Zentriert

Seit heute kann ich sagen: „Ja, da war ich auch schon mal.“ „Da“ ist das Skyline Plaza in Frankfurt. Seit dreieinhalb Jahren ist es eröffnet und ich war noch nie da. Es liegt von mir aus gesehen am anderen Ende der Stadt. Gut, das ist kein wirkliches Argument. Schließlich liegt die Karaoke-Bar noch weiter weg. (Und ich hätte schon längst mal auf dem Weg dahin, einen Abstecher ins Skyline Plaza machen können.)

Das eigentliche Argument, das gegen das Skyline Plaza spircht, ist, dass es ein Einkaufszentrum ist. Ich mag Einkaufszentren nicht. Wobei das Skyline Plaza tatsächlich gar nicht mal so undurchdacht ist: Im Gegensatz zu vielen anderen Einkaufszentren hat dieses keine verwirrenden Gänge. Man geht einmal in der Runde rum und kann dabei auf jeder der beiden Ebenen (auch schön: nur zwei Stockwerke) alle dort befindlichen Geschäfte entdecken. Auch war es angenehm, dass es nicht wirklich voll war.2016-12-29-21.04.00.jpg.jpgAber das war es auch schon mit Lobhuddelei. Denn ansonsten bietet das Einkaufszentrum nichts, was mich dahinziehen wüde. Kein Geschäft, wegen dessen ich unbedingt dahin müsste (weil es das sonst nirgends gibt). Im Gegenteil: Es gibt da einen Lush-Shop. Und Lush meide ich wie der Teufel das Weihwasser. Dieser Laden stinkt in meiner Nase. Ich (!) finde es olfaktorisch so anstrengend, dass ich die Ecke, in der Lush-Shop war, nicht erkunden konnte, weil ich im weiteren Umkreis des Ladens nasentechnisch zusammenbrach.

Und letztlich ist es bei diesem Einkaufzentrum genauso wie allen anderen auch. Das Prinzip „Einkaufen in einem Einkaufszentrum“ ist nicht zu Ende gedacht: Wenn ich schon alle Geschäfte unter einem Dach habe und ich somit – ob Sommers oder Winters – nicht dem Wetter ausgesetzt bin, dann will ich IN einem Gebäude nicht so rumlaufen müssen, als wäre ich auf Expedition (v.a. im Winter). Was mir bei Einkaufzentren fehlt, sind 3 Dinge:

  1. Gaderobe: Gerade im Winter nervt mich nichts mehr, als in voller Montur durch ein gut warmes Gebäude zu latschen. Vorzugsweise gesichert (also die Gaderobe), wo man auch seine Handtasche lassen kann.
  2. Tütenservice: Man muss die Einkäufe nicht von Geschäft zu Geschäft schleppen, sondern sie kommen den nach getätigtem Einkauf zur Gaderobe und werden da bei der persönlichen Nummer gesammelt.
  3. Zahlkarte: In allen Geschäften gültig und wird erst beim Verlassen mit den Einkäufen beglichen.

Aber vermutlich würde mich das auch nicht mehr in Einkaufzentren treiben. Es ist einfach nicht meine Art des Einkaufens.

2 Gedanken zu „Zentriert

  1. Pingback: Alleinallein … | Groß-Stadt-Ansichten

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