Schuhe

Ich habe – wie viele Frauen und einige Männer – verhältnismäßig viele Schuhe. Ich habe auch einige Schuhe (also immer paarweise), die ich sehr anlassbezogen gekauft haben und daraus resultierend bislang nur ein- bis viermal anhatte. Ich habe ein paar Schuhe, die mich schon ein paar (lange) Jahr begleiten. Ich habe auch ein paar Schuhe, genau genommen zwei Paar Stiefel, in die ich derzeit nicht reinpasse, aber von denen ich mich nicht trennen mag. Heute fand ich dann zwei Paar Pumps wieder, die ich eigentlich schon aussortiert hatte, die aber nun wohl wieder weiter oben im Schuhregal stehen werden.

Ich mag Schuhe. Ich mag alle Arten von Schuhen. Im Alltag trage ich gerne bequeme Schuhe, also eher Sneaker, Ballerinas oder flache Sandaletten. Aber ich trage auch sehr gerne Schuhe mit Absätzen. Bis 5 cm geht es eigentlich auch im Alltag gut, aber die Höhe sieht auch schnell Oma-mäßig aus. Meine höchsten Absätze sind 9 cm hoch und ich mag die Schuhe gerne. Meine Knie halt nicht so.

Was den Schukauf anbelangt, bin ich sehr zwiegespalten. Wenn ich was bestimmtes suche, finde ich es sehr anstrengend. Denn entweder gibt es das, was ich unbedingt brauche will, nicht oder es ist zu teuer. Wenn ich nichts Konkretes suche, außer grob Sandalen, Schuhe zum Rock, Winterschuhe o.ä., dann geht es etwas besser. Wobei ich tendenziell eh etwas klassischer unterwegs bin und mir das, was die Mode manchmal so in die Regale spült, schon vom Angucken Fuß- und/ oder Augenschmerzen bereitet.

Ich gehe eigentlich auch gerne in Schuhgeschäfte. Denn – im Gegensatz zu Kleidung – finde ich es schwierig, Schuhe nur nach Bild im Internet zu bestellen. Ich hatte bislang auch nicht so viel Erfolg damit. Doch irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass die Auswahl da immer schlimmer wird.

Heute war ich, weil ich Schuhe zu meinem neuen Kleid suchte, spontan in der Stadt: In Geschäft 1, durchaus mit einer höherpreisigen Auswahl, sah alles total uniform aus. Pumps/ High Heels gab es kaum – anscheinend nur Restbestände der Sommerware – und die waren alle aus Wildleder(imitat) und schwarzgraublau. Ansonsten gab es nur Stifeletten (aber die suchte ich ja nicht). Form, Farbe und Obermaterial variierten aber auch da nur wenig. Geschäft 2 ist jetzt nicht für höchste Preise bekannt, doch die Auswahl war deutlich größer. Und zwar so, dass ich fand, was ich suchte. Zumindest rein optisch. Höchste Qualität kann ich weder für den Preis noch für das Material verlangen, aber sie sind ja auch nicht für den täglichen Gebrauch. Und trotzdem: Ich hätte für den Schuh auch gerne mehr Geld ausgegeben (für Leder, keine goldfarbende Schnalle), aber man lässt mich ja nicht. (Natürlich sind zwei Läden nicht sonderlich repräsentativ.)

Den Abend verbrachte ich, um zu gucken, ob es nicht doch eine Echt-Leder-Alterantive gibt, auf einschlägige Schuhverkaufsplattformen im Internet: Ja, die Auswahl ist deutlich größer. Und fast hätte ich fünf bis zehn Paar zur Auswahl bestellt, um sie dann vermutlich alle wieder zurückzuschicken, weil Farbe, Form und Verarbeitung dann halt doch nicht passen oder halt doch nicht so viel besser für den deutlich höheren Preis gewesen wären, wie die Schuhe, die ich fand. Und über die ich mich freue, weil ich sie morgen direkt – zur Buchpremiere von Mama Schulze – anziehen kann …

… wenn ich nicht wieder Panik schiebe, total overdressed zu sein.

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