Danke für nichts

Ich könnte jetzt meckern. Über den RMV. Wobei der RMV dann wieder sagen würde, dass er ja gar nicht für mein Problem zuständig ist, sondern der traffiQ. Oder wer auch immer. Das ist nämlich ein bisschen sehr nervig, dass wir zwar einen tollen Verbund haben, der eigentlich (!) auch echt gut sein könnte und der Region einen echten Mehrwert bieten würden, wenn – ja wenn – das nicht dieses Flickwerk aus lokalen Verbünden und hin- und hergeschobenen Verantwortlichkeiten wäre.

Ich könnte jetzt meckern, weil ich heute Abend zum Zahnarzt wollte und zuerst die U-Bahn ausfiel bzw. nicht klar war, ob und wann die nächste fahren würde. Also nahm ich ein Car2go um zur Straßenbahnhaltestelle zu kommen. Dort zeigte sich dann, dass ich die eine Tram gerade verpasst hatte und die nächste 16 Minuten verspätung haben würde. Ich nahm also wieder das Car2Go und musste damit außerhalb des Gebietes fahren. Die Folge: Ich muss auch für die Standzeiten zahlen. Mal abgesehen davon, dass ich nicht verstehe, warum Oberrad nicht mehr zum Car2Go-Gebiet gehört, wäre das ja nicht nötig gewesen, wenn der ÖPNV getan hätte, was er soll, nämlich fahren.

Beim Zahnarzt selbst war es auch nicht sonderlich erquicklich: Die Brücke ging nicht rauf. Die Provisorien mussten wieder rein.* Ich muss nochmal hin, sobald sich der Doc mit der Dentaltechnikerin besprochen hat. Der midi-monsieur, den ich mitnehmen musste, benahm sich unmöglich und ich musste ihm danach sagen, dass ich mich für ihn geschämt hatte.

Und vielleicht wäre ich schlechter Laune geblieben, wenn wir auf dem „Rückweg“ (direkt auf dem Weg lag das nicht) nicht bei einer der Besten kurz angehalten hätten, um ihr zum einen Post zu bringen und zum anderen eine kleine Überraschung in Form eines Adventskalenders.

Als der midi-monsieur schlief, befüllte ich dann seinen Adventskalender und suchte noch die (einen für ihn, einen für mich) von Oma raus und präparierte den Flur.

Doch, anderen eine Freude zu machen, hilft schon sehr, nicht zu sehr oder zu lang im Moppermodus zu verharren.

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* Und eines fiel natürlich beim Essen raus und ich habe morgen KEINE Zeit, zum Zahnarzt zu fahren, um das Provisorium wieder oder halt direkt die Brücke einsetzen zu lassen.

Es wird…

… aber es wird halt immer. Irgendwie wird es. Und meistens tatsächlich ja gut. Oder in die richtige Richtung*.

Doch, hier wird auch einiges…

… die Kekse werden (4 Sorten sind fertig, 3 Teige gekühlt, 6 warten noch auf Zubereitung), vielleicht bekomme ich auch bald Vorfreude auf den Adventskaffee**
… ich werde und bin entspannter (auch wenn ich gerade total müde bin, weil ich, wenn ich auf dem Sofa einschlafe, nicht ausreichend Nachtschlaf bekomme)
… der Hibiskus bekommt wieder Blätter
… die Arbeit wird langsam weniger (auch wenn diese Woche noch sehr sportlich ist und ich mein Monatssoll bereits mehr als 1,5fach erfüllt habe)
… der midi-monsieur wird wieder der „alte“ (also findet seine Spur wieder, hat seine Einstellung zur Schule geändert)
… geplante Veränderungen nehmen Formen an
… allgemeine Adventsvorbereitungen (Deko, Kalender) sind noch nicht geworden – naja, morgen ist auch noch ein Novembertag

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* Im Zweifel muss man halt auch mal den Blickwinkel ändern 😉
** Doch ich freue mich, ich hatte nur bislang keine Zeit, mich wirklich darauf zu freuen

Blogwurm

Gerade ist ein bisschen der Wurm im Blog(gen). Hauptgrund: Ich schlafe abends immer auf dem Sofa ein und werde so spät wach, dass die Zeit für einen ausfühlichen Post nicht mehr reicht.

