Captain Holzbein

Es ist ja nicht so, dass der midi-monsieur keine Ausdauer hätte. Also physische*. Er hält ja erstaunlich gut mit, wenn wir zusammen Rad fahren (und unsere Touren sind selten kürzer als 10 km).

Von dieser Ausdauer profitiert er auch beim Rugby. Schließlich stehen die während ihres Trainings, das anderthalb Stunden lang ist, ja nicht rum, sondern sind ständig (!) in Bewegung. Er ist nach dem Training zwar ausgepowert, aber nicht total fertig.

Dennoch beobachte ich seit Anfang des Trainings, dass er bei Laufübungen, bei denen es um Schnelligkeit geht, immer (!) der langsamste ist. Und ich rätselte warum.

Doch seitdem ich mehr das Training verfolge, sprich die ganze Zeit am Spielfeldrand hocke und zugucke, ist mir aufgegangen, woran es liegt: Der midi-monsieur kann nicht laufen. Also natürlich kann er laufen, er kann sich problemlos mit seinen Füßen fortbewegen, aber seine Lauftechnik (wobei „Technik“ aus rein sportlichen Aspekten ein Euphemismus ist) ist … nennen wir es mal „eigenwillig“. Denn er hebt die Füße nicht hoch. Überspitzt gesagt: Er läuft, als hätte er zwei Holzbeine.

Am Schuhwerk sollte es nicht liegen

Diese Erkenntnis hat mich jetzt an der Ehre gepackt. Nein, ich bin keine passionierte Läuferin, aber ich habe früherTM** mal Handball-Minis trainiert. Und die waren so mini, dass es beim Training vorranig um Laufübungen ging: Hopserlauf, Anfersen, große Schritte, Trippelschritte, Fersenlauf, auf Zehenspitzen, Schleichen, Seitwärtslauf, Rückwärtslaufen. Halt so alles, was man mit den Beinen und Füßen anstellen und üben kann, um sich (effektiver) fortzubewegen.

Und so habe ich dem Kind ein paar Übungen gezeigt, die er problemlos zwischendurch machen kann, damit er hoffentlich lernt, das ganze Bein für die Laufbewegung zu nutzen.

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* Er hat auch anderweitig Ausdauer, aber darum geht’s ja heute nicht.

** Vor mittlerweile 25 Jahren.

Achtunddreißig

Es liegen noch 38 Tage vor der nächsten Kindfrei-Phase vor mir. In dieser Zeit haben der midi-monsieur und ich viel vor: 8 Tage Kv bei uns, 4 Tage Straßburg, 3 Tage Oma und Opa, 3 Rugby-Turniere, 2 Tage Basel, Mathe-Arbeit, Deutsch-Arbeit, Klassenfest, Geburtstag vom midi-monsieur, Circus FlicFlac, GartyParty, Depeche-Mode-Konzert, Geburtstags-Party, Roche Tower, Europapark. Das bedeutet, dass wir bis wir nach Paris fahren kein Wochenende mehr frei haben.

Dazu die üblichen Termine wie Rugby-Training (9), weitere (8), Aikido-Training (6) und Französisch (1) für den midi-monsieur. Ich habe evtl. noch einen beruflichen aushäusigen Termin und arbeiten muss ich generell ja auch (wobei von den 27 Arbeitstagen in den 38 Tagen mindestens 5 arbeitsfrei sind).

Entwurf

Ich habe ganz viele Post-Entwürfe im entsprechenden Blog-Ordner. Nicht alle davon werde ich zu Ende schreiben oder veröffentlichen. Aber einen Teil möchte ich schon noch präsentieren.

Nur nicht heute. Heute ist mir warm und ich arbeite noch.

