Darf ich auch etwas sagen?

Elternsprechtag. Mein erstes Mal.* Ich habe nur einen Termin. Als ich etwas verspätet drankomme, stellt die Lehrkraft eine Eieruhr. Jeder nur ein Kreuz 10 Minuten.

Ich habe keine fachlichen Fragen. Ich weiß, wo mein Kind steht. Darüber sind die Lehrkraft und ich uns einig. Es geht um die Kopfnoten. Dass ich über sowas noch reden muss. Ich bin, seitdem ich im hessischen Schulgesetz gelesen hab, dass es die hier noch gibt, kurz davor umzuziehen die Schule zu wechseln** ziemlich irritiert. ICH kannte die bislang nur vom Hörensagen. Bei mir gab es die damalsTM*** nicht.

Das Stichwort reichte zumindest aus, um – wie zu erwarten – einen lehrerlichen Redeschwall auszulösen. Ich hörte zu und lächelte, nickte und suchte Blickkontakt. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, so die 10 Minuten zu überstehen. Aber irgendwann musste ich doch mal einhaken: „Darf ich auch etwas dazu sagen?“

Und wider Erwarten entwickelte sich daraus ein gutes und effektives Gespräch, das mit dem Satz endete: „Sie haben ein tolles Kind.“

Ja, ich weiß. 🙂

———————–
* Im 1. Schuljahr war ich nicht beim Elternsprechtag.
** Die Nachbargrundschule hat die abgeschafft, was per Gesetz durch Beschluss der Gesamtkonferenz möglich ist.
*** 1983-1996

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s