Daneben nehmen mich Backwahn, Arbeit und Entwicklungen in der Klasse vom midi-monsieur sehr in Anspruch.

Entstresst

Die letzte Woche war mit den zwei Übernachtungsterminen stressig. Aber insgesamt war die letzte Zeit beruflich nicht ohne.

Die letzten Wochen haben mich auch emotional ziemlich mitgenommen. Einerseits zu glauben, dass alles sich richtet und andererseits immer wieder zu denken „aber wenn nicht“, schlaucht ganz schön. 

Dazu noch ein paar Arzttermin. Heute ein zweistündiger Zahnarzttermin, der mich körperlich ziemlich anspannte.

Kein Wunder, dass ich heute Nachmittag und Abend jeweils total entspannt und ausgelaugt auf dem Sofa einschlief. Eigentlich könnte ich jetzt eine Woche nur schlafen.

Die Spiele haben begonnen

Nachdem schon eine Weile fast alle (halt außer die ganze Butter und alle Eier) Backzutaten hier lagern, hat es mich bzw. uns (der midi-monsieur wollte zeitweise helfen) überkommen und die ersten Teige (sieben) wurde angesetzt und zum Teil (zwei davon) verbacken.

In diesem Jahr habe ich ja neben acht bekannten Rezepten fünf neue dazugenommen. Das mache ich für die Abwechslung. Allerdings sind meine Erfahrungen mit neuen Rezepten … hmmm … sagen wir mal …. durchwachsen.

Von den sieben Teigen sind vier erprobte, die zusammen mit einem neuen in der Kühlung warten.

Die zwei verbackenen Teige sind neue Rezepte. Und tja, sie bestätigen meine Erfahrungen: Die ersten sehen soweit gut aus, sind aber sehr mürbe und die Zubereitung war etwas umständlich.

In der Dose sehen die Drömmar ganz gut aus.

Bei den Zweiten ist mir ein saublöder Fehler unterlaufen. „Saublöd“ vor allem, weil ich den habe kommen sehen:

Bitte beachten, wie die die vierten von unten heißen und was nach der Zahl steht.

Das „ggf.“ steht in der Spalte „Kühlen“, denn:

Ich habe den Teig natürlich NICHT gekühlt. Und was VOR dem Backen noch gut aussah …

… verwandelte sich während des Backens in …

… eine wohlriechende Steppdecke.

Jetzt bin ich natürlich sehr gespannt auf die anderen drei neuen Kekssorten (und überlege, ob ich die Zimtmürbchen nochmal – dann mit Kühlung – probiere).

Törööö

Wieder was gelernt: Der Ausdruck „da steht ein Elefant im Raum“ kommt aus dem angelsächsischen Sprachraum. Ändert aber auch nichts daran, dass ich das Bild mag und sehr treffend finde. Wobei ich selten Elefanten im Raum stehen habe. Gelegentlich in meinen eigenen Räumen, sehr selten in geteilten Räumen. Was daran liegt, dass ich Elefanten, auch keine kleinen Babyelefanten, nur ganz schlecht ertrage. Vermutlich weil ich Raum brauche – Platz nach oben und in alle anderen Richtungen auch. Und so ein Elefant nimmt davon ja durchaus einiges ein. Da werde ich nervös, rappelig und unkonzentriert. Und ich hasse dieses Gefühl. Also kümmere ich mich für gewöhnlich so schnell wie möglich um den Elefanten, gebe ihm kein Futter und führe ihn dann zügig aus dem Raum.

Manchmal versucht der Kv mir einen pinken Elefanten mit vier Ohren zwei Rüsseln in die Wohnung zu stellen. Aber der fühlt sich schnell unwohl und geht.

Ganz manchmal allerdings steht ein Elefant da und ich kann ihn gar nicht richtig erkennen. Ich bin mir auch nicht sicher, ob er wirklich da ist. Aber der Raum fühlt sich voll an und ich habe das Gefühl an einigen Stellen nur als Kontorsionistin durchzukommen. Aber ich sehe nicht wirklich, wo der Elefant steht. Und ob er da steht. Oder wie er aussieht.

Es wurde heute auch nicht besser. Aber die Situation über Tag ließ weder ihr noch mir die Gelegenheit, etwas anzusprechen bzw. zu fragen, ob da ein Elefant wäre. Und als der midi-monsieur dann endlich im Bett war, war es auch zu spät.

