Liebes Tagebuch am Fünften (September)

Das Jahr rast. Es passiert so viel. Schön, dass es Konstanten wie den Fünften gibt, an dem Frau Brüllen im Blogdorf fragt: WMDEDGT?

Der Tag ist irgendwie komisch. Was daran liegt, dass ich gestern Abend gegen 21h40 auf dem Sofa einschlafe und erst um

0h45 wach werde. Und irgendwie auch nur wach werde, weil ich träumte, dass der Großvater väterlicherseits meines Ex bei mir zu Hause gestorben ist und ich daraufhin das erste Mal seit 10,5 Jahren bei meinen Ex-Schwiegereltern anrufen musste, um die trauige Botschaft kund zu tun. Sehr komisch.
Nachdem ich mich sortiert habe, blogge ich schnell, putze die Zähne, gucke nach dem midi-monsieur und gehe in mein Bett. Aber der Schlaf will – wie zu erwarten – nicht wirklich kommen. Ich lese und lese und lese.

3h00 (also etwa) muss es sein, denn die Heizungs- bzw. Warmwasseranlage unter mir hat gerade wieder gebrummt, als wohnt ein Bär dadrin, als ich den Kindle beiseite lege und mich tatsächlich einschlafe.

4h36 werde ich wieder wach, weil der midi-monsieur auf dem Flur tappst (eigentlich werde ich davon nur noch selten wach, heute ist halt wieder einer dieser Nächte). Ich hoffe noch, dass er nur auf Klo muss und dann wieder in sein Bett geht, aber er öffnet meine Zimmertür. Ob er mit mir kuscheln dürfte. Ich bin nicht sonderlich kuschelig, aber er darf mit in mein Bett, wenn er sich nicht ankuschel möchte. Wenig Schlaf und Körperkontakt gehen gar nicht (bei mir).

7h15 Ich werde tatsächlich vom Wecker wach. Das Kind ist schon aufgestanden. Jetzt erst sehe ich, dass er von 2,5 Stunden tatsächlich seine Decke mitgebracht hatte. Ich versuche wacher zu werden und rauszufinden, wo sich der midi-monsieur in der Wohnung aufhält. Wir klären, dass er schon dabei sei, sich anzuziehen.

7h35 Ich mache die Frühstücksbox für das Kind fertig, da steht er neben mir und wir stellen fest, dass die neue 146er Hose irgendwie viel zu weit ist. Etwas zu lang war ja zu erwarten, aber die anderen 140er Hosen sitzen obenrum halt etwas eng. Nunja, müssen wir halt das Lochgummi bis zum Anschlag rausziehen.

7h50 Der midi-monsieur hat beim Frühstück getrödelt und kommt nun etwas später, aber immer noch zeitig, los. Ich bin von der zerstückelten Nacht so fertig, dass ich mich nochmal hinlegen muss. Heute muss ich viel lesen und dafür muss ich wach sein (und nicht von Tee oder Kaffee aufgepuscht).

8h55 Sabaton weckt mich. Aber ich döse nochmal weg. Richtig schlafen geht aber nicht, weil im Hof Rasenmäher, Laubbläser, Fräse, Flex und Wasweißichnoch konzertieren.

9h55 Nun aber wirklich aufstehen. Ich mache mir einen Tee, frühstücke einen Madeleine (ich habe das bislang beste Madeleines-Rezept am Sonntag hier gefunden), drucke Briefingunterlagen aus, drehe parallel eine Twitterrunde.

10h50 ENDLICH (seit Freitag versuche ich es immer wieder) erreiche ich eine wichtige Ansprechpartnerin bzgl. midi-monsieur. Ja, wir haben heute um 12h00 einen Termin zusammen (gut zu wissen, dass der AB bei ihr besprechbar ist, da war ich mir gestern auch nicht so sicher, als ich einfach drauflos gesprochen haben).

11h30 Nun muss ich mich aber flott fertig machen.

