Mürbe

Vielleicht war das das Ziel: Den midi-monsieur und mich mürbe zu machen. So mürbe, dass wir „aufgeben“.

Wovon ich rede?! Von meinem „Lieblingsthema“; von der Grundschule des Kindes. Und ja, es betrifft letztlich die ganze Schule und ist ein grundstrukturelles Problem. Aber in unserem Fall geht es natürlich von den Lehrkräften aus.

Es gäbe – nach nun fast zwei Jahren Schule – einige Stories zu erzählen. Die im Einzelnen vielleicht nicht so schlimm sind, aber in der Summe ein Bild zeichnen, das einfach nur schlimm ist.

Und das Resultat: Ein midi-monsieur, der die Schule hasst. Der kein Vertrauen in seine Lehrkräfte hat. Der sich von seinen Lehrkräften schlecht behandelt, nicht wahr- und angenommen fühlt. Der darunter leidet, dass er nicht drangenommen wird und ihm nicht geglaubt wird. Dem mit schlechten Kopfnoten gedroht wird. Dem suggeriert wird, dass alles nur an seinem Verhalten läge.

Und ich erlebe, wie nur auf seinen Schwächen rumgehackt wird und seine Stärken nicht gefördert werden. Wie er morgens Bauchschmerzen hat, wenn er an die Schule denkt. Wie er sich immer wieder bemüht und dann doch enttäuscht wird. Der sich Druck macht mit den Noten, über die alles an dieser Schule geht.

Es macht mich so traurig, dass es ihm so an der Grundschule geht. Dass ihm so dermaßen die Lust am Lernen und der Spaß an der Schule genommen wird.

Ich versuche mit allen mir zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, ihn zu stärken, zu bestärken, ihm den Druck zu nehmen, für ihn da zu sein und mit ihm viel zu sprechen.

Aber nun sind wir an dem Punkt, an dem wir darüber nachdenken, ob es für ihn wirklich noch Sinn macht an dieser Schule. Und wenn ja, wie?

Und so werde ich wohl morgen telefonieren, Gesprächstermine ausmachen, Recherchieren und gucken, was möglich ist.

Ach, es ist zum heulen!