Vielleicht bilde ich mir das auch ein, weil mir mein Unterbewusstsein einen Streich spielt. Aber so fühlt sich ihr Besuch nicht gut an. Doch auch wenn es keinen Elefanten gibt, war der Zeitpunkt ihres Besuchs nicht optimal, denn dann geht es ihr wohl gerade einfach nicht gut und sie will man wieder nichts sagen. Das wäre zwar auch ein Elefant. Aber keiner, der bei mir rumsteht.

Latent unmündig

Es ist so weit: Heute wurde eine Frauenärztin dafür verurteilt, dass sie über Schwangerschaftsabbrüche informiert. Nicht für das Durchführen solcher, sondern für die reine Information darüber. Dahinter steckt §219a*, der es möglich macht, diese Information als Werbung für Schwangerschaftsabbrüche zu interpretieren und entsprechend zu ahnden.

Ganz ehrlich, dass es die §§218/219ff überhaupt noch gibt, ist einfach so dermaßen bezeichnend dafür, wie der Staat Frauen sieht. Und zeigt einmal mehr, dass der Feminismus noch viel zu tun hat. Denn wie kann es angehen, dass Frauen sich vom Gesetzgeber (und damals sicherlich ausschließlich Männer) vorschreiben lassen müssen, was sie mit ihrem Körper machen, was mit ihrem Körper passieren darf.** Der Körper einer Frau gehört eigentlich nicht ihr, sondern dient einem Zweck.

Aber vermutlich müssen Frauen dankbar sein, dass §218*** um §218a ergänzt wurde, der Frauen unter bestimmten Bedingungen Straffreiheit beim Abbruch einer Schwangerschaft zusichert. Was ist das bitteschön für eine widerliche Arroganz? Gibt es irgendwas auch nur ansatzweise Vergleichbares für Männerrechte?

Und dann kommt §219, der die gemäß §218a erforderliche Beratung sehr genau beschreibt. Und mir reichen schon die ersten Worte:

(1) Die Beratung dient dem Schutz des ungeborenen Lebens. Sie hat sich von dem Bemühen leiten zu lassen, die Frau zur Fortsetzung der Schwangerschaft zu ermutigen und ihr Perspektiven für ein Leben mit dem Kind zu eröffnen […]

Der Staat stellt letztlich das Recht des ungeborenen Lebens höher als das der Mutter. Ich meine, es ist sicherlich total löblich, dass der Staat schon so früh an all „seine“ Kinder denkt. Einfach total fürsorglich.

Und da platzt mir echt der Kragen: Denn irgendwie ist es der einzige Moment****, in dem sich der Staat wirklich um die Kinder kümmert.

Betrachtet man mal alles, was danach kommt, wird einer gewahr, wie unwichtig dem Staat die Kinder letztlich sind und dass diese Kackparagraphen nur der weiteren Kleinhaltung der Frau dienen.

So ist trotz aller Mutterschutz- und Elternzeitgesetze für Frauen der Wiedereinstieg in den Beruf nach Schwangerschaft erschwert. Aber „mehr“ kann der Staat da sicherlich nicht machen.

Auch die Kitaplatz-Garantie bis U6 ist ja schön und gut, aber den Staat interessiert es nicht, wie diese Plätze aussehen, wie es um die Qualität der Kitas bestellt ist. Auch dass die Kosten nicht einheitlich sind, ist nicht mehr seine Sache. Von umfassenden und lebensnahen Betreuungszeiten mal ganz zu schweigen. Darum herum organisiert in den meisten Fällen die Mutter.

Was danach kommt, ist auch nicht besser: Das Bildungssystem ist eine Katastrophe, weil länderspezifisches Flickwerk. JEDES Bundesland und letztlich jede Kommune kocht ihr eigenes Süppchen in ihrem heiligen Gral. Es besteht ein massiver Lehrermangel und Geld für Ausstattung ist auch nicht vorhanden. (Blöd nur, dass PISA und Co***** für ganz Deutschland gelten und damit letztlich auch den Staat repräsentieren.) Was das mit den Kindern macht, ist egal. „Irgendwie ist ja noch (fast) jeder durch die Schule gekommen.“ Nur ab und an kommt der Staat übergeordnet mit so tollen Ideen wie Inklusion****** und G8 um die Ecke.