Guckt Euch doch bitte solange die Fotos von gestern an, 😉

Felsenmeer

Vor langer Zeit haben im Lautertal zwei Riesen gelebt – der eine auf dem Felsberg, der andere auf dem Hohenstein. Eines Tages bekamen sie Streit und begannen, Felsbrocken aufeinander zu werfen. Der Hohensteiner Riese war im Vorteil: Er hatte viel mehr Steine zum Werfen. Er traf den Felsberger Riesen und dieser wurde unter einem „Meer aus Felsen“ begraben …

Ich bin nicht nur bekennende Frankfurterin, sondern auch Hessen-Liebhaberin. Es gibt so viele schöne Ecken. Der häsische Rundfunk tut auch sein Bestes, einem dieses interessante Bundesland schmackhaft zu machen.

Schon lange stand das Felsenmeer auf meiner Bucketlist. Jetzt war es endlich soweit. Ich fragte die sporty Freundin, ob sie und ihr Freund mitkommen wollen würden. Sie wollten und wir planten, da wir beide keine Auto haben, mit den Rädern im Zug bis Bensheim zu fahren und von da dann die knapp 9 km per Pedale zu erledigen.

Hier auch ein Lob an die Bahn (ja, ein Lob), denn zuerst dachten wird, dass ein Schönes-Wochenende-Ticket eh schon ziemlich günstig ist: Für 3 Erwachsene und ein Kind hätten wir für den ganzen Tag 48 Euro zahlen müssen. Aber bei der Recherche auf der website, „empfahl“ die Bahn, auch alternativ nach den Länder-Tickets zu gucken und siehe da: Das Hessen-Ticket ist noch günstiger – nur 35 Euro (für bis zu 5 Personen).

Gestern standen wir etwas später auf als geplant. So hatten wir nur anderhalb Stunden für Frühstück, packen, Bremsbelege wechseln und losdüsen. Während ich duschte, ging der midi-monsieur Brötchen holen. Dann kurzes Frühstück, kurze Klamotten-Panik, bis mir einfliel, dass ich die eine Jeans, die am Saum so ausgefranst ist, einfach abschneiden kann, Rucksack packen und schnell (Cantilever sei dank) die Bremsbelege gewechselt. Pünktlich fuhren wir los zum Bahnhof.

In Bensheim fanden wir schnell auf unser Strecke. Ich hatte ja zwei Alternativen geplant und mich dann für die mountainbikigere entschieden (und dabei das Höhenprofil etwas unterschätzt). Nach dem ersten Anstieg noch in der Stadt „munterte“ uns ein ortskundiger Fußgänger auf: „Das wird noch heftiger.“

Puuh, ja. Er hatte recht. Zwischen den Weinbergen ging es sehr steil hoch, was wir doch nur schieben konnten. Zumal die Sonne direkt über uns stand. Aber bald kam Schatten und das Höhenprofil war spannend. Der midi-monsieur hat sich bestens gemacht. Und einen Großteil der Steigungen haben wir nicht wegen ihm geschoben. Es ging halt lange berghoch. Aber schön war es:

Unterwegs fuhren wir am hessischen Stonehenge vorbei.

Nein, kein Stonehenge-Nachbau, sondern ein „Jerusalem Friedensmal„. Nunja. Da hatten wir zumindest schon den fiesesten Teil der Strecke hinter uns und waren bald an der „target destination“*.

Wir schlossen die Räder an, erhaschten einen ersten Blick aufs Felsenmeer, mussten dann aber erst was trinken, denn unsere Vorräte hatten wir auf der Fahrt aufgebraucht. Der midi-monsieur war nach zwei Schluck trinken und einer halben Laugenstange wieder fit und erkundete schonmal das Terrain, während wir Erwachsenen picknickten. Irgendwann waren dann auch unsere Energien wieder da und los ging es: Natürlich zu Fuß über die Felsen …

Der midi-monsieur und der Freund der Freundin kletterten bis zur Brücke. Die Freundin und ich nahmen ab der dritten Station den Weg. Dann gingen wir alle zusammen durch den Wald zurück.

Dann tranken wir noch was, füllten die Wasserflaschen auf und schwangen uns dann etwas übersützt auf die Räder. Die Rückfahrt ging super. Durchs Lautertal ging es konstant leicht bergab, sodass wir die knapp 9 km in 30 Minuten schafften und rechtzeitig den nur stündlich fahrenden Zug zurück erwischten. (Ich danke meinem total unmütterlichen Fahrrad-Ich, dass ich keine Angst habe, mit dem midi-monsieur im Straßenverkehr Rad zu fahren.)

