Glückstagebuch

Ja, der midi-monsieur ist nicht ich. Und vielleicht ist er ja auch meine Prüfung (für was auch immer) mit seinem latenten Pessimismus und Nörgelismus. Aber – mal so ganz unter uns – das macht mich wahnsinnig: Etwas kann noch so toll, spannend, interessant sein, es ist sicher, dass das Kind irgendwas findet, was total doof, nervig, inakzeptabel war. Ich will ihm ja gar nicht absprechen, dass dieses eine kleine Etwas wirklich doof, nervig, inakzeptabel war. Aber es geht mir nicht in den Kopf, warum man, also er, sich ein tolles Gesamterlebnis durch ein kleines Detail vermiesen lässt.

Heute gab es zwei Situationen, eine hatte mit der Schule zu tun und der anderen wohnte ich, in denen mal wieder ALLES total doof war. Da hat’s mir gereicht und ich setzte um, was ich mir schon vor ein paar Tagen überlegt hatte: Der midi-monsieur muss jetzt Glückstagebuch schreiben. Jeden Tag muss er drei Sachen aufschreiben, die an dem Tag gut waren.

Damit schlagen wir übrigens zwei Fliegen mit einer Klappe: Er bekommt hoffentlich positiv(er)e Gedanken und übt gleichzeitig frei schreiben.