Lichtblicke 2017

Kurz zusammengefasst kann ich sagen: „Mir geht es gut.“ 2017 war im Großen und Ganzen ein ziemlich gutes, spannendes und interessantes Jahr. Hier und da war es nicht so toll. Aber das gehört auch dazu und wie ließe sich das Tolle genießen, wenn es immer da wäre?! Auch für den midi-monsieur war es ein gutes Jahr. Es sind einige Prozesse in Bewegung gekommen und ich sehe, wie er wieder zu sich selbst findet. Allein dafür bin ich so dankbar.

Januar: Der Monat ähnelt sehr dem vorjährigen Januar. Ich hole das Kind in Paris ab und habe Gelegenheit, durch Frankreichs Hauptstadt zu spazieren. Ich habe – wie immer – Geburtstag. Diese Mal gewinne ich die vierte Null. Weil der beste Kumpel auch nullt und feiert, mache ich mich extra auf den Weg nach Bielefeld. Auch habe ich wieder mit meinen Zähnen zu tun – der nächste Implantatversuch. Ebenso wie 2016 nutzen der midi-monsieur und ich den sich kurz und heftig blicken lassenden Schnee und machen eine tolle Wanderung mit Schlitten. Aber ich mache auch Sachen, die ich 2016 nicht gemacht habe: Der midi-monsieur und ich treffen ein paar Twitterer, ich bin erstmals auf einer Thermomix-Veranstaltung, ich fange an Pussyhats zu stricken und beende den Monat mit einem Konzert.
Lichtblicke des Monats: Schneeausflug, Sabaton-Konzert

Februar: Sehr arbeitsintensiv ist der zweite Monat des Jahres. Beim The-Good-Wife-Bingewatching stricke ich wie besessen Auftrags-Pussyhats. Die Beste hat Geburtstag und lädt in die Schweizer Alpen ein. Die Zahngeschichte wird nicht besser und – noch weiß ich es nicht – sie wirkt sich komplett systemisch aus. Der midi-monsieur fängt mit Rugby an und es soll wohl sein Sport sein. Ich gerate kurzfristig in die Frankfurter Bildungspolitik, aber ich muss mit meinen Energien haushalten.
Lichtblick des Monats: Wochenende in den Alpen, der midi-monsieur als Harry Potter

März: Die Zahngeschichte treibt mich weiter um und macht sich – ich sehe die Korrelation immer noch nicht – weiterhin körperlich stark bemerkbar. Im Job ist viel zu tun. Wir besuchen eine Freundin in Wiesbaden, feiern einen 50. Geburtstag. Ich gehe auf Konzert Nr. 2 (des Jahres und der Band). Die erste Radtour des Jahres geht von Raunheim bis nach Hause. Der midi-monsieur geht mit einer Schulkameradin zur Kinderkunstnacht und ich darf als Gouvernante dabei sein. Das Rugby-Training findet nun ausschließlich draußen statt und das ist eigentlich ziemlich nett. Von jetzt auf gleich bin ich das Blau auf meinem Kopf leid und färbe die Haare schwarz. Das Thema Schule und Hort bschäftigen das Kind und mich ziemlich und ich fälle Entscheidungen. Die Grie-Soß-Saison wird eingeläutet.
Lichtblicke des Monats: Radtour, New-Model-Army-Konzert

April: Die ersten zwei Wochen sind Schulferien. Ich bringe also erstmal den midi-monsieur nach Paris und nutze dann die kindfreie Zeit: Fahre nach Heidelberg, weil ich zum Essen eingeladen wurde. Wandere die Straße ein paar Häuser weiter, weil ich zum Essen eingeladen wurde. Ich fahre viel Rad und wandere. Ins Kino und Theater schaffe ich es auch endlich mal wieder. Der Kv bringt das Kind zurück und bleibt ein paar Tage. Nach den Ferien beginnt der midi-monsieur eine wichtige Maßnahme, die damit einher geht, dass wir die Hortzeiten verkürzen müssen (was sehr wohltuend für ihn ist). Außerdem nimmt die Rugby-Sache in diesem Monat gewaltig an Fahrt auf.
Lichtblicke des Monats: Radtour nach Ockstadt, Theater, Rugby-Jugendtunier 

