Entspannung

Ich kann noch nicht mal sagen, dass ich schlecht schlafe. Und laut Tracker schlafe ich auch ausreichend und auch ausreichend tief.

Und trotzdem bin ich den ganzen Tag müde.

Mal abgesehen davon, dass ich nicht den ganzen Tag schlafen kann, habe ich eine innere Unruhe. Woher die kommt, weiß ich leider nur zu gut: Ich bin gerade im Job komplett blockiert. Schreibblockade deluxe. Hatte ich so (extrem) noch nie.*

Um wieder schreiben zu können, müsste ich entspannen.

Und um richtig entspannen zu können, müsste diese innere Unruhe mal weggehen.

Und schubbdiwubb stecke ich einem formidablen Circulus Vitiosus**.

Freitag, Samstag und heute habe ich mich gezwungen, mich um nichts Berufliches zu kümmern. Ich habe nicht die e-Mails aufgemacht und nichts gelesen – es wäre eh nichts hängen geblieben. Ich habe schöne Sachen gemacht. Aber so ganz funktioniert das mit dem Abschalten und Entspannen nicht:

Da hockt mir so ein kleiner Blödmann im Nacken und flüstert: „Aber zweidrei Stunden hätteste Freitag, Samstag und heute schon arbeiten können.“***

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* Es macht sich einfach bemerkbar, dass ich schon ewig keinen richtigen Urlaub mehr gehabt habe. Das letzte Mal ohne Laptop unterwegs war ich letztes Jahr in Paris.

** Wenn mich meine Lateinkenntnisse nicht im Stich lassen, müsste es eigentlich „circulo vitioso“ heißen.

*** Und ich kann nur zurückzischen: „Ich bin doch schon froh, dass ich etwas Haushalt geschafft habe.“