Selten

Heute Nacht hatte ich ziemlich schlecht geschlafen. Das ist dem Wecker und der Schule vom midi-monsieur aber herzlich egal. Und so war ich früh wach und habe, als das Kind aus dem Haus war, direkt gearbeitet.

Dann kamen aber fiese Kopfschmerzen und die Müdigkeit mit Macht und ich legte mich hin. Später als geplant, aber wenigstens fitter wachte ich auf. Und ich hatte Hummeln im Hintern: Gestern Abend hatte ich eine kleine Radtour geplant und ich wollte musste aufs Rad. Davor musste ich noch etwas arbeiten. Was immer etwas blöd ist, da ich dann meistens vergesse zu essen.

Erst als ich mich zum Radfahren umzog, dachte ich daran, dass ich bestimmt nicht mit leerem Magen fahren sollte und aß noch schnell eine Banane und trank einen halben Liter Wasser. Das ist nicht so viel, aber für die 20 Kilometer sollte es reichen, dachte ich.

Doch ich hatte die Strecke, die ich nur in Teilen kannte, und die Mittagssonne unterschätzt. Nach 7 Kilometern geriet ich in einen Brenesseldschungel und nach gut 11 Kilometern musste ich eine fiese Steigung hoch (absteigen war keine Option). Bei Kilometer 13 ging es auf meinen liebsten Trail, der aber viel Konzentration kostet. Ich merkte wie die Körner flöten gingen und beschloss, dass ich die folgende noch fiesere Steigung allem Stolz zum Trotz schieben würde.

Am Fuße des Anstiegs radelte ich doch ein paar Meterchen weiter, merkte dann aber schnell, dass ich absteigen musste, wenn ich nicht samt Rad umfallen wollte. Ich stand also neben meinem Rad und mir war auf einmal sehr sehr schlecht. Ich versuchte zu schieben, aber ich kam nur ein paar Schritte weit. Ich musste das Rad hinlegen und erstmal atmen. Ganz bewusst atmen. Irgendwann ging es etwas besser und ich schob im Schneckentempo weiter, wusste ich doch, dass am Ende des Anstiegs eine Bank sei.

An der Bank angekommen war mir gar nicht gut. Mir war so schwummerig, dass ich mich auf die Bank legen musste.

Nach 5 Minuten liegen und flach atmen ging es wieder etwas besser. Ich setzte mich auf und trank etwas, ärgerte mich, nichts Essbares mitgenommen zu haben und motivierte mich dann selbst, dass es nur noch knapp 6 km bis nach Hause seien und nun keine nenneswerte Steigung mehr käme.

Nach einer weiteren Weile schwang ich mich wieder aufs Rad und radelte nach Hause.

Puh, das habe ich zum Glück sehr selten bzw. auch schon sehr lange nicht mehr gehabt. Aber ich muss mir unbedingt wieder schnelle Kohlenhydrate in den Rucksack packen.

Aber es ist einfach zu schön, rings um Frankfurt durchs Gelände zu gurken.

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