Richtig problematisch wird es, wenn sich Eltern trennen. Da sieht man deutlichst, wie viel dem Staat seine Kinder wirklich wert sind. Wer schon einmal ein Sorgerechtsverfahren mitgemacht hat, weiß, dass die Rechte der Kinder auf einmal nicht mehr so viel zählen. Es ist egal, wie es dem Kind geht. Wenn das Kind etwas nicht will, muss es für gewöhnlich trotzdem. Aber wenn der Elternteil, der nicht beim Kind lebt, nicht mehr will, dann darf er tun und lassen, was er will. Und der Elternteil, der das Kind hat (mehrheitlich Frauen), muss alles mitmachen.

Auch Unterhalt ist so eine perfide Sache. Natürlich ist erstmal der Elternteil für den Unterhalt verantwortlich, der nicht beim Kind lebt. Wer bei Nicht-Zahlen nicht direkt Unterhaltsvorschuss beantragt, hat das Nachsehen. Und dass darauf dann auch noch das Kindergeld angerechnet wird, ist auch so ein Unding. Bezeichnend ist ja auch, dass der Staat Jahrhunderte braucht, um den UHV endlich bis 18 Jahre auszuweiten (als würden Kinder ab 12 Jahren keine Kosten mehr verursachen). Unterm Strich gilt für die Frau: Je weniger Geld, desto mehr Stress, desto weniger wird sie wohl aufmucken.

Und ich bin mir auch ziemlich sicher, dass Alleinerziehende schon längst Steuerklasse 3 hätten, wären mehr Männer betroffen. Aber auch damit kann man Frauen (bei denen nunmal die Kinder mehrheitlich bleiben) noch schön stressen und klein halten.

Und weil all das auch darin seinen Anfang nimmt, ob und wie frei und selbstbestimmt sich eine Frau auf eine Schwangerschaft bzw. ein Kind einlassen muss, und es auch einfach nicht angehen kann, dass der Staat Frauen weiterhin – wenn auch bemüht unoffensichtlich – latent unmündig hält, bin ich Kristina Hänel sehrsehr dankbar, dass sie den langen Weg durch die Instanzen gehen will, um mit dem „Kippen“ von §219a einen Anfang zu machen, der hoffentlich auch all die anderen Schwangeschaftsabbruchparagraphen mit in den Abgrund reißen wird.

Kristina Hänel kann hier unterstützt werden.

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* Diesen Paragraphen gibt es schon lange. Er wurde jedoch in den 1920er Jahren bis 1933 quasi ausgesetzt und erst durch das NS-Regime wieder eingeführt und hat seitdem Bestand.

** Dazu passt auch so vieles andere, was zum Teil – zum Glück – mittlerweile abgeschafft wurde: u.a. eheliche Pflichten (aka Beischlafpflicht), keine Strafverfolgung bei Vergewaltigung in der Ehe.

*** Der besteht nämlich immer noch und besagt wie eh und je, dass Schwangerschaftsabbrüche Straftaten darstellen.

**** Aber warum auch nicht: Die Kinder sind noch nicht da, machen noch keine Scherereien, verursachen noch keine Kosten und praktischerweise kann man damit auch gleich noch das Patriarchat stärken die hochemotionale Situation der Frau ausnutzen, um sie weiter klein zu halten.

***** Ich mag solche Vergleiche ja nicht.

****** Ich bin für Inklusion. Aber sie funktioniert nicht gut, wenn die inklusive Beschulung in das bestehende Schulsystem einfach reingestopft wird. Es hätte eine komplette Reformierung des Schulsystems geben müssen.

Beinkleid

Ich trage eigentlich ganz gerne Röcke. Eine zeitlang hatte ich den Spleen, ich dürfte meine Beine nicht der Öffentlichkeit zumuten, und trug halt keine oder nur lange Röcke. Das habe ich aus verschiedenen Gründen überwunden. Und im Sommer ist es einfach schön, wenn einem die Luft um die Beine wehen kann.

Das mache ich im Winter aber nicht, weil mir sonst einfach zu kalt ist und auch bei Geschäftsterminen trage ich unterm Rock lieber eine Strumpfhose irgendwas aus Nylon* direkt auf der Haut. Und wenn dann – wie heute – Winter (haha, also <15°C) und Geschäftstermin zusammenkommen, ich aber Rock tragen möchte, muss irgendwas an die Beine**. Und das ist für mich ein Problem, denn ALLES*** rutscht:

Ich verrate nicht, was ich heute trug, denn ich werde erstmal noch ein paar der Tipps ausprobieren. Vielleicht finde ich dann ja doch noch die optimale Lösung. Dann schreibe ich nochmal ausführlich über meine Für und Wider der einzelnen Optionen.

