Achterbahn

Wenn man mich zur Zeit fragt, wie es mir geht, kann ich – für mich – überzeugt sagen: „Gut.“ Klar, gibt es auch Tage, an denen es mir nicht gut geht. Aber trotzdem kann ich „gut“ sagen. Denn das ist meine Grundstimmung. Es läuft gerade eigentlich ganz gut – für mich. Zumal ich ja auch weiß, wie es ist, wenn es mir wirklich schlecht geht. Aber als Optimistin sehe ich im Zweifelsfall das Glas immer halbvoll denn halbleer und bin der Grundüberzeugung, dass alles schon irgendwie wird.

Doch mein Optimismus ist getrübt. Noch hoffe ich, dass es nur eine dunkle Wolke ist, die sich irgendwann, hoffentlich bald, verzieht. Diese Wolke ist der Stress des midi-monsieurs. Immer wenn ich kurz durchatmen und mich darüber freuen möchte, dass es ihm ein My besser geht, passiert etwas, was ihn runterzieht. Und ich schaffe es nicht nachhaltig, ihm mit meinem Optimismus Mut zu geben.

Und so gut es mir geht, so sehr nimmt es mich mit, dass mein Kind leidet, dass ich ihm nicht helfen kann – zumindest nicht ausreichend.

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