Übertrieben

Nachdem es mich gestern gut mit der Erkältung zerlegt hatte, war ich froh, für heute sämtliche Wecker ausschalten zu können. Ich schlief so mittel, denn ich bekam schlecht Luft. Der midi-monsieur wurde irgendwann wach und vergnügte sich in der Wohnung mit seinen Adventskalendern, machte sich Frühstück und zog sich – da war ich dann wach – an. Um 11h00 ging er dann in den Hort. Ich ging duschen, frühstückte eine ASS und fühlte mich dann ziemlich gut, sodass ich den angedachten Weihnachtseinkauf (also Lebensmittel) anging. Zuerst ging ich zum Haushaltsgeschäft im Viertel für meine Spätzle-Mission. Auf dem Weg erbettelte ich mir noch ein Ponyschneid-Termin bei meiner Friseurin. Dann ging ich in den ersten Supermarkt, brachte die Einkäufe nach Hause, verräumte sie, überprüfte die Einkaufsliste, ging in den zweiten Supermarkt, holte den Rest, verräumte alles. Dann räumte ich die Küche auf, setzte Kartoffeln und Eier auf (damit sie morgen gut ausgekühlt sind), beorderte den midi-monsieur heim, räumte weiter rum, klärte eine Verabredung, packte ein Kekspäckchen, packte die restlichen Kekse in weniger Dosen zusammen (nun stehen hier nur noch 6 von ursprünglich 16 Keksdosen rum). Anschließend gingen das Kind und ich los zur Verabredung mit einer Freundin, wegen meiner Erkältung trafen wir uns nicht auf dem Weihnachtsmarkt, sondern in einem Café, der midi-monsieur war maximal nervig, weil angeblich Langeweile, obwohl er die Freundin und auch ihren Freund sehr mag, ich bekam ein nachträgliches #badventskaffee-Geschenk und war maximal entzückt und ein Weihnachtsgeschenk, das mich maximal beschämte, weil ich doch dieses Jahr auf jeden Stress mit Geschenken und Karten verzichtete und nun mit leeren Händen dastand. Nach einem kurzen Treffen trennten wir uns wieder, ich geriet noch einmal mit dem Kind aneinander, das immer noch maximal anstrengend war, wir fuhren nach Hause, jagdten unterwegs noch etwas Frittiertes und machten es uns dann auf dem Sofa gemütlich, der midi-monsieur guckte einen Film (der eigentlich Grund für seine Generve im Café), ich guckte so halb mit, aber schlief dann irgendwann ein. Ich bekam auch nur so halb mit, als der Film zu Ende war, allerdings war der midi-monsieur höchst vernünftig und machte den Fernseher aus, machte sich bettfertig, putzte Zähne, kam nochmal zu mir, sagte gute Nacht und kuschelte sich allein ins Bett. Ich brauchte lange, um auf dem Sofa wieder klar zu denken und während das so wieder kam, kam auch der Gedanke, dass ich heute in Anbetracht der Erkältung vielleicht doch ein bisschen zu viel unterwegs war. Allerdings war der Schnupfen an der frischen Luft deutlich besser zu ertragen.

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