Vermissen à la Schrödinger

Gestern wurde ich gefragt, ob ich den midi-monsieur vermissen würde, jetzt wo er gerade in Frankreich weilt. Und ich antwortete direkt und ohne überlegen: „Nö.“ Und das stimmt auch so. Denn ich genieße es diesmal wieder sehr, eine kleine Weile in meinem Rhythmus und Tempo leben zu können. Dinge (spontan) machen zu können, für die ich sonst mindestens einen Babysitter bräuchte.

Und es stimmt nicht. Denn er fehlt mir. Auch fehlt mir, mit ihm einfach mal Freizeit und nicht immer nur Alltag zu haben (daher tut es auch doppelt weh, dass ich unseren Holland-Trip absagen musste). Mir fehlt er auch mit seinen Fragen, seinem Wissensdurst. Mir fehlt sein Witz und seine Kreativität. Mir fehlt, für ihn dasein zu können und mit ihm was zu unternehmen. Mir fehlt das Vorlesen am Abend und das anschließende Kuscheln. Mir fehlt zu wissen, dass er da ist, obwohl er gerade ganz ruhig in seinem Zimmer spielt. Mir fehlt, dass er mir sagt, dass er mich liebt. Und dass ich ihm sagen kann, dass ich ihn liebe.

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