Mai: Ein schöner Monat. Vor allem ab dem 11., denn da wurde das Implantat rausgenommen und es geht mir schlagartig besser. Ich schaffe es sogar alle (!!) Fenster meiner Wohnung zu putzen. Im Job hänge ich ein bisschen durch. Der midi-monsieur ist im Rugby angekommen und es macht ihm großen Spaß und tut ihm gut. Gefühlt bin ich mit diversen Planungen für Juni und Anfang Juli beschäftigt. Aber ein paar Mal auf dem Rad war ich bzw. waren wir schon. Und mit den Besten ging es in den Tigerpalast.
Lichtblicke des Monats: Felsenmeer, Tigerpalast, Pickert selbst backen

Juni: Der Monat ist so voll, dass ich fast nicht dazu komme, den Geburtstag vom midi-monsieur vorzubereiten. Aber der Juni ist SEIN Monat. Doch erstmal fahren wir nach Strasbourg und haben – nach dem Krankenhausausflug am ersten Abend – ein sehr schönes Pfingstwochenende zusammen. Es gibt ein Klassenfest, bei dem die Kinder ein Theaterstück aufführen. Es gibt zwei Rugby-Termine – einmal Frankfurt (sehr entspannend) und einmal in Mittelfrankreich (sehr stressig). Der Kv kommt zum Geburtstag des Kindes (an dem das Kind erstmal krank ist). Meine Eltern kommen, als der Kv weg ist. Wir gehen zusammen in den Zirkus. Das Kind und ich fahren zur Gartyparty. Und ich gehe aufs Depeche-Mode-Konzert. Schlussendlich bin ich froh, dass die Geburtstagsparty mit den Kumpel im Kletterpark stattfindet und ich so kaum Vorbereitungsstress hatte. Der Schulmist erfährt einen Höhepunkt in Form eines Gesprächs mit der Schulleitung. Dafür ist das Zeugnis erfreulich gut und wir starten entspannt in die Ferien.
Lichtblick des Monats: Strasbourg (1, 2, 3, 4, 5, 6, 7), FlicFlac, Klettergeburtstag

Juli: Weil der Juni so actionreich war, setzen wir den Juli erstmal so fort und fahren nach Basel bzw. Suburbia, um Frau Brüllen und Familie zu besuchen und den Roche-Turm zu besichtigen. Von da aus geht es nach Rust, weil ich dem Kind einen Besuch im Europa-Park geschenkt hatte. Bevor ich fünf Tage später nach Paris bringe (damit er vier Wochen beim Kv verbringt), übernachtet sein bester Kumpel bei uns. Ich bekomme dann direkt unbekannten Übernachtungsbesuch aus dem Internet. Und ja, das kann ich nur empfehlen! Danach fahre ich zu Menschen aus dem Internet, um Geburtstag zu feiern und nutze die Gelegenheit, um mir doch die Pet Shop Boys anzugucken. Ich muss beruflich nach Leipzig und dann darf ich zum zweiten Mal in diesem Jahr New Model Army sehen. Ich lasse mir mein zweites Tattoo stechen. Ansonsten bin ich viel draußen. Das Rad will bewegt werden. StOffeL und Sommerwerft laden ein.
Lichtblicke des Monats: Frau Rabe und Kids zu Besuch, Pet Shop Boys, New Model Army

August: Dieser Monat führt zu einigen Neuerungen und Umbrüchen, die auch über die kommenden Monate weiter wirken.
Nach vier Wochen, in denen ich mich zwischenzeitlich doch um das Kind gesorgt habe, hole ich den midi-monsieur in Paris ab. Er hat in der letzten Ferieneoche Rugby-Camp. Direkt mit der neuen Mannschaft. Ich habe mir vorgenommen, nun regelmäßig zu Hause etwas rumzuturnen (Workouts), was gut funktioniert und zu einer liebgewonnenen Routine wird. Dann geht auch die Schule wieder los und wir müssen uns in dem neuen Alltag einfinden. Viele Extra-Aktivitäten machen wir daher nicht: Schwimmen, Freunde treffen, Geburtstage, Tattoo Nr. 3 für mich, Rad fahren.
Lichtblicke des Monats: Kino, draußen sein können

September: Wir haben uns so langsam eingegroovt. Rugby nimmt viel Zeit in Anspruch, aber das ist ganz gut so. Halb Frankfurt wurde wegen einer Fliegerbombe evakuiert. Der Kv kommt zu Besuch und das ist ziemlich einfach nur anstrengend (ich bin immer noch genervt). Aber es gibt mir Gelegenheit auch mal im Alltag Dinge nur für mich zu machen (weil ich es einfach mache). Wir nutzen ein Rugby-Wochenende in der Nähe meiner Eltern, um ebendiese zu besuchen. Ich gehe auf die Buchpremiere der lieben Mama Schulze. Erstmals kümmere ich mich bereits im September um einen Adventskalender – und zwar um meinen. Ansonsten bin ich ein bisschen mit mir beschäftigt.
Lichtblicke des Monats: Buchpremiere, meine Eltern sehen