11h47 Ich verlasse mit einer Retoure unterm Arm das Haus. Ich klebe noch eine Nachricht für den midi-monsieur an die Klingel, da ich mir nicht sicher bin, ob ich pünktlich zurück bin. Unterwegs gebe ich das Paket ab und bin dann pünktlich um

12h00 bei meinem Termin. Der ist gut und hilfreich. Ja, ich weiß eigentlich, dass ich auf mein Bauchgefühl hören kann und sollte, aber sich infrage zu stellen, ist ja auch nicht schädlich.

12h52 Auf dem Weg nach Hause besorge ich zwei Laugenstangen für einen schnellen Mittagssnack mit dem Kind, der um 14h00 einen Termin hat.

12h57 Der midi-monsieur hat meine Nachricht gelesen, sich entsprechend verhalten und ruft mich nun auf dem Handy an, um mir mitzuteilen, dass er in der Wohnung ist. Doch, doch, so ein selbstständiges Kind mit Schlüssel ist schon sehr praktisch.

13h00 Ich bin zu Hause. Wir essen zusammen, besprechen, wie es in der Schule war. Ich vernehme die (für mich) frohe Botschaft, dass die Klassenlehrerin krank ist und somit der Elternabend am Donnerstag ausfällt.

Ich kläre direkt mit der Babysitterin, ob sie Donnerstag auch früher kann. Dann informiere ich die Klasse, dass der Elternabend ausfällt.

13h52 Das Kind ist spät dran für seinen Termin und muss jetzt schnell los. Auch hier: Schön, dass er alleine mit dem Roller durchs Viertel düst. So kann ich endlich mal die Unterlagen zu Ende lesen, die ich am Morgen gedruckt habe.

14h40 Ich versuche die Kollegin zu erreichen, mit der ich die Unterlagen besprechen möchte. Temporär nicht erreichbar. Dann gucke ich mir halt noch andere Unterlagen an.

15h00 Das Kind ist wieder da. Er muss noch Hausaufgaben machen. Er hampelt und trödelt. Ich sitze ihm gegenüber und lese meine Unterlagen. Irgendwann reicht es mir und ich setze ihm ein zeitliches Limit. Er diskutiert, dass das zu wenig sei. Ich rechne ihm die Aufgaben in einem Drittel der Zeit durch. Dann setzt er sich endlich auch dran.
Ich lese weiter. Irgendwann ruft die eine Kollegin an (nein, nicht die, die ich sprechen wollte) wegen Projekten, mit denen ich eigentlich nichts zu tun habe (und zumindest in Teilen nichts zu tun haben will). Ich lese weiter. Daddel im Internet.

17h00 Feierabend. Zumindest bis auf Weiteres. So als Selbstständige habe ich ja nur bedingt Feierabend.

17h05 DIE Kollegin ruft an. Wir reden über diverse Projekte, auch über das neue. Ich mag ja neue Projekte und Themen.

18h00 Nun gehe ich endlich einkaufen. In meiner Twitter-Timeline stand Chili con Carne und das wird es heute abend auch bei uns geben.

18h30 Zurück mit Zutaten für Chili. Während ich koche, verkündet das Kind, er wolle mal allein kochen. Das werde ich dann mal möglich machen.

19h00 Wir essen. Ich habe echt Hunger. Stelle fest, dass man Nacho-artige Chips von der Tortilla brechen kann, wenn die Tortilla zu lang im Ofen bleibt. Das ist durchaus lecker.

19h56 Ich mache versehentlich kika aus, während logo noch läuft. Das führt zu Tränen beim Kind. Hui, da ist jemand wohl müde.

20h00 Das Kind geht Zähne putzen, dann in sein Zimmer, um zum Runterkommen zu spielen und aufzuräumen.

20h30 Bettzeit für den midi-monsieur. Ich kuschel ihn IN seinem Bett. Er genießt das. Er ist halt doch erst acht Jahre alt.

21h00 Ich durfte aufstehen und lege mich direkt aufs Sofa. Mir ist etwas schlecht/ kotzig, aber ich würde trotzdem gleich gerne noch eine kleine Sporteinheit einlegen.

Ansonsten muss ich heute unbedingt früher ins Bett.

Ein Gedanke zu „Liebes Tagebuch am Fünften (September)

  1. Pingback: Mucksmäuschenstill | Groß-Stadt-Ansichten

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s