Unentschieden

Heute war ich mal wieder beim Zahnarzt. Denn die Lücke, die nun seit einem Jahr und knapp 11 Monaten besteht, muss endlich mal geschlossen werden. Das ist keine einfache Entscheidung, nachdem die beiden Versuche Implantate zu setzen, missglückten.

Und bis zur Zahnreinigung war ich auch noch der festen Überzeugung, dass ich eine Teilprothese möchte. Mir widerstrebte der Gedanke, dass für den einen Brückenanker ein völlig gesunder Zahn beschliffen werden sollte. Zudem ist mir die Lücke, die überbrückt werden muss, auch nicht ganz geheuer. Sprich: Sie ist recht groß und ich misstraue der Statik und Physik an der Stelle.

Allerdings war mir nicht ganz klar, was eine Teilprothese wirklich bedeutet. Das erklärte mir dann die Prophylaxeassistentin. Ich wurde unsicher. Dann zog sie auch noch einen Trumpf: „Frau B., Sie sind doch noch so jung. Sie wollen doch nicht wirklich schon mit 40 so ein fieses Ding im Mund haben.“ Dann fräste und sandstrahlte sie meine Zähne und ich dachte nach.

Nachdem sie mit ihrem Werk fertig war, bat ich, nochmal mit dem Zahnarzt zu sprechen. Er sollte mir nochmal Vor- und Nachteile beider Optionen darlegen. Und mir konkret zu etwas raten. Ich machte noch einmal mein Misstrauen klar, wofür er Verständnis zeigte. Er darf sich nun mit einem Abguss meines Gebiss Gedanken machen und mit „seinem“ Zahntechniker beraten, ob eine Brücke wirklich die bessere Option ist.

Entschieden ist noch nichts.