Der erste Freitag im Februar

Ich hatte seit Anfang des Jahres eine ziemlich lange Job-To-Do-Liste, die sehr hydraeske Züge hatte: Kaum war eine Aufgabe erledigt, ploppten mindestens zwei andere auf. Hier und da verschob sich zum Glück ein Timing, aber letztlich hatte ich mir zum Ziel gesetzt, dass ich alle Punkte auf der Liste endlich mal gestrichen haben wollte. Klar kommen die zum Teil wieder, weil es erst der Anfang oder ein erster Entwurf war, aber ich wollte es nicht mehr auf meinem Tisch haben.

Und das, obwohl das Kind heute nur 3 Stunden hatte und nach diesen auch nach Hause kam und nicht in den Hort ging.

Nachmittags gingen wir zusammen Besorgungen machen und gönnten uns eine Kaffeepause im ersten Café am Platz (oder so). Da musste ich ein wenig an meine Großmutter denken, die immer mit mir, wenn ich bei meinen Großeltern in den Ferien war, in irgendein Café ging. Was nicht nur den reinen Selbstzweck des Schokoladetrinkens und Kuchenessens hatte, sondern auch Schulungsstunden nach Knigge waren. Denn meine Großmutter achtete sehr auf Tischmanieren.

Am Nebentisch saß ein älterer, etwas kauziger Herr. Dem midi-monsieur war er nicht geheuer. Das merkte ich, weil das Kind sehr meine Nähe suchte. Und als der Mann sich in unser Gespräch über unser Protestmützen („Mama, die Mützen bedeuten, dass wir gegen Trump sind, nicht?!“) einzumischen versuchte, wollte das Kind schnell zahlen („Ich geh schon mal vor und sag der Bedienung Bescheid.“). Dass ich halbwegs höflich antwortete, nahm der Herr zum Anlass, sich darüber auszulassen, was Frankfurt davon habe, dass es ja ach so liberal und weltoffen sei. „Das Pack“ am Bahnhof zeige ja, wohin das führe und von den Ausländern würde man ja immer schlecht behandelt. Mir war nicht nach Diskussion, aber unkommentiert lassen konnte ich das auch nicht.

Ich freue mich sehr, dass noch mehr Menschen Pussyhats haben wollen. Ich habe bislang 9 Aufträge, davon sind bereits 3 verschickt, eine Mütze liegt hier zur Übergabe und an der Fünften bin ich gerade dran.

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