasser dröppelt bei umständlichen Deckelablegen rum. Schubbs, Küche wischen. Oder
  • Man legt den Deckel mal schnell mit der Öffnung nach unten auf dem Ceranfeld ab und hat ein schönes Vakuum erzeugt. (Beim Ablösen könnte ein Schlesinger* helfen.) Oder
  • Man verbrennt sich die Finger am heißen Deckel, weil man ihn nur mal kurz zum Umrühren in der Hand behält.

Man kann übrigens auch bei vielen (nicht allen!!!) Pfannen den Kochlöffel in das Loch am Griff stecken, sodass er nicht irgendwo rumliegt.

———————————–
* Sowas halt

Statt Blumen

In Frankfurt gibt es einen botanischen Garten und einen anderen botanischen Garten – und ich glaube, dass er bekannter ist – den Palmengarten. Doch im Winter ist so ein botanischer Garten etwas trostlos, wobei im Palmengarten natürlich die Gewächshäuser und das Palmenhaus auch in der kalten Jahreszeit einiges bieten. Doch draußen ist halt nicht so viel los. Das ist im Palmengarten seit 5 Jahren anders, denn seit 2012/2013 gibt es dort die Winterlichter. Und dafür lohnt es sich, (wirklich) dicke Schuhe und auch sonst warme Sachen anzuziehen, damit man entspannt durchs illuminierte Grün flanieren und die Lichtinstallationen genießen kann.

Noch bis Sonntag (21.01.) können sie besucht werden. Es lohnt sich!

Passmacht

Der deutsche Pass, also der Reisepass, ist der „mächtigste* Pass“ der Welt. Wer einen solchen besitzt – besitzt man einen Pass?** -, darf in 158, 161 bzw. 176 (je nach Quelle) Länder visafrei reisen.*** Das bedeutet als Deutsche*r darf man zwischen 82 und 91 Prozent aller Staaten der Welt visafrei bereisen.

Ich besitze – theoretisch – einen solchen Pass. Praktisch ist mein Reisepass seit August 2017 abgelaufen. Ich reise nicht viel und wenn dann bewege ich mit ins europäische Ausland und da reicht bekanntlich ein Personalausweis. Wobei ich gar nicht weiß, wann ich den zum letzten Mal in einem „fremden“ Land vorzeigen musste. Europa (und nicht nur die EU) sind grenzenlos. Mir gefällt das. Denn – mal abgesehen von Sprachbarrieren – falle ich erstmal nicht als Ausländerin bzw. Deutsche auf.

Ich habe das Glück**** gehabt, in Deutschland als Tochter von Eltern mit deutschen Pässen geboren worden zu sein. Ich habe nichts zu meiner Nationalität beigetragen. Ich lebe zwar gerne in Deutschland, aber ich würde mich nicht übers Deutschsein definieren, auch wenn ich mich als Deutsche bezeichne(n kanndarfmuss), weil ich das nunmal bin.

Doch letztlich fühle ich mich – wenn überhaupt – europäisch. Ich mag den Grundgedanken der Europäischen Union, vom Schengener Abkommen. Oft erwische ich mich aber auch dabei, dass ich leider nicht genug über das ganze politische Konstrukt dahinter weiß.

Was ich aber weiß, ist, dass ich mit meiner Nationalität in einer Zeit quasi grenzenloser Freiheit lebe. „Wir Deutschen“ dürfen (!!!) uns frei bewegen – nicht nur innnerhalb Deutschland, sondern auch über unsere unmittelbaren Außengrenzen und weit darüber hinaus. Und es will mir nicht in den Kopf, warum wir dieses Geschenk und Privileg auf der einen Seite als unantastbar – quasi gottgegeben – vorausssetzen***** und nutzen, aber auf der anderen Seite, diese Freiheiten Menschen mit nicht-europäischen Nationalitäten nicht zugestehen wollen. Freiheit funktioniert nicht als Einbahnstraße. Freiheit funktioniert nur, wenn man sie teilt.

Und wie schnell es mit der Freiheit vorbei sein kann – trotz vielleicht „richtiger“ Nationalität, aber falschem irgendwas -, hat uns die Geschichte des 20. Jahrhunderts eigentlich einbrennen sollen. Aber weil das einige immer wieder vergessen, ist das verehrte Fräulein ReadOn so wichtig … mit ihrem Blog, aber auch – ganz aktuell – mit dieser beeindruckenden Rede (ab 1:07:50).

——————————-
*Ich höre schon „meinen“ Politologen moppern, der sich regelmäßig über die mächtige Stellung Deutschlands in Europa auslässt.

** Ganz hinten im Pass steht: „Dieser Reissepass ist Eigentum der Bundesrepublik Deutschland“

*** Auf der Seite des Auswärtigen Amts finde ich keine (validen) Daten dazu.

**** Ich finde schon, dass es Glück ist, in einem so priviligierten und wirtschaftlich gut aufgestelltem Land wie Deutschland leben zu dürfen.

***** Das war nicht immer so. Und bis 1990 war es auch für einen Teil der Deutschen quasi unvorstellbar.

Dingens

Der Schlaf und ich sind zur Zeit mal wieder ein sehr schlechtes Team. Ich bin zwar müde, aber wenn ich den kritischen Punkt verpasse bzw. überschreite, dann schlafe ich vor 3 oder 4h00 nicht ein. Was ziemlich blöd ist, weil der midi-monsieur ja in die Schule muss. So habe ich dann meistens erst 3-4 Stunden geschlafen, was eindeutig zu wenig ist. Glücklicherweise habe ich diese Woche jobtechnisch noch etwas Schonfrist, sodass ich mich morgens nochmal hinlegen kann. So habe ich dann nochmal ca. 3 Stunden Schlaf. Aber so gestückelt ist es halt Mist.

Da das Schreiben hier für mich ja manchmal wie so ein Tritt in den Hintern wirkt, habe ich heute in der Wohnung angefangen aufzuräumen. Erstmal das Kinderzimmer. Das hatte es am dringensten nötig.

Ab morgen werde ich dann mal peu à peu die restliche Wohnung bearbeiten. Vielleicht bin ich dann ja Ende 2018 durch.

Glücklicherweise meinten Herr Walther und ich das gleiche Café mit Main im Namen. Sonst hätten wir vermutlich 1,8 km Luftlinie voneinander entfernt aufeinander gewartet. So waren wir aber zur selben Zeit am selben Ort. Alles andere wäre auch schade gewesen.

Vermutlich werde ich das ganze Jahr über Ingwersud da haben. Gestern erst habe ich wieder neuen angesetzt. Den sollten man wirklich immer im Haus haben.

Die Heizung spinnt. Jahaaa, das ist nichts Neues. Aber es nervt trotzdem, dass sie entweder total lärmt (weil die Pumpe nen Hau hat bzw. für das ganze Haus zu klein ist) oder halt kalt ist. Wie jetzt zum Beispiel. Ja, ich muss nachts nicht auf 25 °C hochheizen, aber da es nachts bekanntlich „kälter als draußen“ ist, macht es mMn keinen Sinn, dass die Heizung GAR NICHT heizt. Aber was weiß ich schon. Ich bin weder die Hausverwaltung noch der Heizungsheinzel.