Liebes Tagebuch am Fünften (November)

Nun zum elften Mal in diesem Jahr fragt Frau Brüllen: WMDEDGT?

Ja, was mache ich eigentlich an einem Samstag. Naja, besser: Was machen wir eigentlich an einem Samstag?!

Aus irgendwelchen Gründen schaffe ich es zur Zeit nicht so superfrüh ins Bett und dann fällt es mir auch noch schwer, direkt einzuschlafen. Es ist daher vermutlich so

3h00 als ich endlich einschlafe.

8h30 Klingelt der erste Wecker, denn das Kind hat heute Französisch.

9h00 Ich stehe endlich auf, der midi-monsieur hat sich schon selbst um sein Frühtück gekümmert.

9h30 So ganz in der Spur bin ich nicht, aber ich schaffe es noch mir ein Buch in die Handtasche zu werden. Kindle lohnt sich derzeit nicht, weil aus irgendwelchen Gründen die komplette Sammlung verschwunden ist.

9h40 Weil es regnet, gehen wir los Richtung Straßenbahn. Kurz vor der Haltestelle fällt mir auf, dass ich mein Handy nicht mitgenommen habe. Ich fühle mich ein bisschen nackt, vor allen Dingen, weil ich so keine Uhr bei mir habe.

10h00 pünktlich kommen wir beim Französisch an. Ich schicke das Kind rein und gehe weiter zum Frühstück, wovon es diesmal wegen fehlendem Handy kein Foto gibt.

11h30 Ich hole das Kind ab. Es regnet immer noch. Doller als noch vor zwei Stunden. Ich bekomme nasse Füße.

12h00 Wir sind zu Hause. Es ist ungemütlich draußen. Und weil ich schon seit ein paar Tagen kein mobiles Internet habe, möchte ich das jetzt klären und versuche auf der Webseite von O2 irgendeine Telefonnummer zu finden, weil die vorgeschriebenen FAQ mir natürlich Null weiterhelfen. Nach verzweifelter Suche unter Kontakt werde ich im Impressum fündig. Es folgt ein seeeehr unbefriedigendes Telefonat, das einen eigenen Eintrag verdient. Eins ist aber sicher:

Denn ich werde mindestens noch das komplette Wochenende kein mobiles Internet haben. Und vermutlich wird noch erwartet, dass ich dankbar auf die Knie falle, weil sie mich noch telefonieren lassen.

12h50 Und weil ich gerade in so einem Flow bin, rufe ich auch bei meiner Bank an. Denn gestern Abend war mir aufgefallen, dass ich angeblich zwei aktive Girokarten (eine alte, die Ende des Jahres abgelaufen wäre, und eine Folgekarte, die ich bereits erhalten hatte) habe. Dies meldete ich per Kontaktformular an die Bank, woraufhin sie beide Karten sperren mussten. Am Wochenende. Wo ich noch nicht einkaufen war. Nunja, ein Anruf bei der Bank (zum Glück sind sie am Wochenende erreichbar) ergab, dass das alles seine Richtigkeit hätte und dass ich auf gewisse Weise selbst Schuld war. Der Vorgang wäre so oder so passiert (auch dazu einen eigenen Eintrag), allerdings habe ich es mit meiner Meldung beschleunigt. Immerhin konnte die nette Dame am Telefon eine gute Lösung für den Übergang finden. Einkauf gerettet.
Jetzt spiele ich erst mal mit dem Kind Memory.

14h15 Wir müssen zum nächsten Termin los. Der midi-monsieur hat einen Wissenschafts-Kurs – auf Französisch.

14h35 Kind abgegeben. Da die nächste Straßenbahn erst in 9 Minuten kommt, laufe ich zu Fuß zum Drogeriemarkt. Erster Teil der Einkäufe erledigt.

15h15 Wieder zu Hause erwartet mich unschöne Post, die mich schlucken lässt. Da muss ich erst mal eine e-Mail zur Richtigstellung schreiben.

15h45 Später als geplant gehe ich einkaufen. Erstaunlich, wie günstig man einkauft, wenn man sich an den Einkaufzettel hält. Mal sehen, wie lange es reicht.

16h32 Sehr knapp komme ich nach Hause. In 7 Minuten geht meine Bahn, um das Kind abzuholen. Ich verräume nur schnell die gekühlten Lebensmittel. Der Rest muss warten

16h39 Ich sitze in der Straßenbahn und komme mehr als pünktlich an.

17h15 An der Straßenbahn-Haltestelle das gleiche Bild wie schon gut zweieinhalb Stunden zuvor: Die nächste Bahn kommt erst in 9 Minuten. Der midi-monsieur will laufen. Soll mir recht sein.

17h35 Noch schnell beim kleinen Supermarkt Wasser kaufen.

17h45 Endlich zu Hause. Ich bin auf einmal total k.o.

17h52 Ich bekomme eine WA-Nachricht, dessen Absender ich nicht kenne und die auch nicht für mich bestimmt ist. Weil ich ein freundlicher Mensch bin, schreibe ich zurück, dass ich nicht die gewünschte Person sein. Tja, so kann man wohl auch Menschen kennenlernen. 😉

18h50 Essen ist fertig. Es gibt Ofenkäse mit Kartoffeln und Rohkost.

19h30 Ich liege auf dem Sofa. Das Kind auch. Er darf ein bisschen zappen.

20h10 Öhmja, da muss ich wohl eingeschlafen sein. Mal schauen, was wir noch so machen und wann ich das Kind ins Bett bekomme. ICH müsste eigentlich noch arbeiten.

21h15 Nach ein bisschen Supertalent soll ich jetzt doch lieber Harry Potter weiter vorlesen

22h15 Das Kind ist endlich im Bett. Schlau wäre, wenn ich es ihm gleich täte. Aber Samstagabends bin ich nicht so schlau 😉

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