Oktober: Puhh, dieser Monat ist so aufreibend. Vor allem emotional ab Mitte. Aber erstmal sind mal wieder Ferien und der midi-monsieur verbringt nur eine Woche beim Kv. In der Kindfrei-Woche mache ich die üblichen Dinge: Leute treffen, wandern, Radfahren. Die zweite Ferienwoche ist wieder Rugby-Camp. Ich habe im Job viel zu tun und eigentlich fühlt sich das ganz gut an. Zumal ich auch wieder motiviert bin. Und erstmals muss ich auf einen Übernacht-Businesstrip, seitdem ich alleinerziehend bin.
Lichtblicke des Monats: Nacht-Spaziergang, Radtouren, die Beste sehen

November: Ein immens arbeitsintensiver Monat. Ich muss zweimal über Nacht zu einem Termin und auch sonst häufen sich die Projekte. Dazu kommt noch, dass es einscheidende Veränderungen für die Klasse vom midi-monsieur gibt und ich in meiner Funktion als Elternbeirätin gefordert bin. Es liegt sehr viel an in diesem Monat und daher bin ich nicht undankbar, dass der midi-monsieur so erkältet ist, dass ich ihn nicht guten Gewissens zum Outdoor-Rugby-Training schicken kann. Wir haben mal wieder eine unbekannte Internet-Übernachtungs-Gästin. Ich schaffe es tatsächlich den diesjährigen Backwahn zu planen, aber es dauert noch, bis ich in medias res gehen kann. Und weil mir ja anscheinend langweilig ist, habe ich noch Termine bei Zahn- und Frauenärztin. Zum Monatsabschluss geht es nach Friedberg, um mit Keksen und Punsch endlich in Adventsstimmung zu kommen.
Lichtblicke des Monats: Einigkeit der Klasseneltern, dass die Übernacht-Geschäftsterminen bzgl. midi-monsieur gut klappen, Hilfe bekommen, Adventsanglühen

Dezember: Einen Monat mit einem Konzert zu starten und dann noch mit einem der Toten Hosen, ist nicht das Schlechteste. Doch dann erwischt es mich und ich bin krank. Was aber auch nichts daran ändert, dass ich zu einem letzten Geschäftstermin nach Leipzig fahren muss. Die Situation der Klasse beschäftigt weiterhin. Dem midi-monsieur geht es – völlig verständlich – mit der neuen Situation sehr gut. Meine Hühner-Freundinnen und ich treffen uns zum obligaten (und schönen) Weihnachtsessen. Ich schaffe es tatsächlich alle Kekse zu backen und auch adventlich zu dekorieren und so ist zum Adventskaffee alles wie es sein soll und es ist ein sehr schöner Nachmittag. Das Kind wird für die Weihnachtsferien abgeholt. Danach heißt es für mich: Schlafen, Twühwein, Stadtgeläut, The Busters, Kunst und Kultur.
Lichtblicke des Monats: Toten Hosen, Adventskaffee, The Busters, keine Arthrose im Knie

Das war ein ziemlich gutes und spannendes Jahr, an dem viele Menschen beteiligt waren. Ich danke Euch von Herzen fürs Dasein, Mitlesen, Unterstützen, Kritisieren, Daumendrücken, Mitfreuen, Folgen und Entfolgen, Bereichern!

Startet gut ins neue Jahr, macht das beste draus!

Karöttchen

Ich muss ja gestehen, dass ich bis zur Verurteilung von Kristina Hänel dachte, dass Schwangerschaftsabbrüche generell straffrei sind. Über die Bewerbung von Schwangerschaftsabbrüchen habe ich mir gar keine Gedanken gemacht. Dass es §219 gibt, wusste ich nicht. Ich kenne ja das HWG und fand, dass das ausreicht und auch zu Recht Werbung im Gesundheitsbereich reglementiert (wobei ich mich immer noch frage, warum plastische Chirurgen werben dürfen).