Die Rückfahrt mit dem klimatisierten (!) Zug war entspannt. Dann trennten sich unsere Wege.

Der midi-monsieur und ich radelten nach Hause. Schon auf der Fahrt überfiel mich ein schlimmer Melonen-Jieper und ich überlegte die Fahrt über, ob der auf dem Weg befriedigt werden kann. Aber ich wollte erstmal nach Hause. Wir legten die Sachen ab und dann verkündete ich dem Kind, dass ich nochmal kurz zum türkischen Lädchen wolle und rechnete schon mit Gemeckere. Aber er schnappte sich seinen Helm und begleitete mich (zu Fuß) auf seinem Roller.

Auf dem Rückweg checkten wir, welche Essenslocation fussballfrei wäre und klärten mit unseren Mitradlern, dass wir noch zusammen essen gehen wollen.

Als wir uns frisch geduscht trafen, fiel die Wahl auf die Weiße Lilie, in der man ja samstagabends sonst eigentlich nie spontan einen Tisch bekommt, aber dank Fußball und Lage weit entfernt von irgendwelchen Fußball zeigenden Restaurants konnten wir draußen sitzen und bei leckeren Tapas, Paella und weißem Rioja den schönen Tag ausklingen lassen.

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* Der Freund der Freundin ist Ire und spricht nur Englisch. Auf dem Rückweg sprachen wir nochmal über die Tour und ich mir fiel kurzfristig nicht der richtige Ausdruck für „Ziel(ort)“ ein, wusste aber, dass „target“ falsch ist. Dann fiel mir destination ein und wir verstanden uns und diskutierten noch target vs destination und er meinte, für den Ausflug, als Ende der Strecke, würde es „target destination“ heißen.-

Luxus

Im Vergleich (wobei „Vergleich“ auch falsch ist, ich will mich nicht vergleichen) zu vielen anderen Alleinerziehenden habe ich Glück, denn ich bin durch die Trennung nicht finanziell abgerutscht. Was bei mir hauptsächlich daran liegt, dass ich schon immer die Alleinverdienerin war. Aus nachvollziehbaren Gründen habe ich auch schon in der Beziehung alle Fixkosten getragen. Ich habe aus anderen nicht nachzuvollziehenden Gründen auch deutlich mehr variable Kosten (Lebensmittel, Unternehmungen) getragen, als das ursprünglich besprochen war, sodass sich die Trennung nicht nennenswert auf meinen Kontostand auswirkte. Eher im Gegenteil: Es war ja ein Esser weniger da und für mich sind auch fleischfreie und auch kalte Gerichte vollwertige Mahlzeiten.

Auch der Sprung in die Selbstständigkeit hat meine Finanzen nicht nennenswert beeinflusst. Und ja, ich weiß, dass ich da verdammt viel Glück gehabt habe.

Mit dem Geld, das ich verdiene kann ich dem midi-monsieur und mir ein vernünftiges Leben ermöglichen, bei dem auch hier und da mal ein kleines Extra drin ist: Eis, Ausflüge, Kino, Konzerte, Babysitter, Kurzurlaube, Bio-Fleisch. Ja, das ist unser Luxus. Wenn ich den wegließe, könnte ich sicherlich Geld zurücklegen, aber das ist nicht meins: Ich lebe jetzt, also nutze ich das Geld jetzt.

Der größte Luxus, den ich uns leiste, ist unsere Wohnung: Sie ist eigentlich ein Zimmer zu groß und insgesamt 20-30 qm weniger würden uns sicherlich reichen. Aber zum einen ist es nicht einfach, eine kleinere und entsprechend deutlich günstigere Wohnung (mind. 300 Euro/Monat weniger) zu finden und zum anderen habe ich schlichtweg keine Rücklagen für einen Umzug, Renovierungskosten und Möbelneuanschaffungen (v.a. Küche). Dazu kommt noch, dass ich es sehr schön finde, dass Leute uns einfach über Nacht besuchen kommen können, weil wir den Platz dafür haben.

