Chez B.

(Scheeh Beh)

Mit dem Kv hatte ich eine zeitlang die Idee, eine Crêperie in Frankfurt zu eröffnen. Und es gab einen Zeitpunkt, an dem wir ziemlich konkret original bretonisches Equipment hätten haben können. Haben wir aber zum Glück nicht

Letztes Jahr kam ich dann ja, nachdem der Pizzastahl bei mir eingezogen war, auf die Idee, dass ich auf dem Pizzastahl auch Crêpes*/** machen könnte. Ich organisierte mir ein Rozell. Und ließ dann die Idee ruhen. Und ruhen. Und ruhen. Warum auch immer. Denn Pfannkuchen gab es durchaus immer mal wieder.

Gestern wollte ich endlich mal versuchen, Galettes*** auf dem Pizzastahl zu machen. Buchweizenmehl habe ich ja immer da, Eier habe ich für gewöhnlich auch immer im Haus und sonst braucht’s nur Flüssigkeit für den Teig. So meine grobe Idee, denn das Rezept in dem bretonischen Kochbuch („nur“ auf Französisch, nicht auf Bretonisch) hatte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht gelesen. Hätte ich mal tun sollen.

Nun denn. Ich habe gestern den Teig angesetzt (Buchweizenmehl, Ei und Wasser) und heute mittag – mit Öl und Milch – vollendet. Dann den Pizzastahl auf die größte Herdplatte gelegt und auf maximaler Stufe (bei mir 9) erhitzt, weil bretonische Crêpeplatten ja auch ziemlich heiß werden.

Ich nehm’s mal vorweg: Das war zu heiß.

So zu heiß, dass mir sogar der Pinsel, mit dem ich die Platte einfetten wollte, eingeschmolzen ist.

So auf Stufe 6 war es dann in Ordnung. Auch wenn ich den Dreh, also den bretonischen Rozell-Dreh, nicht so ganz raus hatte und den Teig nicht perfekt auf der Platte verteilen konnte. Möglicherweise war aber auch der Teig noch ein bisschen zu dick.

Geschmeckt hat es trotzdem. Fürs nächste Mal weiß ich ja schon, was ich alles besser machen kann. Dann sieht die Küche hoffentlich nicht so danach aus:

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* Crêpes ist quasi das generische Substantiv für Crêpes** und Galettes***.
** süße, hauchdünne, bretonische – ja, NICHT französische – Weizenmehl-Pfannkuchen
*** herzhafte, dünne, bretonische – auch nicht französische – Buchweizenmehl-Pfannkuchen