Dann las ich mich ein bisschen ins Thema ein. Und seitdem kommt mir regelmäßig die Galle hoch, wenn ich irgendwie auf das Thema stoße. So auch beim Besuch der „Glanz und Elend“-Ausstellung (Text aus der Schirn-Ausstellung):

1871 war das Abtreibungsverbot unter Paragraf 218 ins Reichsstrafgesetzbuch aufgenommen worden. Nicht nur die Schwangere, die abtrieb, konnte nun mit Gefängnis bestraft werden, sondern auch derjenige, der den Abbruch vornahm. Als Machtinstrument der Geburtenpolitik wurde das Thema zum Gegenstand einer öffentlichen Debatte, geprägt auch durch Juristen, Mediziner, Kirchen und Parteinen sowie die sich formierende Frauenbewegung. In der Weimarer Republik wurde die Abtreibungsdebatte zum Synonym für die Gesellschaftskritik und zu einer Volksbewegung, welche die unterschiedlichsten progressiven Kräfte aus Bürgertum und Arbeiterschaft vereinte. Die Forderung nach dem „Recht am eigenen Körper“ gewann im Zuge des 1918 eingeführten Frauenwahlrechts erneut an Aktualität. In zahlreichen Büchern und Theaterstücken, aber auch in der bildenden Kunst wurde das brennende Thema aufgegriffen.

Bis zum Ende der Inflation 1924 stand insbesondere die arme, kinderreiche Proletariarin als Opfer der sozialen Verhältnisse, versinnbildlicht im staatlich verordneten „Gebärzwang“, im Fokus der Proteste. […] Die entscheidenden Impulse für die Mobilisierung der Bevölkerung entstanden unter dem Eindruck der mit der Massenarbeitslosigkeit einhergehenden Weltwirtschaftskrise. Aber alle in den folgenden Jahren von USPD, SPD und KPD im Reichstag eingebrachten Aufhebungsanträge bliebe erfolglos. Trotz zahlreicher Bündnisse, zahlloser Kampagnen und Massendemostrationen gelang es nicht, den Paragraphen abzuschaffen.

Mal ehrlich: 1871 … Reichsstrafgesetzbuch?! Die Menschheit befindet sich im 21. Jahrhundert, aber der weibliche Körper ist in Deutschland weiterhin im 19. Jahrhundert hängengeblieben.

Der Frau wird weiterhin eine Entscheidung über den eigenen Körper nicht wirklich zugetraut. Die Frau braucht Beratung. Eine Beratung, die aber nicht der Frau dienen soll, sondern dem „Schutz des ungeborenen Lebens“. Als würde auch nur eine Frau diese Entscheidung leichtfertig fällen. Und als wäre sie (mental, intellektuell) nicht in der Lage die Reichweite einer solchen Entscheidung zu erfassen.

Ich frage mich gar nicht, warum der Gesetzgeber das nicht ändern will. Denn es ist klar, dass es letztlich der Sicherung des Patriarchats und der konventionellen Rollenbilder dient. Die vielen Rechte, die Frauen heutzutage bereits haben, sind vielen Altvorderen ja eh schon mehr als suspekt. Von der (katholischen) Kirche mal ganz zu schweigen.

Aber warum lassen wir Frauen das mit uns machen? Warum akzeptieren wir, dass wir uns, weil §218 weiterhin besteht, bei einem Schwangerschaftsabbruch irgendwie ja doch strafbar machen. Dank (eigentlich gibt es da nichts zu danken) §218a mit Auflagen ist ein Abbruch nicht mehr gesetzlich strafbar, aber doch moralisch. Eine ohnehin schon schwere Entscheidung wird – unnötig – noch schwerer gemacht.

Was muss eigentlich passieren, dass Frauen sich nicht mehr mit so kleinen Karöttchen zufrieden geben? Warum sind Frauen froh um jedes – noch so kleine – Zugeständnis und wagen nicht einen (großen) Schritt weiter? Diese ganzen Rechte für Frauen und entsprechenden Gesetzgebungen dazu sind – mal abgesehen vom Wahlrecht, das 2018 seit 100 Jahre besteht – teilweise noch so verdammt jung, dass ich tatsächlich befürchte, dass diese nach dem Motto „Last comes, first goes“ als erste übern Jordan gehen, sollte es politsch und gesellschaftlich (weiter) kippen.

2017-F&A

Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
8.

Zugenommen oder abgenommen?
Etwas ab.

Haare länger oder kürzer?
Kürzer.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Gleich.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Weniger.

Der hirnrissigste Plan?
Von außen betrachtet habe ich vielleicht einige „hirnrissige“ Aktionen gebracht. So von innen heraus war das alles völlig entspannt.

