Saisoneröffnung

Seit dieser Saison spielt der midi-monsieur in der U10-Mannschaft Rugby. Ihm geht es sehr gut in der neuen Mannschaft. Für ihn war der Wechsel genau richtig (manche andere, die schon länger trainieren, fällt der Wechsel schwerer). Die Trainer sind toll, sehr engagiert, streng aber absolut fair. Technik hat einen deutlich höheren Stellenwert und das kommt dem Kind zupass, der sich Neuem gerne erstmal theoretisch, also durch zu- und abgucken, ggf. lesen oder halt Trockentraining, nähert, bevor er es dann im Ernstfall, beim Rugby halt beim Spiel, anwendet.

Vier Wochen ist die 2017/2018er-Rugby-Saison nun alt, und nachdem sie schon eine Woche Rugby-Camp und ein Extra-Training mit den deutschen Nationaltrainern hatten, stand nun das erste Turnier an. Turnier klingt jetzt vielleicht etwas groß, hat aber vor allem organisatorische Gründe. Die Frankfurter Rugby-Jugend besteht ja – ohne arrogant klingen zu wollen – so gut wie nur aus unserem Verein. Das gilt allerdings auch für andere Städte in Hessen, in denen es immerhin einen Rugby-Verein gibt. Daher gibt es den Verbund der Hessischen Rugby-Jugend. Und damit die Vereine nicht für einzelne Spiele, die ja in der U10 „nur“ zweimal 10 Minuten dauern, durch halb Hessen gurken müssen, treffen sich alle verbundenen Vereine immer wieder zu einem Turnier, bei dem jede Mannschaft gegen jede spielt. Hat auch den Vorteil, dass wir nicht jedes Wochenende in Rugby-Mission unterwegs sein müssen.

Die Saison wurde heute in Frankfurt, also bei „uns“, eröffnet. (Gut, dass es heute war, denn morgen wäre es nicht gegangen, denn die Sportanlage von Verein liegt in unmittelbarer Nähe zur #Weltkriegsbombe.) Irgendwann geht es dann für uns nach Hausen, Heusenstamm, Riedberg, Krofdorf, Marburg etc.

Ich gucke sehr gerne bei den Rugbyspielen zu. Und mittlerweile klappt es auch ganz gut mit einigen Eltern (interessanterweise vorrangig Vätern). Das war ja anfangs, als ich noch blaue Haare hatte etwas schwieriger. Man quatscht, fachsimpelt und feuert leidenschaftlich die Kinder an.

Und bei den U10ern ist es auch noch mal deutlich spannender als in der U8: Es sind zwei Spieler mehr auf dem Feld und das Feld ist 2,75 mal so groß. So passiert einfach viel mehr auf dem Feld. Wobei das natürlich von den Spielern auf dem Feld abhängt. Und zwar von JEDEM Spieler. Also auch vom midi-monsieur. Und weil er leider nicht so laufstark und dadurch etwas lauffaul ist, hatte ich mit ihm einen Deal vorab vereinbart.

Ja, wow, der Deal hat gewirkt. Das Kind ist über den Platz gefegt wie noch nie. Er hat sich höchstgradig engagiert und ist gerannt, als gäbe es kein Morgen. Ab und an „musste“ ich Kontakt mit ihm aufnehmen, aber das hatte dann die Wirkung, als würde man bei ihm eine Turbo-Taste drücken. Und so kam es, dass er beim letzten Spiel sogar Kapitän seiner Mannschaft sein durfte.

Ich freue mich schon auf die nächsten Spiele.

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