Alleinallein …

Was habe ich die kindfreie Zeit im Sommer genossen und im Herbst gefeiert. Und ich habe mich darauf gefreut, dass ich ab nach Weihnachten wieder kindfrei habe. Zumindest habe ich gedacht, dass ich mich darauf freue.

Und klar war es toll, am Dienstag auf ein Konzert gehen zu können, ohne die Babysitterin bemühen zu müssen. Gleiches gilt fürs Karaoke am Mittwoch.

Doch schon gestern war mir komisch. So komisch, dass ich freiwillig in ein Einkaufszentrum fuhr. Gut, ich hätte mich auch zu Hause beschäftigen können. Aber dann wäre ich vermutlich gar nicht an die frische Luft gekommen (einen Teil des Wegs ging ich ja zu Fuß). Außerdem fiel mir zu Hause die Decke auf den Kopf. Mal abgesehen von dem Brummen, das mich echt kirre gemacht hat, aber seit gestern (hoffentlich; ich nehme noch gedrückte Daumen) verschwunden ist, fand ich die Leere und Ruhe in der Wohnung unerträglich. Nach der Tour zum und im Skyline Plaza war ich zum Glück zu fertig, um darber weiter nachzudenken.

Heute schlief ich lang, also bis spät, weil ich auch erst spät ins Bett kam. Warum kann ich eigentlich nicht sagen. Irgendwie wollte ich nicht ins Bett. Naja, zumindest war es selbst mir zu spät, als ich wach wurde und ich ärgerte mich über mich selbst. Vor allem beim Blick nach draußen: klarer blauer Himmel. Bestes Draußen-Wetter. Fahrradfahren? Das fehlt mir eigentlich schon seit der letzten Tour. Ich ging auf den Balkon und sah Rauhreif und es war echt kalt. Vielleicht doch etwas zu kalt zum Radfahren. Aber ich musste raus. Also spazieren/ wandern. Der Lohrberg ist zwar immer schön und nah, aber da war ich ja erst am 1. Feiertag. Außerdem wollte ich Bäume. Ich klärte also mit Else eine Tour durch den Stadtwald, machte mir schnell eine Thermoskanne Tee, schnürte die Wanderstiefel und ging zur Straßenbahn, die mich direkt in den Stadtwald bringen sollte.

Es war gut, dass ich alleine gegangen bin. Es war schön im Stadtwald. Es ist immer schön im Stadtwald.

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Möglicherweise wäre es (auch/noch) schön(er) gewesen, wenn mich wer begleitet hätte. Es ließ sich ja kaum verhindern, während der 10 Kilometer darüber nachzudenken, dass es eigentlich ja schon schön wäre, diese Wanderung mit einem Partner zu machen. Aber wie immer, wenn ich darüber nachdenken, dass ich einen Mann an meiner Seite nett fände, kommt auch, dass ich mich schwer damit tue, mir vorzustellen, wie sich eine Partnerschaft in meinen Alltag einbauen ließe. Es wäre so unmöglich wie unfair, wenn ich den Mann nur dann in mein Leben ließe, an meiner Seite haben möchte, wenn mir danach ist, wenn es meine Zeit zulässt.

Naja, in einer Woche ist das Kind wieder da.

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