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* Definitiv keine Leggings!

** Der Rock erforderte irgendwas nicht Blickdichtes***.

*** Insbesondere alles unter 40 den. Blickdichte Strumpfhosen sitzen noch mit am besten.

Tag halt

Der erhöhte Oxytocinspiegel war sehr hilfreich beim heutigen Gespräch mit der Schulleitung. Wir – also die stellvertretende Elternbeirätin und ich – waren sachlich, unaufgeregt und brachten alle unsere Punkte vor. Es wird sich viel für die Kinder verändern, aber es kann dabei eigentlich nur besser werden. Immerhin.

Gearbeitet habe ich heute nur halbherzig. Der Druck, den ich die letzten zwei Wochen hatte, ist zum Glück weg. Und bei zwei Veranstaltungen in einer Woche und einem bereits seit letzter Woche erfülltem Monatssoll darf ich mir das auch erlauben.

Dass der midi-monsieur heute noch einmal Rugby schwänzen wollte, war für mich in Ordnung. Auch das nimmt Druck raus.

Zu Abend gab es Wunschessen vom Kind: Pü mit Spinat (ohne Blubb!) und Fischstäbchen.

Während der midi-monsieur mit dem Kv telefonierte, schlief ich auf dem Sofa ein. Interessant war, dass mir beim Wegdämmern auf einmal total schlecht wurde – so als hätte ich Alkohol getrunken. Hatte ich aber nicht.

Als ich wach wurde und das Kind aufhörte zu telefonieren, klingelte es an der Tür und meine Mutter, also Oma kam an. Die uns besucht und praktischerweise das Kind hütet, während ich in Berlin bin.

Mehr Tag war heute nicht.

Stimmungskiller

Ich hätte ja nicht gedacht, dass der heutige 4-Stunden-Termin vollumfänglich ausgenutzt würde. Ich meine: vier Stunden Präsentation?! Wer hält denn sowas durch?!

Naja, irgendwie hatte ich ja trotzdem recht: Wir machten eine halbe Stunde früher Schluss. Aber nicht, weil wir die Zeit hinten raus nicht mehr brauchten, sondern weil die Präsentation durch ein Zwischenfeedback jäh unterbrochen wurde. (Vermutlich hätten wir mit dem Rest der Prästentation auch noch überzogen.)

DAS habe ich noch nie erlebt.

Und der Grund war nicht, dass die Präsentation schlecht war*. Es lag daran, dass es ein Briefing gab. Und ein Re-Briefing. Und Gespräche mit dem direkten Ansprechpartner. Dabei wurden auch erste Erkenntnisse unsererseits besprochen, um sicher zu gehen, dass wir nicht auf einem Holzweg sind.

Und es lag daran, dass es einen Teilnehmer des heutigen Präsentationstermin gab, der zu KEINEM Zeitpunkt in den Prozess involviert war. Er hatte etwas ganz anderes erwartet** und dann halt keine Lust mehr auf den Rest. Das restliche Auditorium enthielt sich im Groben einer eigenen Meinung.***

Auf der Rückfahrt redeten wir uns die Köpfe heiß, schwankten zwischen Wut, Genervtheit und Zynismus.

Und sicherlich wäre das eine tolle Stimmung gewesen, mit der ich morgen früh in das Gespräch mit der Schulleitung gegangen wäre.

Aber zum Glück brachten ein Vorleserunde mit dem midi-monsieur und abendlicher Besuch diesem Zustand ein Ende.

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* Sie war recht lang und MIR an manchen Stellen etwas langweilig. Was aber daran lag, dass ich Teile der Präsentation schon zu oft gehört hatte.

** Etwas, dass unserer Meinung nach mit dem Produkt und der sehr speziellen Zielgruppe gar nicht funktioniert.

*** Natürlich nicht vollständig, aber so ganz frei war es halt nicht. Erfreulich war allerdings, dass wenigstens einer bestätigte, dass die Präsentation letztlich das Briefing recht gut träfe.