Meine finanzielle Lage ist nicht schlecht, aber riesen Sprüngen oder „großen“ Luxus wie ein eigenes Auto (mal abgesehen, dass ich es für uns unsinnig finde) oder langer Urlaub sind nicht drin.

Einen für mich mittelgroßen Luxus, den ich mir gerne gönnen würde, ist eine Putzfrau. Insbesondere um meine Kräfte und Nerven zu schonen.* Aber wirklich regelmäßig kann ich mir das nicht leisten, ohne nicht an anderen Stellen Abstriche machen zu müssen.

Als es mir letztens so schlecht ging, war ich kurz davor mir wenigstens einmalig einen Putzdienst zu bestellen. Ich recherchierte auch schon, war aber nicht überzeugt. Aber wenn wenigstens mal wer die Fenster machen könnte, dachte ich weiter. Die müssen** ja nicht monatlich geputzt werden.

Und durch Zufall bot kurz drauf jemand im Viertel Fensterputzdienste an. Bei einer solchen Fügung muss ich mir wohl den Luxus gönnen. Wir kamen in Kontakt und machten für heute einen Termin. Ich räumte gestern und heute morgen alle Fenster frei, machte noch eine Besorgung, um dann eine halbe Stunde vor Termin die Absage zu bekommen. Orrrr, ich war schon angefressen. Ich war im Modus „Jippiie, später hast Du saubere Fenster“ und das sollte sich nun nicht erfüllen. Sowas kann mir ja den Tag verhageln. Ich überlegte kurz mit Blick auf die freigeräumten Fenstern und entschied dann:

Ich machte! Gut 26 qm Glasfläche habe ich gereinigt. Nicht nur, dass mich der Gedanke trug, dass ich ja Geld spare, nein, ich habe sogar welches gefunden:

Ein Glückspfennig – ja, Pfennig – versteckte sich im Küchenfensterrahmen.

Und der eigentliche Lohn der Mühe: Ich kann wieder rausgucken ohne das Gefühl zu haben, meine Brille putzen zu müssen, die Lichtverhältnisse in der Wohnung sind ganz anders und ich habe die Gardinen auch gleich gewaschen.

Und natürlich ist der Aufwand nicht so groß und ich putze sicherlich auch Fenster, als wischen oder Bügeln. Denn es ist ja nicht so, als wäre ich nicht ausgerüstet:

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* In der Zeit kann ich halt auch andere sinnvolle Dinge machen wie zum Beispiel arbeiten.
** können schon. Bei der Lage der Wohnung vielleicht auch sollten, aber das geht zu weit.

Das brennt!

Ich predige dem midi-monsieur ja immer wieder: „Nicht quatschen, sondern machen.“ Denn er kann reden, reden, reden und in der Zeit hätte er mindestens einen Bachelor in was auch immer machen können.

Ich quatsche meist weniger und mache stattdessen. Für gewöhnlich habe ich vor dem Machen darüber nachgedacht. Nur halt nicht geredet, was wohl zu der Annahme verleitet, ich würde immer impulsiv agieren. *hüstel*

Seit heute weiß ich, dass ich das vielleicht mehr sollte, also nicht denken, sondern einfach machen. Denn …

… am Dienstag beim Radkauf für den midi-monsieur (second hand; ist sein Geburtstagsgeschenk von Oma und Opa) sah ich direkt, dass die Bremsbelege erneuert werden müssten.

… am Mittwoch fuhr ich an einem Radladen vorbei und dachte daran, dass ich die Gelegenheit ja nutzen könnte, die Bremsbelege zu holen. Aber ich war gedanklich im Tattoo-Modus und schob den Gedanken damit weg, dass wir ja erst am Samstag eine längere Radtour machen wollen und ich dann ja noch den Freitag habe.

