Nass bis auf die Haut

Na, ist der Ohrwurm schon da?
Nicht?!
Dann, hier: bitteschön 😉

Ich hatte den Ohrwurm zumindest heute zwischen 16h40 und 18h50. Denn in der Zeit regnete es. Sehr. Aber in der Zeit hatte der midi-monsieur auch Rugbytraining. Eine sehr ungünstige Konstellation, denn, wenn es an Rugbytrainingstagen regnet, erweisen sich zwei Fakten als äußerst tendenziell problematisch:

  1. Die Trainingsstätte befindet sich westlich von uns.
  2. Wir haben kein Auto.

Dass der erste Fakt ein Problem ist, liegt daran, dass der ÖPNV in Frankfurt relativ sternförmig und innenstadtlastig ausgerichtet ist. Man kommt wirklich gut von Nord nach Süd (und umgekehrt) und innerstädtisch problemlos vom einen Ende der Zeil bis zum anderen (600 m) von der EZB zum Hauptbahnhof (2,6 km). Aber mit dem ÖPNV ins östliche oder westliche Nachbarviertel?! Schwierig, schwierig.

Also muss man auf alternative Verkehrsmittel zurückgreifen, wenn man nicht laufen will. Doch – siehe 2. – die Alternativen sind bei uns beschränkt. Wir haben nur Fahrräder. Naja, nicht nur, wir haben auch diverse Car-Sharing-Optionen.

Aber da kommt ein drittes Problem ins Spiel: Das Training fängt zur besten Rush-Hour an und dank der drölf Millionen Einbahnstraßen in unserem und im Nachbarviertel MÜSSEN wir über einen Teil des sogenannten Alleenrings. Dieser ist aber eine der großen Ost-West-Ausfallstraßen und daher ab ca. 16:30 Uhr bis ca. 19 Uhr voll, voller, am vollsten. Selbst wenn wir ein Auto nutzen wollen würden, müssten wir so früh los, dass wir rein theoretisch auch zu Fuß gehen können (2,4 km).

Und weil Laufen nicht infrage kommt, nahmen wir trotz des Regens die Räder. Vermeintlich gut verpackt mit Regenhosen und Regenjacken.

Tja, wer hätte das geahnt?! Ich war, als wir beim Trainingsgelände ankamen, nass. Bis auf die Haut. Zumindest an den Beinen. Und weil das so unangenehm war und weil ich fürchtete im Vereinsrestaurant nicht ordentlich zu trocknen und mir einen Harnwegsinfekt zu züchten, fuhr ich nach Trainingsbeginn – wenigstens hatten die Kids heute kein Training draußen – wieder nach Hause.

Dort trocknete ich mich schnell, wechselte die Jeans, trocknete die Regenhose auf der Heizung. Nur um dann, als alles trocken war, mich wieder mit dem Rad in den Regen zu begeben, um den midi-monsieur abzuholen. Die Regenhose war immer noch nicht dicht, aber wenigstens hatte ich die Regenjacke gegen den Friesennerz getauscht. Der ist dicht.

Tja, hätte ich heute gestreikt, wäre ich wenigstens nicht vier mal durch den Regen gefahren und entsprechend nass geworden. Aber streiken kommt für eine Alleinerziehende nicht infrage.

Ein Gedanke zu „Nass bis auf die Haut

  1. Pingback: Hetzhetzhetz | Groß-Stadt-Ansichten

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