Die gefährlichste Unternehmung?
Ich neige immer noch nicht zu gefährlichen Unternehmungen.

Der beste Sex?
Generell oder des Jahres?

Die teuerste Anschaffung?
Neues Laptop.

Das leckerste Essen?
Grie Soß geht ja immer. Mit Gegrilltem ist es schon ziemlich lecker.

Das beeindruckenste Buch?
Mit Rechten reden.

Der ergreifendste Film?
Beeindruckt haben mich „Die göttliche Ordnung“ und „Erfindung der Wahrheit“.

Die beste CD?
Straight Ahead von The Busters.

Das schönste Konzert?
New Model Army (Depeche Mode, Pet Shop Boys, Toten Hosen und The Busters waren auch gut)

Die meiste Zeit verbracht mit…?
… dem mini-monsieur – wem sonst?!

Die schönste Zeit verbracht mit…?
… mir.

Vorherrschendes Gefühl 2017?
Hihi. Das fühlt sich alles ganz gut an.

2017 zum ersten Mal getan?
Haare schwarz gefärbt. Einen Freizeitpark besucht. Auf einer Buchpremiere gewesen.

2017 nach langer Zeit wieder getan?
Gestrickt. Übernacht-Businesstrip.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
– Zahndrama
– kein Urlaub
– Finanzdrama im Oktober

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Hier läuft was gewaltig schief und das kann nicht so bleiben. (Prozess läuft noch.)

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Dasein und Einsatz. Besuch im EuropaPark.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Zeit und Unterstützung.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„Mama, wir wollen für Dich kochen. Denn sonst machst Du das ja immer für uns.“

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Das mögen bitte andere beurteilen.

Mehr Kohle oder weniger?
Weniger

Besseren Job oder schlechteren?
Die Selbstständigkeit ist immer noch der bessere Job. (Neue/ weitere Auftraggeber wären toll.)

Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Erfahrungen und Erkenntnisse, neue Freund*innen.

Mehr bewegt oder weniger?
Wie auch letztes Jahr: mich, andere, eingeschlafene Prozesse.

Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Nichts Ernsteres.

Davon war für Dich die Schlimmste?
nichts.

Dein Wort des Jahres?
Pussyhat.

Dein Unwort des Jahres?
Alles was mit Schule zu tun hat.

Dein Lieblingsblog des Jahres?
Ich habe immer noch keinen Lieblingsblog. Dieses Jahr neu im Feedreader: Mlle ReadOn und Frollein Polly.

2017 war mit einem Wort…?
postitiv spannend und aufschlussreich. (Sorry, ein Wort reicht nicht.)

Dein grösster Wunsch fürs kommende Jahr?
Dass die Dinge so weitergehen. Dass der midi-monsieur sich weiter so gut entwickelt. Dass ich noch einen oder zwei neue Auftraggeber bekomme.

Damals: 2016, 2015, 2014, 2013

Zeit für Kunst

Die Winterzeit scheint meine Zeit für Kunst zu sein. Und auch wenn ich den midi-monsieur gerne mitnehme – gerade, wenn es in der Schirm Familienführungen gibt – so bin ich froh, dass ich „Glanz und Elend“ mit einer der Besten anschauen konnte. Da waren doch zu viele Themen, die für einen 8-Jährigen zu viel gewesen wären.

Aber toll war’s. Gerade mit Führung, die sehr hilft die Bilder in den historischen Kontext einzuordnen.

Ein paar Impressionen ohne Erklärung und so:

Sie mag Musik nur, wenn sie laut ist

Ja, der Song von Grönemeyer bezieht sich auf eine gehörlose Frau, aber der Titel passt auch auf mich: Musik darf … nein … muss laut sein. Zumindest wenn ich auf Konzerte gehe. Und ich habe es erfeulicherweise dieses Jahr auf 7 (laute) Konzerte geschafft:

  • Januar: Sabaton
  • März: New Model Army
  • Juni: Depeche Mode
  • Juli: Pet Shop Boys und New Model Army
  • Dezember: Die Toten Hosen und The Busters

Auch wenn die meisten (4) Konzerte in Frankfurt stattfanden, bin ich doch ein bisschen rumgekommen:

  • Aschaffenburg
  • Mainz
  • Bochum

Mein Konzertsaal-Ranking sieht so aus:

  1. Colos-Saal (Aschaffenburg)
  2. Das Bett (Ffm)
  3. Frankfurter Hof (Mainz)
  4. Waldstadion (Ffm)
  5. Festhalle (Ffm), Jahrhunderthalle (Ffm), RuhrCongress Bochum (große Hallen sind nur bedingt meins)

Jedes Konzert war für sich toll und hat sich gelohnt. Depeche Mode hätte ich gerne nochmal im November in der Festhalle gesehen. Ich bin sehr froh, dass ich die Pet Shop Boys doch noch gesehen habe. Ein bisschen trauere ich, dass ich nicht bei Philip Boa war. Und zu New Model Army könnte ich wohl jeden Monat gehen. Ansonsten bin ich mit meiner Konzertausbeute sehr, sehr zufrieden.

Schade nur, dass bislang für 2018 noch nichts geplant ist.

Im Dunkeln

Um 10h00 aufgestanden. Eine Begegnung gehabt. Besuch aus dem Internet gehabt. Nun um fast 1 Kilogramm französisches Nutella reicher. Bild aufgehangen. Spazieren gegangen.

Fotos gemacht:

Frankfurtliebe. Große.

Schlaf2

Ich habe heute kein Tageslicht gesehen. Denn gefühlt habe ich den ganzen Tag geschlafen. Weil ich mir wohl was Magen-Darmiges eingefangen habe.

Und nein, nicht „oh, wie blöd, ausgerechnet an Weihnachten“ und auch nicht „und das, wo Du alleine bist“. Denn das ist alles prima so. Wegen der Feiertage habe ich ja schon mal keinen Arbeitsstress. Wegen Kind in Frankreich habe ich keinen Weihnachts- und vor allem Verantwortungsstress.

So konnte ich einfach tun, was mir gut tat. Und das war halt schlafen.

Ein bisschen Weihnachten

Wie schon vor zwei Jahren, als der midi-monsieur Weihnachten in Frankreich feierte, habe ich auch dieses Jahr darauf verzichtet, irgendeinen Bohei zu machen.

Ich habe lange und tief und gut geschlafen. Was auch einfach überfällig war. Ich bin das, was vom Tag übrig war, entspannt angegangen, habe irgendwann geduscht, Glögg warm gemacht und mich dann mit einer der Besten zum Stadtgeläut getroffen.

Ich hätte, wenn ich gewollt hätte, mit ihr und ihren Eltern weihnachten können.

Aber ich wollte mit mir allein sein.

Tagebuch

Lange Jahre habe ich Tagebuch geschrieben. Nicht immer kontinuierlich, aber immer wenn Dinge passierte, die mich so bewegten, dass ich sie verarbeiten musste und dies nicht in Gesprächen mit Freundinnen tun konnte oder wollte. Zuletzt Tagebuch geschrieben habe ich während der Beziehung mit dem Kv. Mir fällt es noch immer schwer, die Einträge von damals zu lesen. Irgendwann ließ ich das Tagebuchschreiben.

Dann fing ich wieder an zu bloggen. Und, insbesondere seitdem ich täglich blogge, hat das durchaus Tagebuchcharakter. Wobei natürlich einige Aspekte, die im Tagebuch deutlich mehr Gewicht hätten, nicht auf dem Blog stattfinden. Allerdings gab es in der Zeit nach der Trennung auch nur wenige (eigentlich keine) Momente, in denen ich dachte: „Hmm, vielleicht sollte sollte ich wieder mal Tagebuch schreiben.“ Und damit meine ich nicht Themen, die ich in geschützten Posts verarbeite.

Doch in letzter Zeit häufen sich Momente und Gedanken, die ich nicht verbloggen kann. Die ich auch nicht auf Twitter stattfinden lassen möchte. Zumindest auf diesem Blog und auch nicht auf meinem ersten Twitteraccount.

Für mich leben allerdings Twitter und Blog vom Austausch und Vernetzen. Und was nützt es, in einem darkblog* oder mit einem dark-Twitteraccount** vor mich hinzuschreibe, wenn es keine*r liest. Dann könnte ich auch Passwort-geschützt bloggen und das Passwort nicht rausgeben. So würde ich aber nur für mich bloggen, dann könnte ich auch einfach wieder anfangen, Tagebuch zu schreiben.

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* Bei dem ich aus Angst, dass irgendwann mal die Verbindung zu meinem ersten Blog hergestellt werden könnte, die Posts mit Passwort schützen würde.

** Aus der gleichen Angst wäre der dark-Twitteraccount auch geschützt.