… heute dachte ich noch bei unserer kleinen Radtour – wir hatten uns spontan doch auf die Räder geschwungen -, als der midi-monsieur zu Beginn des Downhills (Steigung und Bodenbelag rechtfertigen diese Bezeichnung) unbedingt mit dem neuen Rad – Oma hatte erlaubt, das neue Rad schon vor dem Geburtstag zu nutzen – vorfahren wollte, dass er ganz schön mutig ist. Ich hörte ihn noch juchzen und hatte ihn dann wegen einer kleinen Kurve nicht mehr im Blick. Als ich um diese bog, hörte ich nur mein Kind brüllen. Irgendwie eher panisch denn vor Schmerzen.

Als ich ihn sah, sah ich ihn stehend. Brüllend, aber stehend. Das war schon mal ein gutes Zeichen. Aber irgendwas war passiert. Ein paar Wanderer kümmerten sich um ihn und um sein Rad. Ich stieg vom Rad und ging auf ihn zu. Er konnte nicht sprechen, wedelte nur wie wild mit den Armen und schrie: „Das brennt!“ Ich guckte mich um und da sagte einer der hilfsbereiten Passanten, dass er volle Kanne in Brennnesseln gerauscht sei. Er habe zwar noch gebremst, aber hatte so eine Geschwindigkeit, dass es nicht zu verhindern gewesen sei. Dazwischen brüllte der midi-monsieur immer wieder: „Das brennt!“ und mir schoss durch den Kopf: „Die Bremsen!“ und ich war sehr froh, dass es „nur“ Brennesseln waren, in die er gefahren ist. Wären die nicht gewesen, wäre es ein Gebüsch mit kleinen Bäumen gewesen. Das hätte unschön enden können.

Er tat mir so leid. Ich hätte ihn gerne in den Arm genommen, aber es war klar, dass das keine gute Idee gewesen wäre. Wir konnten den Quaddeln beim Aufblühen zugucken – an beiden Armen, den Unterschenkeln und – besonders fies – im Gesicht. Das musste brennen wie Hölle und tat es auch. Der arme midi-monsieur litt.

Nach einer Weile beruhigte er sich ein wenig und ließ sich die Arme mit Wasser abwaschen. Die Wanderer zogen weiter. Und ich überlegte, was wir nun tun könnten. Wir standen mitten im Enkheimer Ried: Dahin zurück, woher wir kamen, hätte bedeutet, dass wir bergauf hätten schieben müssen. Weiterfahren (bis nach Hause) war halt noch ein Stück. Ich überlegte, ob wir irgendwo mit dem Taxi geholt werden können, denn einen Krankenwagen ins Ried zu beordern, fand ich bei Brennesseln doch etwas zu viel. Ja, der midi-monsieur litt, aber er zeigte zum Glück keinerlei allergische Reaktion.

Ich erklärte dem Kind, dass er noch ein kleines Stück fahren müsste. Er war nicht erfreut, aber biss die Zähne zusammen und stieg aufs Rad. Er fluchte und fluchte und fluchte. Ich konnte es ihm nicht verdenken. Aber er fuhr. Tapfer. Er meinte, beim Bewegen würde er das Brennen nicht so spüren. Das zeigte sich deutlich, als wir anhielten, weil ich gucken wollte, welches die nächste Notdienst-Apotheke war (bei uns im Viertel). Wir kamen an einer U-Bahn-Station vorbei: „Nein, Mama, jetzt ist es ja nicht mehr weit.“ Wir fuhren die Apotheke an und kauften eine große Tube Fenistil, die wir direkt großflächig anwendeten, und fuhren dann nach Hause.

Da schaute ich dann, was man bei Brennnessel-Verbrennungen tun kann / soll und überzeugte den midi-monsieur, dass er sich unter die maximal lauwarme Dusche stellte und auch abseifte. Ich schmierte danach die kritischsten Stellen – Arme – nochmal mit Fenistil ein. Danach legte er sich ins Bett und guckte Netflix leer.

Als ich ihm um 20h30 Momo vorlas, kribbelte es nur noch ein bisschen und wir hoffen beide, dass es morgen überstanden ist.